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Selbsttätiger Streckenblock mit Ersatzsignalen Beim selbsttätigen
Streckenblock mit vorn Zuge selbsttätig gesteuerten Signalen sind im allgemeinen
die Blockstellen nicht von Blockwärtern besetzt, da j a ein Bedienen der S ignale
nicht erforderlich. ist und da gerade, die! Personalersparnis einwesentlicher Vorteil
des selbsttätigen Sicherungswesens ist. Es ruß nun dafür Sorge getragen werden,
d:aß in den Fällen, in: denen das Signal nicht infolge einer besetzten Strecke,
sondern infolge einer Störung auf »Halt« steht, der Zug vor diejsem Signal nicht
stehenbleibt, bis die Störung behoben ist, @siondern daß er in diesem Fall seine
Fahrt fortsetzen kann. Man hat bisher beim selbsttätigen Signalsystem im allgemeinen
das selbsttätige Blocksignal zur Unterscheidung von Stellwerk bedienten Signalen
besonders gekennzeichnet, sei es durch ein Zeichen am Mast, sei es durch ein besonderes
Signalbilid für den Haltbegriff, und hat dadurch dem Zugführer zu verstehen gegeben,
daß eis erlaubt ist, dieses Signal, wenn es auf »Halt« steht, unter Beachtung gewisser
Vorsichtsmaßregeln bis zum nächsten oder übernächste n Signal zu überfahren. Man
spricht dann von einem permissiven oder bedingten Haltsignal. Das Überfahren eines
solchen Haltsignals rußte mit sehr geringer Geschwindigkeit erfolgen, und der Zugführer
war verpflichtet, bis zum nächsten oder übernächsten Signal mit so geiringer Geschwindigkeit
zu fahren, d'aß er auch auf kürzeste Entfer@nung hin den Zug zum Stehen bringen
konnte.
Viele Eisenbahnverwaltungen sehen nun darin. daß dein Zugführer
ohne besonderen Befehl erlaubt wird, dass Haltsignal zu überfahren, eine Gefahr
und haben aus diesem Grunde bisher darauf verzichtet, den selbsttätigen Streckenblock
init selbsttätig gesteuerten Signalen einzuführen. Andere Eisenbalinverwaltungen
haben für den Störungsfall Ersatzsignal vorgesehen, die: vom nächsten Stellwerk
aus ferngesteuert werden. Diese ebenfalls bekannten Einrichtungen konnten aber die
Bedenken verschiedener Eisenbahnverwaltungen nicht beseitigen, weil bei diesen bekannten
Svstemen der Stellwerkswärter nicht einwandfrei darüber unterrichtet ist, ob sich
das Signal infolge einer Störung oder infolge einer tatsächlich vorliegenden Streckenbesetzutig
in der Haltlage befindet. Er muß sich hierbei auf Vermutungen verlassen, und es
besteht die Gefahr, daß ein Zug durch dieses Zusatzsignal fälschlicherweise die
Erlaubnis zum Weiterfahren erhält und auf einen, in der vorliegenden Strecke h:findlichen
Zug auffährt. -Man hat nun bereits vorgeschlagen, zurbesserenUnterrichtung des Stellwerkswärters
die Zugnummer auf einer Gleisschautafel an den jeweils vom Zuge besetzten Abschnitten
anzuzeigen und selbsttätig auf der Gleistafel von Abschnitt zu Abschnitt durch von
der Strecke übertragene- Impulse entsprechend dem Fortschreiten des Zuges weiterwandern
zu lassen und diese Zugnummer auf ein laufendes Band aufzudrücken. Eine derartige
Zugnummernmeldung vermag zwar zu einer besseren Unterrichtung des Stellwerkwärters
zu führen, bietet aber nicht ohne weiteres eine einwandfreie Grundlage für die Fernsteuerung
der Ersatzsignale. Sie bedarf hier noch Besonderer Zusätze, wodurch der an sich
hohe Aufwand für die Zugnumniernmeldung noch weiter erhöht würde.
