DE14648C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents
Neuerungen an elektrischen LampenInfo
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- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0003—Electric arc lamps the arc being outside, in the open
- H05B31/0009—Electric arc lamps the arc being outside, in the open with parallel or oblique disposition of the electrodes; Special form of the electrodes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an elektrischen Lampen und besonders
auf solche Lampen, wie sie in dem Patent vom i. Juli 1879, P. R. No. 10054, beschrieben
sind.
Die Erfindung besteht in der verbesserten Anwendung der kreisförmigen, gekrümmten oder
spiralisch gewundenen Kohlenspitze allein oder in Combination mit geraden Kohlenspitzen, in
der Anwendung kreisförmiger oder gerader Kohlenspitzen in Combination mit einem Metallring
oder einem Th eile eines Metallringes, sowie in verbesserten Vorrichtungen in Combination
mit Elektromagneten. Um den Verbrauch der Kohlenspitzen zu reguliren, wendet Erfinder
zwei Satz kreisförmiger oder halbkreisförmiger Kohlenspitzen an. Dieselben werden an ihren
Enden so durch Zapfen oder Gelenk mit zwei Armen verbunden, dafs die freien Enden auf
mechanischem Wege constant an einander gehalten werden und der Bogen gebildet und aufrecht
erhalten wird.
Man kann auch eine gekrümmte Kohle und eine gerade Kohlenspitze anwenden. Dieselben
werden so angeordnet, dafs der elektrische Strom bei der gekrümmten Kohlenspitze eintritt
und bei der geraden Kohlenspitze austritt oder umgekehrt. Regulirvorrichtungen können bei
dieser letzten Einrichtung angewendet werden.
Einige Anordnungen kann man so treffen, dafs die Längen- und Durchschnittsflächen, der
gekrümmten Kohlenspitzen so im Verhältnifs zu der Länge der geraden Kohlenspitze stehen,
dafs eine gleiche Verbrennung stattfindet ohne Anwendung einer Regulirvorrichtung.
Hierbei kann man die dem Erfinder bereits patentirte Regulirvorrichtung anwenden, oder
diese Vorrichtung kann entsprechend abgeändert werden.
Anstatt der beiden Elektromagneten der früheren Anordnung wird nur ein Elektromagnet
und eine Armatur angewendet, auch werden der Hebel und die Sperrkegel so angeordnet,
dafs die Kohlenspitzen von einander abgezogen und wieder zusammengebracht werden können.
Die Arme zum Halten der Kohlenspitzen können so angeordnet werden, dafs sie einander balanciren
und daher keine Neigung besitzen, die Kohlen von einander abzuziehen oder näher an
einander zu bringen. Diese Vorrichtung kann auch bei Lampen, wo gerade Kohlenspitzen zur
Verwendung kommen, angewendet werden.
Bei einigen Modificationen der früher dem Erfinder patentirten Lampe hat sich herausgestellt,
dafs, wenn der Metallring mit einem grofsen Metallreflector verbunden wird, der Ring
durch die Hitze des elektrischen Bogens nicht geschmolzen wird, weil die Hitzestrahlen durch
den Reflector verhindert werden, so stark auf das Metall einzuwirken.
Diese Form eignet sich besonders für kleinere Lichte, bei gröfseren Lichten hat es Erfinder
für nothwendig befunden, die gekrümmte Ringelektrode hohl herzustellen, so dafs eine ab-
kühlende Flüssigkeit durch dieselbe fliefsen kann, um zu verhindern, dafs dieselbe durch die Hitze
des elektrischen Bogens geschmolzen wird.
Eine stete Wassercirculation in der hohlen Elektrode ist bereits mehrfach vorgeschlagen
worden. Das Speisen der Lampe mit Wasser und das Ablassen desselben ist jedoch sehr
schwielig und sehr unbequem.
Um diese Nachtheile zu. umgehen, wendet Erfinder folgende Methode an:
Die negative, gekrümmte, hohle Metallelektrode wird mit einem grofsen, hohlen Metallrefiector
verbunden, welcher als Reservoir dient. Der Metallrefiector, die Flüssigkeit und die gekrümmte,
hohle Metallelektrode bilden die negative Elektrode der Lampe. Durch diese Anordnung
erspart man die complicirten Apparate zum Speisen und Ablassen der Flüssigkeit. Beim
Heben der heifsen Flüssigkeit in die hohle, gekrümmte Metallelektrode wird eine Circulation
mit der kühlen Flüssigkeit in dem grofsen Reflectorbehälter hervorgerufen. Die Flüssigkeit
im Reflectorreservoir kann wegen der grofsen, strahlenwerfenden Fläche niemals eine sehr hohe
Temperatur erreichen.
Als Flüssigkeit wendet Erfinder vorzugsweise Glycerin an. Glycerin kann bis auf 1500 C,
ohne Zersetzung oder Verdampfung und ohne seinen Wassergehalt zu verlieren, erhitzt werden
und friert nur bei sehr niedriger Temperatur.
Die Fig. 1 bis 6 stellen eine elektrische Lampe dar, bei welcher zwei halbkreisförmige
Kohlenspitzen von einander getrennt werden und die Verbrennung der Kohlen durch Vermehrung
oder Verminderung der Wirkung des elektrischen Stromes auf einen Elektromagneten
in Combination mit einem Hebel und zwei Sperrkegeln regulirt wird. Diese Combination
ist so angeordnet, dafs die Kohlen beim Bilden des elektrischen Bogens getrennt werden und in
erforderlicher Entfernung von einander bleiben. Am Regulatorgestell ff werden zwei Hängelager
A1Zi2 mit den Spindeln /1J2 befestigt.
Diese Hängelager sind von einander und vom Regulatorgestell durch Schieferplatten ii isolirt.
