DE22292C - Neuerungen an Regulatoren für elektrische Lampen - Google Patents

Neuerungen an Regulatoren für elektrische Lampen

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DE22292C
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H. MEYER in London
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0084Controlling of arc lamps with stirrups or levers

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  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 19. April 1882 ab.
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Regulator zur Einstellung der Kohlenstäbe bei elektrischen Lampen. Es wird diese Einstellung automatisch in höchst empfindlicher und wirksamer Weise durch den elektrischen Strom vollzogen und kommen dabei zugleich Mechanismen in Thätigkeit, welche den Schwankungen der Stromstärke Rechnung tragen in der Art, dafs der Lichtbogen von constanter Gröfse verbleibt und gleichzeitig eine grofse Stetigkeit und Gleichmäfsigkeit in der Intensität des Lichtes erzeugt wird.
Auf der einen Seite des oberen Kohlenhalters ist eine Zahnstange angeordnet, in welche ein Zahnrad eingreift, das einen Theil eines Zahnradmechanismus bildet. Mit diesem steht ein Schwungrad in Verbindung. Durch das Gewicht des Kohlenstabes und des Halters wird das erwähnte Zahnrad in Drehung versetzt, die durch die übrigen Zahnräder derart auf das Schwungrad übertragen wird, dafs dieses äufserst schnell sich dreht.
Auf der Achse des Schwungrades sitzt ein Bremsrad mit verhältnifsmäfsig glatter Peripherie. Diese Peripherie dient als Bremsfläche für eine Bremse, die durch einen Elektromagnet in Thätigkeit versetzt wird, so dafs die Drehung des Rades verlangsamt und das Niedersinken der Kohle und ihres Halters gehemmt werden kann.
Der Zahnradmechanismus nebst seinem Elektromagnet sind an einem beweglichen Kasten angebracht und können gehoben und gesenkt werden, indem ein Elektromagnet den Anker eines Gegengewichthebels anzieht, wodurch dann der Lichtbogen hergestellt wird.
Wo mehrere Lampen in einen Stromkreis eingeschaltet werden, wird eine jede derselben mit einer automatischen Ausschaltvorrichtung versehen, so dafs im Fall des Erlöschens einer der Lampen dadurch die übrigen nicht beeinflufst werden.
Auf belügender Zeichnung stellt Fig. 1 eine Vorderansicht des Regulators theilweise im Schnitt dar. A und B sind die mit dem Rohre C verbundenen Klemmschrauben für den Anschlufs der Poldrähte der Batterie oder der elektromagnetischen Maschine. Das Rohr C ist an seinem unteren Ende mit dem Gestell C D' verbunden, an welchem der Mechanismus angebracht ist. D ist ein Deckel, der gehoben werden kann, um nach Bedarf eine Justirung vornehmen zu können. Eine auf das Gewinde am unteren Theil des Rohres C gedrehte Mutter E gestattet eine Fortnahme des Deckels von den Lampen nur dann, wenn dieselbe zuvor losgeschraubt worden.
JF F sind Stangen, woran eine in der Figur nicht dargestellte Traverse für den Kohlenhalter befestigt ist.
α b c d e f sind der Reihenfolge nach die einzelnen Räder des Zahnradmechanismus. Auf der Achse des letzteren ist das Bremsrad h und der Windflügel g befestigt. h1 ist die Bremse, h2 ihr Balancirungsgewicht und hz der Bolzen.
Der Elektromagnet Λ4 hebt die Bremse und ermöglicht dadurch das Niedersinken des Kohlenhalters, ti* ist ein Anschlag an einem Ständer, der einen Theil des Lampengestelles bildet. An diesen Anschlag schlägt der Anker oder die Bremse nur dann an, wenn der Kasten K des.
Mechanismus durch Unterbrechung oder Nachlassen des Stromes in dem Elektromagnet Z bis zu seinem tiefsten Punkt niedersinken kann. Dadurch wird dann die Bremse gelöst und das obere Kohlenstäbchen sinkt nun so tief nieder, bis es sich dem unteren Kohlenstäbchen (beide sind auf Zeichnung nicht dargestellt) weit genug genähert hat, um den Lichtbogen wieder zu schliefsen.
