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Vielfachkamera Die Erfindung betrifft eine Vielfachkamera zur Aufnahme
einer größeren Anzahl photographischer Bilder auf ein und derselben Platte, so daß
die Bilder in Reihen und Kolonnen angeordnet sind. Es können z. B. 56 Bilder in
acht Reihen zu je sieben Aufnahmen angeordnet sein.
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Man hat Apparate gebaut, die gleichzeitig eine ganze Anzahl Aufnahmen
ein und desselben Gegenstandes herstellen sollten, eine Aufgabe, die von der in
der vorliegenden Erfindung behandelten verschieden ist. Man hat ferner bereits Vielfachkameras
gebaut, bei denen ein Objektiv nacheinander vor. die zu belichtenden Teile der Platte
bewegt wurde. Die dazu nötige horizontale und vertikale Verschiebung des Objektivs
erforderte einen sehr verwickelten Mechanismus.
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Insbesondere bezweckt die Erfindung, die Gesamtdauer der .aufeinanderfolgen:den
Aufnahmen der verschiedenen Bilder möglichst abzukürzen und die Wiedervorbereitung
des Apparates für eine weitere Aufnahme zu vereinfachen. .., Den bekannten Vielfachkameras
gegenüber besteht die Erfindung vor allem darin, daß den Kammern für die .entweder
in der senkrechten oder in der waagerechten Reihe angeordneten festen Objektive
in der jeweils senkrecht zur Objektivreihe stehenden Richtung länglich lattenförmig
ausgebildete Verschlüsse zugeordnet sind, die nacheinander auslösbar sind. Die beiliegenden
Zeichnungen zeigen beispielsweise eine Ausführungsform des Apparates.
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Fig. i stellt eine Ansicht dar.
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Fig. z ist ein Schnitt nach Linie A-B in Fig. i.
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Fig. 3 ist ein Grundriß.
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Der Apparat besteht aus einem Gehäuse i, das z. B. aus Holz gefertigt
ist und auf einem Fuß 2 steht. Das Gehäuse besitzt z. B. drei Abteilungen 3, 4,
5, die durch zwei senkrechte Scheidewände 6 rund 7 gebildet werden.
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Die mittlere Abteilung 4 enthält Beine Reihe kleiner schwarzer Kammern
4a, die in waagerechter Linie nebeneinander angeordnet sind.
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Im vorliegenden Falle werden diese Kammern durch zwei waagerechte
Querwände 8 und g (Fig. 2) gebildet, die durch senkrechte Zwischenwände io miteinander
verbunden sind. Jede Kannher ist mit einem Objektiv i i versehen. Sämtliche Objektive
sind auf einem waagerechten Querträger 12 angebracht.
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Die Trennwände werden vorteilhaft derart angeordnet, da,ß sie leicht
nach der Vorderseite hin konvergieren.
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Mit jeder schwarzen Kammer arbeitet eine Klappe 13 zusammen, die aus
einer einfachen Latte, z. B. aus Kupfer oder Aluminium, besteht. Diese ist mit einer
Öffnung 14 versehen und besitzt in ihrem oberen Teil einen rechtwinklig umgebogenen
Rand 15, mit dem sich die Klappen auf eine Holzlatte 16 aufsetzen können, die vermittels
eines Knopfes 17
waagerecht verschoben werden kann. Der Knopf 17
läuft dabei in einer Rinne 18 (Fg. 1 und 2). Die erwähnte Holzlatte läuft auf der
Hinterseite des Apparates in Führungen ig,, Sie besitzt einen merklich verbreiterten
Teil 2o; der zur Aufnahme der Latten 13 dient Durch Bedienung des Knopfes 17 und
entsprechende Verschiebung der Latte 16 werden die Klappen 13 ,ausgelöst und fallen
nacheinander. Entsprechend dem Herabfallen dieser Lamellen gelangen die Offnumgen
14 vor die Objektive und erzeugen das Lichtbild" dessen dessen Schichtträger an
aufeinänderfolgenden Stellen der Platte 23 in Führungsrinnen 24 gehalten wird.
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Die Platte 23 ruht auf einem Querträger 25, der ebenfalls in den Rinnen
24 geführt wird. Die Bedeutung dieses Querträgers wird weiter tunten erläutert
werden: Soll der Apparat für eine neue Aufnahme in Bereitschaft gesetzt werden,
so werden die Klappen 13 wieder angehoben. Dies erfolgt vermittels einer Schiebewand
26, die sich über die ganze Breite des Behälters 4 erstreckt und in ihrem unteren
Teil mit einem Verstärkungsansatz 27 verseben ist, der sich gegen das untere Ende
der Latten oder Klappen 13 legt, wenn diese herabgefallen sind. Dieser Verstärkungsansatz
kann zweckmäßig mit kleinen Federn versehen werden, welche die Klappen 13 halten.
Mit dieser Schubwand 26 ist eine kleine Schiene 26a verbunden, die in 7 Teile unterteilt
ist und zum Durchgang der Leisten 13 dient. Jeder Teil der Schiene 26a ist
außerdem mit einer öffhung versehen, die als Blende dient. Die Schubwand 26- ist
fest mit einer senkrechten Leiste 28 verbunden; die mit einem Bedienungsknopf 29
versehen ist und in Führungsöffnungen 3o gleitet, die in einer waagerechten Trennwand
31 des Biehälters 3 und in dem Fußstück 2 ausgespart sind.
