DE242871C - - Google Patents

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DE242871C
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crank
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L13/00Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle
    • B61L13/04Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors
    • B61L13/042Operation of signals from the vehicle or by the passage of the vehicle using electrical or magnetic interaction between vehicle and track, e.g. by conductor circuits using special means or special conductors using isolated rail sections

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 242871 — KLASSE 201 GRUPPE
Zugdeckimgseinrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1909 ab.
Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Zugdeckungseinrichtung, bei der das Ausfahrtsignal erst dann auf freie Fahrt gestellt werden kann, wenn auf der nächsten in der Fahrtrichtung vorausliegenden Blockstelle ein Stromkreis nach der zurückliegenden Blockstelle geschlossen und bald darauf wieder geöffnet wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß dieser Stromkreis über die
ίο Fahrschienen geschlossen wird und dabei die Teilumdrehung eines Schaltgliedes zuläßt, durch die bestimmte Signalstromkreise vorbe-, reitet werden. Wird der Schienenstrom von einer Blockstelle aus unterbrochen, so kann das Schaltglied in seine Endlage bewegt werden, in der der Kuppelstromkreis für das Ausfahrtsignal endgültig geschlossen wird. Um den Kuppelelektromagneten nach der Durchfahrt des Zuges stromlos machen zu können, ohne den Blockstellenapparat, der nach Freigabe der Stelle zunächst geblockt bleibt, zu beeinflussen, sind an geeignetem Platze vom Zug zu befahrende Schienenstücke angeordnet, bei deren Berührung ein den Kuppel-Stromkreis unterbrechender Elektromagnet erregt wird. Um jedoch das Signal so lange auf frei zu halten, bis der Zug' ganz in den Blockabschnitt eingefahren ist, ist an die genannten Schienenstücke ein weiterer über den Kuppelmagneten verlaufender Stromkreis mit besonderer Batterie angeschlossen, der den Kuppelelektromagneten so lange erregt hält, bis die letzte Achse die Schienenstücke verläßt. Die Ankunft des Zuges am Blockabschnittende wird gemäß der Erfindung durch Stromkreise, die von der genannten Schaltwelle und von einer besonderen Kontaktstelle beeinflußt werden, auf den beiden Blockstellen an den Enden des Blockabschnittes gleichzeitig angezeigt.
Fig. ι zeigt, eine Vorderansicht der in einem Gehäuse liegenden Vorrichtung bei abgenommenem Deckel unter Fortlassung einiger Teile.
Fig. 2 stellt eine Einzelheit dar.
Fig. 3 zeigt die äußere Ansicht des Gehäuses.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des Gehäuses bei abgenommener Seitenwand.
Fig. 5, 6 und 7 stellen Einzelheiten dar.
Fig. 8 und 9 zeigen die elektrischen Verbindungen zwischen zwei Vorrichtungen einer eingleisigen Strecke.
Fig. 10 zeigt eine Zwischenblockstelle auf einer eingleisigen Strecke.
Bei eingleisiger Strecke sind die Apparate gemäß Fig\ 1 und 4 eingerichtet.
Aus der vorderen Wand ragen eine Kurbel M und ein Knopf P heraus. Die Kurbel kann von links nach rechts gedreht werden. Wenn sie senkrecht nach oben steht, entspricht diese Lage der auf der Kastenwand befindlichen Bezeichnung »Normal« (Fig. 3). Wenn sie um 120° nach rechts gedreht wird, so steht
sie auf der Bezeichnung »Kontrolle«, und wenn sie um weitere 1200 gedreht wird, so entspricht diese Lage der Bezeichnung »Zustimmung«.
Oberhalb des Handgriffes und auf der Wand symmetrisch angeordnet befinden sich drei runde Öffnungen, hinter denen Scheiben in grüner oder roter Farbe erscheinen.
Der unterhalb der Kurbel befindliche Knopf P kann ebenfalls von links nach rechts gedreht werden. Wenn er sich in der Normalstellung befindet, so erscheint in dem darüber befindlichen länglichen Fenster das Wort »Normal«, wenn er um 900 gedreht wird, das Wort »Zustimmung« und bei einer weiteren Drehung um 900 die Bezeichnung »Blockiert«. Die Kurbel ist auf einer Welle ia befestigt. Diese geht durch den ganzen Apparat (Fig. 4), ragt aus der Rückwand heraus und kann durch eine Kurbel mit einem Hauptstellwerk, wo ein solches vorhanden ist, verbunden werden.
Unmittelbar hinter der vorderen Gehäusewand ist auf der Welle ia eine Scheibe 3° mit drei Ausschnitten befestigt (Fig. 4 und 2), in die der Ansatz einer unter Federwirkung stehenden Stange 6° (Fig. 2) nacheinander eingreift, wenn die Kurbel gedreht wird. Die drei Einkerbungen sind um je 1200 voneinander entfernt; die ersten zwei, d.i. die bei der Stellung »Normal« und bei der Stellung »Kontrolle« zur Wirkung kommenden, sind derart geformt, daß die Kurbel nur in der Richtung von links nach rechts gedreht werden kann; die dritte Einkerbung, d. h. die bei der Stellung »Zustimmung« zur Wirkung kommende, läßt die Kurbel in die Lage, die der Bezeichnung »Kontrolle« entspricht, zurückkehren, von wo sie aber nicht weiter in der Richtung von rechts nach links bewegt werden kann.
