CH375706A - Verfahren zur Herstellung von oral wirksamen Antidiabetika - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von oral wirksamen Antidiabetika

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CH375706A
CH375706A CH5548358A CH5548358A CH375706A CH 375706 A CH375706 A CH 375706A CH 5548358 A CH5548358 A CH 5548358A CH 5548358 A CH5548358 A CH 5548358A CH 375706 A CH375706 A CH 375706A
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urea
nitro
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CH5548358A
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Erich Dr Haack
Wilhelm Dr Peschke
Ruth Dr Heerdt
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
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Boehringer & Soehne Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


  



  Dr. Erich Haack, Heidelberg, Dr. Wilhelm Peschke, Dr. Ruth Heerdt, Mannheim, Dr. Walter Aumüller und
Dr. Gerhard Korger, Frankfurt a. M.-Unterliederbach (Deutschland), sind als Erfinder genannt worden
Der menschliche Diabetes wird heute   üblicher-    weise mit strengen Diätvorschriften und Insulin Injektionen behandelt. Es hat aber in den letzten Jahrzehnten nicht an Versuchen gefehlt, das Insulin durch ein peroral wirksames Antidiabetikum zu ersetzen. Die bisherigen Präparate, z. B. die Bisguanidine mit einem höhermolekularen Alkylenrest, haben wegen ihrer Toxizität auf die Dauer nicht befriedigt. Andere derartige Substanzen (Glucokinine) erwiesen sich als unzuverlässig in der Wirkung. Weitere Verbindungen sind zwar im Tierexpriment als wirksam befunden worden, sind aber wegen ihrer Nebenwirkungen, z.

   B. ihrer Toxizität, gar nicht bis in den klinischen Versuch gelant.



  Zu der letzten Gruppe gehören heterocyclische Derivate des Sulfanilamids, nämlich   Sulfanilylthiodiazole,    mit einem Athyl-, Isopropyl-oder Butylrest.



   Man wird also von einem Antidiabetikum geringe Toxizität, insbesondere an der Leber, den Nebennieren und dem   Zentralnervensystem,    und zuver  lässige    Wirkung verlangen müssen. Ausserdem ist es notwendig, dass die betreffende Substanz nicht stossartig, sondern kontinuierlich wirkt, damit   bedroh-    liche   Hypoglykämien    vermieden werden.



   In neuerer Zeit sind nun verschiedene Sulfonamide der Harnstoffreihe bekanntgeworden, die diesen Ansprüchen weitgehend entsprechen. Während die Sulfanilylthiodiazole nur   tierexperimentell    eingesetzt werden konnten und unter den zahlreichen übrigen   Sulfanilamiden    keine blutzuckersenkenden Wirkungen bekanntgeworden sind, haben verschiedene neue Sulfonamide eine zuverlässige und gleichmässige Wirkung auf den Kohlehydrathaushalt des Menschen ohne wesentliche toxische Nebenerschei  nungen.    Insbesondere handelt es sich hierbei um Derivate des Sulfanilylharnstoffes sowie um kernalkylierte   bzw.-hal'ogenierte    Benzolsulfonylharnstoffe.



   Es wurde nun gefunden, dass durch die zusätzliche Einführung einer Aminogruppe in den aromatischen Kern von solchen aromatischen   Sulfonylharn-    stoffen, die im Kern schon Alkylgruppen,   Alkoxy-    gruppen oder Halogen, oder zwei der genannten Substituenten enthalten, die Verweildauer im menschlichen Körper erheblich heraufgesetzt werden kann.



  Gegenüber den Sulfanilylharnstoffen, die im Kern keine sonstigen Substituenten aufweisen, zeichnen sich die neuen Verbindungen zum Teil durch eine stärkere blutzuckersenkende Wirkung aus. Da auch diese höher substituierten Sulfonamide der Harn  stoffreihe gut verträglich    sind, ist so eine weitere Klasse von wertvollen oralen Antidiabetika erschlossen worden. Der besondere Vorteil der neuen Verbindungen besteht in der zur Behandlung des Diabetes erforderlichen niedrigen Dosierung, welche eine Folge der hohen blutzuckersenkenden Wirksamkeit im Verein mit der langen Verweildauer im Körper ist.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet demgemäss ein Verfahren zur Herstellung von Sulfonylcarbamiden der Formel
EMI1.1     
 in welcher X und Y Chlor oder Brom, Alkyl-oder Alkoxygruppen bedeuten und gleich oder verschieden sein können, wobei einer der beiden Substituenten auch für Wasserstoff stehen kann, und R einen gesättigten, z. B. offenkettigen oder ringförmigen,  Kohlenwasserstoffrest bedeutet, der durch die   Hetero-    atome O und S unterbrochen sein kann.



   Bei der Herstellung der   Sulfonylcarbamide    der obigen Formel nach den für den Aufbau von substituierten Harnstoffen   üNichsn    Methoden versagt im allgemeinen die einfachste Darstellung, nämlich die Umsetzung eines entsprechenden   substituiertenBenzol-    sulfonylchlorids mit einem entsprechenden substituierten Harnstoff, indem dabei relativ kleine Ausbeuten neben andern Stoffen erhalten werden. Dies hat seine   Begründung    darin, dass der Sulfonylrest nicht nur an das Stickstoffatom tritt, sondern sich bevorzugt mit dem Sauerstoff der Isoform verbindet, um dann Sulfonsäure abzuspalten, unter Ausbildung eines substituierten Cyanamids.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der genannten, als orale Antidiabetika wirksamen Sulfonylcarbamiden ist dadurch gekennzeichnet, dass man   Benzolsulfonylamide    der Formel
EMI2.1     
 worin W die Aminogruppe oder eine durch Hydrolyse oder Reduktion in diese überführbare Gruppe darstellt bzw. deren Alkalisalze mit   Isocyansäure-    estern der Formel O=C=NR, oder Benzolsulfonylisocyanate der Formel
EMI2.2     
 mit Aminen der Formel H2N-R umsetzt, und dass man, falls man von den   Sulfonylverbindungen    mit einer durch Hydrolyse oder Reduktion in die Aminogruppe   überführbaren    Gruppe W ausgegangen ist, diese Gruppe W anschliessend durch Hydrolyse oder Reduktion in die   NH2-Gruppe iiberfiihrt.   



   Anstelle der Isocyanate der Formel O=C=N-R kann man auch Verbindungen einsetzen, welche unter den Reaktionsbedingungen in solche Isocyansäureester überzugehen vermögen. Als derartige ¸ sind z. B. entsprechend substituierte   Carbaminsäurehalogenide,    Urethane,   N2-sub-    stituierte Harnstoffe sowie deren   N3-Acylderivate    ; insbesondere solche, die am   Nl-Atom    einen niedrigen aliphatischen Acylrest, wie Acetyl, Propionyl und Butyryl bzw. einen Benzoylrest, tragen.



