DE25470C - Neuerungen an elektrischen Lampen - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Lampen

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DE25470C
DE25470C DENDAT25470D DE25470DC DE25470C DE 25470 C DE25470 C DE 25470C DE NDAT25470 D DENDAT25470 D DE NDAT25470D DE 25470D C DE25470D C DE 25470DC DE 25470 C DE25470 C DE 25470C
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DENDAT25470D
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J. J. WOOD in Brooklyn, New-York, V. St. A
Publication of DE25470C publication Critical patent/DE25470C/de
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0084Controlling of arc lamps with stirrups or levers

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  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Die Erfindung bezieht sich auf Lichtbogenlampen und insbesondere auf Doppellampen, welche mit zwei oder mehr Sätzen von Kohle und entsprechenden Haltern versehen sind, von denen der zweite oder folgende Satz zum Leuchten gebracht wird, sobald der erste Satz erschöpft ist; infolge dessen leuchtet das Licht der Lampe ohne Unterbrechung oder Aufwartung eine längere Zeit hindurch.
Der Zweck der gegenwärtigen Erfindung ist der, eine einfache und wirksame Lampe dieser Art, welche einen oder mehrere Kohlesätze besitzt, in solcher Weise zu construiren, dafs zu derselben Zeit stets nur ein Satz in Thätigkeit ist und leuchtet und stets nur ein Satz der Einwirkung des Regulirniechanismus und seiner Magnete oder eines anderen Motors ausgesetzt ist, so dafs diese letzteren nur dieselbe Arbeit wie bei gewöhnlichen einfachen Lampen zu verrichten haben und nicht bezüglich ihrer Gröfse, Kraft oder ihres Stromverbrauches vermehrt zu werden brauchen, wie dies bei den bisherigen Doppellampen nöthig ist, in welchen beide Kohlesätze gleichzeitig durch den Magnet zum Leuchten gebracht und gleichzeitig einer etwas vor dem anderen bewegt werden.
In dieser Lampe sind beide Kohlehalter beständig mit dem Regulirmechanismus verbunden, doch ist der eine stets in passiver und der andere in activer Verbindung mit demselben; das Gewicht des passiven und des nächstfolgenden, der die neue Kohle trägt, wird durch eine Klinke getragen, während das Gewicht des activen von dem Regulirmechanismus getragen wird, der in gewöhnlicher Weise darauf einwirkt, bis er aufgebraucht ist, wobei seine letzte Bewegung die den zweiten Halter tragende Klinke anstöfst und derselben gestattet, allmälig in activen Eingriff mit dem Regulirmechanismus zu fallen, so dafs das Licht im zweiten Satz ohne Unterbrechung weiter leuchtet.
Die Erfindung besteht aufserdem in der Verbindung der beiden Kohlesätze mit dem Regulirmotor oder Mechanismus der Lampe mittelst einer gewöhnlichen Antriebsvorrichtung, mit der ein jeder Kohlehalter durch Schiebklauen verbunden ist, die in der einen Richtung angreifen und in der anderen gleiten und die auf der Treibvorrichtung in der Richtung ihres Eingriffes einen begrenzten Spielraum haben, wodurch jeder Kohlehalter mit dem Mechanismus in Eingriff steht und von demselben getragen wird, wobei der letztere die Regulirbewegungen ohne irgend welche Beeinflussung des anderen Halters ausführt.
Fig. ι zeigt eine Vorderansicht der neuen Doppellampe, wie sie für den Gebrauch fertig erscheint;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Rahmens mit abgenommenem Gehäuse,
Fig. 3 ein Verticalschnitt durch Fig. 2 über x-x in der Richtung der Pfeile,
Fig. 4 ein Schnitt über die Linie 0-0, Fig. 2;
Fig. S, 6 und 7 zeigen den doppelten Sperrmechanismus, worin die Erfindung hauptsächlich liegt.
