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Zugdeckung8. lnrlchtung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektromagnetische Zugd"ckungseinrichtung für solche Linien, deren Stationen nur einfache, von Hand bediente und mit Weichenschlössern versehene Stellvorrichtungen besitzen. Das Hauptmerkmal der Erfindung besteht darin, dass durch Blockschlüssel in beiden Stationen elektrische Umschalter gestellt werden, durch welche sowohl der Stromkreis für das Abfahrtssignal der einen Station als auch ein Blockstromkreis geschlossen werden. Letzterer gibt erst dann die Schlüssel zu einer erneuten Umstellung der Umschalter frei, wenn der Zug die Strecke verlassen und dabei dqn Blockstromkreis unterbrochen hat.
Auf den Zeichnungen zeigt Fig. 1 das Stromlaufschema, Fig. 2 eine Vorderansicht und Fig. 3 eine Ansicht der Blockeinrichtung bei abgenommenem Deckel.
Die beiden Stationen sind mit A und B bezeichnet. Die Deckungseinrichtung besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen : Zwei durch je einen Schlüssel d gestellte Vielfachunterbrecher c, welche senkrecht an der Vorderwand des Stationsgebäudes befestigt sind, dienen zur gegenseitigen Verständigung der beiden Stationen miteinander, zur Einstellung der Signale und zur Verriegelung des Schlüssels e der Einfahrtsweiche oder des Antriebshebels des Zentralweichen-und Signalstellwerkes. Dieser Schlüssel ist in bekannter Weise so eingerichtet, dass er nicht aus dem Weichenschlosse herausgezogen werden kann, wenn die Weiche nicht die richtige Stellung einnimmt.. f f sind hörbare und sichtbare Abfahrtssignale mit elektrischem Antriebe.
g g sind Stromunterbrecher, welche beim Fahren des Zuges über die Einfahrtsweiche der Ankunftsstation den Blockstromkreis öffnen. h h sind zwei Druckknopfunterbrecher, welche mit geschlossenem Kontakte plombiert sind und in Notfällen bei Beschädigung der Unterbrecher 9 g diese ersetzen. i i sind zwei elektrische Läutewerke, welche je durch einen Stromkreis m mittels Relais l mit Strom versorgt werden.
Der Stromkreis m dient gleichzeitig für das ignal f Durch den Stromkreis u werden die Schlüssel d geblockt und durch Stromkreis o wird der Anruf der Stationen untereinander bewirkt. p sind Unterbrecher mit konischer, verbleiter Spitze und angeschlossenem Galvanoskop, welche in die eine die Stationen verbindende Leitung geschaltet sind, um den Streckenwärtern die Abfahrt eines Zuges anzuzeigen. Auch können durch diese Unterbrecher bei Unfällen auf der Strecke die Stationen benachrichtigt und daran verhindert werden, Züge abfahren zu lassen.
Der Arbeitsgang der einzelnen Teile der Biockeinrichtung ist folgender : Wenn der Schlüssel d (Fig. 2 und 3) in die Öffnung q gesteckt und umgekehrt zur Uhrzeigerbewegung gedreht wird, so wird der Anker 67 mit der Platte 68 gehoben, so dass letztere die Elektromagnetkerne 41 berührt. Gleichzeitig wird der Kontakt 11 geöffnet und die Kontakte 25 und 36 werden geschlossen. Nach der Drehung kann der Schlüssel nicht wieder ans dem Gehäuse entfernt werden. Wenn in die Öffnung r der Weicbenverriegelungs- schlüssel e hineingesteckt und um einen gewissen Winkel gedreht wird, so wird der Schieber 69 nach rechts verstellt. In dieser Stellung kann der Schlüssel e nicht mehr aus der Öffnung ?'herausgezogen werden.
Durch die Verschiebung des Schiebers 69 ist die Sperrung 71 des Ankers 70 aufgehoben, aber durch die Ansätze 72 und 73 eine Bewegung des Winkelhebels 74 verhindert. Wenn der bewegliche Teil der Gehäuseplatte s nach links verstellt wird, wird die Öffnung q geschlossen und t geöffnet.
Ausserdem dreht der auf der inneren Seite der Platte s befestigte Arm u den kleinen Hebel 75 (Fig. 3) gegen den Ansatz 76 und bewirkt hiedurch eine Sperrung des Kontaktträgers 77 und das Öffnen des
Kontaktes < . . Wird in der Normalstellung der Platte s (Fig. 2) der Knopf v nach links geschoben, Yo wird dadurch mittels des Kontaktträgers 77 der Kontakt 53, falls er ge- schlossen war, geöffnet und der Kontakt 61 geschlossen, wenn der Hebel 78 sich in der dargestellten Normalstellung befindet. Wird der Knopf x (Fig. 2) nach links geschoben, so toff, der Winkelhebel 7± (Fig. 3) den Kontakt 2 und schliesst den Kontakt J.
