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Sicherheitsschaltung in Verbindung mit Prüf- und Meldeeinrichtung für elektrische Signalein- richtungen, insbesondere für Eisenbahnsicherungsanlagen.
Wichtige Signaleinrichtungen sind gewöhnlich so geschaltet, dass die Betätigung in der einen
Richtung auf einer Leitung und die Betätigung in der andern Richtung auf einer zweiten Leitung bei Verwendung einer gemeinsamen dritten Leitung, der Rückleitung für beide Richtungen erfolgt.
Nachdem jede der beiden Signaleinrichtungen im Ruhezustand empfangsbereit sein muss, muss sie in diesem Zustand an die Leitung, welche sie beeinflusst, und an die gemeinsame Rückleitung angeschlossen sein. Falls diese Leitungen als Freileitungen ausgeführt sind, die auf dem gleichen Gestänge mit andern Leitungen verlaufen, besteht die Gefahr, dass durch Berührung der Leitungen der Signal- einrichtungen mit fremden Leitungen, welche Strom derselben Art führen, wie er zur Betätigung der
Signaleinrichtungen verwendet wird, besonders dann, wenn die fremden Stromquellen mit den für die Signaleinrichtungen vorgesehenen die Rückleitung gemeinsam haben, eine unerwünschte Betätigung der Signaleinrichtungen erfolgen kann. Eine Vermehrung der Leitungen z.
B. in der Weise, dass man statt der gemeinsamen Rückleitung je eine eigene für jede Signaleinrichtung einrichtet, bringt wohl eine bedeutende Besserung, verhindert aber nicht, dass jede Signaleinrichtung an langen, wenn auch offenen Leitungen hängt, und damit ist immer Gefahr verbunden. Ausserdem verursacht der Bau dieser Leitungen hohe Kosten, die besonders dann eine empfindliche Höhe erreichen, wenn es sich um Zulage eines durch die neuen Leitungen erforderlichen Kabels zu einem schon bestehenden ; aber voll besetzten handelt.
Die Erfindung bezweckt, jede Gefährdung wichtiger Signaleinrichtungen durch Fremdstrom zu verhindern, ohne dass eine Vermehrung der Leitungen notwendig ist. Als Beispiel für die zu treffenden Massnahmen wird eine Zustimmungslinie, wie sie bei Eisenbahnsicherungsanlagen gebräuchlich ist, behandelt werden. Zum leichteren Verständnis ist auf Fig. 5 eine Zeichenerklärung angeführt. Alle Kontakte tragen die gleiche Bezeichnung wie die Einrichtung, zu welcher sie gehören. Bei den Blockfeldern bedeuten die Kontakte mit einem Bogen die Druckstangenkontakte. Sie sind, wenn sie auch anders gezeichnet sind, immer hochstehend zu denken. Von der Sperrstange (Riegelstange) gesteuerte Kontakte sind mit zwei Bogen gekennzeichnet. Sie stehen so, wie sie gezeichnet sind, d. h. hoch, wenn die Bogen über der Linie, und tief, wenn sie unter der Linie gezeichnet sind.
Kontakte, welche von der Sperrklinke gesteuert werden, sind ebenfalls so dargestellt, wie sie stehen. Der Pfeil rechts vom Blockfeld zeigt die Lage der Sperrstange (Riegelstange) und damit den Zustand des Blockfeldes an.
Zeigt der Pfeil nach oben, steht die Sperrstange (Riegelstange) hoch, der Block ist offen. Zeigt der Pfeil nach unten, steht die Sperrstange (Riegelstange) tief, der Block ist verschlossen. Bei den Magnetschaltern zeigt der Pfeil die Lage des Ankers an, sämtliche Anker sind im Ruhezustand abgefallen.
Dementsprechend sind auch die Bogen der mit den gleichen Buchstaben wie die Magnetschalter bezeichneten Kontakte dieser Magnetschalter unter der Linie gezeichnet.
Fig. 1 stellt die Regelschaltung, wie sie z. B. in Österreich vorgeschrieben ist, zweier Zustimmungsblockfelder Z und Z'dar. Diese beiden Zustimmungsfelder Z und Z'sind durch die Leitungen 2 und 1 und die Rückleitung R derart geschaltet, dass kein geschlossener Kreis vorhanden ist. So ist die Leitung 1 bei der Zustimmung Z', die Leitung 2 bei der Zustimmung Z unterbrochen. Dagegen ist die Zustimmung Z im Ruhezustand an die Leitung 1 und die Rückleitung R, die Zustimmung Z'an die Leitung 2 und die Rückleitung R angeschaltet.
Wird die Zustimmung Z betätigt, werden die Druckstangekontakte, welche mit Z bezeichnet sind, umgestellt, und es fliesst Wechselstrom vom Blockinduktor durch die Zustimmung Z über die Leitung 2 durch die Zustimmung Z'und über die Rückleitung R
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gegeben wird. Die Zustimmungen sind nämlich nicht so gedacht, wie dies bisher immer üblich war, d. h. es wird nicht für jeden Zug eine Zustimmung gegeben, sondern es wird die Zustimmung für die Fahrtrichtung gegeben, wie dies in Deutschland bereits versuchsweise eingeführt wurde. Die Abwicklung des Verkehres vollzieht sich in der Richtung, für welche die Zustimmung gegeben wurde, wie auf der zweigleisigen Bahn, also nur im Zugfolgeabstand.