Die Lampe, an der vorliegende Erfindung veranschaulicht werden soll, ist von bekannter Form, in der die bewegende Kraft einestheils auf der Anziehung der Magnete im Stromkreis der Lampe und anderenteils in der Schwerkraft der Kohleträger beruht. Bei dieser Lampe trägt der Armaturhebel des Magnetes ein System von Zahnrädern, durch deren Einwirkung das Angriffsrad in die Zahnstange des Kohleträgers eingreift, während die letzte Welle des Systems mit einer Hemmung und einem Hemmungsrad versehen ist, die so angeordnet sind, dafs, wenn die magnetische Anziehung das Uebergewicht erlangt, das Radsystem und der Kohleträger gehoben werden und das Hemmungsrad gegen einen Sperrzahn geprefst wird, der das System hält und den Kohleträger am Niederfallen verhindert. Wenn jedoch die Anziehung schwächer wird und so dem Armaturhebel gestattet, zurückzugehen, so wird die Hemmung mitgezogen und das Rädersystem befreit, so dafs der Kohleträger niederfallen kann; der letztere wird wieder aufgehalten durch die Bewegung des Armaturhebels und durch die Sperrung des Rädersystems, wenn die Kohlen sich wieder genug genähert haben.
Die in der Zeichnung dargestellte Lampe hat eine neue, besonders patentirte Construction (s. P. R. No. 23978), mit der die vorliegenden Neuerungen hier verbunden sind.
Der Mechanismus ist zwischen zwei kreisförmigen Kopfplatten α α' eingeschlossen, die durch Ständer b b und Stange b' verbunden sind, und das Ganze ist während des Gebrauches durch ein abnehmbares cylindrisches Gehäuse c eingeschlossen und geschützt.
An der oberen Platte α sind die Klemmschrauben befestigt, mit denen die Leitungsdrähte verbunden sind; von der unteren Platte a' gehen Arme a" aus und tragen die Stangen dd', welche an ihrem unteren Ende in dem Querträger e befestigt sind und so den Rahmen der Lampe bilden, worin die Kohlen mit der sie umschliefsenden Glocke sich befinden.
Die Glocke und der Schirm sind nicht gezeigt, doch wird die erstere von dem runden, herabgedrückten Mitteltheil des Querträgers e gehalten und der letztere an den Drähten f aufgehängt.
Von der Mitte des Querträgers e erhebt sich ein Doppelarm g, in welchen die beiden unteren negativen Kohlestücke eingesetzt sind, während die positiven Kohlestücke von den oberen regulirbaren Haltern h h' herunterhängen. Diese Halter haben die gewöhnliche Form einer langen Stange oder Röhre und reichen durch den Rahmen hindurch, wo sie mit dem Mechanismus in Eingriff stehen; an ihren oberen Enden sind sie in lange Röhren h" h" eingeschlossen, welche in die obere Platte α eingeschraubt und mit dem Schuh i bedeckt sind. Dieser Schuh ist mit zwei Ansätzen versehen, die oben in die Röhren passen und mit Schrauben an denselben befestigt sind; er hat ein rundes Auge / zum Aufhängen der Lampe.
Die Kohleträger h h' sind in gehöriger Entfernung von einander so angebracht, Fig. 3 und 4, dafs beide gleich weit von der Mitte abstehen. Auf einer Seite sind die bewegenden Magnete k k' der Lampe angeordnet.
Diese Magnete sind von der jetzt.meist gebräuchlichen Art, d. h. sie bestehen aus zwei Paaren Solenoide oder axialer Magnete; das eine Paar k ist an der unteren Kopfplatte a' und das andere Paar k' an der oberen Platte a befestigt; beide liegen einander gegenüber und haben eine doppelte H-förmige Armatur / zwischen sich, die zwischen ihnen frei spielen kann. Diese H-förmige Armatur ist an ihrer neutralen Mitte durch Zapfen mit dem Armaturhebel m verbunden, der (s. Fig. 4) in Form eines leichten offenen T-förmigen Rahmens horizontal angeordnet ist und sich bis zwischen die Ständer b b erstreckt. Gelagert ist der Hebel am Ende seines Fufstheiles in Zapfenschrauben m', welche durch die Ständer hindurchgehen und durch Muttern festgehalten werden.
Der offene Raum im Kopftheil dieses T-förmigen Hebelrahmens enthält die H - förmige Armatur, Fig. 2 und 4, die an einem oberhalb des Schwerpunktes liegenden Punkt befestigt ist, um das Bestreben zu haben, vertical in den Röhren der Solenoide hinunterzuhängen.