Auf der Welle ia der Kurbel sind vier Scheiben 61, 101, 53 und 68 (Fig. 4) aus isolierendem Stoffe befestigt, auf denen Kontaktplatten 62, 120, 54, 69 sitzen. Diese arbeiten mit fünf Kontaktpaaren 130-140, 59-60, 57-58, 55-56, 66-67 zusammen. Die Platte 54 der Scheibe 53 kommt mit den Kontakten 55, 56 in Berührung, wenn die Kurbel M auf »Kontrolle« steht, und erstreckt sich über einen so großen Teil des Umfanges, daß der Kontakt auch dann geschlossen bleibt, wenn die Kurbel auf »Zustimmung« steht. Die Platte 120 der Scheibe 101 berührt die Kontakte 130, 140, . wenn der Handgriff auf »Normal« gestellt ist, und behält diesen Kontakt, bis die Kurbel etwas über die Bezeichnung »Kontrolle« gekommen ist; sie berührt die Kontakte 57, 58, wenn die Kurbel auf »Zustimmung« steht.
Die Platte 62 der Scheibe 61 kommt mit den Kontakten 59, 60 in Berührung, wenn die Kurbel auf »Kontrolle« steht, und behält diesen Kontakt auch bei, wenn die Kurbel auf »Zustimmung« steht. Schließlich berührt die Platte 69 der Scheibe 68 die Kontakte 66, 67, sobald die Kurbel auf »Zustimmung« steht. Die Platte 120 trifft mit den Kontakten 57, 58 etwas früher zusammen als die Platte 69 mit 66,67. ■■■ "
Auf der Welle ia sind fünf Nasen 71, 290, 380, 190 und 390 (Fig. ι und 4) befestigt, die dazu dienen, mit Hebeln und Magnetankern zusammenzuarbeiten. Die Nasen 190 und 390 decken sich in Fig. 1.
Die Nase 190 arbeitet mit einem Doppelanker zusammen, der einem Elektromagneten 90 angehört. Dieser Anker besteht aus zwei um Zapfen 20a, 2ia drehbaren Sperrhebeln 18", 28s, die durch einen Lenker 27* miteinander verbunden sind. Auf dem oberen Sperrhebel ist ein Weicheisenstück 26° befestigt. Ist der Elektromagnet 90 nicht erregt, so stößt die Nase 190 gegen den Sperrhebel i8a, ist er erregt, so stößt die Nase gegen den Sperrhebel 28s.
Die Nase 390 arbeitet mit einem Sperrhebel 32® zusammen, und zwar mit einem Ansatz 37° dieses Hebels.
Die Nase 380 arbeitet mit einem Ansatz 30s desselben Hebels zusammen. Dieser Hebel trägt an seinem oberen Ende eine Trommel 31 mit einer Kontaktplatte 49, die bei nach rechts ausgeschwungenem Hebel zwei Kontakte 47, 48 überbrückt. In diese Lage wird der Hebel durch die Nase 380 übergeführt, wenn die Kurbel M aus der Lage »Kontrolle« in die Lage »Zustimmung« gedreht wird. In der Lage »Zustimmung« liegt die Nase 390 unmittelbar vor dem Ansatz 37*, so daß die Kurbel zunächst nicht weiter nach »Normal« gedreht werden kann. Um den Hebel zeitweilig in der ausgeschwungenen Lage festzuhalten, ist unterhalb des Hebels 32° ein gewichtsbelasteter Hebel 46° (Fig. 1) angeordnet, dessen linkes Ende als Sperrklinke 33° ausgebildet ist. Sowie der Hebel 32s nach rechts geschwungen wird, gelangt sein unteres Ende hinter die Klinke 33" und wird von dieser so lange festgehalten, bis ein unterhalb des Sperrhebels 46^ befindlicher Elektromagnet 45 erregt wird. Alsdann kehrt der Hebel 3211 unter der Wirkung seines Gewichtes in die ursprüngliche Lage zurück.
Die Nase 290 der Welle ia schwingt einen dem Elektromagneten 44 angehörigen Anker 42 nach rechts aus, wenn die Kurbel aus der Lage »Kontrolle« in die Lage »Zustimmung« gebracht wird. Eine am oberen Ende des Ankers 42 angebrachte Trommel 43 überbrückt dabei mit einer auf ihr befestigten Kontakt-
platte 52 zwei Kontakte 50 und 51. Diese Kontakte liegen unter solchem Reibungsdruck auf der Trommel auf, daß der Anker in der ausgeschwungenen Lage verbleibt. Er kehrt, normale Betriebsverhältnisse, vorausgesetzt, in seine Anfangslage zurück, wenn der Elektromagnet von einem starken Strom durchflossen wird. Es sei schon jetzt bemerkt, daß durch diesen Elektromagneten zunächst ein schwächerer Strom läuft, der nicht imstande ist, den Anker 42 zurückzuführen. Erst wenn der Zug nach Freigabe der Strecke in einen Blockabschnitt einfährt, wird durch den Zug beim Überfahren von Schienenstücken am Eingang des Blockabschnittes ein Stromkreis geschlossen, dessen Strom kräftig genug ist, den Anker 42 zurückzubringen.