Die halbkreisförmigen Kohlen C1C2 werden an
den oberen Enden mit zwei Radialarmen a1 a2
von der Länge des Krümmungsradius der Kohlen befestigt. Die Arme Ci1Ci2 werden durch
Zapfen mit den Spindeln/ 1J2 verbunden. Die
Spindeln J1J2. sitzen auf einem gemeinschaftlichen
Zapfen in den Hängelagern Ji1Ji2. Die
Triebe/1/2 werden mit den Armen verbunden und stehen durch zwei Zahnstangen r1 r% mit
den Trieben /3/4 in Eingriff. Die beiden
Triebe/3/4 sitzen auf der Spindeln1 und sind
von einander und von der Spindel isolirt. Auf dieser Spindel s1 sitzt das Schraubenrad ta1,
welches mit der endlosen Schraube w in Eingriff stellt und von der Spindel und den
Trieben /3/' isolirt ist.
Es ist ersichtlich, dafs die Kohlen nur durch eine Drehung der Schraube w nach der einen
oder der anderen Richtung an einander gerückt oder von einander entfernt werden können.
Die Zahnstangen r1 r2 sind durch die Gewichte
X1X" so belastet, dafs sie als Gegengewicht
für die Arme Ct1Ci2, welche die Kohlenspitzen halten, dienen.
Demzufolge tritt die Vorrichtung- zum Bewegen der Schraube w selten in Thätigkeit.
Zwei Sperrräder k und / werden mit der Schraubenspindel verbunden. Die Zähne dieser
Räder stehen in entgegengesetzter Richtung zu einander.
. Die Spindel s3, welche die Schraube w und
die beiden Sperrräder trägt, dreht sich in zwei Lagern Ji" /il. Die Spindel i4 dreht sich in den
Lagern Ji^Jv1 in der Verlängerung der Spindel s3.
Die Spindel si trägt den Hebel ν und die
mit zwei gekrümmten Armen versehene Eisenarmatur e c, Fig. 5, welche durch den Elektromagneten
m m bewegt wird.
Der Hebel ν trägt die beiden Sperrkegel u und y.
Durch Drehen des Hebels ν von rechts nach links oder umgekehrt wird dem Sperrrad k
durch den Sperrkegel u eine Drehung mitgetheilt, um die Kohlenspitzen in Berührung mit
einander zu bringen, bezw. das Sperrrad / durch den Sperrkegel y beim Bilden des elektrischen
Bogens gedreht, so dafs die Kohlenspitzen von einander getrennt werden.
Die Bewegung der Sperrräder k oder / verursacht
eine Drehung der endlosen Schraube w. Diese Drehung wird durch das Schraubenrad w1
auf die Triebe /3/4, Zahnstangen r1 r2 und
Triebe /*/2 übertragen, so dafs die beiden Arme β1 β2 und die damit verbundenen Kohlenspitzen cl c2 bewegt werden.
Die Feder ζ wird so durch die Stellschraube e1
justirt, dafs sie auf den Hebel ν, welcher die Sperrklinke u trägt, drückt, wodurch das Sperrrad
Ji gedreht wird und die Kohlenspitzen in Berührung mit einander gebracht werden, wenn
die Armatur i« so steht, wie in Fig. 5 dargestellt, zu welcher Zeit kein Strom in der Lampe
kreist.
Die Armatur e e steht zu dieser Zeit am weitesten von den Polen des Magneten in m ab.
Wird ein Strom in der Lampe zum Kreisen gebracht, wie durch die Verbindungsdrähte in
Fig. ι gezeigt, so wird die Armatur e e und der
Hebel ν mit den Sperrklinken in der durch den Pfeil in Fig. 5 angegebenen Richtung angezogen.
Der Sperrkegel wird sofort die Kohlenspitzen von einander trennen. DerHaupttheil der Regulirvorrichtung
besteht aus der justirbaren Schutzvorrichtung g, welche einen Theil der Peripherie
der Sperrräder bedeckt, Fig. 2, 3 und 4. Durch die Justirschraube e2 wird diese Schutzvorrichtung
g in geeignete Stellung zu den Sperr-
kegeln uy gebracht und verhindert, dafs die beiden Sperrräder unnöthiger Weise durch die
Sperrklinken bewegt werden.
Diese Schutzvorrichtung g ist so hergestellt, dafs, wenn der Hebel ν in die Mitte der Vorrichtung
gestellt wird, beide . Sperrklinken auf der Schutzvorrichtung ruhen.
Fig. 3 zeigt die Stellung des Hebels der Sperrklinken und der Schutzvorrichtung, wenn
kein Strom in der Lampe kreist.
Die Feder ζ hat auf den Hebel ν und die Sperrklinken u gewirkt und das Sperrrad k so
gedreht, dafs die Kohlenspitzen mit einander in Berührung kommen.
Die Länge der Schutzvorrichtung ist eine solche, dafs, sobald der Bogen die gröfstmögliche
Entfernung erreicht hat und augenblicklich ausgelöscht wird, der Sperrkegel ti im Stande
ist, das Sperrrad k so weit zu drehen, dafs die Kohlenspitzen mit einander in Berührung kommen,
trotzdem der Sperrkegel y auf der Schutzvorrichtung ruht, Fig. 3.
. Wird ein Strom zum Kreisen gebracht, so wird die Armatur e, wie vorher erwähnt, angezogen
und in der von dem Pfeil gezeigten Richtung gedreht, der Hebel ν wird gleichzeitig
mit der Armatur bewegt, der Sperrkegel y kann jedoch nicht in die Zähne des Sperrrades
/ eingreifen, bis er die Schutzvorrichtung g passirt hat, so dafs der Hebel ν stets denselben
Punkt erreicht, wo die Kraft der Feder ζ fast genau mit der magnetischen Anziehungskraft
des Magneten auf die Armatur e gleich steht. Hat die Sperrklinke y die Schutzvorrichtung verlassen,
so greift sie in die Verzahnung des Sperrrades / und dreht dasselbe, so dafs die
Kohlenspitzen von einander getrennt werden. Hierdurch wird der Strom geschwächt, so dafs
die Sperrklinke u die Kohlen einander nähern würde, wenn die Schutzvorrichtung g ihn hieran
nicht hinderte. Wie in Fig. 4 gezeigt, ruht der Sperrkegel u auf der Schutzvorrichtung, so dafs
der Hebel ν eine genügende Entfernung der Kohlen bewirken kann, bis die Sperrklinke u
dem Rad k eine Drehung in umgekehrter Richtung geben kann, falls die Kohlen zu weit von
einander entfernt waren. Hierdurch wird der Strom vermehrt und die Wirkung des Hebels
angehalten.