In dem offenen Felde am Fufstheil des T-förmigen Hebels befindet sich der Rahmen η mit dem Rädergetriebe, der mit seiner äufseren unteren Ecke am Hebel mittelst der Schrauben n' drehbar befestigt ist, Fig. 2 und 4.
Die Spindel 0 des Rädersystems trägt die Triebräder 0' und 0", welche mit den Zahnstangen der Kohlehalter h A' in Eingriff sind, Fig. 4; auf der Mitte der Spindel sitzt das grofse oder Leitrad /', welches in das nächstfolgende Rad des Getriebes eingreift. Auf der letzten Welle des Systems sind Sperrrad/ und Hemmungsrad p' befestigt, die mit der Ankerhemmung/" in Eingriff stehen, welche wie ein Pendel wirkt, um einer zu schnellen Bewegung des Systems bei seiner Auslösung vorzubeugen.
r ist eine Feder, welche an ihrem inneren Ende an einem Vorsprung, der von der oberen Kopfplatte α abwärts reicht, befestigt und an ihrem äufseren Ende an der oberen und äufseren Ecke des Rahmens η fest eingeklemmt ist, so dafs sie also als paralleles Bewegungsglied wirkt und den Rahmen η mit dem Rädersystem ver-
anlafst, sich stets in gerader Linie mit dem Kohleträger auf- und niederzubewegen, wenn der Armaturhebel in der einen oder der anderen Richtung schwingt.
Die unteren Magnete k, Fig. 2, der Lampe haben, wie ersichtlich, nur geringen Widerstand und liegen im directen Stromkreis, während die oberen Magnete k' einen hohen Widerstand haben und in einer Nebenleitung, einem sogenannten »shunt«, liegen; diese verhalten sich so zu einander, dafs, wenn die Entfernung der Kohlespitzen normal ist, die Anziehung des oberen Magnetes k1 in Verbindung mit der Zugkraft der justirbaren Spiralfeder s gerade genügend ist, um den Armaturhebel in seiner mittleren Stellung zu erhalten, wie in Fig. 2 gezeigt, in welcher Stellung der Rahmen η so weit gehoben ist, dafs sein Sperrrad / in Eingriff mit einem Sperrzahn r' kommt, der aus der Feder r vorsteht; hierdurch wird das Rädergetriebe festgesetzt und der Kohleträger in Ruhe gehalten.
Wenn jedoch die Kohle wegbrennt und dadurch die Länge und der Widerstand des Schliefsungsbogens bemerkbar zunimmt, so überwiegt die Kraft des oberen oder shunt-M.a.gnetes k' die Kraft des directen Magnetes k; das daraus resultirende Anziehen der Armatur / und Schwingen des Hebels m drückt den Rahmen » und mit ihm den Kohleträger ein wenig hinab, so dafs die Spitzen sich nähern; das Sperrrad wird dann vom Sperrzahn r1 ausgelöst und dadurch das Rädergetriebe frei, so dafs der Kohleträger hinabfallen und so den Stromkreis wieder - richtig schliefsen kann. Wenn der Kohleträger auf diese Art tief genug hinabgegangen ist, so bekommt der Magnet k sofort das Uebergewicht über den Magnet k' und die Feder s zieht den Kern / nieder, infolge dessen der Armaturhebel in entgegengesetzter Richtung schwingt, das Rädersystem hochhebt und das Sperrrad mit dem Sperrzahn r' in Contact und so das ganze Getriebe in Stillstand bringt. Wenn dies geschehen, tritt der Kohleträger mit dem Armaturhebel in Eingriff, und wenn dann die Stromstärke in der Leitung oder der Widerstand des Schliefsungsbogens ein wenig zu- oder abnehmen, so werden der Kern /, der Armaturhebel m und mit ihnen das Rädergetriebe und der Kohleträger um ein Geringes auf- oder niederarbeiten, um den Schliefsungsbogen entsprechend zu reguliren, ohne dafs sie dabei das Rädersystem freigeben, wie leicht verständlich.
