DE678157C - Zugschreiber - Google Patents
ZugschreiberInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L23/00—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
- B61L23/08—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
- B61L23/10—Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
Zur Sicherung der Zugfahrten auf Strecken werden bekanntlich Blockeinrichtungen verwendet,
deren Aufgabe in erster Linie darin besteht, die Signalhebel hinter einem Zuge
5- in der Haltstellung festzulegen und nach Räumung des zugehörigen Blockabschnittes wieder
freizugeben. Diese Vorgänge, Blockvorgänge genannt, werden den Blockwärtern auf den beiden die Blockstrecke begrenzenden
Blockstellen durch Schauzeichen oder Farbscheiben angezeigt. Die Schauzeichen bleiben
so lange in der durch eine Blockhandlung herbeigeführten Stellung, bis die nächste Blockhandlung
durchgeführt wird, so daß dadurch auf beiden Blockstellen der jeweilige Streckenzustand »Frei« oder »Besetzt« angezeigt
wird. Für alle Blockstellen (Bahnhöfe), die für eine Zugfahrt eine Fahrstraße (Weichen) einzustellen und festzulegen haben,
genügt jedoch die bloße Anzeige, daß sich dem Bahnhof ein Zug nähert, nicht. In diesem
Falle muß dem Bahnhof der zu erwartende Zug genau bezeichnet werden, damit die jeweils richtige Fahrstraße rechtzeitig
eingestellt werden kann. Deshalb werden den Blockstellen neben der Vormeldung durch
den Block alle Züge noch telegraphisch von der vorhergehenden Blockstelle vorgemeldet,
sobald dort ein Zug ab- oder durchgefahren ist. Aus der telegraphischen Vormeldung
erst ist zu ersehen, welcher Zug und wann er fällig ist. Bei ganz regelmäßigem Zugverkehr
könnte man auf die telegraphische Vormeldung an und für sich verzichten, da ja der Fahrplan Aufschluß darüber erteilt,
welcher Zug zu einer bestimmten Zeit zu erwarten ist. Da jedoch infolge von Störungen,
Verspätungen usw. nie mit einer vollkommenen Regelmäßigkeit im Zugverkehr gerechnet
werden kann, steht zu erwarten, daß sich die Zugfahrten nicht immer in der fahrplanmäßigen
Ordnung abwickeln. Die telegraphische Vormeldung ist deshalb unerläßlich, wenn nicht Fehlleitungen und u. U. so-
gar Zuggefährdungen eintreten sollen. Die oben beschriebene Art der Zugmeldung hat
folgende Nachteile: .
1. Die durch die Blockeinrichtungen be-S
wirkten Meldungen beschränken sich lediglich auf eine Anzeige des jeweiligen Streckenzustandes.
Jede Anzeige wird durch die nächste Blockhandlung gelöscht. Es ist somit nie zu ersehen, für welchen Zug und
ίο wann eine Blockhandlung durchgeführt wurde.
Außerdem läßt sich später schwer oder gar nicht feststellen, ob eine Blockhandlung überhaupt
ausgeführt wurde.
2. Die Telegraphiereinrichtungen stehen
bekanntlich in keiner Abhängigkeit von der jeweils zu meldenden Zugfahrt. Die Meldungen
können deshalb zeitlich völlig unabhängig von der tatsächlichen Abwicklung einer Zugfahrt erfolgen. Außerdem ist eine
äo irrtümliche oder fahrlässige Falschmeldung durchaus möglich, ohne daß überhaupt eine
Zugfahrt stattgefunden hat.
3. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß die telegraphischen Meldungen nur in
Morseschrift gegeben werden. Dadurch ist ein mehr oder minder großer Zeitaufwand
zum Geben und Lesen einer Meldung erforderlich.
4. Für die Durchführung des telegraphischen . 30 Meldeverfahrens ist in jedem Falle eine
Telegraphiereinrichtung und vielfach auch
noch ein besonderer Telegraphist erforderlich. Dadurch entstehen erhöhte Kosten für
Einrichtungen, Bedienungs- und Unterhaltungspersonal. Außerdem besteht die Gefahr
eines Irrtums infolge von Hörfehlern, da auf den Blockstellen bekanntlich die telegraphischen
Meldungen vom Fahrdienstleiter zum Telegraphisten und umgekehrt durch Zuruf weitergegeben werden.