Nach
Freigabe des Knopfes fällt der Hebel durch sein Eigengewicht wieder in die dargestellte
Normalstellung zurück. Wenn der Schlüssel d in die Öffnung t eingeführt und dort ge- dreht wird, so wird der Anker 70 mit der Platte 79 bis an din Elelctromagnotkerne 51 gehoben und hiedurch der Kontakt 16 geöffnet, während die Kontakte 37, 26 geschlossen werden. Der Schlüssel kann in dieser Stellung nicht herausgezogen werden, da sein Bart nicht mehr mit der Öffnung zusammenfällt. Ausserdem verhindert dieser Schlüssel, dass die
Platte s in die dargestellte Normalstellung zurückgeschoben wird.
Durch die Sperrung 71 wird der Schieber 69 in der umgelegten Stellung festgehalten und dadurch der Weichen- schlüssel e in Ö ffnung r geblockt.
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beantwortet das Signal in der gleichen Weise. Durch die richtige Einstellung der Einfahrtsweiche gelangt die Station B in den Besitz des Schlüssels e. Kurz vor der Abfahrt verständigen sich die beiden Stationen nochmals durch ein dreimaliges Klingelzeichen. Darauf verschiebt Station B die Platte s und durch Schlüssel e den Schieber 69.
Wird nun mittels des Schlüssels d in Station B der Anker 70 und gleichzeitig mittels des Schlüssels d in Station A der Anker 67 gehoben, so werden die Kontakte 36 in Station A und die
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über 39,40, 41, 42, 43,36, 44,45, Streckenleitung 46 zur Station B, dort über 47, y, h, 48, 49,37, 51, 52, 50 Erde zurück nach Station A und zur Stromquelle 38 fliessen kann.
Hiedurch halten die Elektromagnete 41 auf Station A und 51 auf Station B die zugehörigen Anker in der gehobenen Stellung und sperren dadurch die Schlüssel d. Ausserdem wird durch die gehobenen Anker in Station A der Kontakt 25 und in Station B der Kontakt 26 geschlossen, dagegen in A der Kontakt 11 und in B der Kontakt 16 unterbrochen. Infolgedessen kann der Strom der Stromquelle 3 der Station A folgenden Weg
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nach Station B, dort über 18, 32, 33,34, 26, 35, 23, 24 zur Erde. Hiedurch wird in Station A der Elektromagnet 28 erregt, so dass der Hebel 78 den Kontakt 53 schliesst und einen Stromkreis der Stromquelle 54 in Station A (Fig. 1) über 55, 56, 57,53, 58, 59,60 und das Abfahrtssignal f herstellt.
Nach Abfahrt des Zuges wird durch Verschieben des Knopfes v nach links in Station A der Kontakt 53 geöffnet und dadurch das Abfahrtssignal f zur Ruhe. gebracht. Wenn der Zug bei der Ankunft in Station B die Einfahrtsweiche und den Unterbrecher 9 überfahren hat, wird durch letzteren oder die Notschalter der Stromkreis 1t unterbrochen. Die Elektromagnete 51 in Station B und 41 in Station A lassen ihre Anker fallen. Dadurch wer (, n in Station B die Schlüssel d und e und in Station A der Schlüssel d freigegeben. La durch die abfallenden Anker auch der Stromkreis 0 unterbrochen wird, so lässt auch der Elektromagnet 28 in Station A den Hebel 78 abfallen.
Hiedurch wird der Kontakt 61, damit ein Stromkreis über das Läutewerk i geschlossen und so die Ankunft des Zuges in Station B der Station A angezeigt. Durch Verschieben des Knopfes v nach rechts wird das Läutewerk wieder abgestellt. Sämtliche Teile befinden sich nun wieder in der Grundstellung. Wenn der Zug auf der Strecke stillsteht und der Stromkreis o durch Herausziehen eines Steckstiftes aus einem der Unterbrecher p unterbrochen wird, so fällt der Hebel 78 (Fig. 3) durch sein Eigengewicht zurück und schliesst den Kontakt 61, so dass durch das Läutewerk t der Wärter der Abfahrtsstation ein Zeichen geben und sie von dem Ort benachrichtigen kann, an welchem der an der Weiterfahrt verhinderte Zug festliegt.