DE145231C - - Google Patents

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DE145231C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L15/00Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
    • H04L15/24Apparatus or circuits at the receiving end
    • H04L15/34Apparatus for recording received coded signals after translation, e.g. as type-characters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren und eine Einrichtung für solche- Typendrucktelegraphen, bei welchen durch eine bestimmte Anzahl abwechselnd < positiver und negativer über die Leitung gesandter Stromstöße die Einstellung des Typenträgers bewirkt wird.
Es wurde hierbei bisher in der Weise vorgegangen, daß man, um mit möglichst geringem Zeitverlust arbeiten zu können, für jedes Zeichen sechs abwechselnd positive und negative Stromstöße über die Leitung sandte. Einzelne Stromstöße unterschieden sich dabei von den übrigen entweder durch verschieden lange Dauer oder durch verschiedene Stärke und hatten dadurch durch entsprechende Zwischenmittel die Einstellung des Typenträgers veranlaßt. '
Fünf dieser Stromstöße kamen aber für die Einstellung des Typenträgere nur jeweilig in Betracht, weil bei der Übersendung des sechsten Stromstoßes der Abdruck veranlaßt wurde. Mit Hülfe der fünf Kombinationen war man aber nur in der Lage, 32 verschiedene Zeichen über die Leitung zu senden, und zwar bewirkte man mit Hülfe der Stromstoß folgen die Einstellung des Typenträgers für Buchstaben und Interpunktionszeichen; für die Einstellung des Typenträgers auf Zahlen reichte aber die Stromstoßanzahl nicht aus.
Nun. könnte man, um auch Zahlen auf dem Typenträger vorzusehen und zum Abdruck zu bringen, statt sechs acht abwechselnd positive und negative Stromstöße verwenden. Dieses würde aber den Übelstand mit sich bringen, daß die Übersendung der Zeichen wesentlich längere Zeit in Anspruch nimmt und außerdem würde gleichzeitig damit eine größere Kompliziertheit des ganzen Apparates verbunden sein.
Gemäß vorliegender Erfindung wird nun in der Weise vorgegangen, daß für die eine Art der Typen, also die Buchstaben und Interpunktionszeichen, durch eine bestimmte, für sämtliche Zeichen gleiche Anzahl sich nur durch verschiedene Zusammensetzung, verschiedene Dauer, Stärke oder sonstige Beschaffenheit voneinander unterscheidender Stromstöße die Typenträgereinstellung in bekannter Weise veranlaßt wird, und daß der Abdruck der jeweilig eingestellten Type bei Über-Sendung eines weiteren, z. B. des sechsten Stromstoßes, erfolgt, während bei einer anderen Art der Typen, beispielsweise der Zahlen, zu dem für die übrigen Typen hierfür maßgebenden Zeitpunkte noch kein Abdruck erfolgt, sondern zunächst eine weitere Verstellung 'des Typenträgers veranlaßt wird, wohingegen der Abdruck dieser Zeichen, also der Zahlen, erst durch Übersendung einer größeren Anzahl, z. B. acht Stromstöße, herbeigeführt wird.
Durch sechs über die Leitung gesandte, abwechselnd positive und negative Stromstöße wird ein Schaltrad um ein bestimmtes Stück schrittweise sich zu drehen veranlaßt, welches in bekannter Weise bei den ersten fünf Schrit-
ten hintereinander fünf Kontaktschlüsse hervorruft, die aber nur dann auf die zugehörigen, den Typenträger auf Buchstaben- und Interpunktionseinstellung überwachenden Relais einwirken können, wenn während der Kontaktschlüsse der Linienstrom von bestimmter Art, also beispielsweise von langer Dauer ist. Beim sechsten Schritt des Rades wird dann ein besonderer Kontaktschluß bewirkt, der den Abdruck für die eingestellten Buchstaben- oder Interpunktionstypen herbeiführt und gleichzeitig eine Freigabe des zu diesem Zeitpunkte durch eine Sperrvorrichtung, beispielsweise eine Klinke, festgehaltenen Schaltrades bewirkt wird.
