DE128908C - - Google Patents
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- DE128908C DE128908C DENDAT128908D DE128908DA DE128908C DE 128908 C DE128908 C DE 128908C DE NDAT128908 D DENDAT128908 D DE NDAT128908D DE 128908D A DE128908D A DE 128908DA DE 128908 C DE128908 C DE 128908C
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-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/26—Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Photographic Developing Apparatuses (AREA)
Description
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
JVi 128908 KLASSE 57«.
CHARLES ANTHONY BURGHARDT- in MANCHESTER, CHRISTIAN GUSTAV WARNECKE und WILLIAM HENRY HEATH
in CLERKENWELL (Engl.).
Plattenwechselvorrichtung für photographische Cameras, bei welcher die Platten durch von
auFsen verschiebbare Greifer aus einem beweglich an der Camera angebrachten Behälter entnommen und nach dem Belichten in denselben zurückgebracht werden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Oktober 1900 ab.
Die Erfindung betrifft eine Plattenwechselvorrichtung für photographische Cameras, bei
welcher die Platten durch von aufsen verschiebbare Greifer aus einem beweglich an der
Camera angebrachten Behälter entnommen und nach dem Belichten in denselben zurückgebracht
werden. Von bereits bekannten Einrichtungen dieser Art (vergl. die amerikanische
Patentschrift 544493) unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, dafs der Plattenbehälter
um eine zur Richtung der Greiferbewegung parallele Achse drehbar ist und zwei
zu beiden Seiten der Drehachse gleich weit von dieser entfernt liegende Schlitzführungen
enthalt, welche je eine Gleitbahn für die Greifer bilden. Diese Schlitzführungen können durch
Drehung des Plattenbehälters wechselweise mit einer in der Bahn der Greifer liegenden Schlitzführung
der Camera in Uebereinstimmung gebracht werden.. Bei Benutzung des Apparates
erfolgt durch eine der Schlitzführungen des Plattenbehälters das Ueberführen der unbelichteten
Platten in die Belichtungslage und durch die gegenüber liegende Schlitzführung das Zurückführen der belichteten Platten in
den Behälter nach Drehung desselben um i8o°. Infolge der Drehung des Behälters erhalten die
in denselben zurückgeführten Platten eine solche Lage, dafs ihre lichtempfindliche Seite
von der Belichtungsöffnung der Camera abgewendet ist.
Durch die Erfindung soll eine irrthümliche Wiederholung der Belichtung ein und derselben
Platte, durch welche die letztere unbrauchbar gemacht werden würde, ausgeschlossen
werden. Bei den bekannten Plattenwechselvorrichtungen kann eine derartige Wiederholung der Belichtung dann eintreten,
wenn nach Erschöpfung des Vorraths an unbelichteten Platten die Greifer nochmals in den
Plattenbehälter eingeführt werden, eine bereits belichtete Platte erfassen und sie nochmals in
Belichtungsstellung bringen. Dieser Nachtheil wird bei dem Erfindungsgegenstand vermieden.
Ferner wird durch die drehbare Anordnung des Plattenbehälters gegenüber der bisher üblichen
Ausbildung desselben als in Längsrichtung verschiebbarer Schlitten eine wesentliche
Raumersparnifs und eine bequemere Handhabung des Apparates erzielt.
Der Plattenbehäller wird zweckmäfsig abnehmbar angeordnet. Eine leicht lösbare
Drehverbindung zwischen dem Plattenbehälter und der Camera wird dadurch erzielt, dafs der
Plattenbehälter an seinem Bodentheil ein'Schlitzloch erhält, in welches ein am Deckel der
Camera angeordneter Drehzapfen einschiebbar ist. ■ . . ■ .