Wird der Bogen durch das Verbrennen der Kohlenspitzen zu weit ausgedehnt, so wird der
Hebel ν durch die Feder ζ zurückgedrückt, die Sperrklinke ti dreht das Sperrrad /{'so, dafs
die Kohlenspitzen näher an einander gebracht werden, der Strom nochmals vermehrt, die Wirkung
des Hebels ν angehalten und die Armatur e e nebst Hebel ν nochmals angezogen
wird. Während dieser Bewegung ruht die Sperrklinke y wirkungslos auf der Schutzvorrichtung g.
Sollte der Strom sehr stark vermehrt werden, so wird die Armatur entsprechend kräftig angezogen
und der Hebel υ so gedreht, dafs die Sperrklinke y von der Schutzvorrichtung befreit
wird; dieselbe greift in' die Verzahnung des Rades / und dreht dasselbe, bis der Bogen genügend
geöffnet ist.
Wird der Knopf b, Fig. 2, gegen das Gestell / gedrückt, so tritt das Kegelrad P mit
dem Kegelrade b1 auf der Spindel s3 der endlosen
Schraube in Eingriff. Auf diese Weise können die Kohlenhalterarme a1 a2 durch den
Knopf b bewegt werden, wenn die Kohlen durch andere ersetzt werden müssen.
Die Sperrkegel u und y werden von den Sperrrädern hinweggehoben, sobald der Stift q
der Spindel des Knopfes b gegen die Gabel 0, welche beweglich zwischen den beiden Sperrkegeln
sitzt, gedrückt wird.
Fig. 7 zeigt eine Modification dieses Mechanismus, wobei die Sperrräder k und /, der
Hebel ν und die Sperrklinken u und y angewendet werden. Anstatt dafs die Theile durch
die Armatur e bewegt werden, wird der Hebel ν durch den eisernen Kern c und das Solenoid ί
bewegt.
Fig. 8 zeigt eine Modification dieser letzten Anordnung, bei welcher der Kern c aus weichem
Eisen mit einer spiralförmigen Nuth w versehen ist, in welche der Stift / pafst. Wird der Kern c
in das Solenoid ί gezogen, so wird die so erzeugte rotirende Bewegung den vorher erwähnten
Speisemechanismus bewegen.
Fig. 9 und 10 stellen eine Lampe dar, bei welcher endlose Schrauben statt der Zahnstangen
r1 r2 angewendet werden.
Die Regulirvorrichtung wird durch eine Armatur a, welche vor den Polen eines Elektromagneten
mm angebracht wird, bewegt. Auf den oberen Enden der Spindeln der endlosen
Schrauben W1W2 sitzen die Zahnräder e1 e2,
welche mit einander in Eingriff stehen.
Das Rad e1 ist von der Spindel der endlosen
Schraube w1 isolirt. Die Spindel der endlosen Schraube w2 trägt die beiden Sperrräder k
und /.. Auf der Spindel s sitzt die Armatur a, der Hebel ν und die Sperrklinken 7/ und y.
. Die Schutzvorrichtung g wirkt auf dieselbe Weise, wie vorher beschrieben. Werden die
Sperrräder nach rechts oder nach links bewegt, so wird diese Bewegung auf die beiden Zahnräder
ex £2, die beiden endlosen Schrauben W1W2
und die Schraubenräder w% wl übertragen. Auf
diesen Schraubenrädern w3 ze4 sitzen die Kohlenhalterarme
α1«2, so dafs die Köhlenspitzen getrennt
oder geschlossen werden können, wie bei den anderen Anordnungen.
Fig. 11 zeigt eine andere Anordnung der
Lampe, bei welcher zwei halbkreisförmige Kohlenspitzen angewendet sind, von denen die negative
Kohle ungefähr halb so grofs im" Durchmesser ist, als die positive Kohle. Die Zuführung
der Kohle wird durch die Anziehungskraft
des Magneten m bewirkt, indem derselbe als Bremse auf die äufsere Fläche der segmentartigen
Armatur e wirkt, während die Kohlen durch eine ähnliche Anordnung von einander
getrennt werden, wie in dem Patent No. 10054 mit Bezug auf die dortige Fig. 3 beschrieben.
Durch Anwendung einer negativen Kohle, welche nur halb so grofs im Durchmesser ist, als die
positive Kohle, wird die Construction der Mechanismen bei Lampen, bei welchen fortwährende
Ströme angewendet werden, vereinfacht, weil beide Kohlenhalter eine gleiche Bewegung
erhalten.
Fig. 12 und 13 zeigen eine Anordnung, bei
welcher die Kohlenhalterarme durch die Zahnstange balancirt werden, falls kreisförmige Kohlen
angewendet werden.
Die Zapfen J1J3, auf welchen die Kohlenarme
sich bewegen, werden in rechten Winkeln zu einander bewegt. Das Gewicht des Kohlenhalterarmes
a1 wird so balancirt, dafs der Arm
bis an die mittlere Linie des Apparates, d. h. bis an die punktirte Linie a, Fig. 12, gehoben
wird. Der Arm a1 mufs verhindert werden, diesen Punkt zu verlassen.