Im vorliegenden Falle besitzt der Bahnhof A die Zustimmung, er kann, solange er sie hat, Zug auf Zug nach Einlangen der Rückmeldung vom Blockposten abfertigen. Soll die Richtung gewechselt werden, dann muss der Bahnhof A die Zustimmung Z verschliessen und damit die Zustimmung Z'im Bahnhof B freimachen. Bei dieser Betätigung muss überprüft werden, ob alle Rückmeldungen für diese Fahrtrichtung eingelaufen sind, d. h. es muss der
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Fahrtrichtung A-B beim Blockposten durch die Rückmeldung nach dem in den Bahnhof B eingefahrenen Zug freigeworden sein.
Um es zu ermöglichen, dass der Richtungswechsel unmittelbar nach der letzten Rückmeldung vorgenommen werden kann, wobei bemerkt sei, dass zwischen den Bahnhöfen A und B beliebig viele Blockposten sich befinden können, wurde die Zustimmungseinrichtung
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bzw. P', der Prüfbatterie PB bzw. PB', dem Zustimmungsknebel Z. K bzw. ZK'und dem mit Selbstunterbrecher ausgerüsteten Wecker TV bzw. . In die Leitungen 1 und 2 wurden Sperrstangenkontakte des Streckenanfangblockes AB bzw. AB'und der Blocksignale und S2 des Blockpostens eingelegt. Ebensolche Kontakte wurden auch in die Rückleitung R eingelegt, um alle Überprüfungen doppelt vornehmen zu können. Alle diese Kontakte schliessen nur dann, wenn die betreffenden Einrichtungen hochgegangen sind.
Die Wirkungsweise ist folgende. Schon nach Freigabe des Ausfahrsignals für den letzten vor dem Richtungswechsel von A nach B fahrenden Zug in A wird der Zustimmungsknebel ZK in A, der infolge der hohen Zustimmung Z umlegbar ist, umgelegt. Dadurch wird ein Stromweg aus der Prüfbatterie PB vorbereitet. Nach Eintreffen der Rückmeldung vom Blockposten wird wohl der StreckenanfangsblockAB frei, und es werden seine Kontakte in den Leitungen 1
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zeitig verschlossen worden ist, unterbrochen. Wenn nun durch die Abgabe der Rückmeldung durch den Bahnhof B nach dem eingefahrenen Zug das Blocksignal beim Blockposten frei wird, werden diese Kontakte geschlossen.
Es fliesst nun Gleichstrom, also eine dritte Stromart, aus der Prüfbatterie PB durch den Prüfmagnetschalter P über die Leitung 1 zum Bahnhof B und über die Rückleitung R zurück zur Prüfbatterie PB'. Dabei werden, wie schon erwähnt, der Streckenanfangblock AB und das Blocksignal < Si überprüft, ob die Rückmeldung eingelaufen ist. Die in den Leitungen liegenden Überprüfungen des Streckenanfangblockes AB'und des Blocksignals S2 stören nicht, diese Kontakte müssen geschlossen sein, sonst hätte der Bahnhof A die Zustimmung Z nie bekommen können. Durch den erwähnten Stromlauf wird der Prüfmagnetschalter P erregt, stellt seinen Kontakt um und schliesst einen Stromkreis zur Blocksperre BS.
Diese wird ausgelöst und bringt durch Umstellung ihres Kontaktes den Wecker W zum Ertönen. Nun ist der Doppelblock Zustimmung Z und Blocksperre BS drückbar, und es ist durch die Überprüfung des Weges des Verschlusswechselstromes durch Batteriegleichstrom die Gewähr gegeben, dass der Verschluss sich anstandslos vollziehen kann. Die Rücklegung des Zustimmungsknebels ZK wird durch den Zustimmungsblock Z erzwungen. Nun setzen bei Betätigung der Zustimmung Z die schon früher erwähnten Läufe des Stossgleichstromes über die Leitung 1 zur Erregung der Magnetschalter V und F'und danach des Wechselstromes für den Verschluss von Z und die Freimachung von Z'ein.
Durch den Verschlusswechselstrom wird der Magnetschalter F, der das verschlossene Feld Z zu schützen hat, daraufhin geprüft, ob er abgefallen ist, d. h. ob der Schutz eingetreten ist. Die Überprüfung von P erfolgt ebenfalls beim Verschluss von Z, während V bei jeder Freigabe des Ausfahrsignals überprüft wird, ob er abgefallen ist.
Es wäre noch zu sagen, dass bei Versagen von Einrichtungen, wie z. B. Ausbleiben des Wechselstromlaufes beim Verschluss der Zustimmung Z oder Z'beim Drücken der Verschlusswechsel einfällt und damit die Freigabe des Ausfahrsignals unmöglich macht. Bei Leitungsberührung kann der Fall eintreten, dass die Blocksperre BS bzw. BS'springt und auch der Verschluss der Zustimmung Z bzw. Z' möglich ist, die andere Zustimmung Z'bzw. Z aber nicht frei wird. Es ist dann der Fall eingetreten, dass wohl die freie Zustimmung verschlossen worden ist, die verschlossene Zustimmung aber nicht frei geworden ist. Weder im Bahnhof A noch im Bahnhof B kann das Ausfahrsignal freigegeben werden, es entsteht dadurch also kein Gefahrmoment.
Der Verkehr der Züge zwischen A und B hat sich dann nach den einschlägigen Bestimmungen unter Beigabe von schriftlichen Befehlen an die Zugmannschaften abzuwickeln.
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