Bei außergewöhnlichen Betriebsverhältnissen wird der Anker durch die Nase 71 (Fig. 4), die den Hebel 72 bewegt, zurückgeführt. Solche Verhältnisse liegen vor, wenn eine von dem Nachbarposten bereits erteilte Zustimmung von diesem widerrufen wird. In diesem Falle wird auf der benachbarten Blockstelle ein unter Plombenverschluß stehender Knopf 64 (Fig. 1) gedrückt, der einen Stromkreis über die Schienen schließt und die Elektromagnete 45 beider Blockstellen erregt. Der Hebel 32° schwingt dann auf beiden Blockstellen zurück, wodurch gleichzeitig beide Apparate entblockt werden. Bei Weiterdrehung der Kurbel in die Normallage findet in diesem Falle der von der Nase 71 bewegte Hebel J2 den Hebel noch in ausgeschwungenem Zustände vor und bringt ihn in die Anfangslage zurück.
Der Drehknopf P sitzt auf einer Welle 2a (Fig. 2 und 4). Unmittelbar hinter der vorderen Gehäusewand trägt sie eine Scheibe, auf der die vorhin angegebenen Bezeichnungen »Normal«, »Zustimmung«, »Blockiert« aufgezeichnet sind. Um die Welle jeweils um den richtigen Winkel drehen zu können, sitzt auf dem rechten Ende der Welle 2a eine Scheibe 4° mit drei Aussparungen, in die eine am Gehäuse federnd befestigte Klinke Ja mit geeignet gestaltetem Klinkenknopf eingreift. Die Welle 2a läßt sich nur von links nach rechts drehen, was dadurch erreicht wird, daß neben der Scheibe 4° ein Sperrad 5β auf der Welle fest angeordnet ist, in das eine Sperrklinke eingreift. Auf der Welle ist eine Scheibe 110 aus Isolierstoff befestigt, die eine Kontaktplatte I5a trägt. Diese überbrückt bei der Stellung des Knopfes P auf »Normal« zwei Kontakte i6a, \"ja, bei der Stellung auf »Zustimmung« zwei Kontakte 22ffi und 23" und bei der Stellung »Blockiert« zwei Kontakte 240 und 250'. Auf der Welle 2a sind weiter zwei Nasen befestigt. Die eine, 41®, arbeitet mit einem Ansatz 36® des Hebels 32® (Fig. 4) zusammen und bringt den Hebel bei Drehung der Welle.2° aus der Lage »Zustimmung« in die Lage »Blockiert«, d. h. in die Sperrstellung. Die andere, 35®, arbeitet mit einem Ansatz 34β des Hebels 32* zusammen und bewirkt die Feststellung des Knopfes in der Stellung »Blockiert«, bis der darunter-befindliche Elektromagnet 45 erregt wird.
Zur gegenseitigen Verständigung dienen an den Blockstellen befindliche Läutewerke, die beim Drücken auf den Knopf C (Fig. 3) durch Erregung des Elektromagneten 70 wirksam werden.
Bei den beiden Läutewerken zweier voneinander abhängiger Blockstellen sind die Elektromagnete 70 in denselben Stromkreis geschaltet, der durch eine Freileitung und einen der zwei Schienenstränge gebildet wird, wenn die Strecke eingleisig ist. Bei doppelgleisiger Strecke wird der Stromkreis durch zwei Schienenstränge, und zwar je einen von jedem Gleise gebildet.
Zur Verständigung und Überwachung sind auf der.vorderen Gehäusewand ,die bereits erwähnten Fenster II, III, I angebracht. Eine hinter dem Fenster II sichtbar werdende grüne oder rote Scheibe ist mit dem Hebel 32® so verbunden, daß bei der Normallage dieses Hebels die grüne und bei dessen ausgeschwungener Lage die rote Scheibe sichtbar wird. Die grüne Scheibe gibt demnach an, daß der Apparat nicht geblockt, die rote, daß er geblockt ist.
Eine hinter dem Fenster III sichtbar werdende rote oder grüne Scheibe ist mit dem Doppelsperrhebel i8°, 28a so verbunden, daß bei der Anfangslage des Hebels die rote und bei der Erregung des Elektromagneten 90 die grüne Scheibe sichtbar wird. Die rote Scheibe gibt demnach an, daß der Elektromagnet stromlos, die grüne, daß er stromdurchflossen ist. Da der Strom durch die Schienen fließt, so geben diese Scheiben zugleich einen Aufschluß über den Zustand der Schienen oder der Strecke. Eine hinter dem Fenster I sichtbar werdende rote oder grüne Scheibe ist mit dem Anker 42 oder mit der Trommel 43 so verbunden, daß, bei der Ruhelage des Ankers die rote und bei dessen Arbeitslage die grüne Scheibe erscheint. Da dieser Anker nur die ausgeschwungene Lage einnehmen kann, wenn die Zustimmung .vom Nachbarposten eingegangen ist, so gibt die rote Scheibe an, daß die Zustimmung nicht gegeben, die grüne, daß sie gegeben ist. Außer Betrieb zeigen die Apparate daher hinter den Fenstern II, III und I die Farben grün, rot, rot, dabei nehmen alle Teile die in Fig. 1 und 4 dargestellte Lage ein.
