DE219047C - - Google Patents
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- DE219047C DE219047C DENDAT219047D DE219047DA DE219047C DE 219047 C DE219047 C DE 219047C DE NDAT219047 D DENDAT219047 D DE NDAT219047D DE 219047D A DE219047D A DE 219047DA DE 219047 C DE219047 C DE 219047C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L13/00—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle
- B61L13/04—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors
- B61L13/045—Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors using separated rail contacts, pedals or similar
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 219047 KLASSE 20/. GRUPPE
EDWARD SEGET in WARSCHAU.
Halbselbsttätige Streckenblockeinrichtung.
Die Erfindung betrifft eine haibselbsttätige
Streckenblockeinrichtung für ein- und zweigleisige und sich kreuzende Bahnen, bei der
zwischen zwei Stationen ein oder mehrere Streckenblockposten vorgesehen sind.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß in jedem Blockapparat Elektromagnete und
von ihnen gesteuerte Schaltergruppen angeordnet sind, von denen zwei Elektromagnete
ίο dazu dienen, die Stellung der Streckensignale
auf Fahrt vorzubereiten, während zwei weitere Elektromagnete dazu bestimmt sind, die
Streckensignale nach der Durchfahrt eines Zuges auf Halt zu stellen und die Blockapparate
wieder in die Anfangsstellung zu bringen. Es ist dadurch möglich, die ganze Blockstrecke
für die Durchfahrt eines Zuges freizumachen, d. h. die Streckensignale der beiden Stationen
und aller Blockposten auf Fahrt zu stellen, die dann von dem vorüberfahrenden Zug der Reihe
nach ohne Zutun der Wärter selbsttätig auf Halt gelegt werden. Dabei ist auf der Lokomotive
eine Einrichtung getroffen, durch die die richtige Schaltung der einzelnen Blockapparate
überwacht wird und durch die der Zug selbsttätig gebremst wird, wenn an irgendeinem
Blockposten eine Störung in dem Apparat oder in den Leitungen vorhanden ist.
Außerdem sind noch besondere Blocktasten vorgesehen, durch die ein Streckenabschnitt
von dem Wärter geblockt werden kann, und weiter sind Umschalter angeordnet, die das Ausschalten
eines Blockpostens ermöglichen, ohne dadurch das richtige Arbeiten der anderen Blockapparate zu stören. Wenn es nötig erscheint,
kann ein Blockpostenapparat jederzeit kurzgeschlossen (ausgeschaltet) werden, was
jedoch auf die richtige Wirkung der Blockierung zwischen den benachbarten Stationen
dieses Blockpostens keinen Einfluß hat.
Allgemeine Anordnung.
Auf jeder Station (z. B. A, Fig. ii), befinden
sich ein Blockapparat a, ein Einfahrsignal S1, ein Ausfahrsignal s2, ein Streckenläutewerk nv
eine isolierte Schiene T1, zwei Schienenkontakte
A1 und A2 und ein Fernsprecher iv Blockapparat
und Fernsprecher sind im Bureau, des Vorstehers aufgestellt. Neben dem Ausfahrsignal
liegt der Schienenkontakt A1. Der zweite Schienenkontakt A2 muß von dem ersten so
weit entfernt sein, daß zwischen den beiden Kontakten der längste auf der betreffenden
Bahn zulässige Zug Platz haben kann.
Auf dem Streckenblock befinden sich ein Blockapparat c, ein zweiarmiges Signal S3, ein
Streckenläutewerk ns, eine isolierte Schiene f3,
ein Schienenkontakt A3 und ein Fernsprecher ta.
Jedem Stations- oder Streckenblockapparat sind zwei Batterien beigegeben (Fig. 1, 2 und 3),
deren eine, B1, zur Blockung und Entblockung der Strecke und deren zweite, B2, zum Stellen
der Signale und zur Auslösung der Streckenläutewerke dient.
Die Blockapparate.
Es soll zunächst der in Fig. 2 und 6 dargestellte Streckenblockapparat betrachtet werden.
Seine Hauptbestandteile sind sechs gewöhnliche Elektromagnete E1, E2, E3, E1, E6
und £e, von denen E1 und E2 zur Blockung
der Linie, E3 und.E4 zur Entblockung und end-
lieh E-o und E6 zur selbsttätigen Unterbrechung
der Streckenleitung dienen, und ferner acht Kontaktgruppen a, b, c, d, e, f, g und h, von
denen die Gruppen α und b nur je einen Umschalter Und je zwei Kontaktklemmen, die
Gruppen c und d je sieben Umschalter und zehn Kontaktklemmen, die Gruppen e und f je vier
Umschalter und sechs Kontaktklemmen, und endlich die Gruppen g und h je sechs Umschalter
und acht Kontaktklemmen haben. Die Kontakte der ersten sechs Gruppen werden ·
durch die Elektromagnete E1 und E2 und die
der zwei letzten Gruppen g und h durch die Elektromagnete E3 und E4 umgelegt.
Die Umschalter der Gruppen e, c und a stützen sich mit den Stäben ev C1 und ax auf
den Rahmen r1 und sind unter der Wirkung von Federn bestrebt, den Rahmen nach rechts
zu drehen. An dem Rahmen T1 (Fig. 4 und 5)
befindet sich ein Stift ß, der in den Ausschnitt des kürzeren Armes des Winkelhebels H1 eingreift.
Der längere Arm dieses Winkelhebels stützt sich auf den * Sperrzahn einer weichen
Feder, die an dem Anker des Elektromagneten E1 befestigt ist. Bei der Anziehung des Ankers
wird der Winkelhebel H1 frei, und der Rahmen rx
wird unter der Einwirkung der Stäbe C1 und ax
und der Federn nach rechts gedreht. Der dritte Stab ex der Kontaktgruppe β kann aber seine
Stellung beim Anziehen des Ankers nicht ändern, da sich der Anker einem Stift e3, der durch
einen Winkelhebel e2 mit dem Stab ex verbunden
ist, in den Weg legt. Solange also der Anker angezogen ist, kann auch die ganze Kontaktgruppe
e ihre Stellung nicht ändern. Erst wenn der Elektromagnet stromlos wird und
sein Anker abfällt, kann der Stift e3 in die Lücke zwischen Magnetkern und Anker treten
und eine Umstellung der Kontakt gruppe e herbeiführen.
Ein ähnlicher Rahmen rz mit dem Winkelhebel
H3 ist auch bei dem Elektromagneten E3
angebracht. Auf diesen Rahmen stützt sich ein Stab gv der durch eine Feder der Kontaktgruppe
g mittels eines Winkelhebels g2 bewegt wird.
An den beiden Rahmen T1 und r3 sind von
einer Seite schräg abgeschnittene Winkelstücke U1 und u3 befestigt.
In der Mitte des Apparates ist in den Führungen χ und y ein Stab P bewegbar, der durch
starke Federn oder entsprechende Gegengewichte in der angehobenen Grundstellung gehalten
wird, so daß also der Stift X1 an der Führung χ liegt. Unten ist neben dem Stab P
auf· der Achse O ein Hebel angeordnet, der
aus zwei beweglichen Armen F und G besteht.
Der obere Arm F ist durch eine Stange F1 mit
■'. dem Stab ^1 verbunden, der durch die Federn
der Kontaktgruppe g bewegt wird. Der untere Arm G wird in der Grundstellung des Apparates
durch die Feder t, die an dem oberen Arm F befestigt ist, an den Stab P gedrückt.
Wenn der Stab P hinuntergedrückt wird, dann schiebt die Feder t den Hebelarm G in den Ausschnitt
Ci1 des Stabes P ein, und dieser wird
dadurch in der unteren Lage festgehalten.
Wenn ein Strom durch den Elektromagneten E3 geht, so wird der Anker angezogen,
wobei der Hebelarm H3 freigegeben und der Rahmen r3 und der Stab ^1 nach rechts bewegt
werden.· Gleichzeitig mit dem Stab g1 bewegt sich, ebenfalls nach rechts, der Hebel F, und
durch den Druck auf den unteren Arm G wird dieser aus dem Ausschnitt a1 zurückgezogen,
und der freigewordene Stab P springt in seine Grundstellung zurück. Weil sich aber auf der
anderen Seite ein gleicher, symmetrisch angeordneter Elektromagnet E1 befindet, so kann
der Stab P erst dann in die Grundstellung gelangen, wenn unter der Wirkung der beiden
Elektromagnete E3 und Et die sperrenden
Arme G aus den Auschnitten ax und a2 herausgezogen
werden.
-An dem Stab P sind Winkelstücke Z1 und z2
befestigt, die durch das Gleiten auf den schief abgeschnittenen Winkelstücken U1, U2, U3 und ui
bei der Bewegung des Stabes P von unten nach oben den ganzen Apparat in die Normalstellung
bringen.
Um den Stab P niederdrücken zu können, wenn sich der Rahmen T1 zusammen mit dem
Teil U1 schon gegen die Mitte gedreht hat, ist
an dem Winkelstück ζ (Fig. 7) ein Gelenk γ angebracht, das sich um einen Zapfen & dreht
und durch eine Feder in der gewöhnlichen Stellung gehalten wird. Bei dem Druck auf den
Stab p wird der Teil γ durch das Stück U1
zur Seite geschoben (in Fig. 7 punktiert) und kommt nach der Bewegung des Stabes P unter
der Wirkung der Feder in seine Anfangsstellung zurück.
Die Anordnung der Winkelstücke Z1 und z%
auf dem Stab P ist derart, daß bei der Bewegung des Stabes P von unten nach oben zuerst
die Teile U1 und U2 und dann erst die
Teile u3 und U1 bewegt werden, daß also die
Kontaktgruppen a, b, c, d, e und f eher in die Anfangsstellung gelangen als die Gruppen g
und h.
Zwischen den Kontaktgruppen c und d besteht noch eine rein mechanische Abhängigkeit.
Unter den Stäben C1 und U1 dieser Gruppen
sind hinter dem Rahmen Y1 und r2 die Stäbe C3
und d3 (Fig. 8) befestigt. In der Mitte zwischen
diesen ist auf der Achse ein Kreissektor ε aufgesetzt,
der mittels einer Feder in der lotrechten Stellung gehalten wird. Bei der Änderung der
Kontakte einer der Gruppen, z. B. der Gruppe c, wird der Stab C3 verschoben, dabei dreht er
den Kreissektor ε und verriegelt auf diese Weise die Kontaktgruppe d, die auch nach der Dre-
hung des Rahmens gegen die Mitte des Apparates ihre Stellung beibehält. Könnten die
Rahmen gleichzeitig gedreht werden, dann würden die beiden Stäbe c3 und d3 nach einer
kleinen Bewegung auf den Kreissektor ε stoßen, und die Kontakte der beiden Gruppen c und d
würden in der Normalstellung bleiben.
Wenn nun zuerst der Elektromagnet E1 und
dann E2 erregt werden, dann werden in dem
ίο Augenblick der Anziehung des Ankers durch
den Elektromagneten. JB1 die Kontakte der
Gruppen α und c umgelegt, und nach dem Ausschalten des Stromes, d. h. nach dem Abfallen
des Ankers, ändert sich die Lage der Kontakte der letzten Gruppe e. Wird dann weiter der
Anker des Elektromagneten E2 angezogen, dann werden nur die Kontakte der Gruppe b und
nach dem Abfallen des Ankers die Kontakte der letzten Gruppe f umgelegt. Die Kontakte
der Gruppe d bleiben in der Normalstellung unverändert.
Wenn zuerst der Elektromagnet E2 und dann
E1 erregt werden, dann legt der Anker des Elektromagneten E2 bei seiner Anziehung die
Kontakte der Gruppen b und d, und nach der Unterbrechung des Stromes, d. h. nach dem
Abfallen des Ankers, die Kontakte der letzten Gruppe f um. Wird danach der Elektromagnet
E1 erregt, dann ändert dessen Anker nur
die Kontakte der Gruppe a, und nach dem Abfallen
des Ankers die Kontakte der letzten Gruppe e. Die Kontakte der Gruppe c bleiben
in der Normalstellung unverändert.
Bei der Erregung der Elektromagnete E3 oder E1 werden die Kontakte in den entsprechenden Gruppen g oder h umgelegt.
Bei der Erregung der Elektromagnete E3 oder E1 werden die Kontakte in den entsprechenden Gruppen g oder h umgelegt.
Neben der Kontaktgruppe g ist ein Elektromagnet E5 angeordnet. Auf seinem Anker ist
ein Winkelhebel g4 angebracht, dessen einer
Ann mittels einer Feder gegen die Fläche des Ankers gepreßt wird, und über dessen zweiten
Arm in Führungen ein Stab / angeordnet ist. Dieser Stab ist durch einen Winkelhebel g3
mit dem Stab g verbunden. Am Anfang der Bewegung des Stabes / drückt die schiefe Ebene
des Sperrzahnes auf den senkrechten Arm des Hebels g4, wobei sich der Anker dem Elektromagneten
nähert. Dabei schließt sich der Kontakt A1 (Fig. 2), und der Strom beginnt den
Elektromagneten zu durchfließen. Wenn der Stab / seinen Weg gemacht hat, verläßt der
Sperrzahn den senkrechten Arm des Hebels g4,
und wenn der Strom unterbrochen wird, kann der Anker mit dem Hebel gi abspringen, wobei
der Kontakt kt wieder geöffnet wird. Bei der
Rückwärtsbewegung des Stabes / neigt dessen Sperrzahn den senkrechten Arm des Hebels ^4,
ohne den Anker zu bewegen, und wenn der Stab / in seine Anfangsstellung gelangt ist,
kommt auch der Hebel g4 unter der Einwirkung
der Feder in seine Anfangsstellung zurück.
An der Wand des Blockapparates befindet sich ein Zylinder V1 mit einem Kolben, dessen
Kolbenstange in der Führung P4 läuft. In dem Zylinderboden ist ein Hahn V1 eingesetzt. Wenn
die Abmessungen des Zylinders und das Gewicht des Kolbens entsprechend gewählt werden und
der Luftaustritt durch den Hahn V1 geregelt
wird, dann kann man die Abwärtsbewegung des Kolbens in dem Zylinder beliebig verlangsamen.