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Die Erfindung bezweckt, Mittel vorzusehen, um die erwähnten Gefahren
in einfacher Weise zu vermeiden und damit die Bedenken gegen Einführung der selbsttätigen
Streckenblockung zu beseitigen. Sie besteht darin. daß die Meldung, die entweder
das Blockrelais selbst oder eine besondere Vorrichtung, die vom Zuge beeinflußt
wird oder beide als Impuls nach dein Stellwerk senden, bleibend aufgezeichnet wird,
so daß aus der Stimme der verschiedenen Impulse die Lage der Züge auf der Strecke
erkennbar wird. Ist dann ein Signal am Anfang einer Strecke; die. im Stellwerk erkennbar,
von keinem Zug besetzt ist, auf »Halt«, so ist die Störung einwandfrei erwiesen.
und das Zusatzsignal kann ohne Bedenken gestellt werden. Die Erfindung läßt sich
z. B. dadurch verwirklichen, daß jedes Blockrelais, das vciin Zuge zum Abfallen
gebracht wird, im Stellwerk ein Zeichen hervorruft, das aufgezeichnet wird und hierdurch
ein zusammenhängendes Bild der Zugfahrt ergibt. Weiter läßt sie sich z. B. dadurch
verwirklichen, daß zu jedem Blockrelais der ',trecke ein zweites Relais parallel
geschaltet ist, so daß insbesondere dann, wenn für den Fall des nicht ordnungsgemäßen
Abfallen@s eines Blockrelais bei besetzter Strecke das Signal Fahrt und das rückwärts
gelegene Signal Halt zeigt, nicht fälschlich das Ersatzsignal betätigt werden kann.
`'Weiter kann die Erfindung dadurch verwirklicht werden, daß man zu dem einen an
sich für die selbsttätige Steuerung vorhandenen Blocksvstem, z. B. dein Gleisstromkreis,
ein zweites überlagert. z. B. ein Achszählsvstem, das in Zusammenarli,:it mit dem
ersten Svstem für ein klares Bild im Stellwerk über die tatsächliche Streckenbesetzung
sorgt.
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Die Erfindung ist an Hand verschiedener Ausführungsbeispielenachstehendbeschrieben.
F ig. i zeigt eine Ausführung. bei der jedes hlockrelais, das vom Zuge zum Abfallen
gebracht wird, im Stellwerk ein Zeichen hervorruft. das aufgezeichnet wird und hierdurch
ein zusammenhängendes Bild der Zugfahrt ergibt. Durch die Linie .d wird die Fläche
eines schreibenden Geräts dargestellt, über dein oben die Strecke mit den stark
gezeichneten Streckenalyschnitten i, ?. 3 und .I dargtstellt ist. Der Zug bewegt
sich auf der So-ecke in der durch den Pfeil .5 dargestellten Fahrtrichtung. Es ist
angenommen, daß der .Xl>schnitt d. im Augenblick der Aufzeichnung vom Zuge besetzt
ist. jedem der vier Abschnitte 1 bis 4 ist ein kleiner Schreibmagnet 10,20 .