Es ist nun zwar auch bereits bekannt, ein besonderes Gerät vorzusehen, welches die
Zugnummern anzeigt, wobei diese jedoch nur an der Empfangsstelle erscheinen. Dieses
Gerät mußte außerdem getrennt "vom Block bedient werden. Dabei besteht die Gefahr,
daß entweder der Meldevorgang unterbleibt oder irrtümlich bzw. fahrlässig erfolgt. Es
könnte sogar eine Meldung erfolgen, ohne daß eine Zugfahrt stattgefunden hat. Bei Geräten,
bei denen sowohl auf der Sende- als auch auf der Empfangsstelle Meldungen hervorgerufen
werden, werden gemäß der Erfindung alle Mängel der bekannten Einrichtungen
dadurch beseitigt, daß alle Meldungen durch ein mit dem Blockgerät verbundenes und mit ihm gleichzeitig durch ein einzelnes
Schaltmittel (Blocktaste) betätigtes Schreibgerät hervorgerufen werden. Jede Meldung
enthält z. B. die Zugnummer, ein Kennzeichen für den jeweiligen Blockvorgang und die
Zeitangabe, wann der Blockvorgang durchgeführt wurde. Durch eine 'derartige Block-,
einrichtung ist jede Blockstelle stets von allen Block- und Verkehrsvorgängen auf
' einer Blockstrecke eindeutig unterrichtet. "Darch die Aufzeichnung aller Blockvorgänge
' sind diese an Hand z. B. eines Papierstreifens jederzeit auch später zu verfolgen. Fahrlässige
und irrtümliche Blockbedienungen ohne Zugfahrt sind ausgeschlossen, weil zur Bedienung
der Blockgeräte der Zug mitwirken ■ muß. Dazu kommt, daß besonderes Telegraphierpersonal
erspart wird, da der Blockbedienende zwangläufig ohne einen zusätzlichen Handgriff mit der Blockhandlung den Meldevorgang
durchführt.
Durch die Erfindung werden somit erhebliche
betriebliche, sicherungstechnische und wirtschaftliche Vorteile erreicht.
Aufbau und Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes sind an Hand der Fig. 1 bis 6
beispielsweise näher erläutert.
Fig. ι zeigt eine Strecke a-b zwischen den
Bahnhöfen X und Y1 auf der die Züge von X
nach Y verkehren sollen. Am Streckenanfang" ist das Ausfahrsignal A aus Bahnhof X und
am Streckenenide das Einfahrsignal B in den Bahnhof Y angeordnet. Jedem Signal ist eine
bekannte, vom Zug zu betätigende Auflöseeinrichtung zugeordnet, die z. B. aus je einer
isolierten Schiene 5 bzw. 6 mit Schienenkontakt 7 bzw. 8 und den beiden Relais 1
und 2 bzw. 3 und 4 bestehen kann.
In Fig. 2 ist der zu dem Ausfahrsignal A gehörige Signalhebel A1 dargestellt, der mit
einer Signalhebelsperre ausgerüstet ist. Der Sperrmagnet dieser Hebelsperre ist mit ^1 be-r
zeichnet. Der Anker S11 des Signalhebelsperrmagneten
sperrt den Signalhebel in der ioo Grundstellung, sobald der Signalhebelsperrmagnet
stromlos wird.
Fig. 3 zeigt die Blocktaste B1 in Station X,
die in der Grundstellung durch den Anker Sz1
des Sperrmagneten S2 festgelegt ist. Durch
Drücken der Blocktaste werden die Kontakte 11 (Fig. 5) und B12 {Fig. 1) gesteuert. Außerdem
ist ein Wecker W11 vorgesehen, der ertönt,
sobald die Auflöseeinrichtung in X befahren und das Relais 2 erregt wird.
Fig. 4 zeigt die gleiche Einrichtung der Blocktaste B2 im Bahnhof Y, wobei die Kontakte
B21 und B22 betätigt werden.