In der Änfarigsstellung stützt sich die Kolbenstange P1 mit dem Zahn qs auf den Querstab
P3, der an dem Stab P befestigt ist. Durch
den Druck auf den Stab P bewegt sich der Querstab P3 nach unten, die Kolbenstange P1
fällt etwas herunter und der Zahn, der sich an dem Ende der Feder qx befindet, hakt sich
an dem Stab C1 an, der von der Feder der Kontaktgruppe c und dem Winkelhebel C2 bewegt
wird.
Wenn bei der Blockung des Apparates der Strom zuerst durch den Elektromagneten JB1
und dann durch E2 fließt, dann ändern die Kontakte der Gruppe c ihre Stellung, während
die Kontakte der Gruppe d ihre Stellung beibehalten. In diesem Augenblick wird bei der
Bewegung des Stabes C1 der Zahn der Feder q1
freigegeben, und die Kolbenstange P1 mit dem Kolben bewegt sich nach unten. Auf der
anderen Seite des Apparates bleibt der Sperrzahn der Feder q2 auf dem Stab ix hängen, so
daß der Kolben des Zylinders V2 noch festgehalten
wird.
In dem zweiten Fall, wo der Strom zuerst durch den Elektromagneten E2 und dann durch
E1 fließt, wird umgekehrt zuerst die Kolbenstange
P2 frei und fällt nach unten, während die Kolbenstange P1 festgehalten wird.
Nach der Entblockung des Apparates geht der Stab P, unter Einwirkung einer Feder oder
eines Gegengewichtes, in seine Anfangsstellung zurück, wobei der Querstab P3 unter den Ansatz
q3 greift und die Kolbenstange P1 zusammen
mit dem Kolben wieder hochhebt. Dabei wird die Bewegung des Stabes P gleichmäßig
und entsprechend dem Ansaugen der Luft durch den Hahn V1 erfolgen.
Auf den Kolbenstangen P1 und P2 sind isolierte
Schalter Q1 und Q2 befestigt, die bei dem
Herunterfallen des Kolbens die Kontakte 18, 19, 20, 21 und 22 schließen (Fig. 2). Die Kontakte
18, 19 und 21 schalten die Batterie B2
ein, die zum Geben der Glockensignale bestimmt ist; durch die Kontakte 20 und 22
wird ein Strom derselben Batterie B2 zum selbsttätigen
Stellen der Signale geschlossen. Bei der Blockung der ungeraden Züge braucht man
links nur einen Kontakt 21, für die geraden Züge sind rechts zwei Kontakte 18 und 19
vorhanden, die zum Geben von zwei Glocken-Schlaggruppen bestimmt sind. Die Zeit zwischen
dem Einschalten der Kontakte 18 und 19 be-
stimmt sich aus der Zeit, die zum Abläuten der ersten Gruppe und der Zeit zwischen dem
letzten Glockenschlag der ersten Gruppe und
. dem ersten der zweiten Gruppe der Glockensignale erforderlich ist.
In dem oberen Teil des Apparates befinden sich zwei Schalter m und η mit je vier Hebeln,
die mit Hilfe des Winkelhebels mx und M1 und
der Druckknöpfe M und N (Fig. 6) umgeschaltet
ίο werden können. . Die Druckknöpfe M und N
sind, da sie nur ausnahmsweise gebraucht werden, zur Überwachung plombiert. Neben den
Schaltern sind drehbar angeordnete Knebel ix und ?2 angeordnet. In der Grundstellung der
Schalter können die Knebel nicht gedreht werden ; nach dem Umlegen der Schalter kann
der Wärter mit einem besonderen Schlüssel die entsprechenden Knebel drehen, wobei der Kontakt
11 oder 13 aus- und der Kontakt 12 oder 14 eingeschaltet wird.
An den Ankern der Elektromagnete E1 und E2
(Fig. 2) befinden sich zwei Kontakte O1 und O2.
Gegen isolierte Stellschrauben, die den ersten Teil des Kontaktes bilden, legen sich die Fedem,
die an den Ankern befestigt sind und den zweiten Teil des Kontaktes darstellen. Bei
der kleinsten Bewegung der Anker werden die Kontakte unterbrochen. An diese Kontakte
sind gegenseitig die Stromleitungen zu dem Magneten geführt und auf diese Weise wird
bei dem kleinsten Zeitunterschied in dem Eingang des Stromes in die Elektromagnete immer
nur einer von ihnen seinen Anker anziehen und den Strom für den zweiten Elektromagneten
unterbrechen. Würde der Strom gleichzeitig die beiden Elektromagnete E1 und E2
durchfließen, dann würden die Anker zwar schwingen, aber nicht angezogen werden.
In der Mitte des Apparates befinden sich unter dem Stab P zwei Umschalter mit den Kontakten 15, 16 und 17. In der Grundstellung des Stabes P sind die Kontakte 15 und 16 geschlossen, und in der niedergedrückten Stellung sind 15 und 16 aus- und der Kontakt 17 eingeschaltet.
In der Mitte des Apparates befinden sich unter dem Stab P zwei Umschalter mit den Kontakten 15, 16 und 17. In der Grundstellung des Stabes P sind die Kontakte 15 und 16 geschlossen, und in der niedergedrückten Stellung sind 15 und 16 aus- und der Kontakt 17 eingeschaltet.
Zwischen den Schaltern m und η befindet
sich noch ein Druckknopf k, der bei einem Druck die beiden Streckenleitungen L1 und L2
erdet. Er wird nur sehr selten und in besonderen Fällen benutzt und wird deswegen zur
Überwachung plombiert.
Außerdem enthält der Apparat eine gewöhnliche elektrische Glocke D und einen induktionsfreien
Widerstand W. Die zweite Batterie JS1
dient zur Blockung und Entblockung der Strecke.
Die Konstruktion des Stationsapparates (Fig. ι und 3) ist mit der der Streckenblockapparate
ähnlich, jedoch ist der Stationsapparat einfacher gebaut. Der Unterschied jn der Bauart besteht in folgendem:
1. Anstatt zweier Schalter m und η mit den
Drückern ix und i.z ist nur ein Drücker ix (in
dem rechten i2) vorhanden, der zur Blockung der Linie für die Ausfahrt des Zuges dient.
2. Von den zwei oberen Kontaktgruppen a und b befindet sich nur eine Gruppe α in dem
linken und b in dem rechten Apparat.
3. Statt der anderen Kontaktgruppen ist ein Signalumschalter S angeordnet. Bei seiner
Drehung stellt der Stationsbeamte mit einem besonderen Schlüssel das Ein- oder Ausfahrtsignal
auf Fahrt, wenn er selbst die Strecke für die Ausfahrt des Zuges, oder die benachbarte
Station für ihn die Strecke blockiert hat. Muß das Signal auf Halt gestellt werden, dann
bringt man nur den Umschalter in seine Anfangslage zurück. Dieser Umschalter hat einen
Arm, der sich auf die Kante des Stabes P stützt. Solange der Stab P nicht gedrückt wird, kann
■man den Umschalter S nicht umdrehen, also das Signal nicht auf Fahrt stellen. Wenn jedoch
der Zug die Station verlassen hat oder in sie eingefahren ist, so braucht der Stationsbeamte den Umschalter 5 nicht zu verstellen,
weil bei der selbsttätigen Entblockung des Apparates der Stab P bei seiner Rückkehr in
die Anfangslage den Umschalter selbsttätig dreht. In der verstellten Lage schließt der
Umschalter S noch den Kontakt 28, der die Unterbrechung in der Leitung des Ausfahrtschienenkontaktes
bildet.
4. In dem linken Stationsapparat in der Gruppe c und in dem rechten in der Gruppe d
fallen die Kontaktklemmen, die mit iVe bezeichnet sind, weg.
5. Von den unteren Kontaktgruppen g und h in dem Stationsapparat haben g acht Umschalter
mit zwölf Kontaktklemmen und h vier Umschalter mit fünf Kontaktklemmen.
Die S t r e c k e η s i g η al e.
Die Stations- und die Streckensignale sind so eingerichtet, daß sie auf Fahrt gestellt werden,
wenn der Strom durch die Stellvorrichtung über die eine Leitung geht, und daß sie
bei der Unterbrechung des Stromes oder, wenn dieser in die andere Leitung geht, in die Haltstellung
gebracht werden. An dem Einfahrtsignal (Fig. 1) befindet sich ein Umschalter
mit den Kontakten 26 und 27. Bei Halt ist der Kontakt 26 geschlossen, bei Fahrt wird
der Kontakt 26 unterbrochen und der Kontakt 27 geschlossen.
Die isolierten Schienen.
Die in der Form eines 1-Eisens oder aus einer gewöhnlichen Eisenbahnschiene hergestellten
isolierten Schienen sind in der Mitte etwas gebogen. Sie werden durch Unterlagen aus
Flacheisen an den Schwellen befestigt. Beim Gleiten der Lokomotivbürste auf der Schiene
hebt sich dieselbe in der Mitte der Schiene an und sinkt wieder hinab.
Die Bewegungsübertragung der . Lokomotivbürste auf den Lokomotivapparat.
Unter der Lokomotive befindet sich die Bürste ioo (Fig. 12), die in einer Erweiterung des
Hebels 101 befestigt ist und sich frei mit diesem auf der Achse 102 dreht. Das rechte
Ende des Hebels 101 stützt sich auf die Führung
103, die bei den Seitenbewegungen der Lokomotive den Hebel 101 vor dem Hin- und
Herwerfen schützt. Durch die Lasche 104 ist der Hebel mit dem Winkelhebel 105, der auf
der Achse 106 beweglich ist, verbunden. Der obere gabelförmige Arm des Hebels 105 ist
durch einen Bolzen 107 an dem flachen Teil der Kolbenstange 108 angelenkt. Der Kolben
109 bewegt sich in dem Zylinder 110. Hinter
der Führung in ist an dem Ende der Kolbenstange eine Feder 112 befestigt, die ständig
bestrebt ist, den Kolben herauszuziehen. Der Zylinder 110, die Achse des Hebels ιοί, die
Führung 103, die Achse des Hebels 106 und
die Führung 111 der Kolbenstange, also alle
Teile, die sich unter der Lokomotive befinden, sind in einem Rahmen eingebaut.
Auf dem Führerstand ist in dem Kasten 113 der Lokomotivapparat angeordnet. Aus dem
Boden des Kastens 113 ragen zwei Stäbe 114 und 115 heraus. Der Stab 115 ist mittels eines
Winkelhebels 116 und der Stange 117 mit dem
Griff 124 des Bremshahnes verbunden. Der Stab 114 ist mit der Kolbenstange 118, deren
Kolben 119 in dem Zylinder 120 läuft, verbunden.
"Neben dem Zylinder 120 befindet sich ein Hahn in Verbindung mit einem zylindrischen
Körper, der zwei Kammern. 121 und 122 mit Kugelventilen besitzt. In dem Hahnküken
ist ungefähr zur Hälfte seiner Länge in der Achsenrichtung eine öffnung.durchgebohrt,
durch die zwei andere, unter einem Winkel von ungefähr 150° gegeneinander versetzte Queröffnungen
mit der freien Luft in Verbindung stehen. Der Hahngriff ist mit dem Teil 123
der Kolbenstange 118 verbunden. Von dem Zylinder 110 ist ein Röhrchen 125 zu dem
Führerstand geleitet, das ihn mit dem Zylinder 120 und mit dem Verbindungskanal der Ventilkammern
121 und 122 verbindet.
In der Grundstellung des Lokomotivapparates kann der Lokomotivführer den Griff des
Bremshahnes drehen, wobei der auf dem Griff befestigte Stift sich frei in dem Ausschnitt der
Stange 117 bewegt. Sobald sich jedoch der Stab 115 vorschiebt, wird durch den Winkelhebel
116 und die Stange 117 der Bremsgriff
umgelegt, was die Auslösung der Bremsen des Zuges zur Folge hat. Der Lokomotivführer
schiebt bei dem Umstellen des Griffes 124 in die Anfangslage den Stab B in den Apparat
hinein.
Bewegt sich nun die Bürste 100 auf der
Schiene entlang, so wird mit ihr der Hebel 101 angehoben, und durch den Winkelhebel 105
wird der Kolben 109 in den Zylinder 110 hineingeschoben.
Die durch den Kolben gepreßte Luft gelangt zum Teil durch das Röhrchen 125
zu dem Verbindungskanal der Ventilkammern
121 und 122, zum Teil in den Zylinder 120 ■
unter den Kolben 119. In der Ventilkammer
122 wird das Ventil auf seinen Sitz gedrückt, und dem Röhrchen 125, das aus der Ventilkammer
heraustritt, ist die weitere Verbindung in dem Hahn abgeschnitten. Die gepreßte
Luft kann also nur auf den Kolben 119 wirken, den sie nach oben schiebt. Mit dem
Hub des Kolbens 119 wird das Hahnküken gedreht, wobei das Röhrchen 125 durch die
öffnung des Hahnkükens mit der freien Luft verbunden wird.
Sobald die Bürste 100 in der Mitte der isolierten Schiene den höchsten Punkt erreicht
hat und nun unter der Wirkung der Feder 112 und des Gewichtes des Hebels 101 auf der
Schiene heruntergleitet, geht der Kolben 109 nach rechts in seine Anfangsstellung zurück,
wobei die unter dem Kolben befindliche Luft verdünnt wird. Infolge der Verdünnung der
Luft in dem Röhrchen 125 geht das Ventil 121 auf
seinen Sitz und auch der Kolben 119 fällt langsam herab. Das Röhrchen 125 wird durch
die untere Hahnkükenöffnung mit der freien Luft verbunden. '
Der Zylinder 110 wird also erst dann mit
der freien Luft verbunden, wenn der Kolben seinen Hub herauf oder herab gemacht hat.
Die Bewegung des Kolbens 119 ist also von der Geschwindigkeit der Lokomotive wie auch
von der Länge des Hubes des Kolbens 109 unabhängig.
Der Lokomotivapparat.