30 und d.o zugeordnet, der unmittelbar von den draußen an der Strecke befindlichen
Gleisrelais gesteuert wird. Diese Schreibinagnete haben Schreibstifte 11, 21, 31
und .41. Die Schreibstifte ziehen auf dem Papier Linien 12, 22, 32 und .I2, während
sich der beschriebene Streifen in Richtung des Pfeiles.6 bewegt. Wird ein Gleis
hetzt, dann wird der zugehörige Schreibmagnet betätigt, und der Stift macht einen
Ausschlag nach rechts. Die so dargestellten Zacken 13, 23, 33 und ,43 zeigen in
einwandfreier Weise die Fahrt des Zuges ß an. Dies kann sich der Stellwerkswärter
durch Einzeichnen einer Linie h verdeutlichen. Es ist angenommen, daß nach einem
zweiten Zug C das an der Strecke befindliche Gleisrelais des Abschnittes ? infolge
einer Störung nicht wieder anzielet, sondern in der abgefallenen Lage verblieben
ist. Diese Störung zeigt sich, wie aus dem Schaubild zu ersehen ist, einwandfrei
an. Man sieht zunächst an der Linie 12 durch den Zacken 14, daß der Abschnitt i
besetzt war und wieder freigegeben ist. An der Aufzeichnung 24 der Linie 22 sieht
man, daß der
Abschnitt 2 besetzt worden isst. Man sieht hier an
dieser Linie aber noch nicht, daß er wieder frei geworden ist. Weiter sieht man
aber an der Aufzeichnung 34, daß der Zug den Abschnitt 3 besetzt und wieder verlassen
hat, und. man sieht schließlich an dem Zacken 44, daß der Zug in dien Abschnitt
4 eingefahren ist. Verbindet jetzt der Stellwerkswärter die Aufzeichnungen 14, 34
und 44 durch ein Linie c, so sieht er, daß der Zug unbedingt den Abschnitt :2 wieder
verlassen haben muß, denn, er hat ja bereits den Abschnitt 3 besetzt und wieder
verlassen und ist in den Ab,-schnitt 4 eingefahren. Er kann also spätestens; nachdem
der Schreibmagnet 3o wieder in die Grundstellung gegangen isst, fü.r, ein am Anfang
der Strecl@e 2 befindiliche!s Signal ein Ersatzsignal einstellen, d. h. er kann
spätestens in diesem Zeitpunkt für einen Folgezug die Erlaubnis zum Weiterfahren.
geben. Dies isst in der Fig. i durch die Linie 25 und ein klein eingetragenes Ersatzsignal
26 veranschaulicht. Zur weiteren Verdeutlichung kann seitlich auf dem Schreibstreifen
die Uhrzeit vorgedruckt sexn-. Fig. 2 zeigt einen anderen Betriebisfall, um zu verdeutlichen,
daß dieses Verfahren auch für anderer Betriebsfälle eine! außerordentlich hohe Betriebssicherheit
und einen. klaren Überblick über die tatsächlichem Verhältnisse auf der Strecke
gewährleistet. Hier ist dieselbe Strecke angenommen mit den Abschnitten r, 2, 3
und 4 und denselben Schreibmagneten, io, 20, 30 und 4o mit den Schreibstiften
i 1, 21, 31 und 41 und den aufgezeichneten Linien 12, 22, 32 und 42. Es ist hier
wieder angenommen, daß ein Zug über die Strecke- fährt; bei dem zunächst alle Einrichtungen
einwandfrei arbeiten. Nun soll aber bei Durchfahrt des Zuges C das Streckenrelais
des Glei@s,abschnittes 3 nicht abfallen und infolge der bekannten Blockabhängigkeit
das Gleisrelais des Abschnittes 2 in abgefallener Lage verbleiben. Die Aufzeichnung
14 zeigt also wiederum an, daß der Zug C dien Abschnitt i besetzt und verlassen
hat. Die Aufzeichnung 24 zeigt, daß der Zug in den Abschnitt 2 eingefahren ist.
Die gestrichelt angedeutete Aufzeichnung 34 ist nicht erfolgt. Man hat im Gegenteil
durch die Linie 32 zunächst den Eindruck, als wenn der Zug nicht weitergefahren
wäre!. .Der Zacken 44 zeugt aber an, daß der Zug tatsächlich weitergefahren
ist. Der Stel;lwerkswärter sieht nun daraus ohne Schwierigkeit, daß das Gleiisrelai@s3o
des Abschnitteis, 3 nicht abgefallen ,ist und daß aus diesem Grunde das Gleierelais
des Abschnittes :2 nicht wieder angezogen hat. Er sieht aber auch, daß spätestens
in dem durch die Linie 27 dargestellten Zeitpunkt die Abschnitte 2 und 3 geräumt
sind, so daß das Ersatzsignal 28 für einen. Folgezug gegeben werden kann. Man sieht
aliso auch aus diesem Schaubild, daß der Stellwerkswärter durch dieses aufzeichnende
Verfahrnen. ein vollkommen klares Bild der Betrie!bsvo,rfälde auf der Strecke erhält.