Die Wirkungsweise ergibt sich aus den
Fig. 7 bis ίο, in die die Stromverbindungen eingezeichnet sind.
Es werde angenommen, daß ein Zug von A nach B (Fig. 8 und 9) abgelassen werden soll. In diesen Figuren stellen S1, S\ die Ausfahrtsignale, S2, S'2 die Einfahrtsignale und S3, S'3 die Vorsignale dar; die zugehörigen Relais sind mit R1, R\, R2, R'2, R,. und R's bezeichnet. Die Signale sind in bekannter Weise mit einer elektrischen Flügelkupplung versehen. Ist der Kuppelmagnet nicht erregt, so kann die Strecke nicht freigegeben werden, ist der Magnet erregt, so kann das Signal nicht auf Halt gestellt werden. In Fig. 8 und 9 ist dieser Elektromagnet mit 22 bezeichnet. Um den Zug von der Blockstelle A abfahen zulassen, muß daher ein Stromkreis über den Elektromagneten 22 des Ausfahrtsignales S1 geschlossen werden. Der Blockwärter bei A bedient sich hierzu der Kurbel M, während zur Abgabe der hierzu erforderlichen Zustimmung von der Blockstelle B aus auf dieser der Knopf P gedreht werden muß.
Will der Wärter bei A die Strecke nach B freigeben, so muß zunächst, damit überhaupt die Kurbel gedreht werden kann, der Elektromagnet 90 (Fig. ι) der Blockstelle A erregt werden. Da dieser Elektromagnet von B aus erregt wird, so ruft der Wärter bei A zunächst durch z. B. dreimaliges Drücken auf den Knopf C den Wärter bei B an, der mit derselben Anzahl von Läutesignalen antwortet, wenn er die Zustimmung geben will oder kann, und aus den Signalen von A die Aufförderung entnimmt, den Stromkreis über den Elektromagneten 90 bei A zu schließen. Hierzu dient ihm der Knopf P, den er um 900 dreht, so daß in dem entsprechenden Fenster die Bezeichnung »Zustimmung« erscheint.
Dadurch wird folgender Stromkreis geschlossen: -\-Ρύ, ν1, 22α, ΐ$α, 23°, ν2, ν3, ν* r1, v°, νΆ, νΊ, go, vs, ν9, 130, Ι2Ο, 140, ν10, ν11, ΐ6α, Ι5α, Ι7α, ν™> 1V13, r, ν1*, —Ρδ. Die mit dem Doppelanker i8ct, 28α verbundene grüne Scheibe erscheint an der Blockstelle A hinter dem Fenster III, so daß der Wärter bei A nun weiß, daß er die Kurbel M teilweise drehen kann. Er dreht sie um 1200 bis in die Stellung »Kontrolle«, bei der die Nase 190 gegen den Sperrhebel 28" stößt, der eine weitere Drehung bei der Arbeitslage des Doppelankers i8a, 28a verhindert. Zufolge der Drehung" der Kurbel M bei Ά. in die Stellung »Kontrolle« werden die Kontakte 55, 56 von der Platte 54 überbrückt. Ferner wird durch diese Drehung der Kurbel M ein Stromkreis vorbereitet: -(-P1, r3, r2 (die Pedale r", r2 werden vom Zuge beim Überfahren überbrückt), r4,r', 59,62, 60, r°, 44, r7, rs, r9, —P1. Über den Elektro-
0p magneten 44 wird auch noch der folgende Stromkreis bei der Kurbeldrehung auf »Kontrolle« vorbereitet: +Pa, o\ o2, 58, 120, 57, o3, o*j o5, 47, 31, 48 (vorläufig noch offen), o6, o7, o8, 50, 43, 51 (vorläufig noch offen), o9, o10, 44,0",—P», ,
• Endlich wird auch bereits über den Elektromagneten 22 des Ausfahrtsignales S1 ein Stromkreis bei der Stellung der Kurbel M auf »Kontrolle« vorbereitend geschlossen. Es ist dies der folgende, der bis zum Verzweigungspunkt o10 mit dem zuletzt genannten gleich ist und sich von o10 ab wie folgt fortsetzt: oVi, 60, 62,-59,
Ou', O15, 22, O16, —Pa.
Der Magnet 22 liegt außerdem ständig in folgendem vom Zuge zu schließenden Stromkreis : +P1, i1, i2, is, i4-, 22, v", —P1.