Die Neuerung liegt hauptsächlich an der Leitspindel ο des Rädergetriebes, die in ihrer Wirkung die Treibvorrichtung oder Verbindung zwischen den bewegenden Magneten und den Kohleträgern bildet; dieser jetzt speciell zu beschreibende Theil ist aus Fig. 3 und 4 und in Detailansicht aus Fig. 5,6 und 7 deutlich zu ersehen. Die Spindel ο ist ungefähr doppelt so lang wie die einer einfachen Kohlenlampe und lagert mit jedem Ende in knieförmigen Verlängerungen des Rahmens n, Fig. 3 und 4.
Auf jeder Seite der Spindel sitzen die Triebräder o' o", welche mit den bezw. Kohlehaltern h h' in Eingriff sind. Der rechte Halter h, Fig. ι und 3, ist der zuerst in'Wirkung tretende Halter, der sich in der Zeichnung mit nahezu abgebrannten Kohlen am Ende seiner Bahn befindet, während der linke Halter A' der nächstdem zur Wirkung gelangende Halter ist, der ein frisches Paar Kohlen regulirt und am oberen Anfangsende seiner Bahn aufser Thätigkeit gezeigt ist. . Dieser Halter h' ist nicht nur bis zu seiner höchsten Stellung gehoben, sondern wird daselbst von einem Klinkenhebel t an der unteren Seite der oberen Kopfplatte a gehalten, Fig. 3; sein langer Arm wird durch eine Feder t' hoch gehalten, um seinen kurzen Arm i" in Eingriff mit einem Zahn 2" am Kohleträger und dadurch letzteren in der Schwebe zu halten. Während sich also die Zahnstange eines jeden Kohleträgers stets in Eingriff mit ihren entsprechenden Triebrädern o'o" befindet, steht doch nur der erste Kohleträger mit seinem Triebrad in activem Eingriff und wird von demselben getragen, während das entsprechende Triebrad beim nächsten Halter h' vom Gewicht desselben befreit und sein Eingriff mit demselben ein passiver ist, wie unten noch ausgeführt wird.
Die Triebräder sind mit der Spindel durch eine Sperrvorrichtung so verbunden, dafs das Rad 0' lose auf der Spindel sitzt; dasselbe hat aber eine gezahnte Nabe u, in deren Sperrzähne die Sperrklinken u' auf der Scheibe ν eingreifen, die auf der Spindel aufgekeilt ist. Das Gleiten der Sperrklinken und Sperrzähne gestattet, den Kohlehalter beliebig hoch zu heben, ohne dafs das Rädersystem dabei gedreht wird (s. Fig. 2 und 6); in entgegengesetzter Richtung greifen diese Sperrzähne und -Klinken dagegen ein und halten den Halter bei seiner Abwärtsbewegung fest mit dem Rad in Eingriff. Die Zähne beider Sperrräder liegen in einander entgegengesetzter Richtung.
Es sei jetzt angenommen, der Armaturhebel habe sich so gedreht, dafs er den Rahmen des Getriebes niederdrückt, das Rädergetriebe auslöst und den Kohlehalter niedergehen läfst. Bei seiner Abwärtsbewegung dreht der Kohlehalter durch seine Schwere das Rad 0' so, dafs sein Sperrrad mit der Sperrklinkenscheibe ν in Eingriff tritt und dadurch die Welle oder Spindel ο und das gesammte Rädergetriebe dreht; hierbei dreht sich auch die auf dem anderen Ende von 0 aufgekeilte Sperrklinkenscheibe v', und zwar gleiten hier die Klinken über den
Zahnkranz des Sperrrades von o" hinweg, da das Sperrrad u in derselben Richtung angreift, in der die Sperrklinkenscheibe v' frei gleitet, so dafs also das zweite Rad ο" in der Zahnstange des Kohleträgers h1 in Ruhe verharrt, während die Spindel ο sich lose darin dreht. Aus dieser Einrichtung, die beiden Kohlehalter mit demselben Getriebe durch Sperrvorrichtungen in Eingriff zu bringen, die in der einen Richtung angreifen und in der anderen Richtung frei gleiten, ergiebt sich, dafs, wenn der Zug des einen Kohleträgers auf dem Mechanismus an der einen Sperrklinke ruht und der Zug des anderen auf der anderen Sperrklinke aufgehoben ist, der Mechanismus auf den ersteren einwirken und alle nöthigen Regulirbewegungen in gewöhnlicher Weise ausführen wird; diese Bewegungen wirken jedoch nicht im mindesten auf den anderen Träger ein. Durch diese sehr einfache Vorrichtung erhält man also eine bedeutend verbesserte Doppellampe, bei der die Magnete und der Mechanismus jedesmal auf einen Kohleträger einwirken und keine gröfsere Arbeit verrichten und keine gröfsere Kraft erfordern, als bei den einfachen Kohlelampen der Fall ist.