Kx Κλ sind Pflöcke, die zur Führung des Kastens K dienen, und X2 ist eine Führung für die Zahnstange oder den Kohlenhalter.
Der Kasten K ist an einem Glied ZG, das an dem einen Ende des Hebels Z3 sitzt, aufgehängt. Dieser Hebel hat seinen Drehpunkt bei Z5 an dem Halter m. Der andere mit einem Gegengewicht Z4 versehene Arm des Hebels Z3 ist mit dem Kerne Z1 des Elektromagneten durch das Glied Z2 in Verbindung.
Der Elektromagnet Z ist in den Hauptstrom eingeschaltet, und wenn durch diesen ein Strom hindurchgeht, zieht derselbe seinen Kern Z1 an und hebt den Kasten K und mit diesem die Zahnstange J, wodurch der Lichtbogen dann hergestellt wird.
Wenn nun der Strom in dem Elektromagnet Z nachläfst oder aufhört, so fällt der Kasten K, weil die Wirkung des Gegengewichtes Z1 und Kernes Z * nicht ausreicht, das Gewicht des Kastens und des Zahnradmechanismus auszubalanciren. Der Elektromagnet h1, der dazu dient, die Bremse in Thätigkeit zu setzen, ist in eine Zweigleitung eingeschaltet. Das eine Ende seines Drahtes ist mit dem Kasten K in Verbindung und das andere mit dem einen Ende einer Widerstandsdrahtspule M, deren anderes Ende durch eine Klemmschraube mit der Hauptleitung verbunden ist.
Ein Rad des Zahnradmechanismus, beispielsweise c, ist, wie dargestellt, mit Sperrzähnen versehen, und eine Sperrklinke greift in diese Sperrzähne ein, wenn die Zahnstange oder der Kohlenhalter sinkt. Dagegen kann die genannte Zahnstange gehoben werden, ohne dafs dadurch die ganze Räderverbindung thätig wird,· falls das Einsetzen eines neuen Kohlenstäbchens nothwendig wird.
Der Stromwiderstand des Lichtbogens während der Verbrennung der Kohlen übertrifft denjenigen in der Nebenleitung, und ein Strom von genügender Stärke geht hindurch, um den Elektromagnet hl wirksam zu machen und nach und nach die Bremse zu lösen. Alsdann sinkt die Zahnstange durch ihr Gewicht nieder, bis der Widerstand im Lichtbogen wieder kleiner wird als in der Nebenleitung. Dann ist der Elektromagnet h* unthätig und die Bremse tritt in Wirkung, wodurch ein weiteres Niedersinken der Zahnstange verhindert wird.
Wenn der obere Kohlenstab zu tief niedersinkt, so entfernt der in Wirksamkeit stehende Elektromagnet Z ihn von dem unteren und bestimmt dadurch die Länge des Lichtbogens.
Falls man eine Reihe von Lampen in Anwendung zu bringen wünscht, wird eine Nebenleitung ähnlich derjenigen angewendet, welche in Fig. 2 besonders dargestellt ist, um in dem Fall, dafs eine der Lampen in Unordnung gerathen sollte, vor der Eventualität gesichert zu sein, dafs dadurch der Strom unterbrochen werden könnte.
Ein Widerstand gleich demjenigen der Lampe ist dabei eingeschaltet, um jede Störung in der Hauptleitung zu verhüten.1
Die Enden der beiden Kohlenstäbe werden dadurch im Focus erhalten, dafs Schnüre angewendet sind, die über Rollen laufen, um den unteren Kohlenstab nach Bedarf zu heben. Im übrigen kann die Construction der Lampe derart sein, dafs dieselbe in verschiedenen Stellungen functioniren kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer elektrischen Lampe, deren oberer Kohlenhalter von einem gebremsten Räderwerk in Stellung gehalten und mit diesem zur Bildung des Lichtbogens durch den Kern Z1 eines in den Hauptstromkreis eingeschalteten Solenoides Z gehoben wird, die Anwendung eines in eine Nebenleitung emgeschalteten Solenoides, h^, welches die auf- und abgehende Bewegung des Räderwerkes mitmacht und bei zu grofsem Wachsen des Widerstandes im Hauptstromkreis· zur Thätigkeit gelangt, um die Bremse h1 des Räderwerkes zu lösen und somit dem oberen Kohlenhalter ein Nachsinken zu gestatten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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