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Gemäß der Erfindung kann die Aufzeichnung dadurch vereinfacht werden,
daß man für die Schreibflächen ein Werkstoff verwendet, beii dem die Aufzeichnung
in ähnlicher Form beseitigt werden kann wie die Schrift auf den bekannten Notizblocks.
Man braucht dann nur einen Schreibstreifen von geringer Länge, auf dem die Aufzeichnungen
nach einer Umdrehung der Schreibwalze beseitigt worden, so daß er für neue Aufzeichnungen
vorbereitet isst, wenn die erste Aufveic:hm,ung nicht mehr gebraucht wird. Dies
dürfte! 2 bis 3 Stunden nach jeder erfolgten Aufzeichnung der Fall sein. Auf diese!
Weiise kann man eine Abnutzung der Schreibstifte einerseits, wie auch das lästige
Neueinsetzen des Schreibpapiers in verhältnismäßig kurzen Abständen vermeiden.
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Fi.g. 3 zeIigt ein weiteres . Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei
dem einen an sich für die !selbsttätige Steuerung vorhandenen Blocksystems ein zweites,
auf anderer Grund'-lage arbeitendes, System überlagert isst. Es ist hierbei angenommen,
daß zur Steuerung der Signalei das bekannte, selbsttätige Blocksystem verwendet
wird, bei dem der, ganze Blockabschnitt durch einten Gleisstromkreis. überwacht
wird. Diesem - System isst ein zweites selbsttätiges Gleisüberwachungssystem überlagert,
das aber auf anderer Grundlage! arbeitet, nämlich ein Achszählsystem, bei denn die
Achsen mit Hilfe der an sich bekannten Radtaster und Achszählwerkei am Anfang der
Blockstrecke ein- und am Ende " dier Blockstrecke ausgezählt werden. Die Erfindung
geht dabei von dem Gedanken aus, daß gerade durch die Verwendung der beiden verschiedenartig
arbeitenden Systeme dafür gesorgt wird, daß mindestens das eine der beiden Systeme
ungestört arbeitet. In Fig. 3 sind 5o und 51 die beidem Fahrschienen, die in dar
durch dien Pfeil 52 dargestellten Richtung befahren werden. Die Fahrschienen sind
durch 53 bis 58 in einzelne Blockabschnitte unterteilt, die durch die Signale: S1,
S2 und S3 geschützt werden. Die Signale werden in bekannter Weise durch Blockrelais
60, 70 und 8o gesteuert, deren Gleiswicklung ebenfalls in bekannter Weise
über die Schienen vorm anderen Ende des Blodkabschn.itfes, z. B. mit Hilfe von Transformatoren
61, 71, Strom erhalten. Diese Gleisrelais 6o, 7o, 8o steuern mit Hilfe der Kontakte
62, 72, 82 die Signallampen G und R, wobei in an sich bekannter Weise die Blockabhängigkeit
zwischen den einzelnen Signalen mit Hilfe eines Rotlichtrelais
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;3. 83 hergestellt ist, und zwar beispielsweise unter Verwendung von Blockcl 64,
7.1. 8.1. oder auch in sonst bekamiter Weise ohne Verwendung von Bloch leitungen.
Außerdem sind aber Radtaster 63. 73. b5 und _@cliszälilzverl#:e66: ;6, 86 vorgesehen.
die ebenso wie die Gleisstroinlcr-eise die Blockabschnitte iiberwachtri und anzeigen.
