DE353755C - Schaltung fuer elektromagnetische Weichenverriegelungen - Google Patents

Schaltung fuer elektromagnetische Weichenverriegelungen

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DE353755C
DE353755C DE1921353755D DE353755DD DE353755C DE 353755 C DE353755 C DE 353755C DE 1921353755 D DE1921353755 D DE 1921353755D DE 353755D D DE353755D D DE 353755DD DE 353755 C DE353755 C DE 353755C
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CNH Industrial Baumaschinen GmbH
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O&K Orenstein and Koppel GmbH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 24. MAI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
-JVr 353755 KLASSE 2Oi GRUPPE
Orenstein & Koppel Akt-Ges. in Berlin.
Schaltung für elektromagnetische Weichenverriegelungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. November 1921 ab.
Die elektromagnetischen Weichenverriegelimgen, die zur -Erhöhung der Sicherheit neben dem Weichenantriebe die Weichenzungen unter dem fahrenden Zuge festhalten und ihre Lage überwachen, werden gewöhnlich beim Ziehen des Fahrstraßenhebels zum Verriegeln geschaltet bei gleichzeitiger Einschaltung von Kontakten der Riegelorgane in den .Stromkreis d'es Weichenüberwachungsmagneten. Zu diesem Zweck müssen außer den Verriegelungs- auch die Überwachungsleitungen sämtlicher abhängigen Weichen über Kontakte an den Fahrstraßenhebeln geführt oder, wegen der großen Anzahl von Kontakten, besondere Riegelhebel hierfür vorgesehen werden.
Um Kontakte für die Riegelschaltung zu sparen und dadurch' Riegelhebel zu vermeiden, werden erfindungsgemäß die Weichenverriegelungen nach Maßgabe der Gleisverbindungen -gruppenweise zusammengeschaltet und durch Gruppenüiberwachiungsmagnete überwacht. Für letztere werden dann Fahrstraßenkontakte gänzlich gespart -und- für die Gruppenverriegelungsleitungen nur je ein Umschalter an jedem abhängigen Fahrstraßenschalter erforderlich.
Zur Prüfung· der Wirksamkeit dieser Überwachtungsmagnete im Betriebe, so daß dieselben nur während der Verriegelung der Weichen die Überwachungskontakte im Signalstromkreis schließen und nach erfolgter Entriegelung, beim Zurücklegen des Fahrstraßenhebels in die Grundstellung, wieder unterbrechen, kann die Rückgabe einer Fahrstraßenfreigäbe von Kontakten am Riegelüberwachung-sschalter abhängig gemacht werden, die bei abgefallenem Riegelüberwachungsschalter geschlossen sind.
In den Abb. 1 bis 3 ist die Riegelschaltung für drei Weichen mit den Riegelmagneten I, II rind III als eine Gruppe, abhängig von zwei Fahrstraßenhöbeln b, c und d, e, schematisch dargestellt. In der Grundstellung der beiden Fäh'rstraßenhebel h, c und ~ d, e (Abb. 1) fließt, wie stark gezeichnet, über hintereinanderigeschaltete Fahrstraßenkontakte ein Strom, der die Riegelmagnete I, II und! III zur Entriegelung der Weichen erregt. Die von den Ankern der Riegelmagnete
gesteuerten Kontakte K1, KTI und Km in der Leitung des Überwachungsmagneten u sind dabei unterbrochen. Wird ein Fahrstraßenhebel gezogen (b in Abb. 2), so werden 'die Rdegelmagnete I, II und' III durch Unterbrechung der Entriegelungsleitung am Fahrstraßenhebel stromlos, verriegeln die Weichenzungen durch ihre abfallenden Anker und schließen die Kontakte K1, K11 und1 Kni ίο im Überwachungsstromkreis, der dann, wie mit starken Linien in Abb. 2 kenntlich gemacht, den Batteriestrom zum Überwachungsmagneten μ führt. Bei angezogenem Überwachungsmagnetanker (Abb. 3) ist der Kontakt.? im abhängigen Signalstromkreis am Überwachungsschalter geschlossen, während der Kontakt f bei abgefallenem Anker nach der Entriegelung der Weichen (Abb. i) für die Rückgabe der Fahrstraßenfreigabe geschlossen sein muß.