Aufser den doppelten Sperrklinken enthält die Vorrichtung einen von dem Mechanismus der einfachen Lampen wesentlich verschiedenen Mechanismus, nämlich die Sperrklinkenscheiben v v', welche, anstatt unbeweglich auf der Spindel ο aufgekeilt zu sein, auf derselben ein gewisses Spiel haben.
Aus Fig. 3, 4, 5, 6 und 7 ist zu ersehen, dafs Zapfen w w' mitten durch die Spindel getrieben sind und in kurze Einschnitte an jeder Seite der Naben der Sperrklinkenscheiben eingreifen und so ein gewisses Spiel zwischen Spindel und Scheibe gestatten.
Es ist oben die Rede gewesen von der abwärts gehenden Bewegung des activen Kohleträgers und .der unter seiner Einwirkung stattfindenden Drehung des Rädergetriebes, die nicht auf den passiven Kohleträger übertragen wurde. Aber aufser diesen Bewegungen bestehen noch die auf- und niedergehenden Bewegungen des ganzen Rädergetriebes und des Kohleträgers, wenn die Rotation des Getriebes durch das Sperrrad aufgehalten wird. Diese Regulirbewegungen dürfen selbstredend ebenso wenig auf den passiven Kohleträger übertagen werden, wie die rotirende Bewegung. Wenn also der Rahmen η genügend hoch gehoben wird, um das Sperrrad zu arretiren, so hört die Drehung des Getriebes auf, und da sich das Triebrad o' auf der Zahnstange des Kohleträgers nicht drehen kann, so folgt daraus, dafs der Kohleträger durch ein weiteres Heben des Getriebes mitgehoben wird.
Da nun der passive Träger h' feststeht, so folgt, dafs beim Heben des Rädergetriebes das Triebrad o" frei auf dem Kohleträger in aufwärtsgehender Richtung läuft, in welcher Richtung seine Zähne eingreifen; dieses Freilaufen wird durch den vorerwähnten Spielraum ermöglicht, Fig. 3 und 4. Ebenso ist aus diesen Figuren ersichtlich, dafs die beiden Zapfen ww' in der Triebspindel 0 sich immer in den entsprechenden entgegengesetzten Seiten ihres Spielraumes in den ausgesparten Naben der Sperrklinkenscheiben ν v' befinden, wenn die Drehung des Rädergetriebes beim Anstofsen desselben gegen den Sperrzahn aufhört; denn die Richtung des Drehens der Spindel ist derart, dafs die Sperrklinkenscheibe ν der Mitnehmer und die Scheibe v' die Mitgenommene ist.
Wenn nun das Rädergetriebe höher steigt, nachdem seine Drehung aufgehört hat, so wird es selbstverständlich auch den activen Kohleträger h mitheben, da das Spiel des Triebzapfens w zu Ende ist; aber während dieser aufwärtsgehenden Bewegung läuft das entgegengesetzte Triebrad o" frei in umgekehrter Richtung in dem feststehenden Träger h', da das Spiel in der Aussparung seiner Sperrklinkenscheibe gerade in der Richtung liegt, welche ein derartiges Freilaufen gestattet. Dies ist dieselbe Richtung, in der die Zähne eingreifen; es wird hierdurch verhindert, dafs die auf- und niedergehende Bewegung des Getriebes auf den feststehenden Halter einwirkt. Dieses Spiel ist daher dem Hub des Armaturhebels proportional; die active Sperrklinke wird nicht von demselben beeinflufst, sondern nur die in Ruhe befindliche. Bei der beschriebenen Construction wird also weder die durch das Niedergehen des activen Trägers verursachte rotirende Bewegung des Getriebes, noch die auf- und niedergehende Bewegung des letzteren und des activen Trägers in irgend einer Weise auf den passiven Kohleträger übertragen, der, unbeeinflufst durch den Mechanismus, vollständig stationär bleibt. Der Werth dieser verhältnifsmäfsig sehr einfachen Einrichtung für die beschriebene Lampe liegt auf der Hand.