oh der Abiclinitt h-esetzt oder frei ist. An jedem Signal ist nein noch ein Ersatzsignal
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vorgesehen. Dieses Ersatzsignal kann durch ein zweites Relais
68. 78. 8,# mit eineue an diesem befindlichen hclntalct
082- 7S-2-882 zum _1,ufletichtn gebracht «-erden, und zwar durch Betätigung
-°_iner Drucktaste f)i. 781- SSi im nächsten Stellwerk. Es ist ferner vorgesehen,
da13 der Ztistancl des Sf--iials. also ob dieses rot brennt, und der Zustand der
Streckenanzeigevorrichtungen. also d:^: Gleisrelais und des Achszählers, jeder einzelnen
Strecke nach dein Stellwerk gemeldet werden, und zwar steuert z. E. das IZotlielitrelais
63 durch einen Kontakt 6,31 ein ein Stellwerk Iyefindliches Relais 632. desgleichen
die Achszähler 66 durch einen Kontakt 66i ein Relais 66? und das Blocl,-relais 6o
durch einen Kontakt 6oi ein Relais 6o2. Ebenso erfolgt die Rückin.cIdun- von den
anderen Blockstellen aus. Zielet nun ein Gleisrelais infolge einer Störung ini Gleisstromkreis
z. E. infolge Bruch eines Schienenverbinders nicht wieder an, so meldet trotzdem
aber der Achszähler. daß die Strecke frei ist. Der Ste11-werkswärter ist also über
die Störung unterrichtet, kann dem nächsten Zug ein Ersatzsignal geben und kann
ander:rseits für die sofortige Beseitigung der Störung Sorge tragen. Ähnlich liegt
es. wenn sich die Störung im Achszählwerk befindet. 'Man könnte nun noch weitergehen
und könnte eine derartige Störung durch ein akustisches Zeichen. z. B. eine Glocke
oo, cgi oder 9z, anzeigen. die immer dann ertönt. wenn sich Achszähler und Gleisrelais
nicht in übereinstimmender Lage befinden. was z. B. mit Hilfe der Kontakte 663 und
603. die sich an den Relais 662 und 6o-2 l:efinden. erreicht werden kann.
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Man kann erfindungsgemäß auch in den Stromk:--isdesErsatzsignals einander
parallel geschaltIte Kontakte des Gleisrelais und der Acliszililer legen, die ein
Aufleuchten des Ersatzsignals nur gestatten, zv.cim w:nig;tens die eine von beiden
Einrichtungen freie Strecke anzeigt. Auf diese U'eise kann inan Fehlbetätigungen
des Ersatzsignals durch Fehler des Bedienungspersonals oder aller auch durch 1sabalfeliler
u. dgl. vermeiden.
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Gemäß der Erfindung kann man in das Achszählsystem auch eine Abhängigkeit
bringen. in ähnlicher Weise, wie allgemein lyeim selbsttätigen Streckenblock üblich.
derart, (Ial.') eine Freimeldung eines voni Zuge durchfahrenen Abschnittes erst
erfolgt, wenn de Einzählung in den neuen Abschnitt ordnungsgemäß erfolgt ist. Man
braucht dann nur einen K#iiitalzt des _lchszühIers in die zum riickIiegenfjcii _@chsz:ihIer
fiilirenrle Blockleitung einzufugen.
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Das System Betet üticli slaiin genügend Sicherheit und dein Stellwerkswärter
eine genügende hlarlieit, wenn z. h. ein Blockrelais bei Besetzun- der Strecke nicht
abfällt oder ein Achszähler nicht einzählt. Würde z. B. das Blockrelais @o bei besetzter
Strecke tiiclit abfallen, so würde trotz @fiumun #,@ der rückliegenden Elochstrecke
das Blockrelais 70 infolge der Eloel:abhängigkeit in abgefallener Stellung verbleiben,
der _@cliszälil=er;6 aller die Strecke frei, 86 aller lyesetzt m@l<Ien. _1n der
Stellung der cinzeInen _@nzcigevorriclittni-;en sieht der Blockwärter ohne Schwierigkeit,
«-elche St; i-ungsttrsaclie vorliegt Lind kann sich bei Betäti-uii,, der Ersatzsignaltasten
danach richten. 'Man kann Hin aller auch durch entsprechende Schaltung lnnd:rn,
zur Unzeit ein Ersatzsignal zti gelr,n.