Nachdem der Wärter bei A die Kurbel in die Stellung »Kontrolle« gebracht hat, drückt er auf den Knopf C, um dem Wärter bei B anzuzeigen, daß er die Kurbel teilweise umgedreht hat, und um ihn aufzufordern, nun wieder den genannten Stromkreis zu unterbrechen. Der Wärter bei B tut dies durch Drehen des Knopfes P um weitere 900. Dadurch erscheinen in dem Fenster über dem Knopf an der Blockstelle B die Bezeichnung »Blockiert« und hinter dem Fenster III der Blockstelle A wieder die rote Scheibe, wodurch der Wärter bei A benachrichtigt wird, daß der Stromkreis über den Elektromagneten 90 unterbrochen ist und die Kurbel M in die' Lage »Zustimmung« weitergedreht werden kann. Gleichzeitig wird durch die nun die Kontakte 24^, 25* überbrückende Kontaktplatte 15° der Scheibe 110 bei B ein Stromkreis über den Auslösungsmagneten 45 der Blockstelle B vorbereitet. Dies ist der folgende: +P'2) 39, 37, 38, g\ g2, gs, gi, g5, g°, g7,c' (vorläufig noch offen), gs, ga, g10, 45, 24« 15«-, 25«, g11, g12, r, g1*,—P'2.
Dadurch ist auch ein Stromkreis über den Auslösemagneten 45 der Blockstelle A vorbereitet, der bis g10 denselben, eben genannten Weg nimmt, bei g10 jedoch abzweigt und sich wie folgt fortsetzt: gu, r1, g15, g16, g1"', gls,
56= 54, 55, £2
Der Wärter bei A bringt nun die Kurbel in die Lage »Zustimmung«. Hierdurch werden die vorhin genannten Stromkreise: -\-Pa, o1 no bis o11, —Pa, und +Pa, o1 bis ow, o12 bis o10, —Pa vollständig geschlossen. Der letzte dieser beiden Stromkreise enthält und erregt den Kuppelelektromagneten 22, so daß das Signal auf »Frei« gestellt werden kann. Durch den ersten dieser Stromkreise wird zwar der Elek-. tromagnet 44 erregt, der durch Anziehung des Ankers 42 und die hierdurch bewirkte Öffnung der Kontakte 50, 52, 51 den Stromkreis über den Elektromagneten 22 stromlos machen uo
würde, jedocH ist der Strom aus der Stromquelle Pa nicht stark genug, um den Anker 42 zu bewegen. Durch Einstellung der Kurbel M auf »Zustimmung« sind in den Fenstern II und I die rote und die grüne Farbe erschienen, so daß der Wärter bei A die Gewißheit hat, sein Apparat ist geblockt und entspricht der Einstellung auf »Freie Fahrt«. Der Wärter bei A drückt nun auf eine Tastet', wodurch der folgende, über das Relais R1 verlaufende Stromkreis geschlossen wird: +Pa, t\ t2, ts, A, tl bis t\ R1, t10, t11, t12,—Pa.
Das Signal S1 geht nun auf Fahrt und der Zug fährt ab. Sowie er auf die isolierten Schienen r2, r3 gelangt, wird der Stromkreis: +P1, Λ Zug, rWv-6, 44, c'/,Λ--P1 geschlossen. Der Elektromagnet 44 zieht, da die Batterie P1 kräftiger als die Batterie Pa ist, seinen Anker an und unterbricht die in dem einen Stromkreise des Elektromagneten 22 liegende Stromschlußstelle 50, 52, 51. Trotzdem bleibt der Elektromagnet 22 noch stromdurchnOssen, bis die letzte Zugachse die Schienen verläßt, und zwar durch den bereits genannten Stromkreis, der durch den Zug vollständig geschlossen wird: +P1, i1, r3, r2, i2, is, i4-, 22, i5, —P1. Sowie der Anker 42 angezogen wird, erscheint hinter dem Fenster I die rote Scheibe, zum Zeichen, daß die Zustimmung aufgehoben ist, und sobald die letzte Achse des Zuges die Schienen verläßt, geht das Signal infolge der nun eintretenden Stromlosigkeit des Elektromagneten 22 in die Haltlage zurück. Der Apparat in A bleibt jedoch noch geblockt, da der Hebel 32° festgehalten wird. Hier sei bemerkt, daß auch der Apparat in B in allen Teilen festgelegt ist, denn die Kurbel M kann bei B gleichfalls nicht gedreht werden, da der Elektromagnet 90 dieses Apparates nicht erregt ist, ferner kann die Lage des Knopfes P bei B nicht geändert werden, da bei der Drehung des Knopfes aus der Lage »Zustimmung« in »Blockiert« der Hebel 32® ebenfalls in die Arbeitslage gebracht worden ist. Es befindet sich also dort die Nase 35« unmittelbar vor dem Ansatz 34° des Hebels 320.
Es werden nun bei der Ankunft des Zuges in B beide Apparate gleichzeitig dadurch frei, daß die bereits genannten Vorbereitungsstromkreise, die ihren Strom aus der Batterie P'2 erhalten, über die Auslöseelektromagnete 45 der Apparate geschlossen werden.