In den Zeichnungen ist die Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Hinteransicht der Camera mit aufgesetztem Plattenbehälter;
Fig. 2 ist eine Einzeldarstellung des die verschiebbaren
Greifer tragenden Theiles der Camera;
Fig. 3 zeigt die wesentlichen Arbeitstheile in Ruhestellung in einem in Richtung der Linie
A-B von Fig. 2 gedachten Schnitt;
Fig. 4 und 5 sind ähnliche Schnittdarstellungen bei zwei verschiedenen Arbeitsvorgängen;
Fig. 6 ist eine Draufsicht des Plattenbehälters bei abgenommenem Deckel;
Fig. 7 und 8 erläutern bauliche Einzelheiten des Plattenbehälters.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an das Gehäuse der Camera eine Thür 1 angelenkt
(s. Fig. 1), deren Innenseite mit Führungen 2 für einen die klauenförmigen Greifer 3
tragenden Rahmen 4 (Fig. 2) versehen ist, welcher mittels einer Nürnberger Scheere 5
oder einer sonst geeigneten Vorrichtung durch ein· Getriebe 6, 7 verschiebbar ist, das mit
Hülfe eines an der Aufsenseite der Thür 1 angebrachten Griffes 8 in Wirksamkeit gesetzt
werden kann. Die Theile 2 bis 8 werden zweckmäfsig an einer drehbar in die Thür 1
eingesetzten Scheibe 9 angebracht, um durch deren Drehung in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten
Pfeiles χ den Rahmen 4 in Querlage bringen zu können, so dafs die durch die
Greifer in die Belichtungsstellung gebrachten Platten in bekannter Weise für Hoch- und für
Queraufnahmen eingestellt werden können. Der Rahmen 4 ist an seinen unteren Enden
mit Klauen oder Nasen 10 versehen, die ähnlich wie die Greifer 3 ausgebildet sind und als
Träger für die von den Greifern 3 erfafsten Platten dienen, deren Lage in dem Rahmen 4
durch Randleisten 12 desselben gesichert wird.
Die Cameradecke 13 erhält einen in der
Bahn der Greifer 3 liegenden Längsschlitz 14 (Fig. 3), welcher bei Ruhestellung der Arbeitstheile
durch eine Klappe 15 lichtdicht abgeschlossen wird, die unter Wirkung von Federn
16 steht und um Zapfen 17 drehbar ist.
An der Klappe 15 sind Anlaufflächen 18, ig
vorgesehen, die mit Anlaufflächen 20 bezw. 21 der oberen und unteren Klauen (3 bezw. 10)
des Rahmens 4 zusammenwirken, um bei der Auf- oder Abwärtsbewegung des Rahmens 4
die Klappe 15 bei Seite zu drängen (s. Fig. 5).
Der Plattenbehälter 22 wird hochkant auf das Cameragehäuse aufgesetzt, dessen Cameradecke
13 einen Drehzapfen 23 mit pilzförmigem Kopf 24 (Fig. ι und 3) trägt, welcher in ein
Schlitzloch 25 (Fig. 7) der Bodenplatte 26 des •Plattenbehälters eingeführt werden kann und
alsdann in; den freien Raum über der Bodenplatte 26 hineinragt. Der Kopf 24 des Drehzapfens
23 wird durch den erweiterten Theil des. Schlitzloches 25 hindurchgesteckt, worauf
der Plattenbehälter 22 derart verschoben wird, dafs der Drehzapfen 23 an das verjüngte Ende;
des Schlitzloches anstöfst, wobei der Kopf des, Drehzapfens zwischen die Schenkel einer an'
der Innenseite der Bodenplatte 26 befestigten Blattfeder 27 gezwängt und von diesen festgeklemmt
wird, um eine selbsttätige Verschiebung des Plattenbehälters 22 zu verhindern.
Der Plattenbehälter kann alsdann in eine der Arbeitsstellungen nach Fig. 3 und 4 oder nach
Fig. 5 durch Drehung um den Zapfen 23 gebracht werden.