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I-rfindtingsgeinäll kann inan aiyer auch zu dein normalen Blocksystem
mit durchgehenden Gleisstroinl-zreisen ein ailder; System Iünzttfügen. 7.B. ein
PunktlrlockS\-steni, bestehend aus kurzen Isolierschienen mit Schienenkontakten.
ähnlich der Ausführungsform. wie es im Patent 547 o,-"6 geschildert ist. oder man
kömite schließlich ein solches Punktblocksvstem mit kurzen Isolierschienen und Schienenkontakten
parallel zu einem Achszählsvstem arheiten lassen u. dgl.
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Erfindungsgemäß kann auch die Betriebssicherheit und insbesondere
die Sicherheit gegen forsche Abgabe des Ersatzsignals Iyereits dadurch wesentlich
ve-reinfacht «-erden, wenn man die Gleisrelais verdoppelt und durch entsprechende
Rü ckineldeniagnete im Stellwerk verhindert. daß der Stellwerkswärter zur Unzeit
das Ersatzsignal gibt. Damit gelingt es in erster Linie. die Gefahren zu beseitigen,
die gerade bei Fernteuerung der Ersatzsignale dann entstehen können, wenn bei der
normalen Anordnung mit einem Blockrelais das Signal hei Befahren der Blockstrecke
nicht ordnungsgemäß in »Halt« gellt bzw. das Gleisrelais nicht abfällt, so daß infolge
der bekannten Blockabhängigkeit das rückliegende Signal auf Malt« liegenbleibt und
mtit für das rückliegende Signal das Ersatzsignal gegeben werden muß. Erfindungsgemäß
wird dies dadurch erreicht. daß ein zweite: Gleisrelais vorgesehen ist, das in Reihe
oder parallel mit dein ersten arbeitet, wobei einerseits die beiden Gleisrelais.
anderseits ein Flügeistromschließer am Signal oder ein Kontakt am Rt=tliclitrelais
je eineu
Rückmeldemagneten im Stell"verk betätigen und wobei die
-unmittelbare. .Betätigung des Ersatzsignals für die rückliegende Blockstrecke-nur
vorgenommen werden kann, wenn entweder beide Gleisrelais der vorliegenden Blockstrecke
angezogen sind oder das Signal auf »Halt« steht.
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Die Fi:g. q. zeigt hierfür ein Ausführungsbeispiel. Auf dem Gleis
bewegten sich die Züge in der durch den Pfeil ioi dargestellten Richtung. Dass Gleis
ist durch die Isolierlaschen io2, 1o3 und 104 in Blockabschnitte 105, io6,
107 und 1o8 geteilt, die in ihrer ganzen Ausdehnung in, bekannter Weist durch Gleisstromkreise
überwacht werden. Erfindungsgemäß hat nun z. B. der Abschnitt io6 zwei Relais 1o9
und iio, desgleichen derAbschnitt 107 zwei Relais i i i und 112. Die Kontakte
i i i i und 1121 dieser beiden Relais. steuern ,ein im St-ellw"erlc F befindliches
Rückmelderelai.s 113. Ein Flügelkontakt 114 am Signal 115 steuert ein Rückmelderelais
116. Bei freier Strecke sind die beiden Blockrelais i i i und i 12 angezogen, die
Kontakte i i i i und 1121 geschlossen, der Rückmc)ldemagnet 113 angezobge;n. Bei
auf Fahrt stehendem Signal 115 isst der Kontakt 114 _unterbrochen und das Rückmelderelais
116 abgefallen. Zur Steuerung des am S-ignal; 117 befindlichen Ersatzsignals
i 18 dient das Relais i i9. Diese;s kann über die Leitung 12o durch Betätigen der
Drucktaste 121 Strom erhalten, wenn entweder der Kontakt 1131 oder der Kontakt 1161
geschlossen ist. 1131 befindet sich am Relais 113, 1161 am Relais 116, d. h. wird.