   Ebenso können anstelle der Sulfonylisocyanate Verbindungen eingesetzt werden, welche unter den Reaktionsbedingungen solche Sulfonylisocyanate zu bilden vermögen, z. B.   Sulfonylurethane,    Sulfonyl  carbaminsäurehalogenide,    Sulfonylharnstoffe bzw. deren   N2-Acylderivate,    insbesondere   Di-Sulfonylharn-    stoffe sowie solche   N-Sulfonylharnstoffe,    die am   N2-Atom einen niedrigen aliphatischen Acylrest,    wie Acetyl, Propionyl oder Butyryl bzw. einen Benzoylrest, tragen.



   Bei den vorstehend genannten Umsetzungen ist es meist vorteilhaft, die   kerngebundene    Aminogruppe intermediär abzuschirmen, was z. B. durch Acylierung mit späterer   Entacylierung    geschehen kann, oder dadurch, dass man von einer kernnitrierten Verbindung ausgeht und nach erfolgter Umsetzung die Nitrogruppe reduziert.



   Beispiel 1    N-(3-Brom-sulfanilyl)-N2-n-butyl-harnstoff   
58, 6 g   4-Acetylamino-3-brom-benzolsulfonsäure-    amid werden in einer Mischung von 116 cm3 Wasser, 100 cm3 2n   NaOH    und 58 cm3 Pyridin gelöst. In die Lösung lässt man bei 200 C innerhalb von 20 Minuten eine Lösung von 35 g n-Butylisocyanat in 45 cm3 Pyridin zutropfen, wobei die Temperatur auf etwa   30  C    ansteigt. Man lässt noch 15 Minuten nachriihren und verdampft dann die klare L¯sung im Vakuum zur Trockne. Der Rückstand wird in 190 cm3 Wasser aufgenommen und die erhaltene Lösung durch Einleiten von CO2 auf pH 8, 8 eingestellt, wobei geringe Mengen von unverändertem Ausgangsmaterial ausfallen.

   Das Filtrat wird mit ver  dünnter      HC1    kongosauer gemacht und der abgeschiedene   Nl-4-Acetylamino-3-brom-benzolsulfonyl-N2-n-      butyl-harnstoff    abgesaugt und getrocknet ; Ausbeute 51, 9 g ; F.   182-184     C (aus Methanol).



   Zur Umwandlung in die freie Aminoverbindung wird die Acetylverbindung mit 80 cm3 5n KOH   1    Stunde auf 90  C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf etwa   50     C säuert man mit 6n   HC1    an (pH 4, 5), wobei der   Nl- (3-Brom-sulfanilyl)-N2-n-butyl-harnstoff    auskristallisiert. Man saugt ab und reinigt durch Umkristallisieren aus Methanol ; F.   124-126aC.    Das Kaliumsalz schmilzt bei   190-192  C.   



   Beispiel 2
Nl-(3-Chlor-sulfanilyl)-N2-n-butyl-harnstoff
24, 8 g   4-Acetylamino-3-chlor-benzolsulfonsäure-    amid werden in einer Mischung von 48 cm3 Wasser, 24 cm3 Pyridin und 50   cm3 2n NaOH geI'ost.    Unter Rühren bei   20  C 1a13t    man innerhalb von 15 Minuten eine Lösung von 15 g n-Butylisocyanat in 18 cm3 Pyridin zutropfen und rührt dann noch 15 Minuten nach. Die klare Lösung wird im Vakuum zur Trockne verdampft und der Rückstand in 95 cm3 Wasser und 10 cm3 2n   NaOH    gelöst. Durch Einleiten von   CO2    stellt man auf pH 8, 8 ein, filtriert vom abgeschiedenen unveränderten Ausgangsmaterial ab und säuert das Filtrat mit 5n Essigsäure (pH 4, 0) an.

   Der abgeschiedene kristalline   Nf-(4-Acetylamino-3-chlor-      benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    schmilzt bei 176 bis   178     C.



   Dieses Produkt wird ohne weitere Reinigung zur freien Aminoverbindung verseift, indem man mit 37, 5 cm3 5n KOH 1 Stunde auf 90¯ C erhitzt. Nach dem Erkalten   auf etwa 50  C säuert    man mit verd.



  HCl an (pH 4, 5) und saugt den abgeschiedenen   Ni- (3-Chlor-sulfanilyl)-N2-n-butyl harnstoff    ab. Reinigung durch Umkristallisieren aus Athanol ; F. 132 bis   133  C.    Das Kaliumsalz dieser Verbindung schmilzt bei 205-207    C.   



   Beispiel   3       N1- (3-Methyl-sulfanilyl)-N2-n-butyl-harnstoff   
45, 6 g   4-Acetylamino-3-methyl-benzolsulfon-    säureamid vom F.   195-196     C werden in einer Mischung von 90 cm3 Wasser, 45 cm3 Pyridin und   100      cm3    2n   NaOH    gelöst. In diese Lösung trägt man bei etwa 20  C unter Rühren innerhalb von 25 Minuten eine Lösung von 30 g n-Butylisocyanat in 40 cm3 Pyridin tropfenweise ein und rührt dann noch 15 Minuten nach. Man verdampft im Vakuum zur Trockne, nimmt den Rückstand in 190 cm3 Wasser unter Zusatz von 14 cm3 2n   NaOH    auf, stellt durch Einleiten von CO2 auf pH 8, 8 ein und trennt von abgeschiedenem Ausgangsmaterial ab.



  Das Filtrat wird mit verd. HCl angesäuert, wobei sich der N1-(N-Acetyl-3-methylsulfanilyl)-N2-n-butylharnstoff kristallin abscheidet. Ausbeute   85  /o    der Theorie ; F.   173-175     C.



   Zur Umwandlung in die freie Aminoverbindung wird die erhaltene Acetylverbindung mit 75 cm3   5n    KOH durch   einstündiges    Erhitzen auf   90  C    verseift und die Verseifungslösung nach dem Abkühlen auf 50¯ C mit verd. HCl angesäuert (pH 4, 5). Die hierbei erhaltenen Kristalle werden abgesaugt. Reinigung durch Umkristallisieren aus Athanol ; F. 130 bis   131  C.   



   Beispiel 4   
Ni-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-    harnstoff
Variante 1 :
45, 6 g   3-Acetylamino-p-toluolsulfonsäureamid    vom F.   228     C werden unter den im Beispiel 5 angegebenen Bedingungen und Mengenverhältnissen zur Umsetzung gebracht. Der in einer Ausbeute von   76 /o    erhaltene   Nl-(3-Acetylamino-p-toluolsulfonyl)-      N2-n-butyl-harnstoff    vom F.   156-158     C wird analog wie im Beispiel 3 angegeben zur freien Aminoverbindung verseift und diese durch Umkristallisieren aus Methanol gereinigt. Der erhaltene   Ni-(3-Amino-4-      methyl-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    schmilzt bei 116  C.



