DE129682C - - Google Patents

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DE129682C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/16Stringed musical instruments other than pianofortes
    • G10F1/20Stringed musical instruments other than pianofortes to be plucked

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 129682 -KLASSE 51 d.
OSCAR SCHMIDT in BERLIN. Vorrichtung mit Notenblatt zum mechanischen Greifen von Saiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. März 1900 ab.
Um bei mechanischen Saiteninstrumenten möglichst wenig 'Saiten verwenden zu müssen, benutzt man Greifervorrichtungen, welche jede Saite an verschiedenen Stellen ihrer Länge gegen den Steg drücken und ihren schwingenden Theil dadurch verkürzen oder verlängern. Durch den längeren Weg, den der Greiferarm dabei zurücklegen mufs, wird ein verhältnifsmäfsig grofser Kraftaufwand erforderlich, denn es. mufs dieser Weg innerhalb einer bestimmten kurzen Zeit vollendet sein. Dieser Umstand stand der Herstellung derartiger Saiteninstrumente hindernd im Wege.
Nach vorliegender Erfindung soll nun dieser Uebelstand dadurch beseitigt werden, dafs der Greiferarm, welcher von den Zähnen eines Antriebsrädchens beeinflufst wird, beim Eintreten in die Zahnlücken desselben einen federnden Schwingarm spannt. Dafs aber bei der darauf folgenden Drehung des Antriebsrädchens, sobald der Greiferarm von neuem zur Wirkung kommt, diese Bewegung dadurch unterstützt wird, dafs die in dem gefederten Schwingarm vorher aufgespeicherte Kraft nunmehr in Wirkung tritt.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Ausführung der Vorrichtung in der Ruhe- und Arbeitsstellung dargestellt. Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführung in der Ruhestellung. Fig. 4 stellt einen Schwingarm im Besonderen dar. Fig. 5 giebt die Vorderansicht, Fig. 6 die Seitenansicht einer besonderen Ausführungsform des Anreifsrädchens. Fig. 7 läfst die Lage der Saiten zu den einzelnen Stegen erkennen.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführung wird die Bewegung der Notenschablonen durch Notenzeichen / in bekannter Weise auf ein Anreifsrädchen α übertragen. An dem Anreifsräden ist ein Sternrädchen b befestigt, und es wirkt dieses durch Vermittelung eines bei d schwingend gelagerten Armes e auf die Schieberstange^ ein, an welcher der Greifer m sich befindet. Die Schieberstange f ist einerseits gelenkartig mit dem Arm e verbunden, andererseits führt sie sich in dem Böckchen g und wird von einer Feder h gegen das Sternrädchen hingedrückt. Unter Wirkung der Feder h- wird nun der spitze Zahn des Schwingarmes e in eine Lücke des Sternrädchens b gedrängt. Wird das Rädchen α und mit ihm das Sternrädchen b gedreht, so drängen die Zähne des letzteren, indem sie über eine der Flanken des-Zahnes hinwegstreichen, den Schwingarm e zurück, bis seine Zahnspitze wieder an eine Zahnlücke des Sternrädchens b kommt, worauf unter Wirkung der genannten Saite k und der Feder h der Zahn des Schwingarmes e sich wie ein Keil in die Zahnlücke des Rädchens hineinschiebt. Durch die spitze Form des Zahnes wird dabei das Anreifsrädchen immer wieder genau eingestellt. "
Das Herausdrängen des Zahnes aus dem Sternrädchen wird entsprechend der Kraft der genannten Saite k und der Feder h eine grofse Kraft erfordern. Andererseits wird das Wiedereinspringen .des Zahnes in eine Zahnlücke des Sternrädchens b sehr plötzlich erfolgen und das Rädchen stofsweise vorwärts bewegen. Um diese entgegengesetzte Kraftwirkung auszugleichen, ist auf der dem Schwingarm e gegenüberliegenden Seite ein zweiter federnder Schwingarm η angeordnet, der mit seinem zahn-

Claims (2)