Sobald die Kohle des activen und zuerst in Function getretenen Halters nahezu abgebrannt ist, nähert sich ein vorspringender Zapfen χ am oberen Ende des letzteren dem Ende des Klinkenhebels t und stöfst schliefslich dagegen und zieht ihn herab, so dafs der Halter h' mit seinem Triebrad o" in Eingriff fällt, während gleichzeitig ein Bund am Halter h auf die Kopfplatte α der Lampe aufzusitzen kommt und so den ausgebrannten Kohleträger von dem Mechanismus befreit und gleichzeitig den frischen Halter damit in Eingriff bringt. In demselben Augenblick wird der Schliefsungsbogen zwischen
den frischen Kohlen gebildet und das Licht leuchtet weiter ohne bemerkbare Unterbrechung; denn die Uebertragung erfolgt mit elektrischer Geschwindigkeit und meist noch ehe der Strom an den abgebrannten Kohlen aufhört, ist er an den frischen schon geschlossen.
Wenn dieser Wechsel stattfindet, so wird der zweite Halter h' der active und der erste Halter h der passive, doch ist die Wirkung genau dieselbe wie bisher.
Es könnte irgend eine Anzahl von Kohlehaltern in gleicher Weise in einer Lampe angeordnet werden; jeder derselben würde in Wirkung kommen, sobald der vorhergehende erschöpft wäre. Die sämmtlichen mit dem Mechanismus nicht in activem Eingriff stehenden Halter würden, ob abgebrannt oder frisch, weder von dem ersteren beeinflufst werden, noch auf denselben zurückwirken.
Statt der beschriebenen Sperrvorrichtung kann man auch eine Frictions- oder andere Kupplung und andere zweckentsprechende Mittel anwenden, um die doppelten Sperrklinken mit dem Antriebsmechanismus der Lampe und den Kohlen und Kohlehaltern zu verbinden; ebenso kann man statt des rotirenden Rädergetriebes, der Zahnstange und der Triebräder entsprechende· Vorrichtungen benutzen, ohne das Wesen der Erfindung zu ändern.
Einen weiteren Punkt von mehr untergeordneter Bedeutung bildet bei dieser Lampe die Hülfsfeder y neben der justirbaren Feder s. Beide Federn haben das Bestreben, den Kohlehalter, der Wirkung des Hauptmagnetes entgegen, unter Mitwirkung des Speisungsmagnetesk' herabzuziehen, und dienen also immer dazu, die Kohlen behufs Bildung des Lichtbogens zusammenzubringen. Wenn die Lampe in Ruhe ist und kein Strom durch dieselbe hindurchgeht, so haben die Theile das Bestreben, die in Fig. ι und 2 gezeigte Mittelstellung einzunehmen; der Armaturhebel liegt horizontal und in dieser Lage hebt sich das Gewicht des Kernes und des langen Armes des Armaturhebels gerade gegen das Gewicht des kurzen Armes und gegen das Gewicht des Kohlehalters und des Rädergetriebes, sowie gegen den Zug der Hülfsfeder y auf, so dafs das Getriebe auf den Sperrzahn r' zu emporgehoben wird, jedoch ohne einen nennenswerthen Druck auszuüben; sollten die Kohlen also auseinandergehen, so würde der geringste zusätzliche Druck den Getrieberahmen niederdrücken und auslösen und den Kohlen gestatten, sich zu nähern. Dieser zusätzliche Druck findet statt, sobald die Lampe durch einen noch so schwachen Strom in Stromleitung gebracht "wird, welcher Strom dann sofort im Nebenleitungsmagnet k' circulirt und dessen Anziehungskraft den Getrieberahmen sogleich herabzieht, um denselben frei zu machen und die Kohlen behufs Bildung des Lichtbogens zusammenkommen zu lassen; hierauf fängt der Hauptmagnet k zu wirken an und bewegt die Theile in der entgegengesetzten Richtung, so dafs die Kohlen von einander gehen, um den Lichtbogen zu reguliren, und das Rädergetriebe emporgehoben und stillgesetzt wird. Bei Anwendung der Feder ji> ist die Lampe also auch ohne Feder s stets für den Betrieb fertig; diese Feder y ist deshalb stationär und nicht abnehmbar, während die Feder 5 sich zum Zweck der Justirung leicht abnehmen läfst.