Dies erzielt man durch Anwendung der doppelten Zahnstange r1, Fig. 12. Der Arm «'
ist mit dem Triebe /] verbunden, welcher mit der einen Seite der Zahnstange in Eingriff steht.
Der Trieb /3, welcher mit der Regulirvorrichtung verbunden ist, steht mit der Zahnstange
in Eingriff, so dafs der Arm . durch das Gewicht der Zahnstange balancirt wird. Brennt die Kohle
weg und wird der Kohlenhalterarm a1 bis zur
punktirten Linie α durch die Einwirkung der Regulirvorrichtung auf den Trieb /3 gehoben,
so werden die Zähne der Triebe /'/3 aufser
Eingriff mit der Zahnstange auf der einen Seite und mit der entgegengesetzten Seite in Eingriff
gerückt. Das Gewicht des Armes a1 wird dann
durch das Gewicht der Zahnstange balancirt.
Um den Widerstand bei langen Kohlen gegen die elektrische Strömung zu überwinden, können
dieselben verkupfert werden, ich ziehe es jedoch vor, zwei Leiter n1 n2, welche bei h mit
Scharnier versehen werden, anzuwenden, Fig. 9.
Der Leiter n1 wird mit dem negativen Lager
der Lampe, n2 mit dem positiven verbunden. Die beiden freien Enden der Leiter n1 »2 ruhen
constant auf den Kohlen in der Nähe des Bogens, um eine elektrische Strömung so nahe
wie möglich am Lichtpunkte einzuleiten.
In Fig. 14 ist eine Anordnung dargestellt, wobei ein starkes Stück Kohle c3 isolirt mit
der Lampe oberhalb des Berührungspunktes der beiden kreisförmigen Berührungspunkte c1 c2 verbunden
ist. Beim Bilden des Bogens wird dies Kohlenstück erhitzt und wird leuchtend. Die
vorher beschriebenen Lampen eignen sich besonders für sehr grofse Lichte, z. B. von 2000
bis 20000 Lichtkraft.
In Fig. 15, 16 und 17 ist eine verbesserte
elektrische Lampe dargestellt, bei welcher zwei Satz kreisförmiger Kohlenspitzen angewendet
werden. Diese beiden Satz Kohlen kreuzen einander an dem Punkte, wo der elektrische
Bogen gebildet wird.
Fig. 15 zeigt die Lampe im Candelaber angebracht und vom Glasschirm umgeben.
Fig. 16 und 17 zeigen die Details der Construction.
Die beiden kreisförmigen Kohlenspitzen c1 c2
werden an dem einen Ende durch die Metallarme a1 a2 gehalten, während die entgegengesetzten
Enden durch das Gewicht der Arme a1 a2
in steter Berührung mit einander gehalten werden. Die beiden kreisförmigen Kohlenspitzen c3 cl
werden in steter Berührung mit einander durch die beiden Metallarme a3 a* gehalten. Auf dem
einen Ende der vier Metallarme werden die vier Kegelräder/1/2 ^3/4 befestigt. Diese Kegelräder
werden durch Metallhülsen k1 P k3 k*
bedeckt, um zu verhindern, dafs dieselben schmutzig werden. Zwischen denKegelrädern p '/ 2
greift ein Kegelrad /6 ein, um zu verhindern, dafs die Arme sich ungleichmäfsig bewegen;
zum gleichen Zwecke wird ein Kegelrad /5 zwischen dem Kegelräderpaar/3/4 angeordnet.
Durch diese Einrichtung wird der Kreuzungspunkt der beiden Satz Kohlen constant gehalten,
trotzdem dafs die Kohlen unabhängig und isolirt von einander sind.
Der eine Satz Metallarme a3 «4 und die
Triebe/3/4 sitzen auf einem gemeinschaftlichen Zapfen ο im Gestell /, welches mit der Basis b
der Lampe isolirt verbunden ist.
Der andere Satz Arme i/'aa mit den
Trieben /'/2 sitzen auf den Zapfen r im beweglichen
Gestell g, welches durch die Basis b läuft und mit der Armatur e verbunden ist.
Wird die Armatur durch den Magneten m angezogen, so wird der eine Satz Kohlen c1 c*
von dem, anderen Satz c3 c* entfernt. Kreist
kein Strom in der Lampe, so stehen beide Satz Kohlen an dem Kreuzungspunkte mit einander
in Berührung.
Kreist ein Strom in der Lampe, um Licht zu erzeugen, so tritt der positive Strom bei der
Klemme t1 ein, geht nach dem Magneten m,
tritt in den Metallring n, welcher in Berührung mit dem beweglichen Gestell g steht, ein und
geht von hier aus durch die Metallarme a1 a2
in die beiden Kohlenspitzen c1 c2. Der negative
Strom tritt bei der Klemme i2 ein und geht
von hier aus durch das Gestell ff in die Metallarme a3 al nach den beiden Kohlen c3 cl. Nun
wird die Armatur e vom Magneten m angezogen und der positive Satz Kohlen von den
negativen abgerückt. Hierdurch wird der Bogen gebildet.
So lange ein Strom in der Lampe kreist, wird die Armatur e vom Magneten m ange-
zogen und der Bogen zwischen den beiden Satz kreisförmiger Kohlen an dem Kreuzungspunkte aufrecht erhalten.
Statt des Magneten m kann man ein Solenoid oder anderes Aequivalent anwenden. Das Zuführen
der Kohlen findet statt, ohne die Entfernung des Bogens zu ändern, und wird durch
das Gewicht der Metallarme, welche die Kohlen halten, bewirkt.