   Variante IL:
77 g   3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonamid werden    in 120 cm3 Aceton suspendiert. Man versetzt mit   240    cm3 einer wässrigen Natronlauge, die 14, 3 g Atznatron enthält. Es entsteht eine klare Lösung.



  Die Lösung wird auf   10"C    abgekühlt und unter Rühren langsam mit   36 g n-Butyl9socyanat    versetzt.



  Nachdem man eine Stunde bei Zimmertemperatur nachgerührt hat, filtriert man von geringen Ausscheidungen ab und säuert das Filtrat mit verdünnter Essigsäure an. Man erhÏlt einen Niederschlag von   N (3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-    harnstoff, den man absaugt und mit Wasser auswäscht. Der Harnstoff schmilzt nach dem Umkristal  lisieren    aus Athanol bei   149-151     C ; die Ausbeute beträgt etwa 70 g.



   70 g des so erhaltenen Sulfonylharnstoffes werden in 500 cm3 Methanol gelöst und in Gegenwart von Raney-Nickel bei   50  C    und 100 atü mit Wasserstoff reduziert. Nach dem Erkalten wird die Lösung vom Katalysator abfiltriert und unter Stickstoff im Vakuum eingeengt. Man erhält einen kristallinen   EWckstand    von N1-   (3-Amino-4-methyl-benzol-      sulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff,    der zur Reinigung aus verdünntem Athanol umkristallisiert wird ; F. 117¯ C. Die Ausbeute beträgt 55 g.



   Beispiel S    Nl-(3-Brom-sulfanilyl)-N2-(y-methoxy-propyl)-    harnstoff
In eine Lösung von 104 g 4-Acetylamino-3  brom-benzol-sulfonamid    in 355 cm3 n   NaOH    werden unter Rühren bei etwa   20-30     C 30 g Phosgen eingeleitet unter gleichzeitigem Zutropfen von 90 cm3 lOn   NaOH,    wobei darauf geachtet werden muss, dass das pH der Reaktionslösung bei 11, 7 bis 12, 0 gehalten wird. Die Umsetzung dauert etwa 90 Minuten.



  Man lässt noch 1 Stunde nachrühren und stellt das pH der Lösung durch Einleiten von   C02    auf 8, 8 ein, wodurch das unveränderte Ausgangsmaterial abgeschieden wird. Dieses wird abgesaugt und das Filtrat angesäuert. Dabei scheidet sich der   Di-Nl, N2-      (N-Acetyl-3-brom-sulfanilyl)-hamstoff    in einer Ausbeute von   67 /o der Theorie    ab ; F.   210-212     C (Zersetzung).



   86 g   Di-N,,    N2-   (N-Acetyl-3-brom-sulfanilyl)-    harnstoff werden in der gleichen Gewichtsmenge Wasser suspendiert und bei +50¯ C unter Rühren   12,    5 g   y-Methoxy-propylamin    zugetropft. Hierbei tritt vorübergehend Lösung ein, worauf sich das Aminsalz kristallin abscheidet. Man lässt über Nacht stehen, saugt scharf ab und trocknet im Vakuum.



  Ausbeute 86,   56/o    der Theorie ; F.   144-146       C.   



   84, 6 g dieses Aminsalzes werden im   Olbad    3 Stunden auf   130     C Innentemperatur erhitzt. Hierbei wird die Reaktionsmasse vorübergehendweich, erstarrt dann aber wieder zu einem festen   Kristallkuchen.   



  Dieser wird nach dem Erkalten mit 235 cm3 Wasser und 22 cm3 10n   NaOH    in Lösung gebracht, das pH durch Einleiten von CO2 auf 8, 8 eingestellt und das hierbei abgeschiedene 4-Acetylamino-3-brombenzolsulfonamid abgesaugt. Aus dem Filtrat fällt man nach dem Ansäuern mit verd.   HC1    (kongosauer) den   N1 (N-Acetyl-3-brom-sulfanilyl)-N2-(y-methoxy-      propyl)-harnstoff    aus, der abgesaugt wird. Reinigung durch Umkristallisieren aus Methanol ; F. 154 bis 155¯ C. Reinausbeute   616/o der Theorie.    



   Zur Umwandlung in die freie Aminoverbindung werden 30 g der Acetylverbindung mit 43 cm3 5n KOH   1    Stunde auf   90     C erhitzt. Nach dem   Erkal-    ten auf etwa 50¯C wird mit verd.   HC1    angesäuert (pH 4, 2), wobei sich der   Ni      (3-Brom-sulfanilyl)-N,    (y-methoxy-propyl)-harnstoff zunächst als   Ö1    abscheidet, das nach einigem Stehen kristallisiert.



  Aus Methanol umkristallisiert, schmilzt das Produkt bei   109-110 C.   



   Beispiel 6   
N1-(3-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-(γ-methoxy propyl)-hamstoff   
In eine Mischung von 68, 4 g 3-Acetylamino-ptoluol-sulfonamid, 123 g Kaliumcarbonat und 450 cm3 Aceton werden unter Rückfluss 39 g Chlorameisensäureäthylester im Laufe einer Stunde zugetropft und anschliessend noch 9 Stunden unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsgemisch mit 450 cm3 Wasser und 50 cm3 2n KOH verrührt, wobei sich zwei Schichten bilden. Die obere (wässrig-acetonische) Schicht wird abgetrennt, das Aceton im Vakuum abgezogen und die so erhaltene wässrige Lösung durch Einleiten von CO2 auf pH 8, 8 eingestellt, wobei das unveränderte Ausgangsmaterial ausfällt.

   Man filtriert und scheidet aus dem Filtrat das   3-Acetylamino-p-toluolsulfonyl-äthyl-    urethan durch Ansäuern mit verd.   HCl    (kongosauer) kristallin ab. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet im Vakuum. Ausbeute   770/o    der Theorie ; F. 183-184¯ C.



   42 g dieses Produktes werden in 29 cm3 Dimethylformamid suspendiert und   mit 17 g y-Methoxy-    propylamin versetzt, wobei die Substanz unter positiver Wärmetönung in Lösung geht. Man erhitzt die    erhaltene Lösung 11/2 Stunden auf 70  C und an-    schliessend noch   11/2    Stunden auf   110     C. Nach dem Erkalten verdünnt man die Reaktionslösung mit 200 cm3 Wasser und sättigt mit Kochsalz. Hierbei scheidet sich ein 01 ab, das nach kurzer Zeit kri  stallin    erstarrt. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet im Vakuum.