Die Hauptteile des Lokomotivapparates (Fig. 13 und 14) sind der Elektromagnet 126
und die beiden Stäbe 114 und 115. Der Elektromagnet
besitzt zwei Anker. Der obere Anker 127 ist an dem um die Achse 128 drehbaren
Hebel 129 befestigt. Der zweite seitliche Anker 130 sitzt an dem Hebel 131, der sich
um den Zapfen 132 bewegt. Der Querschnitt des oberen Ankers 127 entspricht dem Querschnitt
des Kernes des Elektromagneten.. Der Querschnitt des Seitenankers 130 ist viel kleiner. n5
Der obere Anker wird durch eine starke Feder 133 gehalten. Der Hebel des Seitenankers 130
wird von einer Feder 134 gegen eine Stellschraube gedrückt.
An dem Hebel 129 befindet sich noch ein Sperrzahn 135. Oben auf dem Hebel 131. befindet
sich ebenfalls ein Zahn 136. Das Ende
des Ankerhebels 129 ist gabelförmig ausgebildet, und innen auf derselben Achse 128 ist ei zweiarmiger
Hebel 137 aufgesetzt. Dieser Hebel besteht aus drei Teilen, einem oberen Teil 138,
. 5 einem mittleren rahmenförmigen 139 und einem unteren flachen Teil 140. Im Innern des mittleren
Teiles 139 ist auf derselben Achse 128
noch ein Hebel 141, der in der Figur punktiert ist, angeordnet. Er besitzt links über der Achse
einen Zahn, der in einem entsprechenden Ausschnitt des Stabes 115 ruht und in seinem
oberen Teil einen bogenförmigen Schlitz hat. Durch diesen Schlitz tritt ein Stift 142 hindurch,
der an dem mittleren Teil 139 befestigt ist.
Der obere Teil 138 wird durch die Stange 143
mit dem Winkelhebel 144 verbunden, der sich um die Achse 145 dreht und dessen längerer
Arm sich gegen den Sperrzahn 135 legt. Über der Stange 143 ist an dem flachen Teil 138
eine Feder 146 befestigt, die den Hebel 137 nach rechts zu drehen bestrebt ist.
Der Stab 115 bewegt sich in der Führung 147
und ragt durch eine öffnung aus dem Boden des Kastens hervor. Zwei starke Federn, die
an den ösen 148 befestigt sind, ziehen fortwährend den Stab 115 herunter. Diesem Herunterziehen
wirkt der Zahn des Hebels 141, der sich in dem Ausschnitt des Stabes befindet,
entgegen.
Wird der Anker 127 durch den Elektromagneten 126 angezogen oder auf eine andere
Weise gegen den Kern des Elektromagneten gedrückt, dann gibt der Zahn 135 den Winkelhebel
143, 144 frei, die Feder 146 zieht den
Hebel 137 nach rechts, dessen flaches Ende 140 sich dem Stab 115 nähert. Bei dieser Bewegung
zieht der Stift 142 den innen befindlichen Hebel 141 nach rechts, wobei dessen Zahn den Ausschnitt
des Stabes 115 verläßt. Der frei gewordene Stab wird durch die Federn heruntergezogen,
und ein an ihm befestigter Teil 147" drückt den flachen Teil 140 zurück, neigt ihn
und bringt den Hebel 137 mit dem Winkelhebel 143, 144 wieder in die Grundstellung. In
der geänderten Lage bleibt nur der innere Hebel 141, der bei dem Sinken des Stabes 115
und dem Zurückkommen des Hebels 137 zu der Anfangsstellung an dem Stab gleitet,
wobei sich der Stift 142 in dem bogenartigen Schlitz verschiebt. Wenn sich bei dem Heraufziehen
des Stabes der Ausschnitt dem Zahn gegenüber befindet, dann bringt die Feder 148^
den Hebel 141 in die Grundstellung, und der Zahn tritt in den Ausschnitt des Stabes 115
und sperrt diesen. Bei der Abwärtsbewegung des Stabes 115 wird, wie schon geschildert,
der Griff des Bremshahnes gedreht und die Bremse des Zuges ausgelöst. Rechts von dem
Elektromagneten 126 befindet sich der Stab 114, der in der Führung 149 gleitet und bei
der Fahrt der Lokomotive über eine isolierte Schiene auf und ab bewegt wird. An der
vorderen Fläche des Stabes ist auf einer an ihm befestigten Achse 150 ein Stahlplättchen
151 angebracht, das rechts eine Führung 152
hat. Das aus der Führung hervortretende Ende des Plättchens ist schräg abgeschnitten. Unter
dem Plättchen ist eine öse, an der das Ende einer Feder 153 hängt, eingeschraubt. Das
andere Ende dieser Feder ist an einem Stift, der in den Stab eingeschraubt ist, befestigt.
Dadurch wird das Plättchen 151 immer gegen die untere Fläche der Führung 152 gedrückt.
In die hintere Fläche des Stabes I14 ist ein Zapfen 154 eingeschraubt, auf dem ein Riegel
155 sitzt. Dieser bewegt sich in seinem oberen Teil in einer Führung, die mit Schrauben 156
an dem Stab 114 befestigt ist. Der Zahn 157 des
Riegels dreht sich um den Zapfen 158 und Wird in der gezeichneten Stellung durch eine Spiralfeder
gehalten, die auf dem Zapfen 158 sitzt. Wenn man den Zahn 157 herabdrückt, so wird
er durch die Feder gleich wieder nach oben gedrückt. Auf der rechten Seite hat der Riegel
155 einen Zahn 159. Auf der linken Seite des Riegels ist eine flache Feder 160 befestigt, die
sich auf die linke Seite der Führung stützt und den Riegel nach der rechten Seite preßt.
Die Verlängerung des Ankerhebels 129 stützt sich auf den Sektor 161, der durch die Feder
162 gehalten wird. Bei der Drehung des Sektors in der Richtung des Uhrzeigers drückt dessen
unterer Teil auf die Verlängerung des Ankerhebels 129, 'und bei einem gewissen Drehungswinkel des Sektors wird der Anker 127 so nahe
an den Elektromagneten kommen, daß der Sperrzahn 135 den Hebel 144 losläßt, wodurch
der Stab 115 freigegeben und die Bremse des Zuges ausgelöst wird.
Unter dem Hebel 129 sitzt auf einem Zapfen 163 ein Winkelhebel 164, der ebenso dick
ist wie der Zahn 157. Der untere Arm des Hebels 164 ist mit einer Stange 165 verbunden;
das andere Ende dieser Stange ist lose in dem Ankerhebel 131 befestigt. Bei einem Druck
auf den oberen Arm des Winkelhebels 164 nähert sich der Anker 130 dem Magnetkern
bis zur Berührung.
Rechts von dem Stab 114 ist auf den Zapfen 166 eine Hülse 167 aufgesetzt, auf der sich
die drei Teile 168, 169 und 170 befinden. Der
Hebel 168 liegt in derselben Ebene wie das Plättchen 151 auf der Vorderseite des Stabes
114. Der lange Arm 169 befindet sich in der Mittelebene des Elektromagneten 126. Der
dritte, flache und breite Zahn 170 endlich ist mit dem Zahn 159 in derselben Ebene. In der
Grundstellung stützt sich der Zahn 170 auf den Stift 171. Die Feder 172 bringt die Teile in
die Anfangslage.
Die Einrichtung wirkt nun folgendermaßen:
Sobald die Lokomotivbürste auf die isolierte
Schiene gekommen ist, geht der Strom aus der Lokpmotivbatterie zuerst durch den Elektromagneten
126, dann nach der Bürste der isolierten Schiene und von da aus zu dem Blockapparat,
und wenn der Strom hier einen Kurzschluß mit der Erde hat, wird der Elektromagnet
126 erregt und der Zug wird, wie beschrieben, selbsttätig gebremst. Dasselbe tritt
ein, wenn die Leitung an einer beliebigen Stelle durch Isolationsfehler mit dem Lokomotivrahmen
(also mit den Schienen) verbunden wird, oder wenn die isolierte Schiene Nebenschluß
mit den Schienen hat.
Betrachten wir jetzt den Fall, wenn bei der Fahrt der Lokomotive über die isolierte Schiene
die Leitung, die diese Schiene mit dem Blockapparat verbindet, oder die Leitung in dem
Blockapparat selbst zerrissen ist.
In dem Augenblick, wo die Lokomotivbürste auf die isolierte Schiene kommt, fängt der
Stab 114 an, sich nach oben zu bewegen, wobei das Plättchen 151 sich dem Hebel 168 nähert.
Legt sich das Plättchen gegen den Zahn, dann dreht sich bei der weiteren Aufwärtsbewegung
des Stabes 114 der ganze Teil 167 um den Zapfen
166, wobei der Arm 169 durch das Gleiten an dem Zahn 136 den Anker 130 dem Elektromagneten
nähert und sich zuletzt über den Zahn 136 legt. Weil, wie angenommen wurde, durch
die Zerreißung der Leitung der Stromkreis unterbrochen ist, der Elektromagnet 126 also
stromlos bleibt, zieht die Feder 134 den Ankerhebel 131 zurück, und der Arm 169 legt sich in.
dem Augenblick auf den Zahn 136, wo der Hebel 168 von dem Plättchen 151 freigegeben
wird. In der höchsten Lage des Stabes 114 befindet sich der Zahn 159 über dem Zahn 170,
dessen linke Seite dann gerade senkrecht steht. Bewegt sich nun der Stab 114 von seiner höchsten
Stellung nach unten, dann trifft gleich in dem ersten Augenblick der Zahn 159 auf den
Zahn 170, gleitet an diesem entlang, neigt die Feder 160 Und stößt den Riegel 155 nach links,
so daß dessen oberer Zahn 157 hinter dem Stab 114 hervortritt. Bei weiterer Abwärtsbewegung
des Stabes drückt der Zahn 157 auf den Sektor 161 und dreht ihn, wodurch der Hebel
129 nach unten gedrückt wird. Der Zahn 135
gibt nun den Winkelhebel 144 frei, so daß sich der Stab 115 nach unten bewegt und dadurch
der Zug gebremst wird.
Bei der weiteren Bewegung des Stabes 114
trifft der Zahn 157 auf den Winkelhebel 164 und dreht diesen, Wodurch der Anker 130 dem
Elektromagneten genähert wird, Damit wird auch der Zahn 136 nach links bewegt, der nun
den Arm 169 losläßt. Dieser fällt herunter, der Zahn 170 geht ebenfalls in seine Anfangslage
und die Feder 160 bewegt den Riegel 155 nach rechts. Somit kommt der Stab 114 mit
allen seinen Teilen in seine Grundstellung zurück.
Bei der Fahrt der Lokomotive über die isolierte Schiene eines Blockpostens wird also
der Zug selbsttätig gebremst, wenn irgendwo die Leitung zerrissen oder auch die Lokomotivbatterie
erschöpft ist. Dem Lokomotivführer wird diese Art der Störung durch ein rotes Feld kenntlich gemacht, das bei der Bewegung
des Sektors 161 in dem Fenster 173 des Apparates
113 erscheint (Fig. 12).
Es werde jetzt der dritte Fall betrachtet, wie der Zug bei der Fahrt über die isolierte Schiene
eines Blockpostens, den richtig blockierten Apparat und die ganze Einrichtung in Ordnung
findet.
In diesem Fall ist die Leitung, die die isolierte Schiene mit dem Blockapparat verbindet,
in dem Apparat über einen ziemlich großen induktionsfreien Widerstand an die Erde
(Schienen) angeschlossen. Dadurch wird, wenn die Lokomotivbürste die isolierte Schiene berührt,
der -Stromkreis der Lokomotivbatterie geschlossen. Wegen der Einschaltung des
Widerstandes ist jedoch die Stromstärke zu klein, um den Anker 127 anzuziehen und das
Bremsen des Zuges hervorzurufen.
Sobald die Lokomotivbürste auf die isolierte Schiene gekommen ist, bewegt sich der Stab
114 in dem Lokomotivapparat, wie in dem
vorigen Fall beschrieben, wieder nach oben. Das Plättchen 151 dreht durch Druck auf den
Zahn 168 den auf dem Zapfen 166 befindlichen Teil 167, wobei der Arm 169 an dem Zahn
136 gleitet und so den Anker 130 dem Elektromagneten
nähert, um sich schließlich nach dem Verlassen des Zahnes 136 etwas über
diesem zu befinden. Wenn nun auch der durch den Elektromagneten 126 gehende Strom für
die Anziehung des Ankers 127 zu klein ist, so ist er doch stark genug, um unter Überwindung
der Federkraft 134 den Seitenanker 130 anzuziehen und festzuhalten. Der Arm 169 kann
sich jetzt nicht auf den Zahn 136 stützen, sondern fällt in dem Augenblick, wo der Zahn 168
das Plättchen 151 verläßt, herab, und damit kommt der ganze Teil 167 in die Grundstellung
zurück.
Der Stab 114 bewegt sich von seiner höchsten
Stellung ebenfalls nach unten, wobei sich das Plättchen 151 beim Auf treffen auf den in
der Normalstellung befindlichen Zahn 168 neigt und nach dem Ausweichen durch die Feder 153
in die Anfangsstellung gebracht wird. Hat die Lokomotivbürste die isolierte Schiene verlassen,
so wird der Strom unterbrochen, und die Feder 134 zieht den Hebel 131 des Seitenankers
gegen die Stellschraube.
Daraus folgt also, daß bei der Durchfahrt des Zuges neben dem Blockposten, dessen
Apparat richtig blockiert und dessen. Verbindung unbeschädigt ist, die Bremsen des Zuges ·
nicht ausgelöst werden.
Rechts über dem Stab 114 befinden sich
noch zwei Walzen 174 und 175. Auf der Achse der Walze 174 ist ein Hebel 176 befestigt, dessen
Sperrklinke in das Sperrädchen eingreift, das auf der Walze 174 befestigt ist. Bei der Bewegung
des Stabes 114 bewegt der Hebel 176, der immer den gleichen Umdrehungswinkel
hat, die Walze 174 mittels der Sperrklinke. Bei der Abwärtsbewegung des Stabes 114 bringt
die Feder 177 den Hebel 176 in die Normalstellung zurück, wobei die Sperrklinke auf den
Zähnen des Sperrädchens gleitet und die Walze 174 nicht bewegt wird. Unter der Walze befindet
sich auf einer Achse die Rolle 178, die durch eine Feder etwas gebremst wird. Auf
dieser Rolle ist ein entsprechend geteilter Papierstreifen 179 aufgewickelt, der über die
Leitrolle 180 zu der Rolle 181 führt. Die Rolle
181 ist innen mit einer Spiralfeder zum Aufziehen versehen.
