DE61090C - Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate - Google Patents

Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate

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Publication number
DE61090C
DE61090C DENDAT61090D DE61090DA DE61090C DE 61090 C DE61090 C DE 61090C DE NDAT61090 D DENDAT61090 D DE NDAT61090D DE 61090D A DE61090D A DE 61090DA DE 61090 C DE61090 C DE 61090C
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DE
Germany
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piston
slide
photographic apparatus
guide
stroke
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Active
Application number
DENDAT61090D
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English (en)
Original Assignee
G. ROSENMÜLLER in Dresden-Neustadt, Hauptstr. \8. Vota 31. Juli 1891 ab
Publication of DE61090C publication Critical patent/DE61090C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
β KLASSE 57: Photographie.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen pneumatischen Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate, welche* sowohl für Moment- als auch für Zeitaufnahmen benutzt werden kann. Der Verschlufs beruht auf demselben Grundgedanken, wie der unter No. 6108g. patentirte. Von dem Gegenstande jener Patentschrift unterscheidet sich indessen der gegenwärtige Verschjufs wesentlich durch seine eigenthümliche Bewegungsvorrichtung.
Diese Bewegungsvornchtung wird im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dafs der durch Luftdruck betriebene Kolben bei seinem Rückgange durch Auflaufen auf im Stiefel angeordnete Schraubenflächen derart gesteuert wird, dafs er bei seinem Vorgange abwechselnd zwei Gleitstücke vorschiebt, welche mittelst Führungsstifte in die in einander entgegengesetztem Sinne verlaufenden Scbraubennuthen eines kreisenden Führungsstückes eingreifen, wodurch beim Vorschübe des einen Gleitstückes durch den Kolben das andere zurückgeschoben wird. Einer der Führungsstifte greift hierbei in gekrümmte Schlitze in den schwingenden Verschlufschiebern ein und öffnet mittelst derselben bei einem jeden Vorgange des Kolbens für einen Moment die Schieber, um sie dann bei dem Weitergange des Kolbens sogleich wieder zu schliefsen. Der Verschlufs wirkt jetzt als Momentverschlufs; sollen Zeitaufnahmen erfolgen, so wird in die Bahn des gedachten Führungsstiftes eine Klinke gebracht; der Stift wird hierdurch nach halb zurückgelegtem Hube — bei Offenstellung der Schieber —7- aufgehalten und es werden die Schieber erst bei einem zweiten Kolbenvorgang wieder geschlossen.
In der beiliegenden Zeichnung stellen dar:
Fig. ι und 2 Ansichten des Verschlusses in charakteristischen Stellungen bei entferntem Gehäusedeckel;
Fig. 3 einen seitlichen Längsschnitt und
Fig. 4 und 5 .Einzelansichten, welche in vergröfsertem Mafsstabe die Schraubenflächen zur Steuerung des Kolbens veranschaulichen.
Der Kolben α besteht aus einem Rohrstück mit eingesetztem Boden. Ihm dient als Stiefel der untere Theil des Rohres b, an dessen Ende ein Schlauch angeschlossen wird, der an seinem Ende einen Gummiball trägt. Bei jedesmaligem Zusammendrücken des Balles wird der Kolben vorgeschoben und beim Nachlassen des Druckes durch den ä'ufseren Luftdruck zurückgetrieben.
Oberhalb des Kolbens α befindet sich in dem Rohre b die feste mittlere Scheidewand b1, auf deren beiden Seiten die Gleitstücke c und d verschiebbar sind. Bei seinem Vorgange soll der Kolben abwechselnd das eine oder das andere dieser Gleitstücke vorschieben. Er mufs deshalb so gesteuert werden, dafs sein Ansatz ax einmal auf die eine (linke), das zweite Mal auf die andere (rechte) Seite der Scheidewand gelangt (Fig. 3). Zu diesem Zwecke sind am Grunde des Stiefels b zwei in gleicher
Richtung verlaufende Schraubenflächen e e vorgesehen, die im gezeichneten Falle von dem Ende des in b eingesetzten Mundstückes zur Befestigung des Gummischlauches gebildet werden. Auf eine dieser Schraubenflächen, die je den halben Umfang des Stiefels einnehmen, trifft beim Rückgange des Kolbens a dessen keilförmiger Ansatz a2 auf, und indem dieser auf der Schraubenfläche e hinabgleitet, erfährt der Kolben nahezu eine halbe Drehung um seine Längsachse. Befand sich also bei einem Kolbenvorgange der Ansatz al auf der rechten Seite der Scheidewand, wobei Gleitstück d angehoben wurde (Fig. 3), so wird beim Niedergehen des Kolbens dessen Ansatz a2 durch die eine Schraubenfläche e so gelenkt werden, dafs beim nächsten Vorgange der Ansatz al auf der linken Seite der Scheidewand sich befinden und auf das Gleitstück c einwirken wird. Da die halbe Drehung des Kolbens nicht ganz vollendet wird (indem z. B. der Kolben nicht bis zum tiefsten Punkte seiner Bahn gelangt), so wird dieser Fehler dadurch ausgeglichen, dafs der Ansatz al auf seiner Endfläche ebenfalls die Gestalt eines Schraubenganges besitzt, welcher bei unrichtiger Stellung des Kolbens bei dessen Vorgang gegen die untere Kante der Scheidewand b1 stöfst und dadurch den-Kolben im richtigen Sinne bis zur Normalstellung dreht, worauf erst die Fläche von α 1 von der Kante abgleitet und der Kolben weitergehen kann.