)5 Die Verrichtungen des Blockwärters bei B für den Empfang des Zuges sind folgende: Wenn der Zug . sich der Blockstelle B nähert, so stellt der Wächter mittels der Kontakte a', B', C die Mastsignale S'2 und S's auf Fahrt. Durch Schließen der Kontaktstelle a' kommt folgender Stromkreis zustande: +P6, t1, a1, t2 bis f, 22, von S'2, F bis t11,—P6. Der Anker des Elektromagneten öffnet die Kontaktstelle 38, 37, 39. , Durch Schließen des Kontaktes B" fließt Strom auf folgendem Wege über R'2 :
1 pb „1 „r n// n2 u:„ ~5 R>/ „6 κ:ς ne pb
1 r ' H ' a > ° 'Q Dls ?) Λ 2> Q Dls H ' —■* ·
Der Signalarm geht auf Fahrt und schließt durch eine an ihm angebrachte Kontakteinrichtung folgenden Stromkreis über den Elektromagneten 22 des Signalarmes S\: +P5, m1, a', m2, m3, 22, m* bis w6, Kontakte bei S'%, m* bis Ot9, —PA Durch Schließen des Kontaktes C" wirdP/3 von Strom auf folgendem Wege durchflossen: +P6, w1, a', w2, C", ws bis w5, R'z, wß bis ws, S'2, w9 bis in11, —P6. Der Signalarm ^'3 geht auf Fahrt.
Mit dem Kontakt a' wird auch der Kontakt V geschlossen. Dadurch wird zwar ein zur Unterbrechung der Kontakte a', V dienender Elektromagnet 63 in einen geschlossenen Stromkreis gelegt: -j-Ps, a', 63, V', —Ρδ. Die Batterie Ρδ ist jedoch nicht kräftig genug, um den Elektromagneten 63 zum Anziehen seines Ankers zu veranlassen.
Der Wärter schließt nun noch den Kontakt c'. In diesem Augenblicke würden die beiden Elektromagnete 45 in den Apparaten bei A und B erregt und dadurch beide Apparate entblockt werden,, wenn nicht inzwischen durch Anziehen des Ankers des Elektromagneten 22 von S'» die Kontaktstelle 38, 37, 39 unterbrochen worden wäre.
Inzwischen gelangt der' Zug auf die Schienen (Pedale)
wodurch folgender
Stromkreis über den Elektromagneten 63 geschlossen wird: -\-P'', x1, r'a, Zug, r'2! x2 bis a-4, 63, x5, xs, V, x"1 bis χ 9, —P'r Außerdem wird der Elektromagnet 22 von S\ durch Strom auf folgendem Wege erregt: +ΡΊ, r't, Zug, r'2, 22, —P';.
Der Wärter drückt nun endlich noch auf die Taste A", wodurch das Relais R\ des Signales S\ Strom aus der Batterie Ps empfängt, so daß auch dieses Signal auf Fahrt geht. Der Stromkreis ist folgender: +P6, y1, y1, y3, A", yl,R'1,y>,Ph. Sowie die erste Achse die Schienen (Pedale) berührt, werden die Kontakte a', V unterbrochen. Dadurch wird zwar ■die Batterie P6 von den Elektromagneten 22 der Signale S'2 und S'z abgeschaltet, diese erhalten jedoch jetzt Strom aus der Batterie P\ durch einen Stromkreis, der vom Zuge über die Schienenstücke (Pedale) vervollständigt wird. Er hat folgenden Verlauf: +P\, r's, Zug, r\, z1, s2, Elektromagnete 22, 2s, zi, s5, P\. Erst wenn die letzte Achse die Schienenstücke verläßt, gehen die Signale in die Haltestellung zurück. In diesem Augenblick schließt sich die Kontaktstelle 38, 37, 39 bei S'2, so daß, da der Kontakt cf auch noch geschlossen ist, die
bereits erwähnten, über die Auslöseelektromagnete 45 beider Apparate verlaufenden Stromkreise von der Batterie P'2 gespeist werden, wodurch beide Blockstellen zugleich entblockt werden. Dem Blockwärter heiA wird dies dadurch angezeigt, daß hinter dem Fenster II die grüne Scheibe erscheint. Der Blockwärter bei A bringt nun seinen Apparat in die Grundlage zurück.
Wenn die Apparate zur Verständigung zwischen zwei Stationen einer eingleisigen Strecke dienen, so ist es erforderlich, die Kurbel und den Knopf in einen derartigen Zusammenhang zu bringen, daß, wenn die Kurbel gedreht worden ist, der Knopf nicht mehr gedreht werden kann. Hierdurch wird verhindert, daß eine einzige Blockstelle eine Zustimmung erhalten und gleichzeitig erteilen kann. Diesem Zweck dient die in der Fig. 5 dargestellte Vorrichtung.
Ein Hebel 73, 74 liegt in der Ebene eines Ansatzes 76 der Welle 2a und eines auf der Welle ia angeordneten Ringes 75. Dieser Ring hat eine Aussparung, in die unter der Wirkung eines Gegengewichtes ein dreieckig gestalteter Zahn des Hebels 73, 74 eingreift, wenn die Kurbel auf der Bezeichnung »Normal« steht.
Wenn daher die Kurbel gedreht wird, so wird der Hebel 73, 74 aus der Aussparung herausgehoben, so daß sich sein Ende 74 vor den Ansatz 76 legt und eine Drehung des Knopfes P verhindert wird. Wird dagegen der Knopf gedreht, dann ist, wie vorhin beschrieben, der Elektromagnet 90 nicht erregt, so daß die Kurbel nicht gedreht werden kann.