In Fig. 5 sind die eigentlichen Blockgeräte der Bahnhöfe X und Y dargestellt. Jedes
Blockgerät besteht aus einem einstellbaren. Drucktypensatz, einer Schreibvorrichtung und
der Blockeinrichtung. Der Typensatz setzt sich zusammen aus einem unveränderlichen, festen
Buchstaben Z, einem einstellbaren Zugnum- iao
mernschreiber Q, bei dem durch entsprechende Betätigung z. B. eines Wählers, die jeweilige
Zugnummer, ζ. B. 7324, so eingestellt werden kann, daß sie beim nachherigen Blocken abgedruckt
wird. In dem Drucksatz erscheint außerdem, ebenfalls einstellbar, entweder das Wort »HIER« oder das Wort »AB«, wie auf
der Walze P angegeben. Außerdem ist noch eine Walze R vorgesehen, auf welcher jeweils'
die Zeit erscheint, die durch eine mit der Walze gekuppelte Uhr U in irgendeiner bekannten
Weise eingestellt wird. ' ■
Die Schreibvorrichtung besteht aus einer senkrecht beweglichen Tischplatte T, die durch
den Anker des Andrückrelais M1 nach oben gegen den eingestellten Typensatz angedrückt
wird, sobald das Andrückrelais M1 erregt ist. Über diese Tischplatte ist ein Papierband geführt,
das von einer Ablauftrommel C1 auf eine Auflauftrommel C2 gewickelt wird. Die
Fortbewegung des Bandes L geschieht durch
zo ein irgendwie ausgebildetes Antriebgerät, das
in Fig. 5 durch das an der Auflauftrommel angehängte Fallgewicht G1 angedeutet ist. In
der Ruhestellung ist der Anker des Andrückrelais M1 abgefallen und drückt mit der
Bremsscheibe D1 gegen die Auflauftrommel, so daß diese nicht bewegt werden kann. Sobald
das Andrückrelais M1 seinen Anker anzieht, wird die Ablauftrommel freigegeben
und durch Absinken des Gewichtes bewegt.
Durch eine nicht dargestellte Verzögerungseinrichtung ist 'dafür gesorgt,, daß der Anker
des Andrückrelais nur langsam in die Ruhestellung zurückkehrt, so daß das Papierband
mit der aufgedruckten Meldung ganz unter dem Typensatz hindurchbewegt werden kann.
Gleichzeitig wind beim Abfallen der Andrückvorrichtung
die mittlere Typenscheibe P einen Schritt weiterbewegt, so daß sie für die nächste
Meldung vorbereitet ist. Von dem Andrückrelais M1 werden die Kontakte M11 und M12
gesteuert, und zwarM^ beim Abfallen des Ankers des Andrückrelais. Die Blockeinrichtung
besteht aus einem Kontaktsatz mit den Kontakten 81 und 82, von denen letzterer im
Stromkreis des Signalhebelsperrmagneten S1 angeordnet ist und ersterer im Stromkreis zu
den Nummernschreibern Q1 und Q2 liegt. Die
Blockkontakte 81, 82 wenden von einer Steuerscheibe E1 betätigt, die mit einer Zahnscheibe
F1 fest verbunden ist. Diese Zahnscheibe steht
mit der Andrückvorrichtung so in Abhängigkeit, daß beim Andrücken des Tisches T die
Zahnscheibe F1 und damit die Kontaktsteuerscheibe E1 so weit verdreht werden, daß die
Blockkontakte 81, 82 geöffnet oder geschlossen werden. Beim Abfallen der Andrückvorrichtung
werden die Zahnscheibe und die Steuerscheibenicht beeinflußt, da dieKlinke.K'1
in diesem Falle ausweicht. Der Kontakt Q12
am Nummernschreiber Q1 wird geschlossen, sobald der Nummernschreiber aus der Grundstellung
herausbewegt ist. Zum Zurückstellen des Nummernschreibers nach erfolgter Meldung
ist ein Relaisunterbrecher I2 vorgesehen. Um eine irrtümliche Einstellung des Nummernschrei'bers
aufzuheben, ist die Löschtaste Zf1 vorgesehen.
Die Beschreibung der Einrichtung nach Fig. 5 für Bahnhof X gilt sinngemäß auch für
die Einrichtung auf Bahnhof Y.