   Auf diese Weise erhält man den   Ni    (3-Acetylamino-p-toluol-sulfonyl)  N2- (y-methoxy-propyl)-hamstoff    in einer Ausbeute von   8611/o    der Theorie ; F.   122  C.   



   Zur Umwandlung in die freie Aminoverbindung werden 40 g der Acetylverbindung mit 71 cm3 5n KOH 1/2 Stunde auf 90  C erwärmt. Man lässt auf etwa 50  C abkühlen und säuert mit verd. HCl (pH 4, 5) an, wobei sich 31 g   Nl- (3-Amino-p-toluol-    sulfonyl)-N2-   (γ-methoxy-propyl)-harnstoff    vom Schmelzpunkt   108-109     C abscheiden.



   Beispiel 7    N1-(3-Methyl-sulfanilyl)-N2-(γ-methoxy-propyl)-    harnstoff
Zu einer Mischung von 113, 5 g 4-Acetylamino  3-methyl-benzolsulfonamid    (F.   196     C), 210 g Ka  liumcarbonat    und 735 cm3 Aceton werden unter Rückfluss 78 g Chlorameisensäureäthylester in etwa 45 Minuten zugetropft. Anschliessend erhitzt man noch 7 Stunden unter Rückfluss und Rühren. Man lässt erkalten und versetzt mit 600   cm3    Wasser, wobei sich zwei Schichten bilden. Die obere (wässrigacetonische) Schicht wird abgetrennt, das Aceton im Vakuum abdestilliert und die so erhaltene wässrige Lösung durch Einleiten von   CO2    auf pH 8, 8 eingestellt.

   Man filtriert von unverändertem Ausgangsmaterial ab und fällt aus dem Filtrat das 4-Acetyl  amino-m-toluolsulfonyl-äthylurethan    durch Ansäuern mit verd. HCl (pH 2) kristallin aus. Dieses wird abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und im Vakuum getrocknet. F. 188¯C, Ausbeute   840/o    der Theorie.



   56 g dieses Produktes werden in 38 cm3 Dimethylformamid suspendiert und nach Zusatz von 22, 6 g   3-Methoxy-propylamin    die erhaltene klare Lösung   ll/2 Stunden    auf 70  C und weitere   11/2    Stunden auf   110  C    erhitzt. Man lässt erkalten und versetzt mit 300 cm3 gesättigter Kochsalzlösung. Das abgeschiedene   01    wird nach kurzer Zeit kristallin.



  Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet im Vakuum. Man erhält den   N,- (4-Acetylamino-m-      toluolLsulfonyl)-N2-    (y-methoxy-propyl)-harnstoff in einer Ausbeute von 75 % der Theorie, F.   151  C.   



   Zur Umwandlung in die freie Aminoverbindung wird die erhaltene Substanz mit 83 cm3 5n KOH   1    Stunde auf 90  C erwärmt. Die auf etwa   500 C    abgekühlte Reaktionslösung wird mit verd. HCl angesäuert (pH 4, 5). Man erhält auf diese Weise in einer Ausbeute von   8111/o    der Theorie den N1-(4 Amino-m-toluolsulfonyl)-N2-   (,, I-methoxy-propyl)-harn-    stoff vom Schmelzpunkt   122  C.   



   Beispiel 8   
N-(3-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-(y-methoxy- butyl)-harnstoff   
Variante   I :   
100 g des gemäss Beispiel 6 erhaltenen 3-Acetylamino-p-toluolsulfonyl-äthylurethans werden in 66   cm3    Dimethylformamid suspendiert und mit 35 g 3-Methoxy-butylamin versetzt. Die erhaltene klare Lösung wird   11/2    Stunden auf 70  C und anschlie ssend noch   11/2    Stunden auf 110  C erhitzt. Nach dem Erkalten verdünnt man mit 500 cm3 gesättigter Kochsalzlösung, wobei sich der   Ni-(3-Acetylamino-    p-toluolsulfonyl)-N2-   (y-methoxy-butyl)-harnstoff    als zähes   01    abscheidet.



   Dieses Produkt wird ohne weitere Reinigung zur freien Aminoverbindung verseift, indem man es in 200 cm3 5n KOH löst und   1    Stunde auf 90  C erhitzt. Nach dem Erkalten verdünnt man mit 200 cm3 Wasser und tropft unter Rühren verdünnt HCl zu, bis ein pH von 6, 5 erreicht ist. Man trennt von den abgeschiedenen geringen Mengen Öls ab und stellt mit verd. HCl auf pH 4, 5 ein, wobei sich der   Nj- (3-Amino-p-toluol-sulfonyl)-N- (y-methoxy-    butyl)-harnstoff kristallin abscheidet. Ausbeute 72 /o der Theorie ; F.   105-106     C. 



      Variante 11 :   
216 g   3-Nitro-p-tolbolsulfonamid    werden in 1, 5 Liter Aceton gelöst. Nach Zusatz von 410 g Kaliumcarbonat werden unter Rückfluss in etwa 30 Minuten 130 g Chlorameisensäureäthylester zugetropft. Anschliessend erhitzt man noch 7 Stunden unter Rückfluss und Rühren. Nach dem Erkalten verrührt man mit 1, 3 Liter Wasser, wobei sich zwei Schichten bilden. Die obere   (wässrig-acetonische)    Schicht wird abgetrennt, das Aceton im Vakuum abgezogen, wobei sich ein kristallines Reaktionsprodukt (Kaliumsalz) abscheidet, das durch Zusatz von 500 cm3 Wasser in Lösung gebracht wird. Man säuert unter Rühren durch tropfenweise Zugabe von verd. HCl (pH 2) an. Das kristallin abgeschiedene 3-Nitro-ptoluol-sulfonyl-äthylurethan wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet.

   Ausbeute   98%    der Theorie ; F.   125-126  C.   



   86, 4 g dieses Produktes werden mit 60 cm3 Dimethylformamid und 31 g   γ-Methoxy-butylamin    in Lösung gebracht und diese Lösung anschliessend 3 Stunden auf 110 C erhitzt. Das auf etwa 50¯C abgekühlte Reaktionsgemisch wird in 1 Liter Wasser eingetragen. Das hierbei abgeschiedene 01 wird nach kurzer Zeit kristallin ; man saugt ab und wäscht mit Wasser nach. Nach Trocknen im Vakuum erhält man den   N1-(3-Nitro-p-toluolsulfonyl)-N2-(γ-meth-      oxy-butyl)-harnstoff    in einer Ausbeute von   69%    der Theorie ; F. 112¯C.



