DE12876C - Verfahren zur Extraktion des Tannins - Google Patents

Verfahren zur Extraktion des Tannins

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DE12876C
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Germany
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sulphurous
tannin
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extracting
albumin
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P. GONDOLO in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

1880.
Klasse 12.
PAUL GONDOLO in PARIS. Verfahren zur Extraction des Tannins.
,Zweites Zusatz-Patent zu No. 7864 vom 2. April 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. April 1880 ab. Längste Dauer: 1. April 1894.
Bei der Einweichung der Tannin enthaltenden Substanzen wende ich für angesäuertes Wasser Wasser an, welches in einem bestimmten Verhältnifs irgend ein schwefligsaures oder doppeltschwefligsaures Salz aufgelöst enthält.
In Gegenwart von Tannin (Gerbsäure) zersetzt sich das schwefligsaure oder doppeltschwefligsaure Salz; es bildet sich, z. B. bei Anwendung von schwefligsaurem Natron, gerbsaures Natron und schweflige Säure, welche sich in dem Bade ausbreitet und reducirend auf die färbenden Bestandtheile wirkt.
Sobald eine gewisse Quantität schwefliger Säure vorhanden ist, findet eine Reaction statt; es werden die vorhandenen Kalksalze niedergeschlagen; hierdurch wird der Einflufs, den sie als Alkalien auf das Tannin ausüben würden, aufgehoben.
In diesem Zustand enthält der Decoct gerbsaures Natron, welches sich zur Gerberei nicht eignet.
Ich zersetze dieses Salz und die schwefligsauren oder doppeltschwefligsauren Salze "und gebe noch eine kleine Portion Schwefelsäure hinzu, um das Bad leicht säuerlich zu machen.
Der so erhaltene Decoct ist beträchtlich weniger gefärbt als derjenige, welchen ich durch meine frühere Methode erhalten habe. Dessenungeachtet mufs derselbe noch geklärt werden, besonders, wenn man anstatt Eichenrinde farbreichere Rinden, Eichenholz, Kastanienholz oder andere Hölzer, verwendet.
Um die Klärung zu bewerkstelligen, wird der Decoct in ein Reservoir abgelassen, welches ein Schlangenrohr enthält.
Da der Decoct noch eine zu hohe Temperatur hat, so dafs Albumin sofort gerinnen würde, wenn man es jetzt zusetzte, so läfst man durch das Schlangenrohr kaltes Wasser fiiefsen, bis die Temperatur auf ungefähr 450C. heruntergegangen ist, d. i. die Temperatur, bei welcher das Albumin nicht mehr gerinnt.
Zur Klärung verwende ich vorzugsweise Blut, welches nun hinzugesetzt und durch Umrühren mit der Masse innig vermischt und gleichmäfsig vertheilt wird. Hierauf lasse ich durch das Schlangenrohr Dampf strömen und erhöhe so die Temperatur bis zu dem Grade, wo das Albumin gerinnt; es ist dabei zu beobachten, dafs die Temperatur diesen Grad nicht viel überschreitet, weil sonst das geronnene Albumin seine Fähigkeit theilweise verliert, die auszuscheidenden Stoffe in sich einzuschliefsen.
Das geronnene Albumin schlägt sich mit den festen und färbenden Stoffen auf den Boden nieder und die Flüssigkeit wird klar. Man filtrirt und concentrirt noch die Flüssigkeit und erhält so einen Tanninextract von honiggelber Farbe, welcher sich durch seine Leichtflüssigkeit charakterisirt.
Diese Leichtflüssigkeit bewirkt, dafs der Extract die dickste Haut in kurzer Zeit durchdringt und so den Gerbungsprocefs wesentlich beschleunigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das "Verfahren zur Extraction des Tannins, bestehend in der Einweichung von tanninhaltigen Rinden und Hölzern in einem Wasser, welches ein schwefligsaures oder doppeltschwefligsaures Salz enthält.
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