Sollen hingegen Zahlen zum Abdruck gelangen, dann wird das Sperrad gemäß vorliegender Erfindung während des sechsten Stromstoßes festgehalten und durch den siebenten Stromstoß unter Verwendung eines dann erregten besonderen Relais oder dergl. Strom zu einem besonderen Relais gesandt, welches dann die Einstellung des Typenträgers auf die gewünschte Zahl veranlaßt, worauf nach Übersendung eines achten Stromstoßes bestimmter Art und Richtung der Abdruck der gewünschten Zahl erfolgt. Auf diese Weise wird es ohne komplizierte Mittel möglich, für die Zahlen eine größere Anzahl sich abwechselnder positiver und negativer Stromstöße zu verwenden, als für die Buchstaben- und Interpunktionszeichen.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Einrichtung sind die Spulen des zur Verwendung gelangenden sechsten Relais gemeinsam mit den Spulen der bisher verwendeten fünf Relais und gemeinsam mit den Spulen einer den Druckmagneten einschließenden Leitung derart verbunden, daß bei derjenigen Erregung der sechs Relais, bei welcher eine Verstellung des Typenträgers bedingt ist, das siebente Relais auch die Druckleitung schließt, während, sofern keines der übrigen sechs Relais in die wirksame, eine Verstellung des Typenträgers bedingende Lage hingeführt wird, das siebente Hülfsrelais auch die Leitung für den Druckmagneten unterbrochen hält, so daß dann eine Weiterschaltung- des Nachrichtenträgers ohne gleichzeitigen Abdruck eines Zeichens ermöglicht ist. Die Spulen sämtlicher sieben zur Verwendung kommenden Relais werden dabei zweckmäßig durch je eine gemeinsame Leitung unter Einschaltung je eines Rheostaten miteinander verbunden, so daß man in der Lage ist, mit Hülfe nur zweier Rheostaten bei Verwendung einer Kraftstromanlage oder dergl. die Widerstandsregulierung für sämtliche sieben Relais gleichzeitig bewirken zu können.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht, und zwar bedeutet Fig. 1 ein Stromschema, welches den Stromverlauf durch die zur Verwendung kommenden Relais und die wesentlichsten Organe erkennen läßt. Fig. 2 zeigt ein entsprechendes Stromschema, bei welchem nur die wichtigsten, den Erfindungsgegenstand bildenden Teile zur besseren Übersicht veranschaulicht sind, Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung der Einrichtung, durch welche der Typenzylinder in die verschiedenen Stellungen gebracht werden kann. Fig. 4 zeigt die Abwicklung des Typenzylinders und läßt an der schraffierten, die Normallage bezeichnenden Stelle erkennen, daß an dieser Stelle keine Type vorgesehen ist. Fig. 5 zeigt den Typenzylinder in Verbindung mit den Magnetankern, welche die Verstellung desselben hervorrufen. \ Fig. 6 zeigt eine Einzelheit, die ersichtlich macht, daß man das Typenrad nicht nur drehen, sondern auch in Längsrichtung" verschieben kann. Fig. 7 stellt den zum Senden dienenden Papierstreifen mit den verschiedenen, die Buchstaben und Interpunktionszeichen enthaltenden Lochungen dar, während Fig. 8 den Papierstreifen mit den Lochungen für die Zahlen erkennen läßt. Fig. 9 und 10 sind Stromschemäta mit veränderter Leitungsanordnung. Fig. 11 zeigt ein Stromschema mit den wichtigsten Teilen des Typendruckempfängers und läßt erkennen, in welcher . Weise der Transport der Druckunterlage erfolgen kann, ohne daß ein Typenabdruck stattfindet. Fig. 12 ist ein Stromschema, welches der Fig. 11 entspricht, nur daß ein Teil der in Fig. 11 dargestellten Organe zur besseren Übersicht der Wirkung des zur Verwendung kommenden siebenten Relais fortgelassen ist, und Fig. 13 veranschaulicht ein Stromschema, welches nur die bisher bekannten Teile veranschaulicht, um den Unterschied in der Leitungsanordnung klar zu legen, der gemäß vorliegender Erfindung bedingt ist.
Es soll nunmehr zunächst an Hand der Fig. 13 erläutert werden, in welche^· Weise bisher die Verstellung des Typenzylinders durch die über die Leitung gesandten btromstöße bewirkt wurde.
α α und b b ist eine Ortsstromleitung, welche durch das in die Linienleitung L eingeschaltete Relais q überwacht wird. Durch sechs abwechselnd positive und negative Stromstöße wird der Anker 52 des Relais q abwechselnd in die linke und rechtsseitige Stellung gebracht. Bei der gezeichneten Lage ist augenommen, daß ein positiver Stromstoß die Linienleitung L durchfließt. Es fließt dann Strom von der Leitung α α über 51, Anker 52, Leitung 53 zur einen Spule des polarisierten Elektromagneten p, dann weiter über Leitung 54 zur oberen Wicklung eines polarisierten Elektromagneten n, um weiter über 53 zur
einen Wicklung eines mit zwei Wicklungen versehenen. Elektromagneten ο zu fließen und in die negative Leitung b b zu gelangen. Der polarisierte Elektromagnet η ist 'derart beschaffen, daß er lediglich durch lang andauernde negative Stromstöße ein Anziehen seines um tn drehbaren Ankers I bewirken kann, während Elektromagnet ο nur durch einen lang andauernden positiven oder negativen Stromstoß derart zur Wirkung kommen kann, daß er seinen Anker entgegen der Wirkung der auf diesen einwirkenden Feder anzuziehen vermag. Der Anker b des polarisierten Elektromagneten p wird durch die. abwechselnd über die Linienleitung L gesandten positiven und negativen Stromstöße in Hin- und Herschwingung versetzt und kommt dann mit seinen beiden Schalthaken abwechselnd mit den Zähnen eines Schaltrades α in Eingriff.