In den Fig. 18 bis 25 wird nur ein Satz
kreisförmiger Kohlenspitzen angewendet, welche so angeordnet sind, wie in Fig. 17 dargestellt,
in Combination mit einer geraden Kohlenspitze. Hierbei kommt eine verbesserte Vorrichtung in
Anwendung, um die gerade Kohle beim Bilden des Bogens zu heben. Der Mechanismus niufs
auch die Verbrennung der Kohle regulären und die richtige Entfernung zwischen den kreisförmigen
Kohlen als der einen Elektrode und der geraden Kohle als der anderen Elektrode aufrecht
erhalten. Bei den kreisförmigen Kohlenspitzen c1 c2 in Fig. 18 bis 20 werden dieselben,
wie vorher erwähnt, durch das Gewicht der Metallarme a1 a2 in Berührung gehalten.
Diese Arme sind mit den beiden Trieben/1/2
verbunden, welche ihrerseits mit dem Trieb /3 in Eingriff stehen, so dafs der Begegnungspunkt
der beiden kreisförmigen Kohlenspitzen stets gleichmäfsig zur geraden Kohle steht.
Die beiden Metallarme a1 ö2 sitzen auf den
beiden Spindeln dd, welche winklig zum Gestell ff angeordnet sind, um zu gestatten, dafs
die Arme, welche die Kohlen halten, aufser Berührung mit der Basis b gehalten werden,
Fig. 20. Die gerade Kohlenspitze c3 geht frei und isolirt durch die ganze Mitte der Lampe
und Magnete.
Kreist kein Strom in der Lampe, so ruht die gerade Kohle auf dem Berührungspunkt der
kreisförmigen Kohlen c1 c2. Wird ein elektrischer
Strom in der Lampe zum Kreisen gebracht, so tritt der positive Strom bei Klemme t2
nach dem Metallstück k, welches vom Gestell ff isolirt ist und als Führung und Stromleiter nach
der geraden Kohle c3 dient, ein. Der negative Strom tritt bei Klemme P ein, geht durch den
Magneten m in das Gestell f hinein und von hier aus durch die Metallarme α1 β2 nach den
kreisförmigen Kohlen C1C2, wonach die Armatur
e vom Magneten in angezogen wird.
Diese Armatur e ist an ihrem Umfange mit einer konischen Rinne versehen, so dafs die
beiden Hebeltheile P P darin gehalten werden. Diese Theile sind durch bewegliche Zapfen h1 h2
verschiebbar. Kreist ein Strom in der Lampe, so wird die Armatur e angezogen, so dafs die
oberen Enden der Hebel P P gehoben werden, wonach die unteren Enden der Hebel die
Kohlenspitze c3 fassen und dieselbe in erforderliche Entfernung heben, um die Bildung des
Bogens zu gestatten.
Fig. 19 zeigt einen Durchschnitt der Kohle nebst Greifvorrichtung. Wird der Strom durch
das Verbrennen der geraden Kohle geschwächt, so tritt eine Verminderung der Anziehungskraft
des Magneten auf die Armatur ein, die Armatur e senkt sich und befreit die beiden
Hebel P P, so dafs die Kohle c3 sich senken
kann. Sobald die Kohle sich gesenkt hat, wird der Strom verstärkt, die Armatur nochmals
angezogen und auf diese Weise die Zufuhr der Kohle bewirkt. Hört der Strom vollständig
auf, so werden die Hebel P P befreit, so dafs die Kohle c3 sich senken kann, bis sie
in Berührung mit den Kohlen C1C2 kommt.
Fig. 21 zeigt eine Modification dieser Anordnung.
Die kurzen Hebel P P sind durch Zapfen mit der Armatur e verbunden und an zwei
Federn sl s2 befestigt. Kreist kein Strom in der
Lampe, so ist die Kohle c3 aufser Berührung mit den Hebeln und in Berührung mit den
kreisförmigen Kohlen.
Kreist ein Strom in der Lampe, so wird die Armatur mit den Hebeln P /2 vom Magneten m
angezogen, und die Federn s1 s2 werden gegen
die festen Stifte/1/2 gedrückt. Hierdurch wird
die Kohle cz von den Hebeln P P erfafst und
gehoben, wodurch das Trennen der Kohlen und die Zufuhr gerader Kohle bewirkt wird,
d. h. ähnlich wie es in Fig. 18, 19 und 20 gezeigt.
Fig. 22 zeigt eine abgeänderte Vorrichtung zum Reguliren der Verbrennung der Kohlen.
Zwei kleine Armaturen e1 e2, deren Bewegung
durch die Anschlagschrauben S1S2 begrenzt wird,
sind durch Scharniere mit der Armatur e verbunden. Die Arme Z1/2, welche an ihren unteren
Enden zwei mit Rinne versehene Rollen k1 k2
und die Hebel v1 v2 tragen, sind an den kleinen
Armaturen befestigt.
Die Rollen sind in der Rinne mit Sperrzähnen versehen. ZweiArme ^V2 mit Zapfen/1/2,
welche sich in dem Schlitz der Hebel v1 v2 bewegen,
sind mit der Kohlenführung k verbunden. Jeder Hebel ist mit kleinen Sperrklinken ip tP
versehen, welche in die Ζ,Άϊάζ der Rollen klk2
greifen.
Wird in der Lampe ein Strom zum Kreisen gebracht, so wird die Armatur e vom Magneten m
angezogen; hierdurch werden die beiden kleinen Armaturen ele2 so angezogen, dafs ihre Arme PP
mittelst der Rollen kx P die gerade Kohle c3
greifen und heben. Wird die gerade Kohle c3 durch die beiden Arme P P gehoben, so übt
diese Bewegung der beiden Hebel v1 v2 und
deren Sperrklinken u1 ip keine Einwirkung auf
die Rollen k1 k2 aus. Wird jedoch der Strom
durch das Verbrennen der Kohle c3 schwächer, so senkt sich die Armatur. Die hierdurch verursachte
Bewegung der Hebel V1V2 setzt die
Sperrklinken mit den Zähnen der Rollen k1 k2
in Eingriff und dreht diese so, dafs die Kohle c3
näher an den Begegnungspimkt des einen Satzes kreisförmiger Kohlen c1 c2 gerückt wird.