   Zur Reduktion der 3ständigen Nitrogruppe werden 35 g der Substanz in 200   cm3    konz. Ammoniak gelöst und bei etwa 70  C unter Rühren Schwefelwasserstoff eingeleitet   (2t/2 Stunden). Die erhaltene    Lösung wird im Vakuum auf etwa 2/3 ihres   ursprüng-    lichen Volumens eingeengt. Nach Zusatz von 100 cm3 2n HC1 filtriert man von abgeschiedenem Schwefel ab und stellt das pH der Lösung durch vorsichtigen Zusatz von 2n   NaOH    auf etwa 4, 8 ein.



  Der kristallin abgeschiedene   N, 7    (3-Amino-p-toluol  sulfonyl)-N2 (y-methoxy-butyl)-harnstoff    wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Ausbeute 85 F.   105-106     C.



   Beispiel 9 der Theorie; harnstoff
54 g   3-Acetylamino-p-toluolsulfonyl-äthylurethan    (dargestellt gemäss Beispiel 6) werden mit 37 cm3 Dimethylformamid und 18 g Cyclohexylamin vermischt und die erhaltene klare Lösung   11/2    Stunden auf 70¯C und weitere   11/2    Stunden auf 110¯C erhitzt. Nach dem Erkalten trägt man die Reaktionslösung unter Rühren in 500 cm3 Wasser ein. Die hierbei zunächst erhaltene ölige Abscheidung wird nach kurzer Zeit kristallin. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet im Vakuum. Man erhält auf diese Weise   84%    der Theorie   Ni      (3-Ace-      tylaniino-p-toluolsulfonyl3-N2-cyclohexyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt   174     C.



   Dieses Produkt wird ohne weitere Reinigung entacyliert, indem es mit 90 cm3   5n    KOH 1 Stunde auf etwa   90  C    erhitzt wird. Aus der Verseifungslösung scheidet sich der N1-(3-Amino-p-toluol  sulfonyl)-N2-cyclohexylWharnstoff    nach Verdünnen mit 500 cm3 Wasser und Ansäuern mit verd. HCl bis pH 6, 5 in einer Ausbeute von   86 /o    der Theorie   ab ; F.    (aus Alkohol)   151-152     C.



   Beispiel 10   
Ni (3, 4-Dimethyl-5-amino-benzolsulfonyl)-
N2-n-butyl-harnstoff   
58 g 3,   4-DimethylW5-nitro-benzolsulfonamid    werden in 250   cm3    n   NaOH    gelöst. Nach Zusatz von 60 cm3 Pyridin tropft man innerhalb von etwa 30 Minuten unter Rühren bei   20-30  C    eine Mischung von 43 g n-Butylisocyanat und 50 cm3 Pyridin zu.



  Man rührt noch 1/2 Stunde nach und engt im Vakuum auf etwa 1/3 des ursprünglichen Volumes ein. Der Rückstand wird mit 250 cm3 Wasser ver  dünnt    und die Lösung auf pH 8, 8 (durch Einleiten von CO2) eingestellt. Das hierbei abgeschiedene Ausgangsamid wird abgetrennt und das Filtrat mit verd. HCl angesäuert (pH 3). Man erhält 67, 3 g   Ni    (3,   4-Dimatyl-5-nitro-benzoTsulfonyl)-N2-n-butyl.    harnstoff vom Schmelzpunkt   168     C.



   66 g dieses Produktes werden in 400 cm3 konz.



  Ammoniak gelöst und bei 75¯ C unter Rühren Schwefelwasserstoff eingeleitet   (21/2 Stunden).    Man dunstet im Vakuum zur Trockne ein und nimmt den Rückstand mit 2n Ammoniak auf, wobei man vom abgeschiedenen Schwefel abfiltriert. Das Filtrat wird mit verd. HCl angesäuert (pH 4,   8),    wobei 44 g N,- (3,   4-Dimethyl-5-amino-benzolsulfonyl)-N2-n-      butyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt   140     C erhalten werden.



   Beispiel 11   
N1- (3, 4-Dimethyl-5-amino-benzolsulfonyl)-
12 (y-methoxy-butyl)-harnstoff   
72 g 3,   4-Dimethyl-5-nitro-benzolsulfonamid    werden in 470 cm3 Aceton gelöst. Nach Zusatz von 128 g Kaliumcarbonat erhitzt man zum Sieden und lässt innerhalb von etwa 30 Minuten unter Rühren 42 cm3 Chlbrameisensäureäthylester zutropfen. Man rührt noch 7 Stunden unter Rückfluss und giesst das Reaktionsgemisch nach dem Erkalten in 400 cm3 Wasser. Die obere Schicht wird abgetrennt und im Vakuum das Aceton abdestilliert. Die erhaltene wässrige Lösung wird mit 250 cm3 Wasser verdünnt und mit verd.   HCI    angesäuert (pH 4).

   Das kristallin abgeschiedene 3, 4-Dimethyl-5-nitro-benzolsulfonyl  äthylurethan    hat den Schmelzpunkt   146-147     C ; Ausbeute   991/a    der Theorie.



   90 g dieses Urethans werden mit 60 cm3 Di  methyWormamid und 31 g y-Methoxy-butylamin    versetzt. Die erhaltene klare Lösung wird 3 Stunden auf   105-110 C    erhitzt. Nach dem Erkalten giesst man in 500 cm3 Wasser. Die anfangs ölige Abschei dung wird innerhalb von 15 Minuten kristallin. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und trocknet im Vakuum. Der erhaltene   Ni (3,    4-Dimethyl-5-nitro  benzolsulfonyl)-N2- (y-methoxy-butyl)-harnstoff    schmilzt bei   116-118     C ; Ausbeute 69 % der Theorie.



   76 g dieses Produktes werden in 480 cm3 konz.



  Ammoniak gelöst und bei   70-75@ C Schwofelwasser-    stoff eingeleitet (2 Stunden). Nach dem Erkalten wird im Vakuum zur Trockne eingedunstet. Den Rückstand versetzt man mit 250 cm3 n   NaOH    und filtriert vom abgeschiedenen Schwefel. Aus dem Filtrat kann der N1-(3, 4-Dimethyl-5-amino-benzol  sulfonyl)-N2-(y-methoxy-butyl)-harnstoff    durch Ansäuern mit verd. HCl (pH 4, 5) ausgefällt werden.



  Ausbeute   79 O/o    der Theorie ; F.   139-140     C.



   Beispiel 12
Nl- (3-Amino-4-chlor-benzolsulfonyl)   N2-n-butyl-harnstoff   
102 g   3-Nitro-4-chlor-benzolsulfonamid    werden in 167 cm3 Aceton suspendiert und mit 333   cm3    einer wässrigen Natronlauge, die 20 g Atznatron enthÏlt, versetzt. Es entsteht eine klare Lösung. Man kühlt auf   10  C    und tropft unter Rühren langsam 49, 5 g n-Butylisocyanat zu dem Reaktionsgemisch.