Dieses Schaltrad wird durch einen Federmotor oder dergl. angetrieben, kann aber nur bei jedem Ausschwingen des Ankers b um einen halben Zahn weiter rücken. Durch sechs hintereinander über die Linienleitung gesandte Stromstöße wird daher das Schaltrad a um drei volle Zähne verstellt. Fest auf der Achse des Schaltrades α sitzt nun ein Schaltrad c, welches nur ein -Drittel so viel Zähne aufweist wie das Schaltrad a, so daß bei sechs über die Leitung gesandten Stromstößen das Schaltrad c um einen Zahn weiterbewegt wird. Die Zähne des Schaltrades c können nun auf Kontakthebel e, f,g, h und i derart einwirken, daß bei der Verstellung des Schaltrades c um einen Zahn die fünf Kontakte e, f, g, h, i in der genannten Reihenfolge nacheinander geschlossen werden, und zwar findet der Stromschluß eines der Kontakte erst statt, wenn der Stromstoß für den vorhergehenden Kontakt bereits unterbrochen ist. Dies wird dadurch bedingt, daß, wie Fig. 13 erkennen läßt, die den Zähnen des Schaltrades c zugekehrten Spitzen der Kontakte einen verschiedenen Abstand von den auf sie einwirkenden Zähnen aufweisen. Sobald der sechste Stromstoß über die Leitung gesandt wird, wird ein sechster Kontakt d geschlossen und verbindet dann die beiden Leitungen 17 und 18 miteinander.
Sobald die Kontakte e, f, g, h und i geschlossen werden, werden diejenigen Spulen der Relais 1, 2, 3, 4 und 5, welche mit den Leitungen 47, 46, 45, 44 und 43 verbunden sind, mit den Kontakten in leitende Verbindung gebracht. Diese Spulen haben das Bestreben, die Anker der Relais 1 bis 5 von der auf der Zeichnung ersichtlichen Stellung in die rechtsseitige Lage überzuführen. Die gezeichnete ist die Ruhelage, bei welcher die Relais ι bis 5 nicht wirken. Sobald aber die.
rechtsseitigen Spulen, also die Arbeitsspulen der Relais 1 bis 5, von Strom durchflossen werden, werden auch die betreffenden Anker nach rechts gezogen und können dann die Einstellung des Typenzylinders in der später beschriebenen Weise vorbereiten. Trotzdem nun bei jeder schrittweisen Drehung des Rades c um einen Zahn sämtliche fünf Kontaktschlüsse et f> S' h und i geschlossen werden, wird doch nicht bei jedem Kontaktschluß auch Strom in die Relais 1 bis 5 gesandt, denn in diese Relais kann nur dann Strom fließen, wenn auch gleichzeitig der Elektromagnet 0 genügend erregt ist, um die Leitung 49 mit derjenigen 50 in Verbindung zu bringen. Nach dem Vorhergesagten ist dies aber nur dann der Fall, wenn zu dem Zeitpunkte, zu welchem einer der sechs positiven oder negativen Stromstöße über die Linienleitung gesandt ist, der betreffende Stromstoß lange genug andauert, um eine genügende Erregung des Elektromagneten 0 möglich zu machen. Ist dies aber der Fall, d. h. wird einer der sechs Stromstöße genügend lange über die Linienleitung fließen, dann wird auch zu diesem Zeitpunkte Strom von der Ortsstromleitung α α über Leitung 50, über den Anker des Elektromagneten 0, über Leitung 49, zu der Anschlußstelle j, welche in leitender Verbindung mit sämtlichen Kontakten e, f, g, h, i steht, gelangen, um dann über den betreffenden, gerade geschlossenen Kontakt und über eine der Leitungen 47, 46, 45, 44 oder 43 zu der betreffenden Spule der Relais 1 bis 5 zu fließen, um dann von hier aus über Leitung 48 und Rheostat 9 zur negativen Leitung b b der Ortsstromquelle zurückzukehren.
Man sieht hieraus also, daß, trotzdem für die Übersendung jedes Zeichens stets sechs abwechselnd positive und negative Stromstöße über die Linienleitung L gesandt werden, doch nur immer ganz bestimmte Relais 1 bis 5 zur Erregung gelangen und ihren Anker in die rechtsseitige Lage überführen. Sobald dies bei einem Anker geschehen ist, kann über denselben Strom von der Leitung α α über 33, dann den betreffenden Anker des Relais 1 bis 5 und über eine der Spulen 11, 12, 13, 14 oder 15 zur negativen Leitung b b fließen. Eines oder mehrere der Relais 11 'bis 15 werden daher ihren Anker in die rechtsseitige Lage überführen, und durch diese Überführung wird dann die Einstellung des Typenzylinders in der später beschriebenen Weise bewirkt. Diese Einstellung erfolgt, wie aus der vorangegangenen Beschreibung zu ersehen, während der Übersendung der ersten fünf Stromstöße. Wird der sechste Stromstoß über die Leitung gesandt, welcher stets ein negativer ist, und der eine lange Dauer haben muß, dann erfolgt eine Schließung des Kontaktes d und dadurch eine Verbindung der Leitung 17 und 18. Strom kann dann von der Leitung α α über Leitung 18 und 17 fließen,, um über das den Abdruck
veranlassende Relais ^ zu gelangen und seinen Weg weiter über Leitung 24 und 32 zur negativen Leitung b b zu finden. Sobald das Relais s erregt ist und dessen Anker angezogen wird, was aber nur der Fall ist, wenn der sechste negative Stromstoß eine entsprechend lange Dauer aufweist, fließt Strom von der Leitung α α über Leitung 25 und den Anker des Relais s, über Leitung 27, über Zweigleitungen 28, 29, 30 und 31 zu den Elektromagneten u, v, w, x, welche in bekannter Weise den Abdruck, die Schaltung des Farbbandes, die Sicherung des Typenzyiinders und die Weiterschaltung des Papierträgers veranlassen, um dann über Leitung 32 zur negativen Leitung b b zurückzukehren. Da durch den den Elektromagneten η entsprechend lange durchfließenden negativen Stromstoß der Anker / angezogen war, so konnte das Schaltrad c auch um einen Schritt weiterbewegt werden, demzufolge dann das "freie nasenartige Ende des Ankers / eine Weiterdrehung des Rades c um einen Zahn zuläßt. .