Wird der Strom vermehrt, so wird die Armatur nochmals angezogen, um eine weitere
Zurückführung der Kohle cs bewirken zu können.
Beim Heben der Kohle wirken die Rollen kl P
einfach als Greifer, beim Senken der Kohle wirken sie jedoch als Vorrücker.
Kreist kein Strom in der Lampe, so werden die kleinen Armaturen e1 e2 von der Hauptarmatur
e befreit, so dafs die Kohle c3 vollständig
von den Rollen freigegeben wird und in Berührung mit dem einen Satz kreisförmiger
Kohlen /V2 kommt.
Fig. 23 zeigt eine Modification dieser Anordnung, wie solche durch das Solenoid ί und
den Eisenkern c statt des Magneten m und der Armatur bewegt wird. Auf der einen Seite
des Kernes c1 aus weichem Eisen befindet sich die kleine Armatur e, welche die Rolle k trägt;
auf der anderen Seite des Kernes ist eine Rolle kl, ein Hebel v" und eine Sperrklinke u
so angeordnet, wie in Fig. 22 dargestellt. Die Kohle cs läuft frei durch den ganzen Kern
hindurch, wenn die Lampe nicht in Thätigkeit ist.
Kreist jedoch ein Strom in der Lampe, so wird der eiserne Kern c durch das Solenoid
und die kleine Armatur e durch den Kern angezogen, so dafs die Kohle durch die beiden
Rollen festgehalten wird. Die Zuführung der geraden Kohle wird hier auf ähnliche AVeise
bewirkt, wie in Fig. 22. Wird eine kreisförmige Kohle angewendet, so ist es nothwendig, die
Kohlenhalterarme so weit zu bewegen, dafs sie über der Mittellinie der Lampe stehen und
durch ihr eigenes Gewicht die Neigung besitzen, nach unten zu fallen. Die Kohlen werden
in diesem Falle winklig zu einander angeordnet, wie in Fig. 20 dargestellt.
Fig. 24 zeigt eine einfache Anordnung, bei welcher der Kohlenhalterarm a1 durch die Spiralfeder
s bis an die punktirte Linie α gehoben wird. Diese Feder ist mit dem einen Ende an
der Spindel s1 und mit dem anderen Ende an der auf der Spindel ί l lose sitzenden Scheibe b
befestigt.
Der Stift /, welcher gegen den festen Anschlag
/ gedruckt wird, wenn die Spiralfeder in Thätigkeit ist, wird mit der Scheibe b verbunden,
so dafs die Einwirkung der Spiralfeder s auf die Spindel sl, die Triebe /3 pl
ein fortgesetztes Heben des Armes a1 mit den
Kohlenspitzen beim Verbrennen derselben erzeugt, bis der Arm al die punktirte Linie a
erreicht hat, von wo an derselbe durch sein eigenes Gewicht nach unten drückt und die
Wirkung der Feder aufhört.
Fig. 25 zeigt die Anordnung der geraden Kohle aufserhalb der kreisförmigen Kohlenspitzen, welche durch eine der vorher beschrie
benen Vorrichtungen bewegt werden kann. Man kann die gerade Kohle in einer anderen beliebigen
Stellung anordnen, da die präcise Lage der Kohle keinen Theil der Erfindung bildet.
In den Fig. 26 bis 30 sind weitere Modifikationen der Lampen dargestellt, bei welchen
ein Satz kreisförmiger Kohlen angewendet ist in Combination mit einer geraden Kohle. Hierbei
werden die Metallarme nicht angewendet. Bei dieser Anordnung werden die kreisförmigen
Kohlenspitzen an dem einen Ende mit Scharniertheilen verbunden. Man kann auch eine ähnliche
Vorrichtung zur Zuführung der geraden Kohle anwenden.
Fig. 26 zeigt eine Lampe, bei welcher die beiden gekrümmten Kohlen cx c2 mit den
Trieben ß1 p"" verbunden sind.
Diese Triebe ^1/2 sind in den Trägern hx P
angeordnet.
Die doppelte Zahnstange r steht mit den beiden Trieben/1/2 in EingrifT und wird durch
zwei Spiralfedern S1S2 nach unten gezogen, so
dafs die freien Enden der beiden gekrümmten Kohlen C1C2 stets an einander gehalten werden.
Die gerade Kohle cs ist an der Armatur e
des Elektromagneten m befestigt. Kreist kein Strom in der Lampe, so wird die Armatur
nicht angezogen und die gerade Kohle cs bleibt
in Berührung mit den gekrümmten Kohlen cJc2.
Kreist ein Strom in der Lampe, so wird die Armatur e vom Magneten m angezogen, so dafs
die gerade Kohle von dem einen Satz gekrümmter Kohlen hinweggerückt, der Bogen gebildet
und aufrecht erhalten wird. Die Länge und Durchschnittsfläche der gekrümmten Kohlen
sind in solchem Verhältnifs zur geraden Kohle gewählt, dafs eine gleichmäfsige Abnutzung gesichert
wird.
In den Fig. 27, 28 und 29 sind Modificationen dieser Anordnung gezeigt, bei welchen
fast genau kreisförmige Spitzen angewendet werden. Die gerade Kohle geht in diesem Falle durch die Basis der Lampe und
durch den Elektromagneten.
Die Verbrennung der geraden Kohle kann durch eine ähnliche Vorrichtung regulirt werden,
wie vorher beschrieben.
Die beiden freien Enden der kreisförmigen Kohlen cl c2 werden auf ähnliche Weise, wie
bei Fig. 26 erwähnt, mit einander in steter Berührung gehalten. Auf dem oberen Theil des
Elektromagneten m sind zwei Rollen dl d2 angebracht.
Diese Rollen sind mit Rinnen versehen und in diesen Rinnen verzahnt. Die gerade Kohle e3 wird infolge der Wirkung der
Feder ss gegen die Spindel der Rolle dl durch
die beiden Rollen d1 d2 festgehalten; auf derselbei.