  Nachdem man eine Stunde bei Raumtemperatur nachgerührt hat, filtriert man von geringen Ausscheidungen ab und fällt durch Ansäuern mit ver  dünnter    Essigsäure den   Nl- (3-Nitro-4-chlor-benzol-      sulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    aus. Zur Reinigung wird das Produkt aus verdünntem Athanol umkristallisiert ; F.   165-167     C. Die Ausbeute beträgt 100 g.



   100 g des so erhaltenen Sulfonylharnstoffes werden in 700 cm3 Methanol suspendiert und bei Zimmertemperatur in Gegenwart von Raney-Nickel mit Wasserstoff hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme filtriert man vom Katalysator ab und engt das Filtrat unter Stickstoff im Vakuum ein. Der in guter Ausbeute erhaltene kristalline   Nl- (3-Amino-      4-chlor-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    wird aus verdünntem Athanol umkristallisiert und schmilzt bei 124-126    C.   



   Beispiel 13   
Ni-(3-Amino-4-methoxy-benzolsulfonyl)-
N2-n-butyl-harnstoff   
Molare Mengen 3-Nitro-4-methoxy-benzolsulfonyl-äthyl-urethan (F.   122-124     C ; hergestellt aus   o-Nitroanisol-p-sulfonamid    analog der im Bei  spiel 8 II    beschriebenen Methode) und n-Butylamin werden in Dimethylformamid gelöst und 2 Stunden auf 110  C erhitzt, wobei man den entstehenden Alkohol unter geringem Vakuum abdestillieren lässt.



  Das abgekühlte Reaktionsgemisch wird in Wasser eingetragen ; der entstandene Sulfonylharnstoff fÏllt kristallin aus. Zur Reinigung wird er in verd.



  Ammoniak gelöst und mit verd. Essigsäure umgefällt. Auf diese Weise erhält man den   Ni-(3-Nitro-      4-methoxy-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    vom F.   153-155     C in einer Ausbeute von etwa   70 io    der Theorie.



   Die Reduktion der 3ständigen Nitrogruppe wird wie im Beispiel 8 II beschrieben durchgeführt. Man erhält den   Nl- (3-Amino-4-methoxy-benzolsulfonyl)-      N2-n-butyl-harnstoff    vom F. 105-108¯C in etwa 75 % iger Ausbeute.



   In analoger Weise lässt sich der N1-(3-Amino-4  methoxy-benzolsulfonyl)-N-cyclohexyl-harnstoff    vom F.   170     C herstellen (die entsprechende 3-Nitro Verbindung schmilzt bei 180-183¯ C).



   Beispiel 14   
Nl-(3-Amino-o-toluolsulfonyl)-Nz-(3-methoxy- propyl)-harnstoff   
Molare Mengen   3-NitroPo-toluolsulfonyl-äthyl-    urethan (F.   118-120     C ; hergestellt aus 3-Nitro-otoluolsulfonamid analog der im Beispiel 8 II beschriebenen Methode) und 3-Methoxy-propylamin werden in Dimethylformamid gelöst und 3 Stunden auf   110     C erhitzt. Nach analoger Aufarbeitung, wie im Beispiel 13 beschrieben, erhält man den N1-(3  Nitro-o-toluolsulfonyl)-N2-(3-methoxy-propyl)-harn-    stoff vom F.   122-124     C in 73 % iger Ausbeute. Die Reduktion der 3ständigen Nitrogruppe erfolgt ge  mäss    Beispiel 8 II.

   Man erhält den N1-(3-Amino-o  toluolsulfonyl)-N2-(3-methoxy-propyl)-harnstoff vom    F. 151-153¯C in 66 % iger Ausbeute.



   In analoger Weise lässt sich der   Nl-(3-Amino-o-    toluolsulfonyl)-N2-   (3-methoxy-butyl)-harnstoff    vom F.   116-118     C darstellen (die entsprechende 3-Nitro Verbindung schmilzt bei   123-125     C).



   Ebenso erhält man den N1-(3-Nitro-o-toluol  sulfonyl)-N2-cyclohexyl-harnstoff    vom F.   157-158     C, welcher sich durch katalytische Reduktion (Dimethylformamid, Pd/BaSO4-Katalysator, Zimmertemperatur, Ausbeute 71 %) in ähnlicher Weise wie im Beispiel 12 beschrieben in den   Nl- (3-Amino-o-      toluolsulfonyl)-N2-cyclohexyl-harnstoff    vom F.   170     C überführen lässt.



   Beispiel 15    Nj-(3-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-pentyl-     (2)-harnstoff
Die Herstellung dieses Sulfonylharnstoffes erfolgt in analoger Weise wie im Beispiel 8 II beschrieben durch Umsetzung von 3-Nitro-p-toluolsulfonyl-äthylurethan mit Pentyl-(2)-amin. Der in 65 % iger Ausbeute erhaltene   N1-      (3-Nitro-p-toluolsulfonyl)-N2-    pentyl-(2)-harnstoff vom F.   140-141  C lässt    sich mit Schwefelammon in etwa 60 % iger Ausbeute zum    Nl-(3-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-pentyl-(2)-harn-    stoff vom F.   111-112     C reduzieren.



   In analoger Weise erhält man den N1-(3-Amino  p-toluolsulfonyl)-N2-cyclopentyl-harnstoff    vom F. 155 bis   156     C (die entsprechende 3-Nitro-Verbindung schmilzt bei   157-158     C) sowie den   Ni-(3-Amino-p-      toluolsulfonyl)-N2-tetrahydrofurfuryl-harnstoff    vom F. 140-141¯C (die entsprechende   3-Nitro-Verbin-    dung schmilzt bei   122     C). 



   Beispiel 16
Ni   (3-Amino-4-athyl-benzolsulfonyl)-       N2-n-butyl-harnstoff   
Molare Mengen 3-Nitro-4-äthyl-benzolsulfonyl  äthylurethan    (F.   137-138"C    ; hergestellt aus 3-Nitro4-äthyl-benzolsulfonamid analog der im Beispiel 8 II beschriebenen Methode) und n-Butylamin werden wie im Beispiel 13 beschrieben umgesetzt. Man erhält   8610/o    der Theorie   Ni-(3-Nitro-4-äthyl-benzol-      sulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    vom F.   130-132     C.



  Die Reduktion dieses Sulfonylharnstoffes mit Schwe  felammonium    ergibt   75 /o    der Theorie.   Ni-(3-Amino-      4-äthylbenzolsulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    vom F. 108-109¯C.



   In ähnlicher Weise erhält man den   Ni-(3-Amino-      4-äthyl-benzolsulfonyl)-N2-cyclohexyl-harnstoff    vom F.   136-138  C    (die entsprechende   3-Nitro-Verbin-    dung schmilzt bei   137-1399 C).   