Gleichzeitig mit der Erregung des Relais c wurde auch das etwas träger arbeitende Relais t erregt und hat dadurch den Anker 41 angezogen. Strom kann demzufolge von der Leitung α α über Leitung 40, Anker 41, Leitung 42 und zu den das Zurückführen der Relaisanker 35 bis 39 bedingenden Windungen fließen, um dann über Leitung 42 und den Rheostaten 8 zur negativen Leitung b b zurückzukehren. Die Anker 39 bis 35 der Relais ι bis 5 werden demzufolge gleich nach erfolgtem Abdruck wieder die in der Zeichnung ersichtliche Ruhelage einnehmen und bedingen auch ein Zurückführen der die Verstellung des Typenzyiinders bewirkenden Anker in die gezeichnete linksseitige Ruhelage.
Die Einstellung des Typenzylinders 79 (Fig. 3 und 5) erfolgt durch die Elektromagnete 11 bis 15 auf folgende Weise:
Die Elektromagnete 11 bis 15 wirken auf Ankerhebel 150 bis 154 ein und sichern die jeweilige Lage dieser Ankerhebel dadurch, daß entweder die eine oder die andere Spule der Elektromagnete 11 bis 15 von Strom durchflossen wird. Dies geschieht alles in der üblichen Weise, und zwar, wie aus Fig. 3 ersicht-Hch, dadurch, daß die Anker 150 bis 154 zwischen Anschlagschrauben 96, 97, 98, 99, 100, 101, 64, 65 und 62, 63 sich verstellen lassen. Wird der Anker 150 gegen die Anschlagschraube 96 hin bewegt, so nimmt er mit Hülfe einer Stange 95 und des um einen Zapfen aus1-schwingbaren zweiarmigen Hebels 94 eine Stange 93 mit, welche mit Hülfe der Stangen 92, 91 einen Hebel 86 mitnimmt, welcher seinerseits eine Stange 85 nach links verstellt und dadurch mit Hülfe eines daran sitzenden Stiftes, welcher in einem Spiralschlitz 84 einer Hülse 83 gleitet, die letztere in Drehung versetzt. Diese Drehung wird durch einen in einem Schlitz 81 geführten Stift 82 auf die den Typenzylinder 79 tragende Stange 80 übertragen, so daß dadurch der Typenzylinder eine teilweise Drehung erhält. Durch Verstellung des Ankers 150 erhält der Typenzylinder eine Drehung um einen Schritt, durch die Verstellung" des Ankers 151 eine solche um zwei Schritte, während bei Verstellung des Ankerhebels 152 unter Vermittlung der Stange 90 und des um Zapfen 89 ausschwingbaren Hebels 88, sowie durch das Verbindungsglied 87 und die Stange 86 eine Drehung" des Typen-Zylinders um vier Schritte bewirkt wird. Arbeiten die beiden Ankerhebel 150, 151 nacheinander, so findet eine Verstellung des Typenzylinders um drei Schritte statt, während bei der Verstellung des Ankerhebels 150 und 152 eine Drehung des Typenzylinders um fünf und durch die Verstellung" des Ankerhebels 151 und 152 eine Drehung um sechs Schritte stattfindet, während bei der Verstellung der Ankerhebel 150, 151 und 152 eine Drehung des Typen-Zylinders um sieben Schritte bewirkt wird.