Spindel mit der Rolle d2 sitzt unabhängig von dieser Rolle ein Hebel v, welcher
die beiden Sperrklinken uy und die Schutzvorrichtung g trägt, ähnlich angeordnet, wie in
Fig. ι bis 5 dargestellt. Der Hebel υ ist durch
den Arm h mit der Armatur e verbunden; bei der Vermehrung oder Verminderung des Stromes
wird die Armatur e durch den Elektromagneten m angezogen oder durch die Spiralfeder i4 abgezogen,
so dafs der Hebel υ und die Sperrklinken uy in Thätigkeit treten. Diese Sperrklinken
y u greifen in die Zähne der Rolle d},
und durch Drehen der Rolle d"~ in einer oder der anderen Richtung wird die gerade Kohle
gegen die kreisförmigen Kohlen geführt oder davon abgezogen.
In Fig. 30 wendet Erfinder statt der beiden
Triebe zwei kleine Rollen fixp2 an und statt
der doppelten Zahnstange eine mit Gewicht w versehene Kette ii. Die mechanischen Details
können etwas abgeändert werden, ohne von dem Haupttlieil der Erfindung abzuweichen.
Statt der negativen Kohlenelektrode kann man eine gekrümmte Metallelektrode anwenden. Bei
der Metallelektrode wendet Erfinder vorzugsweise Kupfer an, weil dasselbe einen guten
Elektricitäts- und Wärmeleiter abgiebt.
In Fig. 31 ist eine Metallelektrode m m an
dem grofsen Metallreflector befestigt. Im Reflector wird das isolirte Gestell / mit einem
Satz kreisförmiger Kohlen ^1C2 befestigt; dieselben
sind so angeordnet, wie bei der Modification, bei welcher zwei Satz kreisförmiger
Kohlen, welche einander kreuzen, angewendet werden.
Bei dieser Anordnung wird der Bogen zwischen den kreisförmigen Kohlen C1C2 und der Kupferelektrode
vi m gebildet. Der Metallreflector r hilft die Wärme ausstrahlen und verhindert,
dafs die Kupferelektrode geschmolzen wird, falls das Licht nicht im Verhältnifs zu der Leitungsfähigkeit der Kupferelektrode stehen sollte. Bei
gröfserem Lichte wendet man eine hohle Elektrode an, durch welche eine Flüssigkeit strömen
kann.
Bei Fig. 32 ist der grofse Metallreflector hohl und mit Flüssigkeit gefüllt. Die gekrümmte
Elektrode in m ist so mit dem Reflectorbehälter verbunden, dafs die Flüssigkeit frei circuliren
kann. Wird die Flüssigkeit beim Berührungspunkt der Elektroden zu stark erhitzt, so strömt
sie durch den einen Arm der Kupferelektrode nach oben bis in den obersten Theil des
Reflectorbehälters, während die kühlere Flüssigkeit durch den anderen Arm nach unten
strömt.
Um die Circulation der Flüssigkeit zu erleichtern, verbindet man das eine Ende der
hohlen Metallelektrode mit dem unteren Theile des Reflectorbehälters, während das andere Ende
nach dem oberen Theil des Reflectorbehälters geleitet wird. Kreist ein Strom in der Lampe
und wird der Bogen zwischen dem einen Satz kreisförmiger Kohlen cx c"1, welche mit dem positiven
Pole der elektrischen Quelle verbunden ist, und der hohlen Metallelektrode, welche mit
dem negativen Pole der elektrischen Quelle in Verbindung steht, gebildet, so findet eine stete
Circulation der Flüssigkeit in der Metallelektrode statt, wodurch das Schmelzen derselben verhindert
wird. Die Flüssigkeit / im Reflectorbehälter kann niemals einen sehr hohen Wärmegrad erreichen, weil die Hitze infolge der
grofsen Oberfläche desselben schnell ausgestrahlt wird. Als passende Flüssigkeit wendet Erfinder,
wie bereits angegeben, Glycerin an.
In Fig. 33 ist eine Modification dieser Lampe dargestellt, bei welcher ein parabolischer Reflector
angewendet ist, um das Licht in gröfsere Entfernung zu werfen.
In Fig. 34 ist die gekrümmte Metallelektrode mit Reflectorbehälter in Verbindung mit einer
geraden Kohlenspitze dargestellt. Die Verbrennung der Kohle kann Hurch eine der vorerwähnten
Anordnungen regulirt werden.
In Fig. 35 ist der Metallbehälter vom Reflector gesondert dargestellt. Das Princip der
Lampe ist dasselbe, wie in Fig. 34 gezeigt. Bei allen diesen Anordnungen sind keine biegsamen
Röhren nothwendig, um die negative hohle Elektrode mit dem Behälter zu verbinden.
In Fig. 36 ist eine andere Combination des Metallreflectorbehälters mit der Flüssigkeit und
der hohlen Metallelektrode in Verbindung mit der geraden Kohle, deren Verbrennung durch
die vorher erwähnten Mechanismen regulirt werden kann, dargestellt.
Zur Herstellung der kreisförmigen oder gekrümmten Elektroden wendet Erfinder folgendes
Verfahren an:
Der Auslafs vom Cylinder, in welchem die Kohle durch den Kolben comprimirt wird, ist
von gekrümmter Form, und zwar der Krümmung der zu bildenden Kohlen entsprechend.
Durch diese Anordnung sind die Kohlen beim Verlassen des Cylinders von erforderlicher
kreisförmiger Gestalt. Die beiden Enden werden sodann zusammengelegt, um einen geschlossenen
Ring von gewünschtem Durchmesser zu bilden. Um das Fertigstellen der Kohlen zu erleichtern, werden die Kohlen ovalringförmig
gebildet und der Ring auf die erforderliche Gröfse und Härte in eine Stanze gedruckt.