   Beispiel 17   
Ni-(3-Amino-6-methyl-benzolsulfonyl)-
N2-n-butyl-harnstoff
3-Acetylamino-6-methyl-benzolsulfonyl-äthyl-    urethan (F.   162     C ; hergestellt aus dem entsprechenden Sulfonamid und Chlorameisensäureester) und Butylamin werden in der im Beispiel 6 beschriebenen Weise miteinander umgesetzt. Nach der dort angegebenen Aufarbeitung erhält man den   Ni-(3-Acetylamino-      6-methyl-benzolsulfonyl)-N2 n-butyl-harnstoff vom    F. 187¯C, der ohne weitere Reinigung zur freien Aminoverbindung vom F.   153-154       C    verseift wird (Ausbeute, bezogen auf das Urethan, 65   O/o    der Theorie).



   Beispiel 18
Nl- (2-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-cyclohexyl harnstoff    2-Acetylamino-p-toluolsulfonamid    (F.   174     C ; hergestellt aus der entsprechenden   2-Nitro-Verbin-    dung durch katalytische Reduktion und anschlie ssende Acetylierung) wird in analoger Weise wie im Beispiel 6 beschrieben in das 2-Acetylamino-ptoluolsulfonyl-äthylurethan (F.   177-178     C ; Ausbeute   75t/o    der Theorie) umgewandelt und dann mit Cyclohexylamin in den N1-(2-Acetylamino-p-toluolsulfonyl)-N2-cyclohexyl-harnstoff (F. 162¯C ; Ausbeute   63 0/9    der Theorie) übergeführt. Die anschlie ssende Verseifung zur freien Aminoverbindung erfolgt in üblicher Weise (vgl. Beispiel 6, Ausbeute   85 /o    der Theorie).

   Der   Nl-(2-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-    cyclohexyl-harnstoff schmilzt bei 150-151¯C, wobei Cyclisierung zum   Cyclohexylamin-Salz    des 3-Keto-6methyl-3,   4-dihydro-benzthiadiazin-1, 1-dioxyds    eintritt.



   Beispiel 19    N-(3-Amino-4-chlor-benzolsulfonyl)-N2-n-butyl-    harnstoff
10, 3 g 3-Nitro-4-chlor-benzolsulfonamid, 8, 7 g   N,-Acetyl-N2-butyl-harnstoff    und 6, 9 g fein gepulvertes Kaliumcarbonat werden gut gemischt. Man erhitzt das Gemisch   11/2    Stunden im Ílbad auf   150  C    und behandelt das Reaktionsgut nach dem Erkalten mit   1  /o igem    Ammoniak. Dann filtriert man vom Ungelösten ab und säuert das Filtrat mit verd. Salzsäure an.

   Man erhält auf diese Weise eine kristalline Fällung von   Nl-(3-Nitro-4-chlor-benzol-      sulfonyl)-N2-n-butyl-harnstoff    (F. 165-167  C), welchem man in der im Beispiel 12 angegebenen Weise zum   Ni-      (3-Amino-4-chlor-benzolsulfonyl)-N2-butyl-    harnstoff reduziert.



   Dieselbe Substanz erhält man, wenn man 3-Nitro4-chlor-benzolsulfonamid mittels Phosgen in das Isocyanat überfuhrt, dieses mit Butylamin umsetzt (in wasserfreiem Dioxan, mit Wasser ausfällen) und die erhaltene Nitro-Verbindung wie oben reduziert.



   Beispiel 20
Ni   (3-Amino-p-toluolsulfonyl)-N2-(3-methyl-       mercapto-propyl)-harnstoff   
3-Acetylamino-p-toluolsulfonamid wird nach der im Beispiel 6 beschriebenen Methodik in das entsprechende Athylurethan übergeführt und in analoger Weise mit 3-Methylmercapto-propylamin umgesetzt.



  Der erhaltene   Nl-(3-Acetylamino-p-toluolsulfonyl)-      N2-(3-methylmercapto-propyl)-harnstoff    schmilzt bei   209-210     C und wird durch alkalische Verseifung in die freie Aminoverbindung übergeführt (F. 118 bis 120  C ; Ausbeute etwa 600/o der Theorie, bezogen auf eingesetztes Urethan).



   Beispiel 21   
Nl- (3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2-cyclo- heptyl-harnstoff   
45, 6 g N-   (3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonyl)-    carbaminsäure-methylester (erhalten aus 3-Nitro-4methyl-benzolsulfonamid und   Chlorameisensäure-    methylester in acetonischer Lösung in Gegenwart von Kaliumcarbonat ; Schmelzpunkt   156-157     C) werden mit 19 g Cycloheptylamin übergossen. Unter Erwärmen tritt Salzbildung ein. Man erhitzt das Reaktionsgemisch   11/2    Stunden auf   125-130     C und behandelt die erkaltete Schmelze mit etwa 1 % igem wässrigem Ammoniak.

   Das erhaltene Reaktionsgut (das Ammoniumsalz des   Nl-    (3-Nitro-4-methylbenzolsulfonyl)-N2-cycloheptyl-harnstoffes hat sich zum Teil ausgeschieden) wird mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Man saugt ab und kristallisiert den in guter Ausbeute erhaltenen   N-(3-Nitro-4-methyl-      benzolsulfonyl)-N2-cycloheptyl-harnstoff    aus Athanol um. Die Substanz schmilzt bei   169-171     C.



   27 g des so erhaltenen Harnstoffes werden in 300   cms    Methanol in Gegenwart von Raney-Nickel der katalytischen Reduktion bei Zimmertemperatur und normalem Druck unterworfen. Nach Aufnahme der berechneten Menge Wasserstoff trennt man vom Katalysator ab und versetzt die methanolische Lösung bis zum Auftreten einer Trübung mit Wasser.



  Man erhält nach Stehen und Animpfen ein Kristal lisat von N1-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2  cycloheptyl-harnstoff    ; die Kristallisation wird durch weiteren vorsichtigen Zusatz von Wasser   vervollstän-    digt. Die erhaltenen Kristalle werden abgesaugt und im Exsikkator getrocknet : F.   152-154     C ; die Ausbeute beträgt 20 g.



   Beispiel 22   
Nl-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2- cyclooctyl-harnstoff   
Analog der im Beispiel 21 angegebenen Vorschrift erhält man aus 54,   8    g N- (3-Nitro-4-methyl  benzolsulfonyl)-carbamin-säuremethylester    und 25, 4 g Cyclooctylamin den   Ni-(3-Nitro-4-methyl-benzol-      sulfonyl)-N2-cyclooctyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt 162-164¯C, der durch Reduktion mit Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel in Methanol den    Ni-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2-cyclooctyl-    harnstoff vom Schmelzpunkt   160-162  C    ergibt.