Ähnlich wie durch die Ankerhebel 150 bis 152 eine Drehung des Typenzylinders bewirkt wird, erfolgt durch die Abstellung der Ankerhebel 153 und 154 eine Verschiebung des Typenzylinders in der Längsrichtung. Wird der Ankerhebel 153 durch den dazugehörigen Magneten 14 (Fig. 5 und 13) verstellt, so bewirkt er unter Vermittlung des um Zapfen J1J (Fig. 3) drehbaren zweiarmigen Hebels 75 und durch Stange 71 eine Verstellung des in einer Gabel 73 drehbar gelagerten zweiarmigen Hebels 72. Die Gabel 73 kann sich in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise mit. Bezug auf den Typenzylinder drehen, so daß durch die mit Hülfe der Magnetanker 153 und 154 bewirkten Längsverschiebung des Typenzylinders dessen Drehung nicht behindert wird. Der Hebel 72 steht durch eine Stange 74, ferner durch einen zweiarmigen Flebel 70 und eine Stang'e 69 mit dem um Zapfen 67 drehbaren Hebel 68 in Verbindung. Wird der Ankerhebel 154 verstellt, so nimmt er den zweiarmigen Hebel 70 mit, der sich gleichzeitig mit der Stange 69 und dem Hebel 68 in eine andere Lage begibt und durch Stange 74 und den zweiarmigen Hebel 72 auf den Typenzylinder 79 einwirkt. Durch die Verstellung des Ankerhebels 153 wird der Typenzylinder um einen Typeiiring nach rechts verstellt, während er, sofern der Anker 154 zum Ausschwingen gebracht wird, um zwei Typenringe nach links verstellt wird. Werden gleichzeitig beide Ankerhebel 153 und 154 verstellt, dann würde der Typenzylinder um zwei Typenringe nach links und darauf um einen Typenring nach rechts verstellt werden, so daß dadurch der Typenzylinder, im ganzen eine
Verschiebung um einen Typenring nach links erfährt. Schließlich ist noch ein besonderer Ankerhebel 155 vorgesehen, welcher durch den Elektromagneten 16 verstellt werden kann und . 5 der es ermöglicht, das Typenrad um zwei Typenringe nach rechts zu verstellen und in eine Lage zu bringen, bei welcher die Zahlen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 des Typenzylinders in die Druckstellung gebracht werden können.
Neben dem Typenzylinder 79 ist eine Hülse 78 (Fig. 3) vorgesehen, welche eine Anzahl Löcher aufweist, in welche die Spitze eines Stiftes nach jeder Einstellung einspringt und dadurch die jeweilige Lage des Typenzylinders für die Druckstellung sichert.
Um die erforderlichen Stromstöße über die Leitung zu senden, werden in bekannter Weise Lochstreifen benutzt, wie dies in Fig. 7 zur Darstellung gebracht ist. In der Figur sind sämtliche in Betracht kommenden Buchstaben und Interpunktionszeichen zur Darstellung gebracht. . Der Papierstreifen besitzt eine mittlere Lochreihe, welche mit Hülfe von Stiften die ordnungsmäßige Führung des Streifens ermöglicht. Oberhalb der mittleren Lochreihe sind diejenigen Löcher vorgesehen, welche den positiven Stromstößen entsprechen, während die unteren Löcher die negativen Stromstöße hervorrufen.
Zu bemerken ist, daß über jeder der beiden Lochreihen, d. h. der oberen und unteren, je - eine Kontaktfeder vorgesehen ist, welche, sobald sie eine Lochstelle trifft, einen Stromstoß über die Leitung senden kann. Die beiden Federn sind etwas versetzt zueinander, so daß, obgleich der Lochstreifen den Anschein erregt, als wenn gleichzeitig ein positiver und negativer Stromstoß über die Leitung geschickt werden kann, dies in Wirklichkeit doch nicht der Fall ist. An den Stellen aber, an denen in dem Lochstreifen die für den positiven und negativen Strom vorgesehenen Öffnungen direkt übereinander liegen, werden sich die positiven und negativen Stromstöße sehr schnell folgen, während, wenn die untere Öffnung schräg zur oberen liegt, eine längere Zeit vergeht, bis dem positiven Stromstoß ein negativer folgt. Betrachtet man mit Bezug hierauf nun den ersten Buchstaben A in Fig. 7, so ergibt sich folgendes:
Zunächst wird ein positiver Stromstoß über die Leitung gesandt. Da die öffnung klein ist, dauert dieser Stromstoß auch nur einen Augenblick. Der Stromstoß,, welcher aber die Linienleitung L (Fig. 1) durchfließt, veranlaßt das Relais q, den Relaisanker 52 in die gezeichnete linksseitige Lage zu bringen, in welcher er von der Ortsstromleitung α α den Strom über den polarisierten Elektromagneten ρ und
von hier aus über Leitung 53 und die eine Wicklung des Elektromagneten 0 zur negativen Leitung b b sendet. In der Ortsleitung also wird der positive Stromstoß jetzt so lange wirken, bis durch die in dem Kontaktstreifen (Fig. 7) befindliche untere Öffnung ein negativer Stromstoß über die Linienleitung L gesandt wird. Sobald dies geschieht, bewegt sich die Relaiszunge 52 sogleich nach rechts, so daß über die Leitung 54, den polarisierten Elektromagneten p, die Spule η und 0 ein negativer Stromstoß gesandt wird, der wiederum so lange andauert, bis von neuem ein positiver Stromstoß über die Linienleitung gesandt wird. Die Stromstöße, die die Linienleitung passieren, sind in Wirklichkeit alle nur sehr kurz; die Wirkung, die sie aber in der Ortsleitung hervorrufen, dauert stets so lange an, bis ein Stromstoß bestimmter Richtung von einem solchen anderer Richtung abgelöst wird.