Beim Gleiten der Bürste über jeder isolierten Schiene wird der Papierstreifen aufgewickelt,
und in dem Fenster 182 erscheint ein neues Teilstück des Streifens. Auf diesen Teilstücken
befinden sich die Nummern der Kilometer, auf denen die isolierten Schienen liegen oder
der Name der Station, wenn sich die isolierte Schiene bei einem Einfahrtsignal befindet.
Zwischen dem Papierstreifen und dem Stab B läuft in den Führungen 183 und 184 eine Stange
185, die von einer Feder 186 nach links gegen einen um den Zapfen 187 drehbaren Winkelhebel
188 gezogen wird. Über dem wagerechten Arm des Hebels 188 befindet sich ein Stift 189,
der in den Stab 115 eingeschraubt ist. Bei dem Sinken des Stabes 115 dreht der Stift 189 den
Hebel 188, beim Aufwärtsbewegen des Stabes drückt der Stift von unten gegen den Hebel
188, wodurch die Stange 185 nach rechts geschoben wird. Sobald der Stift den Hebelarm
188 verläßt, geht die Stange 185 unter dem Zug der Feder 186 wieder in ihre Anfangsstellung.
An dem rechten Ende der Stange ist ein tellerartiger Teil 190 lose aufgesetzt, der sich
auf die Feder 191 stützt. Bei der Bewegung der Stange nach rechts drückt der Teil 190 in
den Papierstreifen ein Loch.
Es wird also dadurch jede selbsttätige Brem-■
sung des Zuges auf dem entsprechenden Teilstück in dem Papierstreifen des Lokomotivapparates
durch ein Loch sichtbar gemacht. Die Wirkungsweise der gesamten Blockeinrichtung
:
ι. Die Fahrt des Zuges von einer Station zu der anderen.
Es werde angenommen, daß von der linken Station (Fig. 1) ein Zug abgelassen wird, der
bei der Fahrt nach der rechten Station (Fig. 3) an einem Blockposten (Fig. 2) vorbeifährt.
a) Die Blockung der Strecke.
Der Stationsbeamte der linken Station (Fig. 1), die einen abgangsfertigen Zug hat,
dreht mit einem besonderen Schlüssel den Drücker I1 nach links, wobei der Kontakt 13
aus- und der Kontakt 14 eingeschaltet wird. Es fließt dann ein Strom von der Batterie B1 durch
die Leitung 30 über den Kontakt 14 durch die Leitung 31 nach dem Kontakt e2, dem Elektromagneten
E1, dem Kontakt O2 und dann durch
die Kontakte άΆ und C1 zur Erde.
Der Elektromagnet E1 zieht seinen Anker an,
was die Änderung der Kontakte der Gruppen a und c zur Folge hat,' und läßt, weil in der
Gruppe c der Kontakt C1 dadurch unterbrochen wird, seinen Anker gleich wieder abfallen, wodurch
dann die Änderung der Stellung der Kontakte in der Gruppe e bewirkt wird. Dies
dauert so kurze Zeit, daß der Stationsbeamte nach einer Weile den Schlüssel abziehen kann.
Der Drücker kommt unter der Wirkung der Feder in seine Ruhestellung zurück, wobei der
Kontakt 14 wieder aus- und der Kontakt 13 eingeschaltet wird.
Jetzt fließt von der Batterie B1 ein neuer
Strom über die Leitung 30, den Kontakt C4, die Leitung 32, die Kontakte c2 und O1, den
Elektromagneten E2, den Kontakt f2, die
Streckenleitung L1 zum Blockpostenapparat
(Fig. 2), in diesem über die Kontakte des Kommutators W2 und mi: dann über die Leitung 33,
den Kontakt e2, Elektromagneten E1, die Kontakte
O2, d3 und C1 nach der Erde. Unter der
Wirkung dieses Stromes ziehen sowohl der Stationselektromagnet E2 wie auch der Blockpostenelektromagnet
E1 ihre Anker an, wodurch sich in dem Blockpostenapparat (Fig. 2)
die Kontakte der Gruppen α und c ändern. Jetzt wird der Stromkreis durch den Kontakt C1
unterbrochen und der Anker fällt ab, was wieder die Änderung der Kontakte der dritten
Gruppe e hervorruft. In dem Stationsapparat behält in dem Augenblick der Anziehung des
Ankers durch den Elektromagneten E2 die Kontaktgruppe d ihre Grundstellung bei, und
nach dem Abfallen des Ankers wegen der Unterbrechung des Stromes in dem Blockpostenapparat
wird die Stellung der Kontakte der Gruppe f geändert. Jetzt fließt wieder von
der Batterie B1 auf dem Blockposten (Fig. 2) ein neuer Strom von dem positiven Pol der
Batterie durch die Leitung 34, den Kontakt c4, die Leitung 35, die Kontakte C2 und O1, den
Elektromagneten E2, den Kontakt f2, die Lei- :
tung 36, die Kontakte % und n2, und durch
die Streckenleitung L2 zum nächstfolgenden
Blockposten. Auf diesem würde ebenfalls die linke Seite des Apparates geblockt werden,
wobei auf dem ersten Posten im Augenblick der Anziehung des Ankers durch den Elektro-
magneten Ji2 die Kontakte der Gruppe b
und nach der Unterbrechung des Stromes auf dem nächstfolgenden Blockposten die Kontakte
der dritten Gruppe f geändert werden. Die Kontaktgruppe d behält ihre Grundstellung.
Auf diese Weise werden alle Blockpostenapparate geblockt, und von dem letzten end-■
lieh gelangt der Strom durch die Leitung Ln
ίο zu dem rechten Stationsapparat (Fig. 3). Er
geht hier über den Kontakt c2, den Elektromagneten E1, die Kontakte o2, d3 und C1 zur
Erde. Unter der Wirkung des Stromes zieht der Elektromagnet E1 seinen Anker an, die
Kontakte der Gruppe e ändern ihre Stellung, wobei durch den Kontakt C1 wieder der Stromkreis
unterbrochen wird. Der Anker fällt ab, was die Änderung der Kontakte der Gruppe e
zur Folge hat. Jetzt läuft ein Strom von dem positiven Pol der Batterie B1 durch die Leitung
37, den Kontakt C4, die Leitung 38, die Kontakte c2 und O1, den Elektromagneten E2,
den Kontakt f2, die Leitung 39, die Kontakte 13
und b2 zur Erde. Unter der Wirkung des Stromes
zieht der Elektromagnet E2 seinen Anker an, wodurch die Änderung der Kontakte der
Gruppe b und infolge der Unterbrechung des Stromkreises durch den Kontakt b2 und Abfallen
des Ankers wieder die Änderung der Stellung der Kontakte der Gruppe f hervorgerufen
wird. Die Kontaktgruppe d behält ihre Grundstellung.
Auf diese Weise werden durch den Druck auf einen einzigen Kontakt des Stationsapparates
alle auf der betreffenden Blockstrecke befindlichen Apparate geblockt.
In dem vorderen Deckel jedes Blockapparates befinden sich gegenüber den Kontaktgruppen
c und d Fenster, in denen bei der Grundstellung des Apparates ein weißes Feld
zu sehen ist. Ändern sich die Stellungen der genannten Kontaktgruppen, dann werden in
den Fenstern rote Felder sichtbar. Es ist also der Zustand der Apparate jederzeit von außen
leicht zu erkennen.
Wenn der Stationsbeamte durch den linken Stationsapparat (Fig. 1) die Strecke geblockt
hat, ohne zuerst den Stab P hinunterzudrücken, dann fließt ein Strom von dem positiven Pol
der Batterie B2 über den Kontakt 18, die Leitung
40, den Kontakt C10, die Leitung 41 und
das Läutewerk D zur Erde. Es wird also die Glocke D läuten und den Stationsbeamten an
das Drücken des Stabes P erinnern. Ist P gedrückt, dann wird der Kontakt 18 unterbrochen
und das Läuten hört auf.
Dasselbe Schaltungsschema ist auch bei dem Blockpostenapparat (Fig. 2) angewandt. Hier
geht, wenn der Apparat geblockt, der Stab P aber nicht hinuntergedrückt ist, der Strom
von der Batterie B2 über den Kontakt 16, die
Leitung: 42, den Kontakt C10, die Leitung 43
und durch das Läutewerk D zur Erde.
Ebenso verhält es sich mit dem rechten Stationsapparat, wenn nach der Blockung der 65
> Stab P in seiner Stellung bleibt. Der Strom der Batterie B2 geht dann über den Kontakt 18,
die Leitung 44, den Kontakt C10, die Leitung 45 und durch das Läutewerk D zur Erde.
Durch das Läuten .der Glocken D werden also die Blockpostenwärter von der Annäherung
eines Zuges benachrichtigt, und auf der Empfangsstation weiß der Stationsbeamte durch
das Läuten, daß die benachbarte Station die Strecke geblockt hat und einen Zug ablassen
will.
b) Das Geben der Streckenglockensignale.
Wenn der Beamte der Station, die den Zug abläßt, den Stab P gedrückt hat, ist auch der mit
dem Stab P verbundene Querstab P (Fig. 6 und 1) nach unten bewegt worden; dadurch wird
die Kolbenstange -P1 freigegeben, die, weil sie
sich nicht auf den Zahn der Feder q1 stützen kann, mit dem Kolben des Zylinders V1 ebenfalls
nach unten geht. Hierbei schließt der auf ihr befindliche Zahn Q1 den Kontakt 21,
wodurch der Strom der Batterie B2 über den Kontakt 19, die Leitung 46, den Kontakt 21,
die Leitung 47, die Leitung 48 und das Streckenläutewerk C zur Erde geht, das eine Reihe von
Glockenschlägen gibt.
Weil bei der Blockung des ungeraden Zuges (von links nach rechts) die Kontaktgruppe d
in der Grundstellung bleibt, stützt sich nach dem Abwärtsbewegen des Querstabes P3 der Zahn
der Feder q2 an der Kolbenstange P2 auf den
Stab d und hindert eine weitere Bewegung der Kolbenstange.
Bei der Blockung des geraden Zuges (von rechts nach links) würde sich die Kontaktgruppe
d ändern; es würde sich also die Kolbenstange P2 frei nach unten bewegen können.
Dann schließt der Zahn Q2 zuerst den Kontakt 23, wobei das Streckenläutewerk C eine Reihe
von Glockenschlägen gibt, und nach einer Weile würde der Zahn Q2 den zweiten Kontakt 24
schließen, was die zweite Reihe von Glockenschlägen verursacht.
Auf dieselbe Weise findet das Geben der Glockensignale auf den Blockposten statt. Nach
dem Druck auf den Stab P (Fig. 2) geht der Strom der Batterie B2 durch den Kontakt 17,
die Leitung 49, den Kontakt 21, die Leitungen 50 und 51 und durch das Streckenläutewerk C
zur Erde.
In dem rechten Stationsapparat endlich geht der Strom der Batterie B2 in ähnlicher Weise
durch den Kontakt 19, die Leitung 52, den Kontakt 21, die Leitung 53 und durch die Leitung
54 und das Streckenläutewerk C zur Erde. :
Wenn vor der Blockung der Apparate der Stab P schon gedrückt war, dann werden gleich
bei der Blockung der Apparate die Strecken-, .- glockensignale gegeben.
c) Das Stellen der Streckensignale.
Befindet sich die Kolbenstange P1 in dem Blockpostenapparat (Fig. 2) nach dem Geben
der Glockensignale auf dem Boden des Zylinders F1, dann wird der Kontakt 22 geschlossen,
und der Strom der Batterie B2 geht über den Kontakt 17, die Leitung 49, den Kontakt 22,
die Leitung 55, die Kontakte f5 und e5, die Leitung
56, die Kontakte we und ne der Schalter m
und n, die Leitung 57, den Kontakt C9, die Leitung
58, den Kontakt ga, die Leitung 59 und durch die Stellvorrichtung des Streckensignales
S11S2 zur Erde. Der Arm S1 wird auf Fahrt
gezogen und bleibt in dieser Stellung so lange, wie durch die Leitung 59 und .durch die Stellvorrichtung
der Strom fließt. Auf diese Weise werden nach der Blockung der Strecke auf allen Blockposten die Signale selbsttätig auf
. Fahrt gestellt.
Aus dem Verlauf des Stromes bei dem Auffahrtstellen ist ersichtlich, daß der Stromkreis
unterbrochen wird und das Signal auf Halt bleibt, wenn entweder der Stab P nicht gedrückt
wird, also der Kontakt 17 unterbrochen ist, . 30 oder wenn der Apparat unrichtig blockiert,
also eine der Kontaktgruppen c, e oder f unverändert geblieben wäre, oder wenn einer der
Schalter m oder η verstellt wird.
In diesem Fall wird der Strom über den Kontakt W6 oder M5 nach der Leitung 60 geleitet,
von wo er durch die Leitung 61 nach der Signalvorrichtung und zur Erde geht und die
Haltstellung des Signales hervorruft. Der Blockpostenwärter kann daher den Zug im
Notfall an seiner Blockstelle aufhalten.