Die Feder ί ist mit ihrer nicht rotirenden Stellschraube s' mittelst eines schiefen Zapfens s" verbunden, der in die Windungen der Feder eingreift, so dafs beim Abnehmen des Hakenendes der letzteren vom Armaturhebel und Drehen der Feder nach der einen oder anderen Seite hin dieselbe länger oder kürzer gemacht und so bezüglich ihrer Spannkraft justirt werden kann. Diese Spannung der Feder s soll hauptsächlich einen Einflufs auf den Magnete, wenn derselbe zu viel Kraft sammelt, ausüben und die Function der Lampe der Stromstärke entsprechend justiren, um die Länge des Lichtbogens gehörig reguliren und dieselbe gleichmäfsig machen zu können, wenn eine Anzahl Lampen in derselben Stromleitung angeordnet ist; die Functionen der Feder ί sind somit verschieden von denen der stationären Feder y, die hier mit Ausgleichungsfeder bezeichnet werden soll.
Die Richtung des Stromes durch die Lampe ist folgende:
Derselbe tritt bei der positiven Klemmschraube am Kopf der Lampe ein, geht durch den Metallrahmen nach unten, fiiefst durch den oberen Kohleträger und dessen Kohle nach der unteren Kohle und von hier nach oben durch die Stange h, die vom oberen Rahmen isolirt, aber mit ,dem positiven Ende der Umwickelungen des Hauptmagnetes k verbunden ist, so dafs der Strom durch diesen Magnet weiterfliefst und dann durch die negative isolirte Klemmschraube am Kopfstück a, mit der das negative Ende der Umwickelungen verbunden ist, austritt, Fig. 3.
Die entgegengesetzten Enden der Umwickelungen des Magnetes k' schliefsen sich, wie in Fig. 3 gezeigt, direct an die bezüglichen Klemmschrauben an und bilden also auf diese Weise eine Nebenleitung oder shunt.

Claims (2)

Patent-AnSprüche: In einer elektrischen Lampe mit zwei oder mehreren Kohlesätzen, von denen stets nur einer in Stromleitung und in Thätigkeit sich befindet, während'der folgende erst dann ein- geschaltet wird, wenn der vorhergehende ausgebrannt ist:
1. Die Einrichtung zur Einschaltung des zweiten Kohlehalters, bestehend aus der Nase χ am ersten Halter, welche infolge Aufstofsens auf den Klinkenhebel t, der den zweiten Halter bis dahin festgehalten hatte, diesen letzteren löst und ihn in die Stromleitung und in Eingriff mit den Regulirmechanismen bringt, während gleichzeitig der erste Halter mit einem Bund sich auf die Kopfplatte der Lampe auflegt und ausgeschaltet wird.
2. Die Anordnung der Leitspindel ο mit losen, mit den Kohlehaltern in Eingriff befindlichen Triebrädern o' o", welche Naben u haben, die mit Sperrzähnen versehen sind, in welche Sperrklinken te', die an fest auf der Welle ο sitzenden Scheiben ν befestigt sind, eingreifen ; dabei sind die Sperrzähne des einen Rades denen des anderen entgegengesetzt gerichtet und der Befestigungskeil w gestattet der Scheibe ν ein gewisses Spiel, durch welche Anordnung eine durch die Regulirmechanismenhervorgebrachte Drehung des Rades o' und Hebung der Spindel ο ohne jeden Einflufs auf den aufser Thätigkeit befindlichen zweiten Kohlehalter bleibt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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