Kehren wir nun zu dem Buchstaben A der Fig. 7 zurück, so ersieht man, daß zunächst ein positiver Stromstoß von langer AVirkungsdauer über die Leitung gesandt wird, welchem ein negativer Stromstoß von kurzer Dauer folgt, indem, gleich nachdem dieser negative Stromstoß über die Leitung gesandt wird, ein neuer positiver Stromstoß folgt. Dem letzteren folgt wiederum, sehr schnell ein negativer Stromstoß, diesem wiederum schnell ein positiver, welcher auch von dem sechsten negativen Stromstoß schnell gefolgt wird. Dieser sechste negative Stromstoß wird aber erst nach längerer Dauer von einem positiven Stromstoß abgelöst und kann daher in der vorbeschriebenen Weise dafür sorgen, daß der Elektromagnet η in Wirksamkeit tritt, den Anker I anzieht und dadurch das Schaltrad c freigibt, so daß dieses sich weiter bewegen kann. Bei dem Buchstaben B folgt dem ersten positiven Stromstoß echnell ein negativer und diesem erst nach längerer Zeit ein positiver, welcher auch längere Zeit zur \¥irkung gelangt, bis wieder ein negativer Stromstoß über die Leitung gesandt wird. Aber auch diesem folgt nicht gleich ein positiver, sondern erst nach einer !05 längeren Zeit, worauf schnell hinterher ein ■negativer Stromstoß über die Leitung gesandt wird, der als sechster wieder längere Zeit zur Wirkung gelangt und daher auch wieder das Anziehen des Ankers I (Fig. 1) veranlassen kann.
Die unter dem in Fig. 7 dargestellten Kontaktstreifen vorgesehenen Striche und Punkte entsprechen dem Wheatstone'schen Alphabet. Für einen in größerem Zeitzwischenraum von einem negativen Stromstoß gefolgten positiven Stromstoß ist ein Strich gesetzt, während der schnell von einem negativen Stromstoß gefolgte positive Stromstoß durch einen Punkt bezeichnet ist.
Betrachtet man das vorletzte Zeichen der Fig. 7, nämlich das Raumzeichen, welches dann
in Anwendung kommt, wenn die einzelnen Worte voneinander getrennt werden sollen, so ersieht man, daß hier lediglich der sechste negative Stromstoß längere Zeit wirken kann, während alle übrigen Stromstöße schnell von einem Stromstoß anderer Richtung gefolgt werden. Die Folge davon ist die, daß keiner der Kontakte e, f, g, h, i (Fig. ι) zur Wirkung kommen kann, so daß auch keine Verstellung
ίο des Typenzylinders bewirkt wird, so daß dieser mit seiner leeren Stelle über dem Druckkissen bleibt. Wenn also bei Übersendung des sechsten Stromstoßes auch ein Weiterschalten des Rades c erfolgt, und wenn zu diesem Zeitpunkte auch das Weiterschalten des Papierträgers usw. von statten geht, so wird doch zu diesem Zeitpunkt dann ein Abdruck nicht stattfinden können.
In Fig. 8 ist der Lochstreifen dargestellt, wie er für die Zahlen ausgeführt ist. Die Null und Eins entsprechen dem Buchstaben O und / und werden daher auch durch sechs Stromstöße hervorgerufen. Die Zahlen 2 bis 9 dagegen werden durch je acht Lochungen hervorgerufen, und zwar ist in jedem Falle der siebente und achte Stromstoß ein lang andauernder. Der siebente ist ein positiver lang andauernder und der achte ein negativer lang andauernder Stromstoß.
In die Linienleitung L ist nun, wie Fig. 1 erkennen läßt, ein besonderes Relais r eingeschaltet, welches gleichzeitig und stets in derselben Weise arbeitet wie das Relais q. Der Relaisanker 19 spielt dabei zwischen zwei Kontaktschrauben 20 und 21.
Wird ein positiver Stromstoß über die Linienleitung gesandt, dann liegt der Anker gegen die Kontaktschraube 20, während er, wenn ein negativer Stromstoß erfolgt, gegen die Kontaktschraube 21 gelegt wird.
Während bei der Übersendung der Stromstöße für die Buchstaben und Interpunktionszeichen der sechste Stromstoß stets ein langer negativer ist, so daß dann der Elektromagnet η den Anker / anzieht und eine Drehung des Schaltrades c ermöglicht, ist für die Übersendung einer der Ziffern 2 bis 9 der sechste Stromstoß, obgleich auch negativ, von kurzer Dauer, so daß der Anker / nicht verstellt wird und das Schaltrad c in der gesperrten Stellung festhält. Zu diesem Zeitpunkte ist auch der Kontakt d geschlossen, so daß Strom von der Ortsleitung α α über 17 und 18 fließen kann. Der Strom findet aber über den Elektromag-η et en ί seinen Weg nur eine so kurze Zeit, daß dadurch die Druckvorrichtung nicht in Tätigkeit gesetzt werden kann. Der sechste negative Stromstoß ist aus diesem Grunde für die Druckvorrichtung wirkungslos. Dem sechsten Stromstoß folgt sogleich ein positiver siebenter Stromstoß von langer Dauer. Sobald aber ein positiver Stromstoß über die Linienleitüng L fließt, legen sich die Kontaktanker 52 und 19 nach links und es wird dadurch Strom von der Ortsleitung α α über Leitung 17, 18, Relaisanker 19, Kontakt 20, Leitung 22 zur Arbeitswicklung des Relais 16 fließen, um dann über Leitung 48 und über Relais 7, sowie über den Rheostaten 9 zur negativen Ortsleitung b b zu fließen. Der Anker 34 des Relais 6 legt sich demzufolge nach rechts und der Elektromagnet 16 tritt in Wirksamkeit, welcher dann in der vorbeschriebenen Weise den Typenzylinder auf die betreffende Zahl einstellt.