Die Bodenplatte 26 des Plattenbehälters ist mit zwei Längsschlitzen 28, 29 versehen, welche
zu beiden Seiten des Schlitzloches 25 gleich weit von der Drehachse entfernt derart angebracht
sind, dafs jeder derselben in Uebereinstimmung mit dem Längsschlitz 14 der Cameradecke
13 der Camera gebracht werden kann. Der Längsschlitz 28 wird durch einen Schieber
30, der Schlitz 29 durch einen Schieber 31 lichtdicht abgeschlossen (Fig. 3 und 8). Diese
beiden Schieber 30, 31 sind unterhalb des die Platten tragenden Bodens 33 derart angebracht,
dafs sie einander überlappen und gegen einander verschiebbar sind. Der Schieber 30 ist
mit Ansätzen 34 (Fig. 4) mit schrägen, in der Bahn der Abschrägungen 20 der Greifer 3
liegenden Anlaufflächen versehen, die derart angebracht sind, dafs beim Eintreten der
Greifer 3 in den Schlitz 28 der Schieber 30 bei Seite gedrängt wird. Der Schieber 31 erhält
ähnliche Ansätze 35 mit gleichartigen Anlaufflächen.
Die Platten 32 sind in Räbmchen 36 eingesetzt (Fig. 4), welche; an ihren oberen Kanten
mit je einem mittleren Bügel 37 derart versehen sind, dafs in den Bügel des der Wand 38
(Fig. 5) des Behälters 22 am nächsten liegenden Rahmens eine an der Wand 38 befestigte
Feder 39. eingreift, welche gleichzeitig den ganzen Plattenstofs gegen einen an der gegenüberliegenden
Wand des Behälters 22 aufserhalb der Bahn der Greifer 3 angebrachten
Anschlag 40 andrückt und dadurch die Plattenrahmen in der für die richtige Arbeitsweise
der Greifer 3 erforderlichen Lage hält. Zur Führung der unteren Enden der Plattenrahmen
dienen Federn 41 und Anschläge 42 (Fig. 3 und 6). ,
Die Arbeitsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Um eine Platte in Belichtungsstellung zu bringen, wird zunächst der Plattenbehälter 22
in die in Fig. 3 dargestellte Lage gebracht, in welcher der Schlitz 28 in der Bodenplatte 26
des Plattenbehälters 22 in Uebereinstimmung mit dem Schlitz 14 der Camera ist. Alsdann
wird der Rahmen 4. durch Drehung des Griffes 8
nach aufwärts bewegt, wobei die Abschrägungen 20 der Greifer 3 gegen die Anlaufflächen
19 der Klappe 15 treffen und die
letztere gegen den Druck der Feder 16 öffnen. Die Greifer 3 treten alsdann durch die Schlitze 14
und 28 hindurch, worauf ihre Abschrä'gungen 20 gegen die Ansätze 34 des Schiebers 30. treffen
und diesen gegen den Druck der Federn 43 (Fig. 8) bei Seite drängen. Die Klappe 1 5 und
der Schieber 30 werden, nachdem die Greifer 3 an denselben vorbeigegangen sind, - durch die
Randleisten 12 des Rahmens 4 geöffnet gehalten. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung
des Rahmens 4 drücken die Greifer 3 den Plattenstofs gegen den Druck der Federn 3.9
und 41 etwas zur Seite, so dafs die Platten gegen das Ende der Aufwärtsbewegung des
Rahmens 4 eine schwach geneigte Stellung erhalten.
Am Ende ihres Aufwärtshubes fassen die Greifer 3 etwas über die obere Kante des
ihnen zunächst liegenden Plattenrahmens, dessen unteres Ende durch den Druck der Feder 41
in den Raum zwischen den Randleisten 12 des Rahmens 3 eingedrückt wird, so dafs seine
untere Kante auf den Nasen 10 des Rahmens 4 aufruht (Fig. 4), während das obere Ende des
Plattenrahmens durch den Anschlag 40 von dem Rahmen 4 um einen geringen Abstand entfernt gehalten wird.