Um den Kohlenring zu verdichten, wendet man eine Stanze aus vier concentrischen Theilen an, welche gestatten, dafs die
Kohle leicht entfernt werden kann.
Der fertige Kohlenring kann, wie üblich, in Stücke von beliebiger Länge geschnitten werden.
Das gleiche Princip der Stanzen gestattet, dafs man auch gerade Kohlenspitzen herstellen kann.
In Fig. 3 7 ist der gewöhnliche Cylinder. und Kolben, durch welchen die Kohle aus dem
Cylinder gedrückt wird, dargestellt, d ist die
gewöhnliche Auslafsöffnung, durch welche'Kptilen
von kreisförmiger Gestalt' erlangt werden.
In Fig. 38 bis 42 sind die concentrischen Stanzen zum Comprimiren der Kohle auf die
gröfste Härte und Regelmäfsigkeit, aus vier concentrischen Theilen aus Stahl oder anderem
passenden Material p1pip3pi gebildet, dargestellt.
Fig. 38 zeigt die Stanze im Durchschnitt complet mit ovalförmigem Kohlenring c. Die
Stanze liegt auf der Fläche b der hydraulischen Presse, so dafs der Kohlenring c durch den
kreisförmigen Kolben pl nach erforderlicher
Gröfse und Härte comprimirt werden kann.
Fig. 39 zeigt die verschiedenen Theile der Stanze von einander getrennt. Nachdem der
Kolben f1 angewendet worden ist, um den
Kohlenring c zu comprimiren, kann er auch angewendet werden, um den Untertheil /4 aus
den anderen concentrischen Theilen zu drücken.
Fig. 40 ist eine Oberansicht der einen Hälfte der Stanze.
Fig. 41 und 42 zeigen eine Stanze, um gerade
Kohlenspitzen zu bilden. Die Vorrichtung besteht aus drei Theilen, welche so angeordnet
sind, wie in Fig. 41 dargestellt.
Durch den Stempel p wird das Kohlenstäbchen c auf den Untertheil p3, welcher von der
Metallplatte p2 umgeben ist, geprefst und verdichtet.
Der Untertheil p3 nebst Kohle c kann durch den Stempel ß2 aus der Metallplatte entfernt
werden, Fig. 39.
Claims (12)
1. Die beschriebene Anwendung der kreisförmigen oder gekrümmten Kohlenspitzen,
Fig. ι bis 36.
2. Die beschriebene mechanische Anordnung zum Bewegen und zum Reguliren der Bewegung
der kreisförmigen Kohlenspitzen in Combination mit Elektromagneten oder Solenoiden.
3. Die Anwendung von belasteten einfachen und doppelten Zahnstangen, Trieben, endlosen
Schrauben, Schraubenrädern in der angegebenen Weise, um die Kohlenhalterarme so zu bewegen, dafs die Kohlenspitzen an einander gerückt oder von einander
entfernt werden, Fig. 1 bis 14.
4. Die Combination der beiden Sperrräder kl
und Hebel υ mit den Sperrklinken uy und der Schutzvorrichtung g.
5. Die angegebenen Anordnungen der Armaturen zu ihren Magneten oder Solenoi'den
in Combination mit Vorrichtungen, um die Kohlen von einander zu trennen und eine
correcte Zufuhr zu erzielen, Fig. 1 bis 37.
6. Die Anordnung von zwei Satz kreisförmiger Kohlenspitzen c1 c2 c3 r4, bei welchen der
elektrische Bogen an dem Berührungspunkte der vier Kohlen gebildet und aufrecht erhalten
wird und wobei die Kohlen durch das Gewicht der Arme a1 a2 a3 a4 mit einander
in Berührung stehen, in Combination mit den Kegelrädern p1p2p3pipbßs und
den Metallhülsen k1 P k* k\
7. Die Anwendung eines Satzes kreisförmiger Kohlenstücke in Verbindung mit einer geraden
Kohlenspitze in der in Fig. 18 bis 25
dargestellten Weise.
8. Die beschriebene Vorrichtung zum Heben der geraden Kohle von der anderen Elektrode,
um den Bogen zu bilden, Fig. 18 bis 21..
9. Der beschriebene Mechanismus zum Reguliren der Zufuhr der geraden Kohle im
Verhältnifs zu der Verbrennung, in Combination mit Elektromagneten oder SoIeno'iden,
Fig. 22, 23, 27, 28 und 29.
10. Die Anwendung eines Satzes kreisförmiger Kohlenspitzen und einer geraden Kohlenspitze in Combination mit den beiden
. Trieben p1 p2, der doppelten Zahnstange r
und den Spiralfedern S1S2, oder mit den
Rollen d1 und d2 und der Spiralfeder sl.
11. Die beschriebene elektrische Lampe mit
einem Satz kreisförmiger Kohlenspitzen oder einer geraden Kohlenspitze, als positive
Elektrode angeordnet, in Combination mit einer Metallelektrode und einem Metallrefiector,
als negative Elektrode angeordnet, Fig. 31·
12. Die Anwendung eines Satzes kreisförmiger Kohlen und einer geraden Kohle als positive
Elektrode in Combination mit einer gekrümmten hohlen Metallelektrode und einem Reflectorbehälter, welche mit Flüssigkeit
gefüllt sind und als negative Elektrode dienen, in der in Fig. 32 bis 36 dargestellten
Weise.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14648C true DE14648C (de) |
Family
ID=291725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14648D Active DE14648C (de) | Neuerungen an elektrischen Lampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14648C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5535583A (en) * | 1994-10-11 | 1996-07-16 | Aurez Limited | Method of faceting a hollow rope chain |
-
0
- DE DENDAT14648D patent/DE14648C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5535583A (en) * | 1994-10-11 | 1996-07-16 | Aurez Limited | Method of faceting a hollow rope chain |
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