Sobald durch den lang andauernden siebenten Stromstoß die Einstellung des Typenzylinders auf die betreffende Zahl bewirkt ist, wird dann ein lang andauernder negativer Stromstoß über die Linienleitung gesandt, so. daß dann die beiden Anker 52 und 19 der Relais q und r ihre rechtsseitige Lage einnehmen. Der Elektromagnet η tritt dann genau wie für die Buchstaben und Interpunktionszeichen bei dem sechsten Stromstoß, jetzt bei dem achten lang andauernden negativen Stromstoß in Wirksamkeit. Der Anker / wird angezogen und das Schaltrad c wird freigegeben und kann sich um · einen Schritt bewegen. Da zu diesem Zeitpunkte der Strom von der Ortsleitung α α über Leitung 17, 18, Anker 19, Kontaktschraube 21 über den Elektromagneten s und weiter über Leitung 24 und 32 zur negativen Leitung b b des Ortsstromkreises fließt, wird der Elektromagnet s genügend lange in Wirksamkeit gehalten, um dadurch die Erregung der Elektromagnete u, ν, τυ und χ zu bewirken, wodurch in bekannter Weise genau wie für die Buchstaben der Abdruck der eingestellten Type und das Weiterschalten des Papierträgers usw. erfolgt.
Genau wie dies für den Abdruck der Buchstaben beschrieben war, tritt auch jetzt der Elektromagnet t in Wirksamkeit, da Strom von der Ortsleitung α α aus über Leitung 17, 18, Anker 19, Kontaktschraube 21, Lei- i°5 tung· 23 über den Elektromagneten t und hierauf über Leitung 23 zum negativen Zweige der Ortsleitung b b fließt, so daß auch sämtliche Anker der Relais 1 bis 7, sowie der Elektromagnete n bis 16 in ihre linksseitige Ruhestellung zurückgeführt werden.
Um die Wirkung des Relais r besser verfolgen zu können, sei auf die Fig. 2 verwiesen, in welcher die Relais 1 bis 5 und Elektromagnete 11 bis 15 fortgelassen sind. Man er- "5 sieht hieraus auch deutlich, in welcher Weise der den Abdruck einer Type bewirkende Elektromagnet u mit dem Anker des Relais 7 in Verbindung steht. Da das Relais r gemeinsam mit dem Relais q arbeitet, so könnte das letz- 1^o tere auch auf einen besonderen Anker 19 einwirken, der dann das Schließen der Leitung

Claims (3)

über Kontaktschrauben 20 und 21 genau in derselben Weise bewirkt, wie dies für das Relais r beschrieben ist. Aus Fig. 9 ist ersichtlich, daß der Anker b auch die Wirkung des Relais r ersetzen kann, indem besondere, an demselben vorgesehene Kontaktfedern sich abwechselnd gegen die Kontaktschrauben 20 und 21 legen, welche in derselben Weise, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, mit dem Relais 6 in Verbindung stehen. Dies ist deshalb möglich, weil auch der Anker b dieselben Bewegungen ausführt wie die Anker des Relais q. Aus Fig. 10 ist ersichtlich, daß auch der Anker /, welcher unter der Einwirkung des Elektromagneten η steht, die Wirkung des Relais r ersetzen kann. Der Anker I ist in diesem Falle mit einer Kontaktfeder ausgerüstet, welche abwechselnd gegen die Kontaktschraube 20 und 21 anliegt. Auch in diesem Falle sind die Kontaktschrauben 20 und 21 wieder, wie in Fig. 1, mit dem Relais 6 verbunden. In Fig. 11 ist eine besondere Kontaktvorrichtung" vorgesehen, die es ermöglicht, daß selbst nach dem Zeitpunkte, zu welchem der Elektromagnet t gewirkt und sämtliche Anker, auch denjenigen des Relais 7, in die Ruhelage zurückgeführt hat, Strom durch den den Abdruck bewirkenden Elektromagneten u fließen kann. Der Ankerhebel 207, auf welchen der Elektromagnet u einwirkt und welcher durch eine Stange 206 das Andrücken des Papieres gegen das Farbband und die eingestellte. Type bewirkt, trägt eine Kontaktfeder 208, welche, sobald der Anker einen Augenblick von dem Elektromagneten u angezogen ist, sich gegen eine Kontaktschraube 209 legt und dann einen besonderen Ortsstromkreis herstellt. Es fließt nämlich dann Strom von dem positiven Zweig α α der Ortsstroimleitung und Draht 25 über den angezogenen Anker des Elektromagneten s, dann über Leitung 27, über eine mit der Schraube 205 gewöhnlich in Berührung stehende Kontaktfeder 204, dann über die Wicklung des Elektromagneten u, von hier aus über die Kontaktfeder 208 und zur Kontaktschraube 209, von welcher aus dann der Strom über die mit dem negativen Zweig b b in der aus .Fig. 12 ersichtlichen Weise in Verbindung stehende Leitung 210 zum negativen Pol der Ortsstromleitung zurückkehren kann. Es wird demzufolge, selbst nachdem der Anker des Relais 7 in die Ruhelage zurückgekehrt ist, noch so lange Strom 'durch den Druckmagneten u fließen, bis der Strom durch den Anker des Elektromagneten s unterbrochen wird. Die in Fig. 11 und 