Da der Kolben nur bei seinem Vorgange auf die Gleitstücke einwirkt, so mufs dafür Sorge getragen werden, dafs beim Vorschübe des einen Gleitstückes das andere zurückgeschoben wird. Zu diesem Zwecke dreht sich auf dem Rohre be das ebenfalls rohrförmige Führungsstück f. In dasselbe sind zwei Schraubennutben f1 undf2 eingeschnitten, die in einander entgegengesetztem Sinne verlaufen. In. diese Schraubennuthen greifen Führungsstifte c1 und d1 der Gleitstücke c und d ein, welche durch Längsschlitze in dem Rohr b hindurchgehen. Beim Vorschub des einen Gleitstückes (ζ. B. c) wird durch dessen Stift c1 das Führungsstück f gedreht werden, indem der Stift c1 in seiner Schraubennuth f1 geradlinig fortschreitet; diese Drehung des Führungsstückes veranlafst dann die Verschiebung des zweiten Gleitstückes d, indem dessen Führungsstift d1 von der zugehörigen Schraubennuth f2 forfgeschoben wird (und umgekehrt). Es mufs deshalb immer, wenn - ein Gleitstück gehoben wird, das andere sich senken.
Zur Bewegung der Verschlufsschieber wird nun einer der Führungsstifte benutzt, welcher verlängert in gekrümmte Schlitze der Schieber eingreift. In der Zeichnung ist dies dl. Die Schlitze g"1 g"1 der um den festen Bolzen gv schwingenden Schieber g g sind hier winkelförmig gestaltet. Ihre Form und Ausdehnung ist so bemessen, dafs bei einem vollen Hube des Kolbens in dessen Mittelstellung die Schieber geöffnet, Fig. ι, und bei der Endstellung wieder geschlossen sind, Fig. 2. In dieser Weise wirkt die Vorrichtung bei der Benutzung zu Momentaufnahmen. Bei jedem Hingange oder Rückgange des Stiftes d1, also bei jedem Kolbenhube wird die Objectivöffnung momentan geöffnet und wieder geschlossen.
Sollen dagegen mit Hülfe der beschriebenen Vorrichtung Zeitaufnahmen vorgenommen werden, so wird die Verschiebung des Stiftes d1 einseitig begrenzt, so zwar, dafs er nur bis zu seiner mittleren Stellung, welche der Offenstellung der Schieber entspricht, gelangen kann. Dies bewirkt die um dem Bolzen g1 schwingende Klinke h, welche unter der Wirkung der Feder h1 stets in die. Bahn des Stiftes d1 gedrängt wird (s. Fig. 1), wenn sie nicht durch Druck auf die Handhabe h2 zurückbewegt (s. Fig. 2 punktirt) und in dieser Stellung in irgend einer Weise arretirt wird. Es kommen deshalb bei der Benutzung des Verschlusses zu Zeitaufnahmen, welchen Fall die Fig. 1 und 2 zeigen, nur die oberen Schenkel der winkelförmigen Schlitze g-2 g2 zur Wirkung. Beim Abwärtsgehen des Stiftes d\ welches erfolgt, wenn der Kolben c vorschiebt, werden die Schieber geöffnet, beim Aufwärtsgehen desselben, wobei der Kolben auf d wirkt, werden sie wieder geschlossen. Zum Oeffnen und Schliefsen der Schieber sind also jetzt zwei Bewegungen des Kolbens erforderlich, die zwischen beiden Bethätigungen verfliefsende Zeit ist die Dauer der Belichtung. Das Spiel des Kolbens bleibt hierbei das weiter oben erläuterte, nur kann er nicht seinen ganzen Hub auf die Gleitstücke c und d übertragen.
Mehrfache bauliche Abänderungen können an der beschriebenen Einrichtung noch vorgenommen werden, ohne den Erfmdungsgedanken zu verlassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Objectiv-Verschlufs für photographische Apparate, bei welchem ein durch Luftdruck betriebener Kolben (a) bei seinem Rückgange durch Auflaufen auf im Stiefel (b) angeordnete Schraubenflächen (c c) derart gesteuert wird, dafs er bei seinem Vorgange abwechselnd zwei Gleitstücke (c und d) vorschiebt, welche mittelst Führungstifte (cl und d 1J in die in einander entgegengesetztem Sinne verlaufenden Schraubennuthen (f1 und f2) eines kreisenden
    Führungsstückes eingreifen, so dafs beim Vorgange des einen Gleitstückes das andere zurückgeschoben wird, wobei der eine Führungsstift (dx) in gekrümmte Schlitze (g2 g2) der schwingenden Verschlufsschieber (g g) eindringt und mittelst derselben die Schieber bei jedem Vorgange des Kolbens momentan öffnet und wieder schliefst, durch eine Klinke (h) aber bei halb zurückgelegtem Hube aufgehalten werden kann und dann die Benutzung des Verschlusses für Zeitaufnahmen gestattet, indem nun die Schieber bei einem Kolbenhube geöffnet und bei einem zweiten wieder geschlossen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1091425B (de) * 1958-01-25 1960-10-20 Gossen & Co Gmbh P Kamera mit Blendenregler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1091425B (de) * 1958-01-25 1960-10-20 Gossen & Co Gmbh P Kamera mit Blendenregler

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