In Fig. 6 ist die Einrichtung dargestellt, mit der die Rückblockung und das Rückmelden
eingeleitet wird. Auf der Blockendstelle (Bahnhof Y) ist ein Impulsgeber Z1 bekannter
Bauart aufgestellt, der eine vorher bestimmte Anzahl von Stromstößen in die
Leitung nach X schicken kann. Im Bahnhof X ist der EmpfängerV, z.B. ein Schrittschalterwerk,
vorgesehen, der entsprechend der Anzahl der Impulse von Y eingesteuert wird. In einer
der Impulszafal entsprechenden Stellung werden die Kontakte V2 und V1 umgesteuert.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist für eine Zugfahrt von X nach Y wie folgt:
Der Blockwärter in X dreht zunächst in bekannter Weise eine Wählscheibe, die schematisch
durch einen Kontakt W1 dargestellt ist, und stellt damit im eigenen Nummernschrei'ber
Q1 und dem Nummernschreiber Q2
des Bahnhofs Y die Zugnummer des nächsten Zuges ein. In den Zeitschreibern R1 bzw. R2
ist die jeweils augenblickliche Zeit durch je ein Uhrwerk eingestellt. Die Kontakte Q11 im
Stromkreis der Blockhebelsperre S„ und Q12
im Stromkreis zwischen dem Relaisunterbrecher J2 und dem Zugnummern-Schreiber Q1
sind geschlossen. Das gleiche gilt für die entsprechenden Kontakte Q21 und Q22 auf dem
Bahnhof Y. Sobald der Zug aus dem Bahnhof X ausgefahren und die Auflöseeinrichtung 7, 5 »°°
am Gleis befahren und wieder geräumt hat, ist das Relais 2 angezogen und schließt seine
Kontakte 21 im Stromkreis der Blockhebelsperre S2 und· 22 im Weckerstromkreis und
öffnet seinen Kontakt 23 im Stromkreis der i°5 Signalhebelsperre. Der Wecker W11 ertönt
und zeigt dem Blockwärter an, daß der Blockvorgang abzuwickeln ist. Sobald der Signalhebel
A1 zurückgelegt ist, wird er durch den Anker des stromlosen Sperrmagneten S1 in
der Grundstellung festgelegt. Dadurch ist auch der Kontakt JT11 des Hebelsperrmagneten
im Stromkreis des Blocksperrmagneten ,S2 geschlossen
und letzterer erregt. Der Anker des B locksperr magnet en ist angezogen und die
Blocktaste B1 zum Bedienen frei. Sobald die Blocktaste gedrückt wird·, ist der Kontakt J312
(in Fig. 1) unterbrochen und der Kontakt S11
(in Fig. 5) gewechselt. Es fließt somit Strom zum Andrückrelais M1 im Bahnhof X und
gleichzeitig über die Blockleitung zum Andr'ückrelais M2 im Bahnhof Y. Die Andrück-
vorrichtungen in X und Y werden nun gleichzeitig durch ihre erregten Andriickrelais an
die eingestellten Typensätze angedrückt, so daß in diesem Falle die Vormeldung auf beiden
Blockstellen gedruckt wird. Sobald die Andrückvorrichtungen angedrückt sind, sind
die Blockkontakte in beiden Blockstellen umgeschaltet. Im Bahnhof X sind die Kontakte
82 und Si geöffnet. Durch den Kontakt 81 ist der Stromkreis des Sperrmagneten S1 zum
Ausfahrsignalhebel A1 unterbrochen. Durch den Kontakt 82 ist die eigene Wähl- und
Löscheinrichtung von den Zugnummernschreibern abgeschaltet. In Y sind die Kontakte 84
'5 und 83 geschlossen, so daß der Stromkreis für die Blockhebelsperre S3 vorbereitet ist und die
Zugnummernschreiber Q1 und Q2 an die
Wähleinrichtung in Y angeschlossen sind. Sobald die Andrückvorrichtungen in beiden
Blockstellen wieder in ihre Grundstellung zurückfallen, sind die Kontakte M11 und JW21
gewechselt, so daß die Nummernschreiber Q1 und Q2 über die Relaisttnterbrecher J2 bzw. Z3
Rückstell impulse erhalten und in die Grundstellung zurückkehren. Die mit der Meldung
bedruckten Papierstreifen werden durch die Gewichte G1 bzw. G2 weiterbewegt, bis die
Anker der Andrückrelais ganz abgefallen sind und die Bewegung abbremsen. Gleichzeitig
sind in X und Y die mittleren Typentrommeln
P1 und P2 um einen Schritt weitergeschaket
und für die nächste Meldung vorbereitet.