  1. förmigen Ende in gleicher Weise gegen das Sternrädchen so wirkt, dafs er eine Zahnlücke des Sternrädchens verläfst, wenn der Zahn des Schwingarmes e in eine Zahnlücke eintritt, und umgekehrt. Es machen also beide Schwingarme , wie die Hemmung einer Uhr, . eine pendelnde Bewegung gegen einander. Der Schwingarm η soll also, während der Zahn des Schwingarmes e bei Drehung des Rädchens aus der Zahnlücke herausgedrängt wird, in eine andere Zahnlücke des Rädchens eintreten (Fig. 2) und durch seine Federkraft mittelst einer seiner Flanken das Sternrädchen vorwärtsschieben. Er wird sonach die Antriebsarbeit der Notenschablonen unterstützen. Umgekehrt wird der Schwingarm η aus der Zahnlücke des Sternrädchens b herausgedrängt, wenn der Zahn des Schwingarmes e unter Wirkung der gespannten Saite k und der Feder h sich hineinschiebt. Er wird dabei der Kraft der gespannten Saite und der Feder /!entgegenwirken, ein plötzliches Zurückspringen des Armes e verhindern und selbst wieder in Spannung gebracht, bis er seine Ruhestellung (Fig. 1) erreicht hat, wobei seine Zahnspitze auf dem Umfang des Sternrädchens aufläuft. Auf diese Weise wird ein Theil der überschüssigen Kraft der gespannten Saite k und der Feder h in dem Schwingarm η aufgespeichert, damit sie midie spätere Weiterdrehung des Rädchens zur Verfügung steht.
    Mit der Bewegung des Schwingarmes e wird auch die Schieberstange f mitgenommen und der Abdrücker gegen die Saite k oder von ihr. fort bewegt.
    Anstatt den gefederten Schwingarm η an dem Sternrädchen b angreifen zu lassen, kann man ihn auch, ' wie das Ausfuhrungsbeispiel Fig. 2 zeigt, gegen einen Ansatz der Schieberstange f wirken lassen. Der Einflufs auf die Bewegungsvorrichtung bleibt dabei derselbe, wenn der Schwingarm so angeordnet ist, dafs er das eine Mal den Ansatz der Schieberstange/ gegen die Wirkung der gespannten Saite k und der Feder h zurückdrückt, das andere Mal von der Feder h durch den Ansatz der Schieberstange J wieder angehoben wird.
    Die Feder h kann auch unmittelbar hinter dem Schwingarm e angeordnet sein, der selbst nicht federnd ist, wie dies Fig. 4 zeigt. Andererseits kann auch der Schwingarm e vollständig fehlen, wenn die Schieberstange f eine andere Führung erhält und in die Verzahnung des Sternrädchens b unmittelbar eingreift.
    Eine besondere Ausführungsform des Stern*· rädchens ist in Fig. 5 und 6 dargestellt. Anstatt des Sternrädchens b ist das Transporträdchen α mit seitwärts aufspringenden Zähnen 0 versehen, zwischen welche der Zahn der Schwingarme e oder η eintritt oder auf welche er mit seiner Spitze sich aufsetzt.
    Pate ν t-An Sprüche:
    ι. Vorrichtung mit Notenblatt zum mechanischen Greifen von Saiten, dadurch gekennzeichnet , dafs der von einem Sternrädchen (b) beeinflufste Greiferarm (J) beim Eintreten in die Zahnlücken des Rädchens einen federnden Arm (n) spannt, der bei der Weiterdrehung des Sternrädchens das Verschieben des Greifers (e,f-, tn) gegen die Saite unterstützt, zu dem Zwecke, eine möglichst gleichmäfsige und nicht sprungweise Bewegung der Vorrichtung zu erzielen.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs das von dem Notenblatt beeinflufste Antriebsrädchen (a) für den Greifer (e,f, m) mit seitlichen VorsprUngen (o) versehen ist, die das Verschieben des Greifers bewirken (Fig. 5 und 6).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1715393A1 (de) * 2005-04-22 2006-10-25 Glashütter Uhrenbetrieb GmbH Mechanismus zur Erzeugung von mindestens eines Klangs

Cited By (4)

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EP1715393A1 (de) * 2005-04-22 2006-10-25 Glashütter Uhrenbetrieb GmbH Mechanismus zur Erzeugung von mindestens eines Klangs
WO2006111262A1 (fr) * 2005-04-22 2006-10-26 Glashütter Uhrenbetrieb GmbH Mecanisme generateur d'au moins une sonorite
CN100573366C (zh) * 2005-04-22 2009-12-23 格拉斯许特钟表有限公司 产生至少一种声音的机构
US7641023B2 (en) 2005-04-22 2010-01-05 Glashütter Uhrenbetrieb GmbH Mechanism generating at least one type of sonority

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