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Andererseits ist mit dem Querträger 25 ein kleiner Teil32 verbunden,
der verschieblich in einer Rinne 33 angeordnet ist, die auf der hinteren Seite des
Apparates vorgesehen ist. Anf dem Teil 32 ist eine Zahnstange 34 befestigt, die
in ihrem unteren Teil mit Führungsplatten35,36 versehen ist.
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Die hintere Fläche 37 des Apparates setzt sich in zwei Platten 38
fort, die zur Aufnahme der Führungsplatte 35 dienen und auf diese Weise das untere
Ende der Zahnstange führen.
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Am unteren Ende der Zahnstange ist ferner das Ende einer Feder 39
befestigt, die sich um eine kleine Trommel4o rollt. Auf- der Leiste 28 ist ferner
ein Teil 41 befestigt, der eine geneigte Fläche 42 besitzt, mit welcher eine Rolle
43 zusammenarbeitet, die am Ende einer. Klinke 44 befestigt ist. An der Klinke 44
ist gelenkig ein Hebel45 mit Drehpunkt 46 angeschlossen, der an seinem unteren Ende
eine zweite Schiene 47 aufnimmt, die unter "...d: r Wirkung einer Feder 48 steht.
Die Feder ist am Apparat befestigt. Der Hebe145 ;° sieht ferner unter der Wirkung
einer Feder 49. .' Die Wirkungsweise ist folgende: Will man .eine photographische
Aufnahme machen; so befunden sich die Klappen 13 und die Platte 23 zunächst in der
in Fig. :2 gezeigten Stellung. Der Photograph verschiebt nun mittels des Knopfes
17 die Latte 16, derart; daß nacheinander die Klappen 13 fallen; so daß ,auf
dem oberen Teil der Platte 23
eine Reihe Aufnahmen entstehen. Hierauf muß
der Photograph den Apparat für eine neue Reihe Aufnahmen fertigmachen, d. h. er
muß die Klappen in ihre Stellung gemäß Fig. 2 zurückführen und gleichzeitig die
Platte 23 um die Höhe einer Bildreihe anheben. Das Anheben der Klappen wird vermittels:
des Knopfes 29 bewirkt, indem man die Leiste 28 und die mit ihr fest verbundene
Schubwand 26 anhebt. Dabei werden, wie schon oben erwähnt, gleichzeitig die Klappen
13 mit angehoben. Wenn die Leiste 28 ihre höchste Stellung erreicht hat, wird die
Latte 16 von neuem derart .verschoben, daß ihr verbreiterter Teil 20 unter die Ränder
der Klappen 13 tritt, die .auf diese Weise nun wieder in ihrer oberen Stellung gehalten
werden. Die Leiste 28 kann alsdann wieder in ihre ursprüngliche untere Stellung,
wie in Fig. i dargestellt, gebracht werden.
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Dabei ist folgendes zu beachten: Infolge der Aufwärtsbewegung der
Leiste 28 verschiebt sich die Rolle 43 waagerecht nach innen. Infolge dieser Bewegung
vierschiebt sich die Klinke 44 ebenfalls im selben Sinn, während die Klinke 47 sich
im umgekehrten Sinn verschiebt, indem sie gleichzeitig von ihrem Zahneingriff gelöst
wird.
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Infolgedessen wird die Zahnstange 34 unter der Wirkung der Feder 40
etwas nach oben verschoben. Infolge des darauffolgenden Abwärtsganges der Leiste
28 verschieben sich die Klinken 44 bis 47 im umgekehrten Sinn; so daß also die Klinke
47 bei der Zahnstange in. Angriff kommt, während die Klinke 44 aus dem bestehenden
Zahneingriff gelöst wird. Die Entfernung von Zahn zu Zahn entspricht in der Höhe
einer Reihe der zu fertigenden Aufnahmen, d. h. die Querleiste ä5 und infolgedessen
auch die Platte 23 werden um die nötige Strecke, d, h. um die Höhe einer Bildreihe,
angehoben.
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Beim Ansteigen der Zahnstange rollt sich die Feder 39 auf der Trommel
4o auf.
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Wenn sämtliche Aufnahmen getätigt sind, kann man eine neue Platte
in die Führungen ä4 einbringen. Durch einen Druck auf dieselbe
kann
der Photograph die Leiste 25 und die Zahnstange 34 nach unten führen. Durch diese
Bewegung wird die Feder 39 aufg=erollt. Andererseits wirkt die Zahnstange auf die
Klinke 47, die infolge der Elastizität der Feder:: 48 außer Eingriff kommt und zuletzt
in die durch die Feder 48 gegebene Stellung zurückgeführt wird, @um dann durch einen
Sporn 5 i angehalten zu werden. Die Platte 23 wird durch die Klinke 47 gehalten,
die hier die Rolle eines Riegels spielt, bis die Leiste 28 wieder aufwärts bewegt
wird.