CH370799A - Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten

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CH370799A
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CH
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hydrazine derivatives
methanol
cyanoethyl
new hydrazine
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CH169063A
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Ernst Dr Jucker
Anton Dr Ebnoether
J Dr Lindenmann Adolf
Steiner Roy
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
    • C10L1/14Organic compounds
    • C10L1/22Organic compounds containing nitrogen
    • C10L1/226Organic compounds containing nitrogen containing at least one nitrogen-to-nitrogen bond, e.g. azo compounds, azides, hydrazines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C241/00Preparation of compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes
    • C07C241/02Preparation of hydrazines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C241/00Preparation of compounds containing chains of nitrogen atoms singly-bound to each other, e.g. hydrazines, triazanes
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Description


  Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten    Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein Verfahren  zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten der  Formel I,  R-NH-NH-CH2- CH2- CH2- NH2 I    worin R ein Wasserstoffatom oder eine Acylgruppe  bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man     Cyano-          äthyl-hydrazin-Derivate    der Formel II  R-NH-NH-CH2- CH2 CN II  reduziert.  



  Die Reduktion der Cyanogruppe zur     Methylen-          aminogruppe    kann mit katalytisch erregtem Wasser  stoff oder mit Metallhydriden, wie     Lithiumaluminium-          hydrid,    ausgeführt werden.  



  Die Reduktion mit     Metallhydriden,    wie z. B. mit  Lithiumaluminiumhydrid, erfolgt vorzugsweise in  Tetrahydrofuran bei einer Temperatur von 0 bis 10 .  Zur Vervollständigung der Reaktion erhitzt man an  schliessend das Gemisch noch etwa 1 bis 2 Stunden  zum Sieden. Das Endprodukt wird nach bekannten  Methoden aus dem Reaktionsgemisch isoliert und  durch Destillation im Hochvakuum     undloder    durch  Überführung in ein geeignetes Salz     gereinigt.     



  Wird die Cyanogruppe mit katalytisch erregtem       Wasserstoff    reduziert, so verfährt man beispielsweise  in der Weise, dass man die mit Ammoniakgas ge  sättigte methanolische Lösung der Ausgangssubstanz  in Gegenwart von Raney-Nickel 2 Stunden bei 80   und einem Anfangsdruck von 100 at hydriert. Nach  Entfernen des Katalysators wird das     Endprodukt    nach  bekannten Methoden isoliert und durch     Destillation     im Hochvakuum und/oder durch Überführung in  ein geeignetes     Salz    gereinigt.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten neuen Hy  drazin-Derivate sind basische Verbindungen, die mit    anorganischen oder organischen Säuren     beständige,     bei Raumtemperatur kristallisierte     Salze    bilden. Sie  besitzen therapeutisch verwertbare     pharmakodyna-          mische    Eigenschaften, die sie zu wertvollen Medi  kamenten machen. So zeichnen sie     .sich    beispielsweise  durch eine starke Monoaminoxydase-Hemmwirkung  aus.

   Schliesslich sind die erfindungsgemäss hergestell  ten Hydrazin-Derivate auch als     Oxydations-Inhibito-          ren    von Treibstoffen für Otto-Motoren verwendbar,  indem sie die Lagerbeständigkeit der     Treibstoffe    be  trächtlich erhöhen.  



  Die als Ausgangsmaterialien verwendeten     Cyano-          äthylhydrazin-Derivate    können beispielsweise erhal  ten werden, indem man ein Säurehydrazid, z. B.  Essigsäure- oder Benzoesäure-hydrazid, mit     Acryl-          nitri1    umsetzt, wobei die gewünschten Ausgangsver  bindungen der Formel II entstehen.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind die Tem  peraturen in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  Zu einer auf 0  abgekühlten Suspension von  2,2 g LiA1H4 in 120 cm3 abs. Tetrahydrofuran lässt  man langsam eine Lösung von 6,0 g     1-(2'-Cyano-          äthyl)-2-benzoylhydiazin    in 40 cm3 Tetrahydrofuran  so zutropfen, dass die Temperatur nie über + 10   steigt. Darauf wird das     Reaktionsgemisch    noch  11/2 Std. zum Sieden am Rückfluss erhitzt. Nach Ab  kühlen gibt man unter weiterem Rühren 4 cm3  Wasser und 16 cm3 5proz. wässrige Natronlauge zu  und:     rührt    anschliessend noch 15 Min. bei Zimmer  temperatur. Sodann wird filtriert, der     Filterrückstand     mehrmals gut mit abs.

   Tetrahydrofuran ausge  waschen und das     Filtrat    im Vakuum zur Trockne  verdampft. Der Rückstand, das     1-(3'-Amino-n-pro-          pyl)-2-benzoylhyd'razin,    wird     in    wenig     abs.    Methanol      aufgenommen und daraus mit methanolischer Salz  säure das Dihydrochlorid hergestellt. Smp.224 bis  226  (Zers.).  