Bei der Abwärtsbewegung des Rahmens 4 treffen die Abschrägungen 21 der Nasen 10
gegen die Anlaufflächen 18 der Klappe 15, wodurch diese wieder geöffnet wird, während
gleichzeitig der von den Greifern 3 erfafste Plattenrahmen niedergezogen wird, wobei er
aus dem Bereich des Anschlages 40 heraustritt und alsdann in den Raum zwischen den Randleisten
12 des Rahmens 4 durch die Feder 41 vollständig eingedrückt wird. Am Ende des
Abwärtshubes des Rahmens 4 befindet sich die von demselben mitgenommene Platte in Belichtungsstellung
dem (nicht dargestellten) Objectiv gegenüber.
Zwecks Zurückfuhrung der belichteten Platte in den Behälter 22 wird dieser in die Stellung
nach Fig. 5 gebracht, wobei der Schlitz 29 der Bodenplatte 26 in Uebereinstimmung mit
dem Schlitz 14 kommt, so dafs beim Aufwärtshube des Rahmens 4 der Schieber 31 in
'Oeffnungsstellung gelangt, während die Feder 41 durch den Rahmen 4 zeitweise unwirksam gehalten
wird. Am Ende des Aufwärtshubes des Rahmens 4 trifft der in demselben befindliche
Plattenrahmen gegen die Feder 39, welche wegen der oberen Aussparung des Rahmens 4
den Bügel 37 des Plattenrahmens erfafst, dessen oberes Ende durch die Feder 39 aus der Bahn
der Greifer herausgedrückt und beim Abwärtshube des Rahmens 4 festgehalten wird, so dafs
der Rahmen 4 leer zurückgeht. Das untere Ende des von der Feder 39 festgehaltenen
Plattenrahmens wird durch die Feder 41 nach dem Vorbeigang des Rahmens 4 an derselben
auf den Boden 33 aufgeschoben.
Claims (2)
1. Plattenwechselvorrichtung für photographische Cameras, bei welcher die Platten
durch von aufsen verschiebbare Greifer aus einem beweglich an der Camera angebrachten
Behälter entnommen und nach dem Belichten in denselben zurückgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dafs der
Plattenbehälter (22) um eine zur Bahn der Greifer (3) gleichgerichtete Achse drehbar
ist und zwei zu beiden Seiten der Drehachse gleich weit entfernt von dieser liegende, je eine Gleitbahn für die Greifer (3)
bildende Schlitzführungen (28, 29) erhält, welche durch Drehung des Behälters (22)
wechselweise mit einer in der Bahn der Greifer (3) liegenden Schlitzführung (14)
der Camera in Uebereinstimmung gebracht werden können, so dafs durch eine der
■; Schlitzführungen (28) des Behälters das
··. Verschieben der unbelichteten Platten in die Belichtungslage und durch die ihr gegenüber
liegende Schlitzführung (29) das Zurückführen der belichteten Platten in den Behälter
nach Drehung desselben um i8o° erfolgen kann, wobei durch die Drehung
des Behälters die in denselben zurückgeführten Platten eine solche Lage erhalten,
dafs ihre lichtempfindliche Seite von der Belichtungsöffnung der Camera abgewendet
und dadurch eine irrthümliche Wiederholung der Belichtung ein und derselben Platte ausgeschlossen ist.
2. Ausfuhrungsform der in Anspruch 1 gekennzeichneten
Plattenwechselvorrichtung, bei welcher der Plattenbehälter (22) an seinem Bodentheil (26) ein Schlitzloch (25)
erhält, in welches ein Drehzapfen (23) am Deckel der Camera eingeschoben werden kann, um eine leicht lösbare Drehverbindung
zwischen Plattenbehälter und Camera zu schaffen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE128908C true DE128908C (de) |
Family
ID=397409
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT128908D Active DE128908C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE128908C (de) |
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0
- DE DENDAT128908D patent/DE128908C/de active Active
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