In dem Apparat der Station, die den Zug abläßt (Fig. 1), wird nach dem Heruntergehen
der Kolbenstange P1 der Kontakt 22 geschlossen, jedoch wird das Ausfahrtsignal dadurch nicht
selbsttätig wie auf den Blockstellen auf Fahrt gestellt. Dies ist vielmehr dem Stationsbeamten
überlassen, der, wenn der Zug reisefertig ist, mittels eines besonderen Schlüssels den Signalschalter
.5 dreht und so das Signal auf Fahrt stellt. Dabei läuft ein Strom aus der Batterie B2
über den Kontakt 19, die Leitung 46, den Kontakt 22, die Leitung 62, die Kontakte es, fs,
die Leitung 63 zu der Schalterklemme 16 und dann über die Klemme 15, die Leitung 64, den
Kontakt C9, die Leitung 65, den Kontakt g9,
die Leitung 66 und durch das Signal zur Erde. Auf der Ankunftstation muß um so mehr
die Stellung des Signales auf Fahrt dem Stationsbeamten überlassen werden, weil es oft vorkommt,
daß die Station für die Aufnahme des Zuges nicht vorbereitet ist und deswegen der
Zug vor dem Einfahrtsignäl aufgehalten werden muß. Um daher nach dem Heruntergehen
der Kolbenstange P1 und dem Schließen des Kontaktes 22 in dem Apparat dieser Station
(Fig. 3) das Einfahrtsignal auf Fahrt zu stellen, muß der Stationsbeamte mit einem besonderen
Schlüssel den Signalschalter S umstellen. Der Stromlauf ist dann folgender: von der Batterie
B2 über den Kontakt 19, die Leitung 52,
den Kontakt 22, die Leitung 67, die Kontakte f5 und e5, die Leitung 68, zu der Schalterklemme
16 und dann über die Klemme 15, die Leitung 69, den Kontakt c9, die Leitung 70,
den Kontakt A7, die Leitung 71 und durch die
Stellvorrichtung zur Erde.
Wenn der Stationsbeamte nach dem Auffahrtstellen des Ein- oder Ausfahrtsignales
diese auf Halt legen will, dann bringt er den Signalschalter in die Grundstellung, wobei auf
der Station, die den Zug abläßt (Fig. 1), der Strom von der Schalterklemme 16 über die
Klemme 17, die Leitung 72, die Leitung 73 und durch das Signal zur Erde geht und das
Signal auf Halt gestellt wird.- Ebenso verhält es sich mit den Signalen der Ankunftstation
(Fig. 3).
d) Die Ausfahrt des Zuges.
Nach dem Ziehen des Ausfahrtsignales (Fig. 1) go verläßt der Zug die Station. Wenn er an dem
Ausfahrtsignal S1 vorbeifährt, schließt die Lokomotive den Schienenkontakt K1, wodurch
der Strom der Batterie B1 über die Leitung 30, den Kontakt C4, die Leitung 32, den Elektromagneten
e3, die Kontakte A2, gs, fe und d&,
die Leitung 76, den in der Leitung 76 befindlichen Kontakt 28 und den Schienenkontakt K1
zur Erde geht. Über den Kontakt da und weiter
würde der Strom durch die Streckenleitung L1 gehen; diese ist aber auf dem Blockposten
durch die Kontakte C6, A1 und A1 unterbrochen
und hat keine Verbindung mit der Erde.
Unter der Wirkung des Stromes zieht der Elektromagnet E3 seinen Anker an und legt
die Kontakte der Gruppe g um. Dadurch wird der Kontakt g9 unterbrochen und der Kontakt g8
hergestellt; der Strom, der aus der BatterieB2
durch die Leitung 66 nach dem Signal ging und dieses auf Fahrt stellte, geht dadurch in
die Leitung 73 über, wobei das Signal selbsttätig in seine Haltstellung gebracht wird.
Fährt der Zug an dem Einfahrtsignal S2 vorbei,
so gleitet eine an der Lokomotive befestigte Bürste auf der isolierten Schiene R. Dabei geht
der Strom der Lokomotivbatterie durch den Lokomotivapparat, die isolierte Schiene R, den
Kontakt 26 an dem Signalmast, die Leitung 77, den Kontakt gu, die Leitung 78, die Kontakte es
und fs, die Leitung 79, die Kontakte da und C7
und durch den Widerstand W zur Erde.
Aus dem Stromlauf ist ersichtlich, daß man
mit Hilfe der Registriervorrichtung erkennen kann, ob eine Änderung in der Lage der Kontaktgruppen
c, e, f und g in dem Blockapparat vorgekommen ist. Würde eine der genannten
Kontaktgruppen in der Grundstellung bleiben, dann; würde der Strom durch die Kontakte C8,
e4, fi oder g12 mit der Erde in Verbindung
kommen, wodurch die selbsttätige Bremsung des Zuges hervorgerufen wird.
ίο Außerdem wird der Zug gebremst, wenn der
Stationsbeamte den Zug abläßt, ohne den Stab P hinunterzudrücken, denn bei der Fahrt der
Lokomotive über die isolierte Schiene würde der Strom der Lokomotivbatterie durch die
Leitung 78 und den Kontakt 20 ebenfalls mit der Erde in Verbindung gesetzt.
Bei der Fahrt des Zuges über den Schienenkontakt K2 findet in dem Blockapparat keine
Änderung statt, weil die Leitung von diesem Kontakt an dem Kontakt cs von der weiteren
Verbindung abgeschlossen ist.
e) Die Vorbeifahrt des Zuges neben dem Blockposten und die Entblockung der zurückgelegten
2r Strecke.
Bei der Fahrt des Zuges an dem Blockposten (Fig. 2) vorbei drückt die Lokomotive den Kontakt
K nieder, wodurch ein Strom von der Bat-. terie S1 über die Leitung 34, den Kontakt C4,
die Leitung 35, den Elektromagneten E5, die Kontakte A2, gs und fe und weiter über den
Kontakt äh, die Leitung 80 und den Schienenkontakt
K zur Erde geht. Über den Kontakt ds und weitere Verbindungen kann kein Strom
in die Streckenleitung L2 gelangen, da diese jetzt auf dem folgenden Blockposten von der
Erde abgeschaltet ist.
^ Unter der Wirkung des Stromes zieht der Elektromagnet Es seinen Anker an und legt
dadurch die Kontakte der Gruppe g um; dabei wird der Kontakt g8 unterbrochen und der Kontakt
g7 hergestellt, d. h. der Signalstrom der Leitung 59 geht in die Leitung 61 über, wodurch
.; der Signalarm S1 selbsttätig auf Halt gestellt
wird.
Gleichzeitig mit der Fahrt über den Kontakt K kommt wieder wie vorhin die Lokomotivbürste
auf die isolierte Schiene, der Strom der Lokomotivbatterie geht durch den Lokomotivapparät,
die isolierte Schiene R, die Leitung 81, die Kontakte e3 und /"_,, die Leitung 82,
den Kontakt C7 und durch den Widerstand W zur Erde. -
Dadurch wird die Lage der Kontaktgruppen c, e und f des Blockapparates überwacht, und
wenn eine von diesen nicht richtig steht, dann würde der Strom durch die Kontakte c8 und d8
oder e4 oder fi mit der Erde kurzgeschlossen
und der Zug durch den Lokomotivapparat selbsttätig gebremst werden.
Die Bremsung des Zuges kommt auch zustande, wenn einer der Schalter m- oder η verstellt
wird, weil dann die. Leitung 81 von der isolierten Schiene durch den Kontakt m7 oder n7
mit der Erde kurzgeschlossen wird.
Würde das Signal S1 des beschädigten Apparates
wegen zeitweise .untätig bleiben und der Wärter trotz der Warnungsglocke D vor der
Ankunft des Zuges den Stab P hinunterzudrücken vergessen haben, dann würde die Leitung
von der isolierten Schiene 81 durch den Kontakt 15 mit der Erde verbunden und der
Zug bei der Fahrt über der isolierten Schiene selbsttätig gebremst.,
In derselben Weise werden bei der Weiterfahrt des Zuges die Signale der folgenden Block- ·
posten auf Halt gestellt.
. Wenn in dem Blockpostenapparat (Fig. 2) die Kontakte der Gruppe g umgelegt werden·,
so wird der Anker des Elektromagneten Es, wie vorhin beschrieben, bewegt. Der Kontakt kx
wird eingeschaltet, d. h. die Streckenleitung L1
über die Kontakte m2 und w4, die Leitung 33,
den Elektromagneten E6 und den Kontakt kx
mit der Erde verbunden. Dadurch bildet sich in dem Stationsapparat (Fig. 1) für den Strom
der Batterie B1 folgender'Stromkreis: von der
Batterie B1 über die Leitung 30, den Kontakt c4i
die Leitung 32, den Elektromagneten Eit die
Kontakte ^1 und A5, die Leitung 83 (der Kontakt
g10 ist jetzt unterbrochen), den Kontakt flt
die Streckenleitung L1, die Kontakte m2 und mi
des Blockpostens, die Leitung 33, den Elektromagneten E6 und den Kontakt kx zur Erde.
Unter der Wirkung dieses Stromes ziehen die Elektromagnete E^ in dem Stationsapparat
und E5 in dem Blockpostenapparat ihre Anker
an.
Der Anker des Elektromagneten E5 wird so
lange gehalten, bis der Elektromagnet E1 nicht mehr wirkt, d. h. solange die Lage der Kontakte
der Gruppe A unverändert bleibt, wobei an dem Kontakt A6 der Strom unterbrochen
wird. Die beiden Anker springen dann ab, und die Streckenleitung L1 auf dem Blockposten
wird der Unterbrechung des Kontaktes kx
wegen wieder von der Erde abgeschaltet. In dem Augenblick der Änderung der Kontaktgruppe
A in dem Stationsapparat bringt der frei gewordene Stab P den ganzen Blockapparat
mit seiner Heraufbewegung in die Grundstellung zurück.
In derselben Weise wird beim Vorbeifahren an einem Blockposten die jeweils zurückgelegte
Blockstrecke entblockt. ·
f) Die Ankunft des Zuges.
Wenn sich der Zug nach dem Verlassen des letzten Blockpostens der Ankunftstation (Fig. 3)
nähert, so drückt er zuerst den Schienenkontakt K1 nieder, der sich in einer gewissen Entfernung
von dem Einfahrtsignal befindet. Es
entsteht dann in', dem Stationsapparat ein Strom von der Batterie B1 durch die Leitung 37,
den Kontakt c4, die Leitung 38, den Elektromagneten E3, die Kontakte A2 un(i £3, die Kontakte
fe und d& und durch die Leitung 85 und
den Schienenkontakt K1 zur· Erde. Der Elektromagnet
ZJ3 zieht den Anker an, und die Kontakte
der Gruppe g werden dadurch umgelegt. Beim Fahren über die isolierte Schiene R
wird, wie schon vorhin beschrieben, wieder durch den Lokomotivapparat die Lage der
Kontaktgruppen c, e und f überwacht, und wenn eine von diesen unverändert geblieben,
also der Apparat unrichtig geblockt wäre, dann würde der Strom durch die Kontakte C8 und dB
oder e4 oder fi mit der Erde kurzgeschlossen
und der Zug selbsttätig gebremst.
• Wenn das Einfahrtsignal noch nicht in der Fahrtstellung war und der Lokomotivführer es überfährt, dann wird bei der Fahrt über die isolierte Schiene ebenfalls der Zug gebremst. Drückt nun die Lokomotive des ankommenden Zuges auf den Schienenkontakt K2, dann geht der Strom der Batterie B1 durch die Leitung 37, den Kontakt C4, die Leitung 38, den Elektromagneten E4, die Kontakte g1 und A5, die Leitung 89, den Kontakt f1: die Leitung 39, die Kontakte 13 und O1, die Leitung 91, den Kontakt 28 und den Schienenkontakt K2 zur Erde. Der Elektromagnet Et zieht den Anker an und legt die Kontakte der Gruppe A um. Der Stab P wird frei und bringt mit seiner Heraufbewegung den ganzen Apparat in die Grundstellung zurück. Dabei wird der Kontakt A7 unterbrochen und der Kontakt A6 hergestellt, wobei der Strom in die Leitung 75 übergeführt und der Signalarm auf Halt gestellt wird.
• Wenn das Einfahrtsignal noch nicht in der Fahrtstellung war und der Lokomotivführer es überfährt, dann wird bei der Fahrt über die isolierte Schiene ebenfalls der Zug gebremst. Drückt nun die Lokomotive des ankommenden Zuges auf den Schienenkontakt K2, dann geht der Strom der Batterie B1 durch die Leitung 37, den Kontakt C4, die Leitung 38, den Elektromagneten E4, die Kontakte g1 und A5, die Leitung 89, den Kontakt f1: die Leitung 39, die Kontakte 13 und O1, die Leitung 91, den Kontakt 28 und den Schienenkontakt K2 zur Erde. Der Elektromagnet Et zieht den Anker an und legt die Kontakte der Gruppe A um. Der Stab P wird frei und bringt mit seiner Heraufbewegung den ganzen Apparat in die Grundstellung zurück. Dabei wird der Kontakt A7 unterbrochen und der Kontakt A6 hergestellt, wobei der Strom in die Leitung 75 übergeführt und der Signalarm auf Halt gestellt wird.
Außerdem wird nach dem Umlegen der Kontakte der Gruppe A die Linienleitung Ln über
die Kontakte g4 und A4 mit der Erde verbunden,
wodurch der Elektromagnet E1 des letzten Blockpostens erregt und der ganze Blockapparat
dieses Blockpostens in die Grundstellung gebracht wird.
Die nach den Ausfahrtschienenkontakten gehenden Leitungen sind an dem Kontakt 28,
der erst nach der Einstellung des Signalschalters geschlossen wird, unterbrochen, und deswegen
kann das Verschieben der Wagen auf den Stationen nur bis zum Fahrtstellen des Signales erfolgen, wobei die Verschiebelokomotiven
bei der Fahrt über den Schienenkontakt keine Änderungen in dem Apparat hervorrufen.
Von dem Augenblick an, wo das Fahrtsignal gegeben wird, müssen die Verschiebebewegungen
unterbrochen werden.
2. Änderung der Zugfahrt.
Es kommt oft vor, daß bei Störungen im richtigen Verkehr der Züge, z. B. infolge von
Verspätungen, ein Zug, für den die Strecke von der Station A bis zur Station B blockiert
war, auf der Station A aufgehalten und statt dessen ein anderer Zug von der Station B nach A
abgelassen werden muß. Dann muß man imstande sein, die erste Blockung dieser Strecke
von A nach B aufzuheben, um die Strecke für den Zug von B nach A von neuem blocken
zu können.