  <I>Beispiel 2</I>  2,0 g 1-(2'-Cyanoäthyl)-2-benzoylhydrazin, ge  löst in 40 cm3 bei 00 mit Ammoniakgas gesättigtem  abs. Methanol, werden mit Raney-Nickel 2 Std. bei  800 und einem Anfangsdruck von 100 at hydriert.  Nach Abfiltrieren vom Katalysator wird das Metha  nol, im Vakuum entfernt, und aus dem Rückstand,  dem 1-(3'-Amino-n-propyl)-2-benzoylhydrazin, mit  methanolischer Salzsäure das Dihydrochlorid her  gestellt. Das 1- (3' - Amino - n - propyl) - 2 -     benzoyl-          hydrazin-dihydrochlorid    schmilzt unter Zersetzung bei  224-2260 und zeigt im     Mischschmelzpunkt    mit einem  Präparat, hergestellt nach Beispiel 1 durch Reduk  tion von 1-(2'-Cyanoäthy1)-2-benzoylhydrazin mit  LiA1H4, keine Depression.  



  Das als Ausgangsmaterial     in    den Beispielen 1  und 2 verwendete     1-(2'-Cyanoäthyl)-2-benzoyl-          hydrazin    wird wie folgt hergestellt:  Zu einer Lösung von 11,0g Benzoylhydrazin in  20 cm3 Wasser lässt man unter Rühren bei einer  Temperatur von 1000 innert 45 Min. 4,4 g Acrylnitril  zutropfen. Anschliessend wird unter weiterem Rühren  die     Temperatur    noch während 2 Std. auf 90  ge  halten. Beim Abkühlen scheidet sich das Reaktions  produkt     kristallin    aus. Man versetzt mit Wasser und  kristallisiert das 1-(2'-Cyanoäthyl)-2-benzoylhydrazin  direkt ohne weitere Reinigung aus Wasser um. Smp.  122-1240.  



  <I>Beispiel 3</I>  7,3 g 1-(2'-Cyanoäthyl)-2-acetylhydrazin, gelöst  in 145 cm3 bei 00 mit Ammoniakgas gesättigtem Me  thanol, werden mit Raney-Nickel 2 Std. bei 800  und einem Anfangsdruck von 100 at hydriert. Nach  Abfiltrieren vom Katalysator wird das Methanol im  Vakuum     entfernt,    und der Rückstand im Hochvakuum  destilliert, wobei das     1-(3'-Amino-n-propyl)-2-acetyl-          hydrazin    zwischen 124-1250 bei 0,003 mm Hg     über-          destilliert.     



  Zur Charakterisierung wird das     Naphthaln-1,5-          disulfonat    hergestellt, das nach Umkristallisieren aus  Methanol/Äther bei 185-1860 (Zers.) schmilzt.    Das als Ausgangsmaterial verwendete     1-(2'-Cyano-          äthyl)-2-acetylhydrazin    wird wie folgt hergestellt:  Zu einer Lösung von 24,0 g Acetylhydrazin in  80 cm3 Wasser werden unter Rühren bei einer Tem  peratur von 900 innert 45 Min. 17,6g Acrylnitril zu  gegeben.     Anschliessend    wird unter weiterem Rühren  die Temperatur noch 2 Std. auf 1000 gehalten. So  dann werden im Vakuum etwa 40 cm3 Wasser ab  gedampft, der Destillationsrückstand mit Kochsalz  gesättigt und mit total 180 cm3 Chloroform extra  hiert.

   Nach dem Trocknen des Extraktes über Magne  siumsulfat wird das Chloroform im Vakuum entfernt,  und der Rückstand destilliert, wobei das     1-(2'-Cyano-          äthyl)-2-acetylhydrazin    zwischen 135-1400 bei  0,1 mm Hg übergeht und in der Vorlage kristallin er  starrt. Die Verbindung lässt sich aus Essigester/Petrol  äther umkristallisieren und schmilzt dann bei 54  bis 560.

      <I>Beispiel 4</I>  2-Cyanoäthyl-hydrazin, hergestellt aus 3,4 g     1-          (2'-Cyanoät'hyl)-2-isopropyliden-hydrazin    durch Ab  spaltung der Isopropylidengruppe mittels Chlor  wasserstoffgas in äthanolischer Lösung und über  führen des entstandenen     2-Cyanoäthylhydrazin-hydro-          chlorids    [Smp. 198-1990 (Zers.) aus Methanol/Äther]  in die freie Base, wird in bei 00 mit Ammoniakgas  gesättigtem Methanol mit Raney-Nickel als Kataly  sator bei 800 und einem Anfangsdruck von 100 at  hydriert, wobei 1-(3'-Amino-n-propyl)-hyd'razin er  halten wird. Das     1-(3'-Amino-n-propyl)-hydrazin-di-          hydrochlorid    schmilzt nach Umkristallisieren bei 119  bis 1210 (Zers.).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin- Derivaten der Formel I, R-NH-NH-CH2-CH2-CH2-NH2 I worin R ein Wasserstoffatom oder eine Acylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man Cyano- äthyl-hydrazin-Derivate der Formel 1I R-NH NH-CH,7 CHZ CN 1I reduziert.
CH169063A 1958-08-08 1958-08-08 Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten CH370799A (de)

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