   Beispiel 23
N1-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2 propyl-harnstoff
54, 8 g   N- (3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonyl)-      carbaminsäure-methylester    werden mit 12 g Propylamin vermischt. Unter Erwärmen bildet sich das Propylaminsalz des   N- (3-Nitro-4-methyl-benzol-      sulfonyl)-carbaminsäure-methylesters.    Das Salz wird   11/2    Stunden auf 130-135¯C erhitzt ; die erhaltene Schmelze wird mit etwa 1 % igem wϯrigem Ammoniak behandelt. Man filtriert, säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an und erhält ein Kristallisat von   Nl- (3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2-propyl-    harnstoff, das man absaugt und aus Athanol umkristallisiert. Die Substanz schmilzt bei   161-163@C.   



   41 g der erhaltenen Nitroverbindung werden in 300 cm3 Methanol suspendiert und in Gegenwart von Raney-Nickel bei Raumtemperatur mit Wasserstoff gesch ttelt. Nach Aufnahme von etwa 9 Liter Wasserstoff trennt man den Katalysator ab und bringt den   Ni-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-      N-propyl-hamstoff    durch langsamen Zusatz von Wasser zur Kristallisation. Die Substanz schmilzt nach dem Absaugen und   Trocknen bei 117-119"C.   



   Beispiel 24   
Ni-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2- hexahydrobenzyl-harnstoff   
57 g   3-Nitro-p-toluolsulfonyl-äthylurethan    werden mit 40 cm3 Dimethylformamid und 22 g Hexahydrobenzylamin 3 Stunden auf   110  C    erhitzt. Das abgekühlte Reaktionsgemisch wird in etwa 700   cm3    Wasser eingetragen. Man saugt den erhaltenen Niederschlag ab und wäscht mit Wasser nach. Nach dem Trocknen im Vakuum erhält man den N1-(3-Nitro   p-toluol-sulfonyl)-N2-hexahydrobenzyl-harnstoff vom    F. 154-156¯C in einer Ausbeute   von etwa 70 /o    der Theorie.



   Zur Reduktion der 3ständigen Nitrogruppe wird die Verbindung in der berechneten Menge In Natronlauge gelöst und die erhaltene L¯sung innerhalb 10 Minuten bei Zimmertemperatur unter Rühren in eine wässrige Suspension von überschüssigem Ferrohydroxyd eingetropft. Man rührt noch etwa 15 Minuten nach, trennt vom   Ferrihydroxyd    ab und säuert das Filtrat an (pH 4). Man erhält auf diese Weise den   Nl-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-hexa-    hydrobenzyl-harnstoff in einer Ausbeute von etwa   806/o    der Theorie ; F.   172-174     C.



   In analoger Weise lassen sich die folgenden Sulfonylharnstoffe herstellen :   
Ni-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-  (2-methyl-cyclohexyl)-harnstoff,   
F.   188-190     C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei 208-209"C.



      N-(4-Methyl-3-aminobenzolsulfonyl)-N2-     (3-methyl-cyclohexyl)-harnstoff,
F.   148-149     C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   145     C.   



   Ni-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-  (4-methyl-cyclohexyl)-harnstoff,       F.    175-176¯C; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   212     C.



      Ni- (4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-       (bicycles    [2. 2. 1]-heptyl-2)-harnstoff,
F. 168-170  C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   128-130  C.   



      Ni (4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-       (bicyclo- [2.    2.   1]-heptyl- [2]-methyl)-harnstoff,   
F. 178-180¯C; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei 148-150¯C.



   N1-(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2  (1, 7,   7-trimethyl-bicyclo- [2.    2.   1]-heptyl-2)-    harnstoff,
F.   195-196     C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei 104-106¯C.



      -(4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2-     (2, 3, 3-trimethyl-bicyclo-[2. 2.   1]-heptyl-2)-    harnstoff,
F.   174-175     C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   176-177     C.   



   Ni- (4-Methyl-3-amino-benzolsulfonyl)-N2- cyclobutyl-harnstof f,   
F. 146-148¯C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   163-164  C.   



      Ni Methyl-3-aminoibenzolsulfonyl)-N2-     (9-dekalyl)-harnstoff,
F. 178-180¯C ; die entsprechende Nitro verbindung schmilzt bei   195-196  C.   



   Beispiel 25
N1-(3-Amino-4-methyl-benzolsulfonyl)-N2   propyl-harnstoff   
2, 54 g N,N-Diphenyl-N'-(n-propyl)-harnstoff und 1, 19 g   3-Nitro-4-methyl-benzdlsulfonamid-natrium    werden gut vermischt unter Wasserausschluss 5 Stunden auf dem   Dampfbad    erwärmt und anschliessend weitere 5 Stunden langsam   ansteigend bis 130 C    erhitzt. Der Reaktionskuchen wird pulverisiert und in 200   cm3    Wasser eingetragen ; dann fügt man   10 /oige    Natronlauge zu, bis die Lösung stark alkalisch ist. Zur Entfernung des gebildeten Diphenylamins wird die alkalische Lösung mit Ather extrahiert, worauf man die wässrige Phase filtriert und das Filtrat langsam in eiskalte überschüssige Salzsäure einrührt.



   Der auf diese Weise erhaltene Niederschlag wird abgesaugt, mit kaltem Wasser gewaschen und getrocknet. F. des   Ni-(3-Nitro-4-methyl-benzolsulfonyl)-      N2-propyl-harnstoffes 160-162     C. Die in üblicher Weise vorgenommene katalytische Hydrierung ergibt in etwa   80"/piger    Ausbeute den   Nj- (3-Amino-p-      toluolsulfonyl)-N2-propyl-harnstoff    vom F. 116 bis   118  C.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von oral wirksamen Antidiabetika der Formel EMI9.1 in welcher X und Y Chlor oder Brom, Alkyl-oder Alkoxygruppen bedeuten und gleich oder verschieden sein können, wobei einer der beiden Substituenten auch für Wasserstoff stehen kann, und R einen gesättigten Kohlenwasserstoffrest bedeutet, der durch die Heteroatome O und S unterbrochen sein kann, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzol-sulfonylamide der Formel EMI9.2 worin W die Aminogruppe oder eine durch Hydrolyse oder Reduktion in diese überführbare Gruppe darstellt bzw.
    deren Alkalisalize mit Isocyansäure- estern der Formel O=C=NR, oder Benzolsulfonylisocyanate der Formel EMI9.3 mit Aminen der Formel H2N-R umsetzt, und dal3 man, falls man von den Sulfonylverbindungen mit einer durch Hydrolyse oder Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Gruppe W ausgegangen ist, diese Gruppe W anschliessend durch Hydrolyse oder Reduktion in die NH2-Gruppe überführt.
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