Zum Entblocken der Strecke drückt der Beamte der Empfangsstation (Fig. 3) auf den
Kontakt k. Dann geht ein Strom aus der Batterie B durch die Leitung 37, den Kontakt c4,
die Leitung 38, den Elektromagneten E3, die Kontakte A2 und g3 über die Kontakte f6 und d$,
die Leitung 85 und den Kontakt k zur Erde. Der Elektromagnet E3 zieht seinen Anker an
und legt die Kontakte der Gruppe g um. Dadurch wird ein neuer Stromkreis gebildet,
nämlich von der Leitung 38 über den Elektromagneten E4, die Kontakte gx und A5, die Leitung
89, den Kontakt flt die Leitung 39, die
Kontakte 13 und O1, die Leitung 91 und den
Kontakt k zur Erde. Der Elektromagnet ZJ4 zieht den Anker an und legt die Kontakte der " >
Gruppe A um. Der Stab P wird frei und bringt den Blockapparat mit seiner Aufwärtsbewegung
in die Grundstellung zurück.
Bei dem Umlegen der beiden Kontaktgruppen g und A wird die Linienleitung Ln durch die
Kontakte g4 und A4 mit der Erde verbunden.
Dadurch geht in dem Blockpostenapparat (Fig. 2) der Strom der Batterie S1 durch die
Leitung 34, den Kontakt C1, die Leitung 35, den Elektromagneten Zi3, die Kontakte A2
und ^3, die Kontakte fe und ^6, die Leitung 92,
den Kontakt g6, die Leitung 84, den Kontakt fv
die Leitung 36, die Kontakte ni und n2 in die
Streckenleitung L2, die, wie vorhin bemerkt wurde, durch die Kontakte g4 und A4 mit der
Erde verbunden ist. Der Elektromagnet E3 zieht den Anker an und legt dadurch die Kontaktgruppe
g um. In diesem Augenblick geht ein Strom aus der Leitung 35 über den Elektromagneten
Zi4, die Kontakte g1 und A5, die
Leitung 84, den Kontakt fv die Leitung 36 und die Schalterkontakte W4 und n2 in die
Streckenleitung L2 und aus dieser in dem Stationsapparat auf demselben Weg durch die
Kontakte g4 und A4 zur Erde. Jetzt zieht der
Elektromagnet Zi4 seinen Anker an und legt
die Kontakte der Gruppe A um. Der Stab P bringt in der vorhin beschriebenen Weise den
Blockapparat in die Grundstellung zurück.
Wenn die Kontakte der Gruppe g umgelegt werden, wird der Anker des Elektromagneten Zi5
bewegt, der Kontakt U1 geschlossen und die Streckenleitung ZL1 durch die Kontakte m2
und W4, die Leitung 33, den Elektromagneten Zi5
und den Kontakt U1 mit der Erde verbunden.
Dann läuft in dem linken Stationsapparat
(Fig. ι) ein Strom aus der Batterie B1 durch j
die Leitung 30, den Kontakt c4, die Leitung 32, den Elektromagneten Es, die Kontakte A2, g3, fe
und d&, die Leitung 93, den Kontakt ^10, die
Leitung 83 und den Kontakt fx in die Streckenleitung
L1 und aus dieser in dem Blockposten durch die Kontakte m2 und m4, die Leitung 33,
den Elektromagneten E& und den Kontakt k1
zur Erde. Die Elektromagnete E3 (Fig. 1) und
E5 des Blockpostens (Fig. 2) ziehen ihre Anker an, wobei in dem Stationsapparat die Kontakte
der Gruppe g umgelegt werden. Dadurch wird der Kontakt g1 geschlossen, und ein j
neuer Strom geht jetzt aus der Leitung 32 durch den Elektromagneten E4, die Kontakte ^1
und A5, die Leitung 83 und durch den Kontakt ^1
wieder in die Streckenleitung L1, aus dieser in dem Blockposten durch die Kontakte To2
und Tn1, die Leitung 33, den Elektromagneten E5
und den Kontakt kx zur Erde. Der Anker des
Elektromagneten E5 auf dem Blockposten bleibt in der angezogenen Lage, und in dem Stationsapparat zieht der Elektromagnet Zi4 seinen
Anker an, wodurch die Kontakte der Gruppe h umgelegt werden. Der Stab P wird frei und
bringt den Blockapparat in seine Grundstellung zurück. Zu derselben Zeit wird der Stromkreis
an dem Kontakt A5 unterbrochen, die beiden
Anker springen ab, und auf dem Blockposten wird der Kontakt It1 ausgeschaltet. Das Entblocken
der Strecke ist demnach von der Anwesenheit der Blockposten und ihrer Zahl zwischen den Stationen unabhängig.
Das Bremsen des Zuges von
dem Bloc k.p osten aus.
Es sei die Strecke für den ungeraden, d. h. von der linken (Fig.. 1) zur rechten Station (Fig. 3)
gehenden ,Zug geblockt- worden.
Wenn der Blockpostenwärter (Fig. 2) den Zug auf seinem Blockposten anhalten will,
so kann er nach dem Entfernen des Plombenverschlusses einen der Schalter m oder η umstellen,
wodurch der Strom, der das Signal in der Fahrtstellung hält, aus der Leitung 56 in
die Leitungen 60 und 61 geleitet wird. Das Signal geht auf Halt. Außerdem wird die
Leitung 81 von der isolierten Schiene durch den Kontakt M1 oder ηΊ mit der Erde kurzgeschlossen,
so daß der Zug, sobald er auf die isolierte Schiene kommt, selbsttätig gebremst
wird.
Hat der Blockwärter auf der Strecke vor seinem Posten irgendein Hindernis oder eine
schadhafte Stelle im Gleis bemerkt und will er den Zug zum Halten bringen, so muß er den
Kontakt k niederdrücken. Es geht dann von der Batterie B1 ein Strom durch die Leitung 34,
den Kontakt c4, die Leitung 35, den Elektromagneten E3, die Kontakte A2, g3, fe und de,
die Leitung 92, den Kontakt ge, die Leitung 84,
den Kontakt f1} die Leitung 36, die Kontakte ni
und n2 und endlich durch den niedergedrückten Kontakt k zur Erde. Der Elektromagnet E3
zieht seinen Anker an und legt die Kontakte der Gruppe g um, wobei folgender Stromkreis
gebildet wird: aus der Leitung 35 über den Elektromagneten Eit die Kontakte ^1 und A5,
die Leitung 84, den Kontakt fv die Leitung 36, die Kontakte ni und n2 und über den Kontakt k
zur. Erde. Jetzt zieht der Elektromagnet Zi4
den Anker an, die Kontakte der Gruppe A werden umgelegt und der frei gewordene Stab P
bringt, wenn er nach oben geht, den ganzen Blockapparat in die Grundstellung zurück.
Bei dem Druck auf den Kontakt k wird auch die Streckenleitung L1 mit der Erde verbunden,
wodurch, wie es im vorigen Abschnitt schon beschrieben wurde, auf dem zurückliegenden
Blockposten der Apparat entblockt wird. So geht die Entblockung der ganzen Strecke bis
zu dem Stationsapparat vor sich.
Wenn der Zug die Station noch nicht verlassen hat, dann wird er, da nach dem Entblocken
des Apparates der Signalarm auf Halt geht, hierdurch angehalten. Hat der Zug schon
die Station verlassen, so wird er bei dem nächsten Blockposten aufgehalten.
Wenn also nach der Blockung der Strecke die Streckenleitung auf irgendwelche Weise an
irgendeiner Stelle mit der Erde verbunden wird, so wird von dieser Stelle bis zu der blockierenden
Station die Strecke selbsttätig entblockt.
4. Das Ablassen der nacheinander folgenden Züge.
Es werde angenommen, daß eine Strecke für den Durchgang eines Zuges von der Station A
zu der Station B geblockt wäre, und daß sich zwischen diesen Stationen sechs Blockposten
C, D, E, F, G und H (Fig. 11) befinden.
Wenn der erste von der Station A abgelassene Zug an dem Blockposten C vorbeigefahren
ist, dann wird der Stationsapparat entblockt und in die Grundstellung gebracht.
Der Stationsbeamte, der einen anderen Zug in derselben Richtung ablassen will, blockiert
für diesen die Strecke, d. h. er dreht mit dem Schlüssel den Drücker I1 (Fig. 1), wodurch von
der Batterie B1 ein Strom über die Leitung 30, no
den Kontakt 14, die Leitung 31, den Kontakt e2, den Elektromagneten E1, die Kontakte
O2, d3 und C1 zur Erde geht. Der Elektromagnet
E1 zieht den Anker an und die Kontakte der Gruppe c werden umgelegt. Infolge
der Unterbrechung des Stromkreises an dem Kontakt C1 fällt der Anker ab, wodurch die
Kontakte der Gruppe e umgelegt werden. Der Strom ändert nun seinen Lauf und geht aus der
Leitung 30 über den Kontakt c4, die Leitung 32, die Kontakte C2 und O1, den Elektromagneten E2,
den Kontakt f2 und die Streckenleitung L1
nach dem ersten Blockposten C. Weil der erste abgelassene Zug aber noch nicht an dem
Blockposten D vorbeigefahren ist, ist der Apparat des Blockpostens C noch nicht entblockt
worden, und die Streckenleitung L1 ist noch nicht mit der Erde verbunden. Deswegen
bleibt in dem Stationsapparat der Elektromagnet E2 so lange untätig, bis der erste Zug
an dem Blockposten D vorbeigefahren ist,
ίο wobei der Apparat des Blockpostens C entblockt
und dadurch der Strom aus der Streckenleitung L1 durch den Elektromagneten Zi1 des
Blockpostens C zur Erde geleitet wird. Jetzt wird der Stationsapparat wieder richtig blockiert,
und der Stationsbeamte kann das Signal auf Fahrt stellen und den zweiten Zug ablassen.
Ebenso wie man von der Station den zweiten
Zug erst ablassen kann, wenn der erste Zug an dem zweiten Blockposten D vorbeigefahren
ist, muß ebenfalls die Bewegung dieser beiden Züge immer in der Entfernung von zwei Blockstrecken
stattfinden. Ist der erste Zug noch nicht an dem Blockposten E vorbeigefahren,
so ist der Apparat auf dem Blockposten D noch nicht entblockt worden, also auch der
Apparat des Blockpostens C noch nicht vollständig geblockt. Wenn daher der erste Zug
neben dem Blockposten E noch nicht vorbeigefahren ist, und der zweite Zug kommt früher
auf den Blockposten C, so wird er auf diesem das' Signal auf Halt gestellt finden, und wenn
er weiterfahren wollte, so würde er selbsttätig gebremst werden.
Unten auf der Zeichnung ist eine graphische Darstellung des Verkehrs der Züge zu finden.
Will man auf der betreffenden Strecke zwischen den Stationen A und B zwei nacheinander
folgende Züge ablassen, dann muß man, wie in Fig. 10 gezeigt ist,·» zwei Blockposten C
und D aufstellen.
5. Der Verkehr der Arbeitszüge.
Es werde angenommen, daß ein von der Station A (Fig. 11) abgelassener Arbeitszug
zwischen den Blockposten D und E halten muß. In diesem Fall gibt der Beamte der Station A
durch den Fernsprecher dem Blockposten-Wärter in E den Befehl, die Strecke für den
Arbeitszug zu blockieren. Der Wärter verschiebt den Schalter η (Fig. 2) nach links, und
nun erst blockiert der Stationsbeamte in A die Strecke. Hierbei geht der von dem Blockposten
D kommende Strom in den Apparat des Postens E aus der Streckenleitung über
die Kontakte m% und W4, die Leitung 33, den
Kontakt e2, den Elektromagneten E1, die
.Kontakte O2 und d3 und den Kontakt C1 zur
Erde. Der Elektromagnet E1 zieht den Anker an und legt die Kontaktgruppen α und c um.
Wegen der Unterbrechung des Stromkreises an dem Kontakt C1 fällt der Anker wieder ab,
und es wird die dritte Kontaktgruppe e umgelegt. Jetzt läuft der Strom von der Batterie B1
durch die Leitung 34 über den Kontakt c4, die Leitung 35, die Kontakte C2 und O1, den
Elektromagneten E2, den Kontakt /"2, die Leitung
36, die Kontakte n3 und 13 und endlich
über den Kontakt O2 zur Erde. Der Elektromagnet
E2 zieht den Anker an und legt die Kontakte der Gruppe δ um (die Gruppe d muß in
der Grundstellung bleiben, weil die Gruppe c schon umgelegt wurde), und wegen der Unterbrechung des Stromes an dem Kontakt &2
fällt der Anker des Elektromagneten E2, und die
Kontakte der Gruppe f werden umgelegt.
Der Apparat des Blockpostens E ist also vollständig geblockt, aber weiter ist die Strecke
unblockiert geblieben, weil die Streckenleitung L2
an dem Kontakt W1 von der weiteren Verbindung
abgeschaltet ist. Das Signal in E kann nun nicht in die Fahrtstellung gebracht werden/
weil der Signalstrom aus der Leitung 56 über die Kontakte we und nh in die Leitung 60, die
zum Aufhaltstellen des Signales dient, geht. Wollte der Lokomotivführer an diesem Blockposten
vorbeifahren, so würde der Zug bei der Fahrt über die isolierte Schiene, deren Leitung
81 über den Kontakt M7 mit der Erde verbunden
ist, gebremst.
Nach beendigter Arbeit fährt der Zug bis zu dem Blockposten E und berührt mit den
vorderen Rädern den Schienenkontakt K. Dann geht ein Strom von der Batterie B1 über die
Leitung 34, den Kontakt c4, die. Leitung 35, den Elektromagneten E3, die Kontakte A2, g3 fs,
und d5, die Leitung 80 und den Schienenkontakt K zur Erde. Der Elektromagnet E3 zieht
den Anker an und legt die Kontaktgruppe g um, wobei der Stromkreis an dem Kontakt g3
unterbrochen wird. Infolge der Schließung des Kontaktes ^1 wird jedoch ein neuer Stronv
kreis gebildet, der von der Leitung 35 über den Elektromagneten E4, die Kontakte gx und A5,
die Leitung 84, den Kontakt fv die Leitung 36, die Kontakte M3, 13 und B1, die Leitung 93
und den Kontakt g4 zur Erde geht. Der Elektromagnet Ei zieht seinen Anker an, legt die
Kontaktgruppe h um, und der frei gewordene Stab P bringt nun den ganzen Blockapparat
(außer dem Schalter n) in die Grundstellung zurück. Außerdem wird beim Umlegen der
Kontakte der Gruppe g der Anker des Elektromagnten E5 angezogen. Dabei schließt sich
der Kontakt A1, wodurch die Streckenleitung L1
von dem Blockposten D über die Kontakte m2
und m4, die Leitung 33, den Elektromagneten E6
und den Kontakt A1 mit der Erde verbunden
wird, was die Entblockung und das Bringen des Apparates des Blockpostens D in die Ruhestellung
zur Folge hat.