12 veranschaulichte Kontaktvorrichtung, welche aus einer Stange 200 mit einem Stift 201, sowie aus den Kontaktfedern 202, 203 und 204 besteht, ist an sich bekannt und hat den Zweck, den Strom für den Druckmagneten von Hand aus dann unterbrechen zu können, wenn man die Absicht hat, einen neuen Papierbogen einzuziehen oder den Papierträger um ein größeres Stück unabhängig von der übrigen Einrichtung zu verstellen. Das Leitungsschema Fig. 12 stimmt im ^0 wesentlichen mit demjenigen der Fig. 11 überein, nur daß daselbst zur besseren Übersicht die Relais 1 bis 5 und deren Verbindungsteile fortgelassen sind. Schließlich ist noch zu bemerken, daß die wirksame Wicklung sämtlicher Relais 1 bis 7 ebenso wie die das Zurückführen der Teile in die Ruhelage bewirkenden Wicklungen dieser Relais mit je einer besonderen Leitung 48 und 42 verbunden sind, welche je ein Rheostat und 9 einschließt. Hierdurch ist es ermöglicht, mit Hülfe nur zweier Rheostate die Stromstärke für sämtliche Relais zu regulieren. Patent-A ν Sprüche:
1. Verfahren zur Inbetriebsetzung von Typendrucktelegraphen mittels Typenträger, welche durch bestimmte, über die Linienleitung gesandte Stromstoß folgen auf die jeweiligen Zeichen einstellbar sind, g0 indem für eine bestimmte Anzahl und Art der Typen, z. B. für die Buchstaben und Interpunktionszeichen, eine bestimmte, für sämtliche Zeichen gleiche Anzahl sich nur durch die verschiedene Zusammensetzung (Dauer, Stärke oder sonstige Beschaffenheit) voneinander unterscheidender Stromstöße die Typenträgereinstellung veranlaßt und der Abdruck der jeweilig eingestellten Type bei Übersendung eines weiteren Stromstoßes, der sich beispielsweise durch Richtung und Länge auszeichnet, erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer anderen Art der Typen, beispielsweise der Zahlen, zu dem für die Buchstaben und Interpunktionszeichen maßgebenden Zeitpunkt noch kein Abdruck erfolgt, sondern zunächst eine weitere Verstellung des Typenträgers veranlaßt wird, während der Abdruck dieser Zeichen erst durch Über-Sendung einer größeren Anzahl Stromstöße, als für die erstgenannte Zeichengattung nötig, herbeigeführt wird.
2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 eine Einrichtung, bei welcher durch besondere, über die Leitung gesandte, abwechselnd positive und negative Stromstöße ein Schaltrad (c) um ein bestimmtes Stück schrittweise sich zu drehen veranlaßt wird, welches bei den ersten fünf Schritten hintereinander fünf Kontaktschlüsse hervorruft, die aber nur dann auf
die zugehörigen, den Typenträger auf Buchstaben- und Interpunktionseinstellung überwachenden Relais (i bis 5) einwirken können, wenn während der Kontaktschlüsse der Linienstrom von bestimmter Art (Dauer) ist, während bei dem sechsten Schritt des Rades (c) durch einen besonderen Kontaktschluß (d) der Abdruck für die eingestellte Buchstaben- oder Interpunktionstype herbeigeführt und gleichzeitig eine Freigabe des zu diesem Zeitpunkte durch eine Sperrvorrichtung (Klinke /) festgehaltenen Rades (c) bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei derÜbersendung von Zahlen das Schaltrad (c) während des sechsten Stromstoßes festgehalten und durch den siebenten Stromstoß unter Verwendung eines dann erregten besonderen Relais (r) oder dergl.
Strom zu einem sechsten Relais (6) gesandt wird, welches dann die Einstellung des Typenträgers auf die gewünschte Zahl veranlaßt, worauf nach Übersendung eines achten Stromstoßes bestimmter Art und Richtung der Abdruck der gewünschten Zahl erfolgt.
3. Eine Ausführungsform der unter 2. gekennzeichneten Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule des sechsten Relais (6) gemeinsam mit den Spulen der in bekannter Weise zur Übertragung von Buchstaben und Interpunktionszeichen verwandten Relais (1 bis 5) und mit der Spule eines besonderen, bekanntlich die den Druckmagneten (u) einschließende Leitung überwachenden Hülfsrelais (7) derart verbunden ist, daß nur bei derjenigen Erregung der Relais (1 bis 6), bei welcher eine 'Verstellung des Typenträgers bedingt ist, das Relais (7) auch die Druckleitung schließt, während, sofern keines der Relais (ι bis 6) in die wirksame, eine Verstellung des Typenträgers bedingende Lage übergeführt wird, das Relais (7) auch die Leitung für den Druckmagneten unterbrochen hält, so daß dann ein Weiterschalten des Nachrichtenträgers ohne erfolgenden Abdruck möglich ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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