Dienen die Apparate zur Bedienung einer Zwischenblockstelle auf eingleisiger Strecke, wobei zwei Apparate für die Verständigung nach beiden Richtungen erforderlich sind, so müssen die zwei Drehknöpfe derart voneinander abhängig sein, daß, wenn der eine gedreht worden ist, der andere nicht mehr gedreht werden kann. Hierdurch wird verhindert, daß von der Zwischenblockstation zwei Zustimmungen nach den entgegengesetzten Richtungen erteilt werden.
Die hierfür erforderliche Vorrichtung (Fig. 6) ist ähnlich wie die vorher beschriebene. Ein Hebel mit einem Zahn an jedem Ende wird senkrecht zu den Achsen der Knöpfe angeordnet. Auf den Achsen werden zwei Ringe, ähnlich dem Ring 75 der Fig. 5,
befestigt. Wenn nun ein Knopf gedreht wird, so tritt der Zahn aus der entsprechenden Aussparung des Ringes heraus und zwingt, indem er auf der zylindrischen Oberfläche des Ringes gleitet, den anderen Zahn, in der Aussparung des anderen Ringes zu bleiben. Hierdurch ist der andere Knopf so lange an einer Drehung verhindert, als der erste nicht in die Stellung »Normal« zurückgekehrt ist.
In dem Falle endlich, wo die Blockapparate zur Bedienung einer Zwischenstation auf einer doppelgleisigen Strecke verwendet werden sollen, genügt für jedes Gleis ein Apparat, da die Züge stets in derselben Richtung verkehren. Man erteilt mit dem Knopf die Zustimmung an die Blockstrecke, von der der Zug kommt, und erhält die Zustimmung von der Blockstrecke, in die der Zug übergeht, durch die Kurbel. In diesem Falle ist es nötig, daß die Kurbeln und die Knöpfe voneinander unabhängig sind. Es werden deshalb die Kontakte i6a und ija (Fig. 4) beseitigt und in jedem Apparat anstatt einer einzigen Feststellvorrichtung 32*, 45, 46», zwei ähnliche Vorrichtungen für die unabhängige Blockung und Befreiung der Kurbeln und Knöpfe vorgesehen. Bei der Feststellvorrichtung für die Kurbel sind der Arm 36" und die Ansätze 34", 41* und 35* (Fig. 1 und 4) zu beseitigen. Für die Feststellvorrichtung des Knopfes sind der Arm 30", die Ansätze 37" und 390 und die Trommel 31° mit den entsprechenden Kontakten 47 und 48 zu entfernen.
In Fig. 10 sind die Apparate, die Schienenstücke, die Mastsignale und die für einen Zwischenblockposten auf eingleisiger Strecke erforderlichen Stromkreise angegeben.
Wenn man drei aufeinanderfolgende Posten I, 2, 3 hat, so wird man in 2 einen Apparat für die Verständigung mit der Blockstrecke 1-2 und einen anderen Apparat für die Verständigung mit der Strecke 2-3 aufstellen.
Wenn der Zug in der Fahrtrichtung i, 2, 3 verkehrt, so hat der Blockwächter an der Blockstelle 2 folgendes zu tun:
Mit dem Knopf des linken Apparates erteilt er dem Blockposten 1 die Zustimmung und blockt hierdurch diesen Knopf und j enen des anderen Apparates.
Hat er vom Posten Nr. 3 die Zustimmung verlangt und erhalten, so führt er mit der Kurbel des rechtsseitigen Apparates die bereits beim ersten Falle (Fig. 8 und 9) beschriebenen Handhabungen aus. Mit den Tasten B und C (Fig. 10) bringt er sodann die Mastsignale S1 und S2 der Strecke 2-3 auf no Fahrt. Die Arbeit der zwei Unterbrecher a', ¥ gemäß Fig. 8 und 9 werden nur von den mit der Kurbel des rechtsseitigen Apparates verbundenen mechanischen Vorrichtungen ausgeführt, während die Arbeit von C" nunmehr von der Trommel 68 und den Kontakten 66, 67, 69 ausgeführt wird.
Die in Tätigkeit befindlichen Stromkreise sind identisch mit j enen der Fig. 8 und 9, um dem abfahrenden Zuge die Strecke frei zu
geben und die entsprechenden Apparate der Blockstrecke 1-2 zu entblocken, wenn der Zug, der nach 3 fährt, das Schienenstück des Postens 2 überfahren hat.
Derselbe Vorgang wiederholt sich von dem entgegengesetzten Apparate aus für den Fall der Zugrichtung" 3-2-1.
Wie aus der Anordnung der elektrischen Stromkreise des Zwischenblockpostens hervorgeht, ist bei dem vorliegenden Blocksystem ein einziges Pedal erforderlich, um die Signale auf Halt zu bringen und die Apparate in den entsprechenden beiden Posten bei beliebiger
. Fahrtrichtung des Zuges zu entblocken.