Gleich darauf drückt der Wärter des Blockpostens E auf den' Stab P und blockt die
Strecke bis zu der Station A, indem er mittels eines besonderen Schlüssels den Drücker i%
dreht. Der Strom der Batterie E1 geht über die Leitung 34, die Kontakte 14 und ηΆ, die
Leitung 36, den Kontakt f2, den Elektromagneten E2 und die Kontakte O1, C3 und d1 zur
Erde. Der Elektromagnet E2 zieht den Anker an, die Kontakte der Gruppen b und d werden
umgelegt. Jetzt wird der Kontakt dr geöffnet, der Anker springt ab, und es wird die dritte
Kontaktgruppe f umgelegt. Nun geht der Strom aus der Batterie B1 über die Leitung 34,
den Kontakt dt, die Leitung 35, die Kontakte d2
und O2, den Elektromagneten E1, den Kontakt e2,
die Leitung 33, die Kontakte mi und m2 und
über die Streckenleitung L1 zu dem nächsten Blockposten D.
Es wird also die Strecke bis zu der Station A vollständig geblockt, wobei auf der ganzen
Strecke. (die Station A eingeschlossen) selbsttätige Glockensignale gegeben und auf den
Blockposten die entsprechenden Streckensignale gestellt werden.
Nach der Blockierung der Strecke bringt der Wärter den Schalter η in die ursprüngliche
Stellung, wodurch der Kontakt η unterbrochen und der Kontakt η hergestellt wird. Der Signalstrom
stellt das Signal S auf Fahrt, und der Arbeitszug kann gegen die Station A fahren.
6. Das Ausschalten eines Streckenblock
apparate s.
Wenn der Apparat eines Streckenblockes schadhaft geworden ist, dann kann er leicht
ausgeschaltet werden, ohne daß dadurch die Blockung der ganzen Strecke beeinträchtigt
würde.
Zu diesem Zweck verstellt der Wärter die beiden Schalter m und n. Dadurch verbindet
er die Streckenleitungen mittels der Kontakte m und η miteinander und schaltet sie von dem
Apparat ab. Weiterhin beeinflußt er eine zwischen den Schalterlamellen m und η liegende
besondere Vorrichtung, die in Fig. 9 näher dargestellt ist.
Die Enden der Schalterlamellen m und η sind mit den Stiften α und b versehen, die sich
in dem Ausschnitt des Schiebers c, der in der Führung d läuft, bewegen. . Unter der Wirkung
einer Feder ist der Schieber c b'estrebt, sich aufwärts zu bewegen, dem aber die Stifte a
und b entgegenwirken. Bei der Verstellung eines der Schalter wird der Schieber c in seiner
Grundstellung von den Stiften des zweiten Schalters gehalten. Werden aber beide Schalter
umgestellt, so wird der Schieber c befreit, bewegt sich aufwärts, verschließt in der verstellten
Lage die beiden Schalter m und η und ändert die Lage noch eines Doppelschalters e, f, g, h,
der sich über ihm befindet.
Die Leitung 81 ist unmittelbar von der isolierten
Schiene R zu der Klemme e des Umschalters e, f geleitet, die Leitung 94 ist aber
von den Kontakten c7 und d7 zu dem Punkt g
des Umschalters g, h geführt und wird durch den Widerstand W mit der Erde verbunden.
Nach der Verstellung der beiden Schalter wird wegen der Bewegung des Schiebers c die
isolierte Schiene R unmittelbar mit dem Widerstand W und der Erde verbunden, und daher
geht bei der Fahrt. eines Zuges über der isolierten Schiene der Strom der Lokomotivbatterie
durch den Widerstand in die Erde wie bei dem richtig blockierten Apparat, und der Zug
wird nicht gebremst.
Durch die Ausschaltung eines Blockapparates wird also nur die Länge der Streckenleitung
zwischen dem vorhergehenden und dem nachfolgenden Blockpostenapparat, die jetzt als
zwei benachbarte Apparate zu betrachten sind, vergrößert, im übrigen aber der Betrieb auf
der Strecke nicht gestört.
7. Besondere Fälle.
Es werde angenommen, daß die Beamten der Stationen A und B (Fig. 11) sich nicht verständigt,
sondern gleichzeitig die Strecke, jeder für sich, zum Ablassen der Züge blockiert haben.
Hier kann man zwei Fälle unterscheiden.
a) Wenn die Blockierung der Strecke gleichzeitig erfolgt,
so werden zuerst die Apparate der Stationen A
und B geblockt, dann die Blockpostenapparate C und H, D und G, und aus diesen beiden letzten
gehen die Ströme gleichzeitig zu den Blockposten E und F.
Der Strom von dem Blockposten D gelangt über die Linienleitung in den Apparat des
Blockpostens E, geht über die Kontakte m%
und W4, die Leitung 33, den Kontakt e2, den
Elektromagneten E1, die Kontakte O2 und d3
und den Kontakt C1 zur Erde. Der Elektromagnet E1 zieht den Anker an, und die Kontakte
der Gruppen α und c werden umgelegt. Jetzt wird der Strom in C1 unterbrochen, der
Anker springt ab, und die Kontakte der dritten Gruppe β werden umgestellt. Dadurch geht n0
der Strom der Batterie B1 über die Leitung 34, den Kontakt c4, die Leitung 35, die Kontakte C2
und O1, den Elektromagneten E2, den Kontakt f2,
die Leitung 36, die Kontakte W4 und n2 und die
Streckenleitung zu dem Blockposten F. In ähnlicher Weise geht der Strom von dem Blockposten
G über die Streckenleitung durch den Blockpostenapparat F zu dem Blockposten E.
Dabei durchfließt der Strom den Elektromagneten E1 auf dem Blockposten F, ehe er zu dem ι2υ
Blockposten E gelangt.
Weil diese Ströme gleich stark sind, heben
sie sich gegenseitig auf, und die Apparate auf den Blockposten E und F werden nur teilweise
(einseitig) geblockt. Aus diesem Grunde bleiben ihre Signale in der Haltstellung, und
die isolierten Schienen werden mit der Erde kurzgeschlossen.
Die Wärter der Blockposten E und F müssen
nun, wenn sie bemerkt haben, daß ihre Appa-
. rate unrichtig blockiert sind — auf dem Blockposten
E ist in dem Fensterchen der Kontaktgruppe f ein grünes Feld statt eines weißen
und ebenso auf dem Blockposten F in dem Fensterchen der Kontaktgruppe e ein grünes
, Feld statt eines weißen sichtbar geworden — die Beamten der benachbarten Stationen veranlassen,
daß die Strecke richtig geblockt wird. Es soll also jetzt der Zug von A nach B zuerst
abfahren. In diesem Fall verstellt der Wärter des Blockpostens F den Schalter m, drückt auf
den Kontakt k und bringt -nach einer Weile den Schalter m in die Normalstellung zurück. Nach
der Verstellung des Schalters m wird zuerst an dem Kontakt M1 die Streckenleitung von dem
Blockposten E abgeschaltet, und der Strom, der aus der Leitung 33 über die Kontakte w4
und m2 und die Streckenleitung zu dem Blockposten
E ging, geht jetzt über die Kontakte ms
und 11 und den Kontakt a2 zur Erde. Der
Elektromagnet E1 zieht seinen Anker an, die Kontakte der Gruppe α werden umgelegt,
dadurch wird der Strom an dem Kontakt a2 unterbrochen, der Anker springt ab,
was die Umstellung der Kontakte der Gruppe β hervorruft. Jetzt ist der Apparat des Block
postens F richtig blockiert. Weiter wird nach dem Druck auf den Kontakt k die Strecke von
dem Blockposten F bis zu der Station B entblockt, und endlich, wenn der Schalter m in
die Normalstellung gebracht wird, dann wird die Strecke weiter bis zu der Station B geblockt,
und der Zug kann von der Station A abgelassen werden.
Dasselbe muß der Wärter des Blockpostens F ausführen, wenn die Station A den Zug schon
abgelassen hat.
Nimmt man endlich an, daß die Wärter der Blockposten E und F die unrichtige Blockung
ihrer Apparate nicht rechtzeitig bemerkt haben und daß die beiden Züge von der Station A
und B gegeneinander abgelassen worden sind, dann werden die beiden Züge der unrichtigen
Blockung der Strecke wegen bei den Blockposten E und F aufgehalten und wenn die
Lokomotivführer die Haltlage der Signale nicht bemerkt haben, selbsttätig gebremst.
Wird nun von den Beamten der Stationen A und B beschlossen, die beiden Züge nach der
Station B fahren zu lassen, dann verstellt der Wärter in F den Schalter m, wodurch der Apparat
richtig blockiert wird, ferner läßt er den Zug mit den ersten Rädern der Lokomotive auf den
Schienenkontakt kommen und sofort zurückkehren, wobei die Apparate der Blockposten F
und G entblockt werden; sodann blockiert er mittels des Drückers ix die Strecke bis zu der
Station B und rückt endlich den Schalter m in die Normalstellung, wobei das Signal S1 in
die Fahrtstellung gebracht wird. Der Zug kann jetzt nach der Station B fahren.
Mit der Vorbeifahrt des Zuges neben dem Blockposten G wird der Apparat in F entblockt,
und jetzt kann der in E zurückgehaltene zweite Zug abfahren, wenn das Fahrtsignal
gegeben ist, und von diesem Augenblick an nähern sich die beiden Züge der Station B in
der Entfernung von zwei Zwischenblockpostenstrecken, einer dem anderen nachfolgend.
b) Wenn die Beamten der Stationen A und B (Fig. 11) die Strecke nicht gleichzeitig blockieren.
Hat die Station B die Strecke etwas früher blockiert, und fängt die Station A erst in dem
Augenblick an, die Strecke zu blockieren, in dem der Strom aus dem Apparat der Station B
in den des Blockpostens H übergeht, dann werden die Apparate der Station A und des Blockpostens
H und danach die Blockposten C und G blockiert, aus denen die Ströme gleichzeitig in
die Apparate der Blockposten D und F gelangen. Es werden die linke Seite des Apparates in
D und die rechte Seite des Apparates in F geblockt, und der Strom geht weiter von D, nachdem
er den Elektromagneten E2 durchflossen hat, nach E und gleichzeitig der Strom von dem
Blockposten jF nach dem Durchfließen des Elektromagneten E1 nach dem Blockposten E.
Der von D kommende Strom geht in dem Apparat E (Fig. 2) über die Kontakte m2
und Wi1, die Leitung 33, den Kontakt e2, den
Elektromagneten E1, die Kontakte o2 und dz
und den Kontakt C1 zur Erde. Der von F kommende Strom geht in E über die Kontakte n2
und M4, die Leitung 36, den Kontakt f2, den
Elektromagneten E2, die Kontakte O1 und c3
und durch den Kontakt H1 zur Erde.
Aus der Betrachtung der beiden Stromkreise folgt, daß, wenn die Ströme ganz gleichzeitig
in die Elektromagnete E1 und E2 hineinkommen,
bei der kleinsten Bewegung der Anker der Strom an den Kontakten O1 und o2 wechselseitig
unterbrochen wird. In diesem Falle werden die beiden Anker nur ein wenig schwingen, und
der Apparat des Postens E bleibt in Ruhe.
Wir sehen also, daß in diesem Falle die Apparate in D und F nur teilweise (einseitig) blockiert
werden, und wenn die Züge von den Stationen A und B abgelassen worden sind, so werden sie
bei diesen Blockposten aufgehalten.
c) Schadhaftwerden eines Schienenkontaktes.
'
Für den Zug von der Station A nach der Station B (Fig. 11) ist die Strecke blockiert
worden, und der Zug hat die Station A verlassen. Ist nun bei dem Blockposten C der
Schienenkontakt schadhaft, so bleibt bei der Vorbeifahrt des Zuges an dem Blockposten C
in dessen Apparat der Elektromagnet Ez in Ruhe und damit auch die Kontaktgruppe g
unverändert. Es wird also der Zug bei der Fahrt über die isolierte Schiene R (Fig. 2) nicht gebremst
; das Signal S1 bleibt der unveränderten Lage der Kontakte der Gruppe g wegen auch
nach der Durchfahrt des Zuges in der Fahrtstellung, und der Apparat der Station A wird
nicht ent blockt.
Wirkt nun der Schienenkontakt neben dem Blockposten D richtig, so wird bei der Fahrt des Zuges an dem Blockposten D vorbei die Gruppe der Kontakte g ihre Lage ändern, wobei der Anker des Elektromagneten E5 bewegt und der Kontakt U1 geschlossen wird, und die Streckenleitung wird über die Kontakte m2 und W4, die Leitung 33, den Elektromagneten. E5 und den Kontakt kx mit der Erde verbunden.
Wirkt nun der Schienenkontakt neben dem Blockposten D richtig, so wird bei der Fahrt des Zuges an dem Blockposten D vorbei die Gruppe der Kontakte g ihre Lage ändern, wobei der Anker des Elektromagneten E5 bewegt und der Kontakt U1 geschlossen wird, und die Streckenleitung wird über die Kontakte m2 und W4, die Leitung 33, den Elektromagneten. E5 und den Kontakt kx mit der Erde verbunden.
