DE72459C - Für die Dauer einer Zugdurchfahrt wirksame Fahrstrafsen -Verriegelung - Google Patents
Für die Dauer einer Zugdurchfahrt wirksame Fahrstrafsen -VerriegelungInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L21/00—Station blocking between signal boxes in one yard
- B61L21/06—Vehicle-on-line indication; Monitoring locking and release of the route
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2O: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Mai 1893 ab.
Die nachstehend beschriebene und in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellte
Einrichtung hat den Zweck, die von einem Zuge zu befahrenden Weichen so lange unabhängig
von der Aufmerksamkeit des Wärters zu verschliefsen, bis der Zug die letzte Weiche
wirklich befahren hat.
Fig. ι zeigt in einfachen Linien die bekannte Fahrstrafsenverschlufs-Verriegelung, bei welcher
zur Ermöglichung der Signalbewegung zuerst der Fahrstrafsenhebel H umgelegt ist, wobei
mittelst des nach rechts sich verschiebenden Verschlufsschiebers V die Weichenhebel W verschlossen
werden. Dieser Verschlufs kann bei der gewöhnlichen Einrichtung jederzeit aufgehoben
werden, da, nachdem, der Signalhebel auf »Halt« zurückgestellt ist, der Hebel H
nach links gelegt werden kann, wodurch der Weichenverschlufs aufhört, während es im
Interesse der Verkehrssicherheit liegt, die Weichen bis nach erfolgter Befahrung durch den Zug
verschlossen zu halten. Um dies zu erreichen, sind über dem Schieber V die Elektromagnete E1
und E2 angebracht, welche in Verbindung mit zwei an den Geleisen angebrachten Pedalen P1
und P2 stehen, von welchen eines vor der ersten, eines hinter der letzten vom Schieber V
verschlossenen Weiche verlegt ist.
Die Ruhestellung der Einrichtung ist aus Fig. 2 ersichtlich. Die Anker der Elektromagnete
sind, da die Wickelungen stromlos, abgehoben und die beiden daran befindlichen
Klinken K1 und K2 befinden sich aufser Eingriff
mit dem Schieber V, welcher beliebig bewegt werden kann. Soll ein Zug einfahren,
so mufs nach Richtigstellung der W7eichen der Hebel H umgelegt, V also nach rechts verschoben
werden, worauf das Signal auf »Fahrt« gezogen werden kann. Hierbei treten die Einschnitte
A1 und A2 von V unter die Klinken K1
und K2. Fährt nun ein Zug ein, so schliefst er den Contact P1, ein Strom fliefst von B
über E1 P1 zur Erde. ^1 wird magnetisch
und zieht einen Anker JV1 an, welcher in der
angezogenen Lage verharrt, da er hinter der an dem Anker N2 des Elektromagneten E2
befindlichen Klinke K3 sich fängt. Klinke K1,
mit N1 aus einem Stück bestehend, tritt dabei in den Einschnitt A1 von V, Fig. i, und verhindert
daher die Zurückbewegung des Schiebers V, also die Freigabe der Weichenhebel.
Wird nun P2 von der ersten Achse des darüberfahrenden Zuges geschlossen, so zieht
Magnet E2, durchflossen vom Strom B E2 P,,
Erde, B, seinen Anker N2 an; hierbei giebt
X3 den Anker N1 frei, welcher, von der Abreifsfeder
F1 gezogen, sich abhebt und die Klinke K1 aus Ax entfernt. Der beim Befahren
von P1 erzielte Verschlufs der Fahrstrafse wird also, sobald die erste Achse des Zuges den
Stromschliefser P2 zur Wirkung bringt, aufgehoben. Am Anker N2 ist nun aber eine
Klinke K2 angebracht, welche in einen Ausschnitt
A2 des Schiebers V tritt, so dafs ein
neuer Verschlufs des Schiebers V entsteht, welcher so lange dauert, als die Wickelungen des
Elektromagneten E2 Strom erhalten. Verwendet man daher einen Stromschliefser P2, welcher
nach jedesmaligem Befahren einen Stromschlufs von solcher Dauer giebt, wie sie höchstens
zwischen der Ueberfahrt zweier auf einander folgender Achsen vorkommt, also etwa 5 bis
8 Secunden (z. B. den durch Q. R. P. Nr. 35222
geschützten Stromschliefser), so bleibt die Klinke K2 so lange im Ausschnitt A2, bis nach
Ueberfahrt der letzten Achse der von P2 hergestellte Stromschlufs verschwindet. Es wird
daher der Verschlufs der Fahrstrafse pnabhä'ngig von der Zuglänge und vor allem ohne
irgend eine am Zug selbst befindliche Vorrichtung bis zu diesem Zeitpunkt erhalten.