Sobald der Zug die Strecke durchfahren und geräumt hat, ist Relais 4 angezogen. Das
3.5 Einfahrsignal B ist nach der Zugfahrt wieder in die Haltstellung zurückgelegt. Der Blockwärter in Y hat bereits während der Zugfahrt
mit seiner Wählscheibe, dargestellt durch den Kontakt W2, in ähnlicher Weise wie vorher
der Blockwärter in X, die Nummernschreiber Q1 und Q2 auf die Zugnummer des zurückzumeldenden
Zuges eingestellt. Der Stromkreis der Blocksperre S3 ist geschlossen und
die Blocktaste B2 in Y zur Bedienung frei. Die
Einfahrt des Zuges wird-durch Ertönen des Weckers W12 angezeigt, sobald das Relais 4
erregt ist. Die entsperrte Blocktaste B2 kann
nunmehr vom Blockwärter in Y bedient werden, wodurch der Kontakt B21 geschlossen
wird und den Impulsgeber J1 anschaltet, während durch den Kontakt S22 die Auflöseeinrichtung
abgeschaltet wird. Im Rhythmus der eintreffenden Impulse wird in X der Impulsempfänger
V so eingesteuert, daß die Kontakte V1 und V2 umgeschaltet werden. Die
Andrückrelais M1 und M2 erhalten Strom und
drücken in beiden Blockstellen die Andrückvorrichtung M1, T in bekannter Weise an.
Beim Abfallen der Andrückvorrichtung werden, wie bereits oben beschrieben, die Nummernschreiber in beiden Blockstellen und der
Impulsempfänger .in X in die betriebsbereite Grundstellung- zurückgesteuert.
Für den Fall, daß irrtümlich oder versehentlich von der einen oder anderen Stelle
eine falsche Zugnummer in die Nummernschreiber eingesteuert ist, kann diese durch
Bedienen der zugeordneten Löschtaste Hx bzw. H2 gelöscht werden dadurch, daß durch
den Relaisunterbrecher J2 bzw. J3 Rückstellstrom
zu den Nummernschreibern Q geschaltet wird.
Es ist ersichtlich, daß es mit dem Wesen
der Erfindung nichts zu tun hat, in welcher Weise z. B. die Festlegung des Signales erreicht
ist, ferner mit welchen Mitteln die Vorgänge in der Blockeinrichtung bewirkt werden
und welche technischen Einzelgeräte bei
der Ausführung der Anordnung zur Verwendung kommen. Ebenso ist die Art der MeI-dungeh
und die Anzahl und Ausführung der Aufschreibungen für den Erfindungsgedanken unwesentlich. Außerdem ist es ohne weiteres
möglich, ein und dasselbe Gerätepaar wahlweise für beide Fahrtrichtungen zu benutzen.
Claims (13)
1. Streckenblockeinrichtung mit Festlegung
der Signale zur Sicherung von Zugfahrten, bei welcher sowohl in der
Sende- wie auch in der Empfangsstelle alle Meldungen beim Blocken bzw. Entblocken
durch einen Zugschreiber aufgezeichnet wenden, gekennzeichnet durch ein
mit dem Blockgerät verbundenes und mit ihm gleichzeitig durch ein einziges Schaltmittel
(Bloc'ktaste) betätigtes Schreibgerät.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blocktaste
(B1) mit einer Hebelsperre (S2) ausgerüstet
ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Meldung in Buchstabenschrift auf einem Papierstreifen (L1) erscheint, der beim Blocken
mit Hilfe einer Andrückvorrichtung (M1, T) gegen den einstellbaren Typensatz
(Z1, Q1, P1, R1) angedrückt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugnummer
in den Typensätzen (Q1, Q2) der beiden
Melder durch je einen Schrittschalter eingestellt wird, die gemeinsam durch Impulse
aus einer Wählvorrichtung (W1, W2) 1-15
der Abgangs- oder Endstation (X bzw. Y) entsprechend gesteuert werden.