In dem Apparat des Blockpostens C geht der Strom der Batterie B1 durch die Leitung 34,
den Kontakt C4, die Leitung 35, den Elektro-.
magneten E3, die Kontakte A2, gs, f6, de, die
Leitung 92, den Kontakt ge, die Leitung 84, den Kontakt fv die Leitung 36, die Kontakte w4
und w2 durch die Streckenleitung und dann
durch den Elektromagneten E6 des Blockpostens D zur Erde. Der Elektromagnet E3
(auf dem Blockposten C) zieht seinen Anker an, die Kontakte der Gruppe g ändern ihre Lage,
und der Stromkreis wird an den Kontakten g% und g6 unterbrochen. Bevor jedoch die Kontakte
g2 und gg unterbrochen werden, wird
schon der Kontakt ^1 geschlossen, wodurch
sich ein neuer Stromkreis bildet von der Leitung 35 durch den Elektromagneten Ei: die
Kontakte ^1 und A5, die Leitung 84, den Kontakt
fv die Leitung 36. und die Kontakte «4
und n2 in die Streckenleitung und aus dieser auf dem Blockposten D durch den Elektromagneten
E5 zur Erde. Unter der Wirkung dieses Stromes zieht der Elektromagnet Ei
den Anker an, die Kontakte der Gruppe A ändern ihre Lage und der frei gewordene Stab P
bringt bei seiner Aufwärtsbewegung den Apparat des Blockpostens C in die Normalstellung
zurück.
Mit der Änderung der Kontakte der Gruppe g auf dem Blockposten C wird der Anker des
Elektromagneten E5 niedergedrückt, der Kontakt U1 wird geschlossen und die Streckenleitung
von dem Apparat der Station A durch die Kontakte m2 Und W4, die Leitung 33, den Elektromagneten
E6 und den Kontakt A1 mit der
Erde verbunden und dadurch der Apparat der Station A entblockt.
Obwohl also auf dem Blockposten C der Schienenkontakt schadhaft ist, wird trotzdem,
sobald der Zug über den Schienenkontakt des folgenden Blockpostens D gefahren ist, die ganze
zurückliegende Strecke entblockt.
8. Die Sicherung des Verkehrs der Züge auf den sich kreuzenden
Bahnen.
In der Blockstelle an der Kreuzung der beiden Eisenbahnlinien A-B und C-D (Fig. 15)
sind zwei Blockapparate aufgestellt, von denen der Apparat E in die Leitung der Linie A-B
und der Apparat F in die Leitung der Linie C-D eingeschaltet ist. Neben der Blockstelle sind
an den Linien A -B und C-D Schienenkontakte K1
und K% angeordnet. Statt eines zweiarmigen Signales sind für jede Linie zwei aufgestellt,
nämlich: für die Linie A-B die Signale S1 und S2,
und für die Linie C-D die Signale S3 und S4. Bei
jedem Signal befindet sich in der Mitte des Gleises je eine isolierte Schiene R1, R2, R3 und i?4.
Die Blockapparate E und F unterscheiden
sich von den gewöhnlichen Blockapparaten (Fig. 2) dadurch, daß hier die Signale nicht
selbsttätig, sondern durch den Wärter gestellt werden. Zu diesem Zweck sind in den beiden
Apparaten je zwei Umschalter a, b und d, e
(Fig. 16) vorgesehen, die mittels eines Winkelhebels S durch einen besonderen Schlüssel verstellt
werden können. Der längere Arm des Hebels S stützt sich auf den Stab P; man kann
also den Hebel S nur dann umdrehen, wenn der Stab P gedrückt ist. Nach der Entblockung
des Apparates bringt der Stab P mit seiner Aufwärtsbewegung auch den Winkelhebel S
mit dem Schalter in die Grundstellung zurück.
Aus dem Blockapparat E geht die Leitung von dem Kontakt ne des Schalters (Fig. 2)
über den Hebel d, e des Signalschalters in dem Apparat F, dann zurück zu dem Signalschalter
des Apparates E (Fig. 16) und in dessen Grundstellung durch den Umschalter ab in die Leitung
60, die zum Haltstellen der Signale dient. Bei umgelegtem Signalschalter geht der Strom
durch die Klemme« c und die Leitung 57 zu der Signalvorrichtung.
Ebenso geht die Leitung von dem Kontakt ne
aus dem Apparat F durch den Umschalter d, e des Apparates E (Fig. 16) und kehrt zu dem
Umschalter a, b des Signalschalters in dem Apparat -F zurück.
Daraus folgt, daß, wenn die beiden Apparate E und F gleichzeitig geblockt worden sind,
d. h. wenn sich von beiden Seiten die Züge der Kreuzung nähern, der Wärter durch das Auffahrtstellen
des Signales, indem er den Signalschalter umlegt, den Stromkreis für das andere Signal unterbricht. Nach der Vorbeifahrt eines
Zuges neben dem Blockposten bringt der Wärter den Signalschalter in die Grundstellung und
legt den des anderen Apparates um, wobei
das Fahrtsignal für den zweiten Zug gegeben wird.
Hätte der Wärter nach dem Geben des Fahrtsignales und nach der Vorbeifahrt des
ersten Zuges neben dem Signal den Signalschalter in die Ruhelage gebracht und, ohne
auf die Vorbeifahrt des Zuges neben dem Blockposten zu warten, das Fahrtsignal für den
zweiten Zug gegeben, dann könnte ein Zusammenstoßen dieser beiden Züge eintreten.
Um dies unmöglich zu machen, werden statt zweier Schienenkontakte K1 und K2 (Fig. 15)
vier solcher Kontakte K1, Kit K3 und K^
(Fig. 17) vorgesehen, die bei den Signalen S1,
S2, S3 und S4 aufgestellt sind.
In dem gewöhnlichen Blockpostenapparat (Fig. 2) führt von den Kontakten c5 und d5
eine Leitung 80 eingeschaltet zu dem Schienenkontakt K. Nimmt man je zwei Schienenkontakte
für jeden Blockapparat, so müssen in dem Apparat E die Leitung von dem Kontakt
C5 bis zu dem Schienenkontakt K1 und die
Leitung von dem Kontakt d5 bis zu dem Schienenkontakt
K2 geführt werden; ebenso in dem Apparat F die Leitung von dem Kontakt C5
bis zu dem Schienenkontakt K3 und die Leitung von dem Kontakt db bis zu dem Schienenkontakt
K1.
Bei dieser Einrichtung werden, wenn der Zug auf der richtig blockierten Strecke von A nach B fährt, bei der Fahrt des Zuges über dem Schienenkontakt K1 keine Änderungen in dem
Bei dieser Einrichtung werden, wenn der Zug auf der richtig blockierten Strecke von A nach B fährt, bei der Fahrt des Zuges über dem Schienenkontakt K1 keine Änderungen in dem
■ Blockapparat eintreten, sondern erst dann, wenn der Zug an der Kreuzung vorbeifährt
und den Schienenkontakt K2 erreicht, wird der Elektromagnet E3 des Blockapparates E
erregt, wobei die Kontaktgruppe g umgelegt und das Signal S1 auf Halt gestellt werden.
Wenn umgekehrt der Zug von B nach A fährt, wird der erste Schienenkontakt K2 (in der Fahrtrichtung)
unwirksam bleiben, und erst bei dem zweiten Kontakt K1 werden der Elektromagnet
£4 erregt und die Kontakte der Gruppe h
umgelegt werden.
Für diese Anordnung muß der Signalschalter (Fig. 16) etwas geändert werden. Hinter dem
Winkelhebel S ist auf dessen Achse ein gleicher Winkelhebel aufgesetzt, der in der verstellten
Lage punktiert gezeichnet ist. Der vordere Winkelhebel ist nur mit dem Umschalter a, b
und der hintere nur mit dem Umschalter d, e gekuppelt. Durch die Drehung des vorderen
Winkelhebels mittels des Schlüssels wird ebenfalls der hintere Winkelhebel mitgenommen;
es werden also die beiden Umschalter verstellt. Beim Umlegen des vorderen Winkelhebels S
in die Normalstellung wird ebenfalls der Umschalter a, b mitgenommen, der hintere Winkelhebel
aber mit dem Umschalter d, e bleibt in der verstellten Lage, und erst nach dem Entblocken
des Apparates bringt ihn der frei gewordene Stab P mit seiner Aufwärtsbewegung
in die Ruhelage zurück. Daraus folgt, daß, wenn in dem einen Blockapparat der Signalschalter
umgelegt wird, die Signalverbindung in dem zweiten Blockapparat auch dann unterbrochen
ist, wenn der verstellte Schalter wieder in die Ruhelage gebracht wird.
Um das Stellen des Signales von dem zweiten Blockapparat aus zu ermöglichen, sind an den
unteren Kontaktgruppen g und h der beiden Apparate -E und F je ein Umschalter k, I und
m, η (Fig. 16) angeordnet, die mit dem Kontakt
d des Signalschalters verbunden sind. Die Kontaktklemmen ft und q sind durch eine zweite
Leitung mit der Klemme e desselben Kommutators verbunden.
Wenn sich auf den geblockten Strecken von dem Blockposten A in der Richtung nach B
und von dem Blockposten C in der Richtung nach D zwei Züge dem Kreuzungspunkt nähern,
und der Wärter sich entschlossen hat, den Zug von dem Blockposten A zuerst vorbeifahren
zu lassen, so dreht er in dem Apparat E mittels eines Schlüssels den Winkelhebel S
des Signalschalters (Fig. 16), wobei die Leitung 57, die zum Stellen des Signales S1 dient, geschlossen
wird. Gleichzeitig damit unterbricht der zweite Umschalter d, e die Signalleitung,
die zum Stellen des Signales S3 dient. Wenn go der Zug neben dem Signal S2 vorbeifährt,
schließt er den Schienenkontakt X2, wobei der
Elektromagnet E3 erregt und die Kontaktgruppe g umgelegt wird. Dadurch wird das
Signal S1 auf Halt gestellt, und der Umschalter k, I schließt in dem Apparat F über den Kontakt
p wieder die Leitungsverbindung, die infolge der Verstellung des Umschalters d, e
unterbrochen war. Der Wärter kann also erst dann, wenn der erste Zug die Kreuzung hinter
sich gelassen hat, durch die Verstellung des Schalters in dem Apparat F das Signal S3 für
das Durchfahren des zweiten Zuges auf Fahrt stellen. ■
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Halbselbsttätige Streckenblockeinrichtung . für ein- und zweigleisige und sich kreuzende Bahnen, bei denen zwischen zwei Endstationen eine oder mehrere Streckenblockstellen vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Blockapparat zum Entblocken der Strecke zwei Elektromagnete (E1, E2) angeordnet sind, von denen immer der erste (E1), wenn er durch den Streckenbatteriestrom (B1) erregt wird, durch Umschalten von ihm gesteuerter Kontaktgruppen einen Ortsstromkreis (B2) für die Fahrtstellung des zugehörigen Blocksignales schließt und den "Streckenstrom durch den zweiten Elektromagneten (E2) weiter nach dem ersten Magneten der fol-genden Blockstelle leitet, von wo der Strom in derselben Weise durch den zweiten Entblockungsmagneten (E2) dieser Blockstelle und den ersten Magneten der dann folgenden Blockstelle usf. geht, während zum Haltstellen des Blocksignales ein dritter Elektromagnet (E3) und zur Zurückführung des Blockapparates in seine Anfangstellung ein vierter Elektromagnet (E1) angeordnet sind, ίο von denen der dritte Magnet (E3) erregt wird, wenn ein Zug beim Überfahren des Stromschließers einer Blockstelle die Streckenleitung an Erde legt, der vierte (EJ dagegen, wenn der Zug beim Überfahren des Stromschließers der nächsten Blockstelle die Streckenleitung unter gleichzeitiger Erregung des dritten Elektromagneten (E3) zum zweiten Male an Erde legt.
- 2. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei richtiger Lage der einzelnen Kontaktgruppen oder bei richtiger Blockierung des Apparates eine isolierte Schiene (R) über einen Widerstand (W), dagegen bei unrichtiger Lage nur einer Kontaktgruppe oder unrichtiger Blockierung des Apparates unmittelbar an Erde gelegt wird, so daß durch den Batteriestrom einer über die isolierte Schiene fahrenden Lokomotive in einem auf dieser . aufgestellten · Lokomotivapparat in dem ersten Fall eine Überwachungsvorrichtung, in dem zweiten Fall außerdem noch eine Bremsvorrichtung ausgelöst werden.
- 3. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umschalten der Kontaktgruppen eine Stromschlußstange (P1) freigegeben wird, die nach dem Niederdrücken einer Blocktaste (P) bei ihrem Niedersinken über besondere Kontakte (18 bis 22) den Strom einer Ortsbatterie (B2) schließt, wodurch zuerst die Streckenläutewerke ausgelöst und danach die Streckensignale auf Fahrt gestellt werden.
- 4. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Blocktaste (P) nach ihrem Niederdrücken durch zwei Sperren (G) gehalten wird, deren eine beim Erregen des dritten Elektromagneten (E3) weggezogen wird, aber unwirksam bleibt, während die andere bei der Erregung des vierten Elektromagneten (EJ beseitigt wird und die Blocktaste (P) zum Hoch,-springen freigibt, wobei die einzelnen Kontaktgruppen und die Stromschlußstange (P1) in die Anfangstellung gebracht werden.
- 5. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Streckenblockapparat noch besondere Umschalter (m, n) vorgesehen sind, durch die entweder durch Erdung der Streckenleitung der Streckenblock zur Endstation gemacht wird, oder durch unmittelbare Verbindung der in den Streckenblock einmündenden Streckenleitungen der Block ausgeschaltet wird, wobei trotz der nicht riehtigen Blockierung die Bremsvorrichtung auf der Lokomotive nicht ausgelöst wird.
- 6. Streckenblockeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in den Blockapparaten besondere Tasten (k) angeordnet sind, durch deren Niederdrücken von der Empfangsstation aus die Apparate der ganzen Blockstrecke ohne Mitwirkung des Zuges selbsttätig in die Anfangstellung gebracht werden.
- 7. Streckenblockeinrichtung nach Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsvorrichtung entweder von einem Elektromagneten (126) ausgelöst wird, wenn durch diesen der volle Strom einer Lokomotivbatterie geht, oder von der Überwachungsvorrichtung, wenn der Elektromagnet (126) nicht erregt wird, während sie von der Überwachungsvorrichtung nicht ausgelöst wird, wenn durch den Elektromagneten nur ein schwacher Strom geht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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|---|---|
| DE219047C true DE219047C (de) |
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|---|---|
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