Der Grundgedanke obiger Einrichtung, nämlich: Herstellung eines Dauerverschlusses beim
Befahren des Stromschliefsers P1 und Austausch dieses Verschlusses durch einen vorübergehenden,
welcher nur so lange anhält, als sich noch eine Achse hinter P2 befindet,
läfst selbstverständlich eine Menge weiterer Ausführungsformen zu, z. B. ist in Fig. 4 eine
solche angedeutet. Der Fahrstrafsenschieber V hat bei seiner Verschlufsbewegung die am
Hebel L angreifende Feder F2 gespannt, F1
dagegen entspannt. L wird durch den Anker N1
des Elektromagneten E1 gehindert, dem Federzuge
zu folgen. Wird P1 befahren und N1
angezogen, so kann Hebel L eine gewisse Bewegung machen, worauf er gegen die Klinke K2
stöfst (Stellung 2), hierbei tritt der Vorsprung R vor das an V befestigte Stück C, sperrt also
V gegen eine Linksbewegung. Trifft nun die erste Achse auf P2, so wird N2 angezogen
und L kann in die Stellung 3 übergehen, in welcher der Verschlufs von V, da der Vorsprung
R noch vor dem Stück C liegt, erhalten bleibt; erst bei der nach Ueberfahrt der
letzten Achse über P2 erfolgenden Stromöffnung kann L zur Stellung 4 übergehen,
worauf Schieber V frei wird. Bei der Zurückbewegung desselben wird dann Feder F1 angespannt
und L geht wieder in die Stellung ι zurück, in welcher es dann durch K1 wieder
gehalten wird.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Die Verriegelung einer von einem Zuge zu befahrenden Fahrstrafse für die Dauer der Zugdurchfahrt, derart, dafs vor der Befahrung der ersten Weiche ein Verschlufs der Fahrstrafse unter Vermittelung eines Stromschliefsers P1 eintritt, welcher, nachdem die erste Achse des Zuges einen hinter der letzten Weiche gelegenen Stromschliefser P2 befahren hat, abgelöst wird von einem Verschlufs, der nur so lange anhält, bis die letzte Achse den Stromschliefser P2 verlassen hat.
- 2. Eine Ausführungsform der Fahrstrafsen-Verriegelung nach Anspruch 1., gekennzeichnet durch die Anbringung zweier mit den Stromschliefsern P1 und P2 in Verbindung stehenden Elektromagnetsysteme E1 und E2, deren mit Klinken K1 und K2 versehene Anker N1 und N2, wenn sie angezogen werden, in Einschnitt A1 und A2 des Fahrstrafsenschiebers V eingreifen und letzteren an Rückwärtsbewegung hindern, wobei Anker N2 in der angezogenen Stellung so lange von der am Anker N2 befindlichen Nase K3 gehalten wird, bis Anker N2 angezogen wird.
- 3. Eine Ausführungsform der Fahrstrafsen-Verriegelung nach Anspruch 1., gekennzeichnet durch einen schwingenden Hebel L, Fig. 4, welcher unter dem Einflufs zweier am Fahrstrafsenschieber angebrachter Federn das Bestreben hat, den Schieberbewegungen zu folgen, jedoch der Verschlufsbewegung. nur folgen kann, wenn der Reihe nach Anker N1 und Anker N2 angezogen Und wieder freigegeben ist, wobei der am Hebel L sitzende Vorsprung R an dem Stück C· des Schiebers V, vorbeistreicht und von dem Anzug des Ankers N1 an bis nach Freigabe des Ankers N2 eine Rückwärtsbewegung des Schiebers V verhindert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72459C true DE72459C (de) |
Family
ID=345683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT72459D Expired - Lifetime DE72459C (de) | Für die Dauer einer Zugdurchfahrt wirksame Fahrstrafsen -Verriegelung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72459C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050227783A1 (en) * | 2003-01-08 | 2005-10-13 | Taylor Made Golf Company, Inc. | Golf club head |
-
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- DE DENDAT72459D patent/DE72459C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050227783A1 (en) * | 2003-01-08 | 2005-10-13 | Taylor Made Golf Company, Inc. | Golf club head |
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