Um den bei Anwendung nur eines· Riegelmagneten für jede Weiche (Abb. 1) in der Ruhelage fließenden Entriegelungsstrom zu sparen, kann man auch in bekannter Weise Riegelmotoren oder Doppelmagnete für die Gruppenschaltung verwenden, wie Abb. 4 bis 6 zeigen. Es ist in den Verriegelungen I, II und III je ein Entriegeiungsmaignet e und ein Verriegelungsmagnet ν angenommen, die nach entsprechender Betätigung des Riegelorgans sich selbst abschalten, so daß nach erfolgter Entriegelung (Abb. 4) die Magnete e am Riegel und bei verriegelten Weichen (Abb. 5 lind 6) die Magnete ν abgeschaltet sind und die Riegelmagnete ohne Ruhestrom arbeiten. Während die Entriegelungsmagnete e parallel an die in der Grundstellung des Fahrstraßenhebels (Abb. 4) an d'ie Batterie angeschlossene Entriegelungsleitung angeschaltet sind, werden die Verriegelungsmagnete hintereinander betätigt, indem der mit starken Linien gezeichnete Stromlauf (Abb. 5) nach erfolgter Verriegelung von dem Verriegelungsmagneten ν des Riegels I ab- und an den Verriegelungsmagneten ν des Riegels II angeschaltet wird1 usf., bis am Riegel III der Strom zum Überwachungsmagneten u weitergeführt wird.
Bei der vorbeschriebenen Schaltung werden die Verriegelungen der Weichen erst bei eingestellter Fahrstraße hergestellt, und dann werden auch erst-die Gruppenüberwachungsmagnete u zum Schließen der Überwachungskontakte im Siignalstromkreis erregt. Es könnte also d'ie Bestimmung für die Weichenüberwaehungskontakte, 'daß dieselben geschlossen sein müssen, bevor eine abhängige Fahrstraße eingestellt werden kann, auf die Riegelüberwachungskontakte keine Anwendung finden. Um das zu ermöglichen, müssen die Weichen vor Einstellung einer Fahrstraße verriegelt und die Gruppenüberwachungsmagnete eingeschaltet werden.
Zu diesem Zwecke sind in Abb. 4 bis 6 die Riegelleitungen über den zwangläufigen Kontakt b, c am gleichnamigen Fahrstraßenhebel und außerdem über Kontakte a, b und a, c der Sperrmagnetanker desselben geführt; demzufolge wird bereits bei der Freigabe des Fahrstraßenhebels, beispielsweise für die Fahrstraße h, durch den Ankerkontakt a, b (Abb. 5) die Entriegelungsleitung unterbrochen und die Verriegeliungsleitung geschlossen, bevor die durch den Sperrmagnetanker freigegebene Fährstraße einge- 7^ stellt werden kann. Der Gruppenüberwacbungsmagnet u kann also auch vorher erregt werden, um seine Überwachungskontakte zu schließen, von denen die Einstellbarkeit des Fahrstraßenhebels abhängig gemacht werden kann, wie es bei den Weichenüberwachungen üblich ist. Bei umgelegtem Fahrstraßenhebel (Abb. 6) bleibt dann die Verriegelung durch den zwangläufigen Kontakt a, b bestehen, auch wenn der Kontakt a, b durch Abfallen des Sperrmagnetankers wieder unterbrochen wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Schaltung für elektromagnetische Weichenverriegelungen mit Fahrstraßenabhängigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die Weichenverriegelungen nach Maßgabe der Gleisverbindungen gruppen- 9*> weise zusammengeschaltet und von Gruppenüberwachungsmagneten überwacht werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gruppenüberwacbungsmagnet unabhängig von den Fahrstraßenhebeln durch die Verriegelungsorgane geschaltet wird.
3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung d'er Betriebsfäbigkeit des Gruppenüberwachungsmagnetankers die Rückgabe freigegebener Fahrstraßen von Überwachungskontakten abhängig gemacht ist, die nur in der Störungslage der Überwachungsvorrichtung geschlossen sind.
4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelleitungen außer über zwangläufige noch über Sperrmagnetankerkontakte am Fahrstraßen- τι5 hebel geführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1921353755D 1921-11-24 1921-11-24 Schaltung fuer elektromagnetische Weichenverriegelungen Expired DE353755C (de)

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