In dem Falle, wo es sich um einen Zwischenblockposten auf doppelgleisiger Strecke handelt, wo also die Züge eines Gleises immer in derselben Fahrtrichtung" 1-2-3 oder 3-2-1 verkehren, wird je ein Verständigungsapparat mit Kurbel und unabhängigem Drehknopf für das erste und ein ähnlicher Apparat für das zweite Gleis verwendet.
Wenn man berücksichtigt, daß die mechanischen Vorrichtungen des Knopfes des linken Apparates und jene der Kurbel des rechten Apparates einen einzigen Apparat bilden (Fig. 10), indem mit dem linken Elektromagneten 45 der Knopf von der Blockung befreit werden kann, wenn der Zug das Pedal des Postens 2 überfahren hat, und mit dem rechtsseitigen Elektromagneten 45 die Kurbel von der Blockung erst dann befreit werden kann, nachdem der Zug das Pedal des Postens 3 überfahren hat, so ergibt sich ohne weiteres der in diesem Falle erforderliche Apparat mit den entsprechenden Orts- und Streckenstromkreisen. In diesem Falle müssen die Kontakte ΐ6α, I7a beseitigt werden.
Die Fahrschienen werden in der üblichen Weise mittels harter Holzstücke isoliert.
Wenn die Eisenbahnstrecke auf feuchtem Boden gebaut ist, müssen die Schienenstromkreise der Sicherheit halber verkürzt werden und die Blockstrecke in kleinere Abschnitte unterteilt werden. Diese Blockstrecken werden alsdann untereinander mittels Relais verbunden (Fig. 7). Da es bei dem beschriebenen System notwendig ist, daß der elektrische Strom das eine Mal die Richtung A-B, das ändere Mal die Richtung B-A durchläuft, so müssen an der Stelle, wo sich zwei Blockstrecken berühren, auch zwei Relais aufgestellt werden. Die zwei unmittelbar aufeinander folgenden Blockstrecken aa-bb des einen Schienenstranges sind voneinander isoliert, während der andere Schienenstrang nicht unterbrochen ist. '
Kommt von A ein Strom durch die Schienen, so erregt er auf dem Wege 1,1,1... das Relais 1, das durch Anziehung seines Ankers den Kontakt zur Entsendung des Stromes vom Element P in die Strecke nach B herstellt und den Stromkreis des Relais 2 unterbricht. Das Gegenteil tritt ein, wenn der Strom von B kommt. Alsdann geht er auf dem Wege 2, 2, 2 ... durch das Relais 2 und entsendet über die Ankerkontakte des Relais 2 Strom aus der Batterie (Fig. 7) in den Abschnitt a-a.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Zugdeckungseinrichtung, bei der das Ausfahrtsignal erst freigegeben werden kann, wenn von der in der Fahrtrichtung vorausliegenden Blockstelle aus ein Stromkreis über die zurückliegende Blockstelle geschlossen und darauf unterbrochen worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Blockstellen über die Schienen geschlossene Stromkreis zur vorbereitenden Schließung von Signalströmen die Teilumdrehung eines Schaltgliedes (M) zuläßt, das erst bei darauf folgender Stromunterbrechung weitergeschaltet werden kann und dabei die endgültige Schließung des Kuppelstromkreises für das Ausfahrtsignal bewirkt.
  2. 2. Zugdeckungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schienenstromkreis an der zurückliegen-, den Blockstelle einen Elektromagneten (90) durchfließt, der bei seiner Erregung seinen aus zwei miteinander verbundenen Sperrhebeln (i8ffi, 280) bestehenden Anker anzieht und dadurch die Welle (ia) des Schaltgliedes (M) bis zu deren Sperrung durch den einen Hebel (28°) freigibt und beim Stromloswerden diese Sperrung für eine weitere Drehung der Welle (ia) aufhebt.
  3. 3. Zugdeckungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Signalkuppelmagnet in zwei Stromkreise eingeschaltet wird, von denen der eine von der Blockstelle (A) durch das Schaltglied (M) und der andere durch den Zug beim Überfahren von Pedalen (V2, r3) geschlossen wird.
  4. 4. Zugdeckungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stromkreis über einen besonderen Elektromagneten (44) geht, der von dem Schaltglied (M) an die Pedale (r2, rs) angeschlossen wird und den Stromkreis öffnet, wenn der Zug die Pedale überfährt, während der zweite Stromkreis erst nach dem Überfahren der Pedale geöffnet wird.
  5. 5. Zugdeckungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Blockstellen an die von diesen zu beeinflussenden Stromkreise besondere Ent-
    blockungsmagnete (45) angeschlossen sind, die der Zug nach Durchlaufen des Blockabschnittes gleichzeitig erregt, so daß beide Blockstellen gleichzeitig entblockt und durch ein Zeichen (II) davon benachrichtigt werden.
  6. 6. Zugdeckungseinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Entblockungsmagnete (45) durch eine von dem Anker des Kuppelmagneten (22) bewegte Kontakteinrichtung (38,37,39) erregt werden, deren Kontakte beim Überfahren der Pedale (r2, r3) durch Abfallen des Ankers des stromlos gewordenen Kuppelmagneten (22) nach vorheriger Öffnung geschlossen werden.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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