5. Einrichtung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen
Blockkontakt (82 bzw. 83) immer nur die Wählvorrichtung (W1 bzw. W2) der Meldeoder
Empfangsstelle (X bzw. Y) an die
078157
beiden Zugnummernschreiber (Q1 bzw.
Q2) angeschlossen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Typensatz
(.R1 bzw. i?2) für die Zeitangabe von einem
Uhrwerk (U) gesteuert, wird.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Typensatz,
der die Vormeldung von der Rückmeldung unterscheidet (Walze P mit Aufschrift
»AB« und »HIER«), durch die Andrückvorrichtung (M1, T) gesteuert wird, und
zwar so, daß der Typensatz (P1, P2) für
die nächste Meldung beim Abfallen der
,5 Andrückvorrichtung (M1, T) eingestellt
wird.
8. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine eingestellte
Zugnummer mit Hilfe einer Löschtaste (H1) von der einstellenden Stelle (X) aus
gelöscht werden kann, solange die Meldung noch nicht gedrückt ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,. dadurch gekennzeichnet, daß durch je einen
Kontakt (M11 bzw. M21) und einen Kontakt
(Q12 bzw. Q22) die Rückstelleitungen
für die Zugnummernschreiber beim Abfallen der Andrückvorrichtungen (M1, T)
geschlossen werden und.die Zugnummernschreiber (Z1, Q1) selbsttätig nach dem
Druck der Meldung in ihre Grundstellung zurückkehren.
10. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Papierstreifen (L1) mit Hilfe einer selbsttätigen
Transporteinrichtung (z. B. Gewicht G) nach jeder Meldung weiterbewegt wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß von der Andrückvorrichtung (M1, T) ein Kontakt (81)
gesteuert wird, der den Stromkreis der Signalhebelsperre (^1) zur Festlegung des ■
Signalhebels (A1) öffnet.'
12. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rückmeldüng über einen Impulsgeber (I1) bewirkt
wird, der z. B. einen Schrittschalter (V) als Empfänger steuert und die Rückmeldung
und Rückblockung erst nach einer bestimmten Impulszahl erfolgen läßt.
13. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Blocktaste (B1) der vormeldenden Stelle einen Wechslerkontakt
(B11) hat, dessen geschlossene , Seite in Ruhestellung an Erde'liegt, worüber
die Steuerleitung für die Andrückrelais (M1) zur Ableitung von Fremdstrom
in Ruhestellung dauernd geerdet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33342D DE678157C (de) | 1936-11-29 | 1936-11-29 | Zugschreiber |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33342D DE678157C (de) | 1936-11-29 | 1936-11-29 | Zugschreiber |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE678157C true DE678157C (de) | 1939-07-13 |
Family
ID=7588034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV33342D Expired DE678157C (de) | 1936-11-29 | 1936-11-29 | Zugschreiber |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE678157C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760241C (de) * | 1939-07-05 | 1952-08-04 | Ver Eisenbahn Signalwerke G M | Selbsttaetiger Streckenblock mit Ersatzsignalen |
| DE965754C (de) * | 1952-07-08 | 1957-06-19 | Siemens Ag | Einrichtung zum Drucken von Zeichen, z.B. Ziffern, Buchstaben od. dgl., insbesondere von Zugnummern bei Eisenbahnsicherungsanlagen |
-
1936
- 1936-11-29 DE DEV33342D patent/DE678157C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760241C (de) * | 1939-07-05 | 1952-08-04 | Ver Eisenbahn Signalwerke G M | Selbsttaetiger Streckenblock mit Ersatzsignalen |
| DE965754C (de) * | 1952-07-08 | 1957-06-19 | Siemens Ag | Einrichtung zum Drucken von Zeichen, z.B. Ziffern, Buchstaben od. dgl., insbesondere von Zugnummern bei Eisenbahnsicherungsanlagen |
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