die Taste i2i betätigt, so kann das Relais ii9 nur anziehen, wenn entweder das Signal
I15 auf »Halt« steht oder das Gleis 117 frei und beide Relais i i i und 112 angezogen
sind. Würde Gleis 107 besetzt sein, also eines der beiden Relais iii und
112 abgefallen sein, so könnt-- ebenfalls das Relais 114 durch Drücken der Taste
12i zum Anzug gebracht werden, nicht aber wenn das Gleis. besetzt worden ist, das
Signal aber in angezogener Stellung verbliebere ist. Würde nun z. B. eines der beiden
Relais i i i oder 112 bei Besetzung des Abschnittes: 107 fehlerhaft in angezogener
Stellung verbleiben, so würde noch das andere Relais dafür sorgen, daß der Rückmelder
113 abfällt, und ein Ersatzsignal mit Hilfe der Taste 121 kann jetzt nur gegeben
werden, wenn durch das zweite abgefallene Blockrelais das Signal 115 in die. Haftstellung
gebracht worden ist. Zweck dieser Erfindung ist, zu vermeiden, daß ein Ersatzsignal
für ein auf »Halt« stehendes Signal, z. B. I17, ohne, besondere Vorsicht gegeben
wird, wenn dieses Signal infolge der Blockabhängigkeit auf Halt steht, d. h. also,
weil das nächst vorliegende Signal 115 nicht ordnungsgemäß bei Besetzung der Strecke
107 auf »Halt« gegangen ist. Würde nämlich ohne weiteres für 117 das Ersatzsignal
gegeben werden, so. könnte die Strecke 107 noch vom Zug besetzt sein, der Zug würde
am Signal 115 Fahrt finden und auf den Vorzug auffahren. Aus diesen Gründen ist
erhöhte Vorsicht --boten, und es wird durch die Erfindung eine hohe Betriebssicherheit
erreicht. Erfindungsgemäß kann noch eine weitere Taste 122 vorgesehen sein, die
mit einer Taste 123 gekuppelt ist und die besonders plombiert ist. Sie kann in dem
erwähnten Störungsfall zur Betätigung des Relais 119 und damit zur Abgabe des Ersatzsignals
betätigt werden, jedoch nur dann, wenn der Stellwerkswärter sich einwandfrei überzeugt
hat, daß die heiden dem Signal I 17 folgenden Blockstrecken frei sind. Durch, den
mit der Taste 122 gekuppelten Kontakt 123 kann man ferner noch ein Hilfsrelais 12q.
steuern, das einen Selbstschlußkontakt 125 trägt und auf ein Notrot 126 mit Hilfe
eines Kontaktes 127 einwirkt. Man erzeugt dadurch an dem fälschlich auf Fahrt stehenden=
Signal i 15 ein rotes Licht bei Betätigung der, Tasten 122 und 123. Es würde dann
erforderlich sein, für das Signal I15 nochmals das Ersatzsignal zu betätigen. Sobald
die Taste 122, I23 ge!-drüclctwird, wird der Stromkreis des Re;lai@s:I24 durch den
nunmehr geöffneten Kontakt 125 unterbrochen. Er wird erst wieder geschlossen, wenn
eine örtlich am Signal 115 befindliche Drucktaste, 128 betätigt wird oder ein am
Signa1115 befindlicher Flügelstrom,schließer 129 geschlossen wird, wenn das Signal
nach Beseitigung der Störung die Haftstellung einnimmt.
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Man kann schließlich den Anzug des Relais i 19 bei Betätigung durch
die Taste 122 noch davon abhängig machen, daß am Signal 115 das Notrot erschienen
ist, beispielsweise dadurch, daß man in den Stromkreis des Notrots ein Überwachungsrelais
130 legt und einen Kontakt dieses Relais in Reihe schaltet mit dem Kontakt
122.
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Eine Häufung von Leitungen kann in bekannter Weis"- dadurch vermieden
werden, d,aß man verschiedene Stromarten für die Steuerung der verschiedenen Signale
verwendet, so daß man diese Ströme über, ein und dieselbe Leitung schicken kann,
wobei durch entsprechende Siebmittel dafür gesorgt wird, daß auf diese Ströme nur
das zu diesem zugehörige Relais anspricht.