CH355144A - Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Derivaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-DerivatenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Derivaten Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Deri- vaten der Formel 1
EMI0001.0005
worin Ri Wasserstoff oder die Methylgruppe und R2 einen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 7 Kohlenstoffatomen bedeuten, und ist dadurch gekennzeichnet,
d'ass man eine Säure der Formel 11
EMI0001.0013
oder ein reaktionsfähiges Derivat derselben mit einem substituierten Hydrazin der Formel 111 H,N-NH R2 III umsetzt. Die gebildete Hydrazinverbindung kann ge- wünschtenfalls in ein Salz übergeführt werden.
Die Umsetzung einer Säure der Formel II mit einem sub stituierten Hydrazin der Formel III wird vorzugsweise in Gegenwart eines Carbodiimides vorgenommen.
Zur Umsetzung können direkt die Säuren oder deren Salze verwendet werden. Die als Kondensations mittel verwendeten NN'-disubstituierten Carbodiinüde können z. B. durch Behandlung disubstituierter Harn stoffderivate mit p-Toluol-sulfochlorid in Pyridin her gestellt werden. Bei der erfindungsgemässen Reaktion werden die entsprechenden Harnstoffderivate zu rückgewonnen. Durch Verwendung geeignet substi- tuierter Carbodiimide, z.
B. N,N'-Dicyclohexyl-car- bodiimid, erhält man als Nebenprodukte Harnstoff- derivate, welche vom Reaktionsprodukt leicht ab getrennt werden können. Die Reaktion kann z. B. bei einer Temperatur zwischen 0 und 50 , vorzugsweise bei Raumtemperatur oder leicht erhöhter Temperatur, durchgeführt werden. Es ist zweckmässig, ein Lö sungsmittel zu verwenden. Es kann sowohl ein orga nisches Lösungsmittel, wie z.
B. Methylenchlorid, Chloroform, Dioxan, Tetrahydrofuran, Dimethyl- formamid oder Acetonitril, als auch Wasser gewählt werden.
Als reaktionsfähige Nicotinsäurederivate können für das erfindungsgemässe Verfahren z. B. niedere Alkylester, Halogenide oder Amide eingesetzt werden.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können beispielsweise folgende Nicotinsäurehydrazid-Derivate gewonnen werden: 1-Nicotinoyl-2-propylhydrazin, 1- Nicotinoyl-2-isöbutyl-hydrazin, 1-Nicotinoyl-2-heptyl- hydrazin, 1 Nicotinoyl-2-isopropyl-hydrazin, 1-Nico- tinoyl-2-[butyl-(2')]-hydrazin, 1-Nicotinoyl-2-[pentyl- (3')]-hydrazin, 1-Nicotinoyl-2-[4'-methyl-pentyl-(2')]- hydrazin,
1-Nicotinoyl-2-cyclopropyl-hydrazin, 1-Ni- cotinoyl-2-cyclohexyl-hydrazin, 1-Nicotinoyl-2-(a-cy- clopentyl-äthyl)-hydrazin, 1-Nicotinoyl-2-tert. butyl- hydrazin, 1-(6'-Methyl-nicotinoyl)-2-isopropyl-hydra- zin, 1-Nicotinoyl-2-cyclopentyl-hydrazin.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Nicotinsäure- hydrazid-Derivate bilden wohldefinierte Salze sowohl mit anorganischen Säuren, z.
B. mit Halogenwasser stoffsäuren, wie Chlorwasserstoffsäure, Bromwasser stoffsäure, Jodwasserstoffsäure, mit anderen Mineral säuren, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure oder Sal petersäure als auch mit organischen Säuren, wie Weinsäure, Citronensäure, Camphersulfosäure, Äthan- sufosäure, Salicylsäure, Ascorbinsäure, Malein- säure,
Mandelsäure usw. Bevorzugte Salze sind die Hydrohalogenide, insbesondere die Hydrochloride. Die Säureadditionssalze können vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel durch Behandlung des Hydrazinderivates mit einem überschuss der entspre chenden Säure hergestellt werden.
Die erfindungsgemäss erhältlichen Verfahrenspro dukte und deren Salze hemmen die Monoaminoxy- dase; einzelne Vertreter zeichnen sich durch ihre aus geprägte antidepressive Wirksamkeit aus und wirken bei Kachexie gewichtssteigernd. Sie stellen damit eine wertvolle Bereicherung des Arzneimittelschatzes dar.
<I>Beispiel 1</I> 1-Nicotinoyl-2-isopropyl-hydrazin Eine Lösung von 12,3 -g Nicotinsäure und 10,1 g Triäthylamin in. 150 cm3 Acetonitril wird mit 11,05 g Isopropylhydrazin eine halbe Stunde verrührt, worauf 20,63g Dicyclohexylcarbodiimid zugesetzt werden. Die Temperatur steigt zu Beginn leicht an und wird durch Kühlen unter 30 gehalten.
Nach 4stündigem Rühren wird vom ausgeschiedenen N,N'-Dicyclohexyl- harnstoff abfiltriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand wird bei 40 mit 500 cm3 Benzol extra hiert, das Benzol abgedampft und der Rückstand mit 100 cm3 Wasser behandelt. Die wässrige Lösung wird zur Trockne eingedampft und der Rückstand durch Behandlung mit Äther zum Kristallisieren gebracht. Nach dem Umkristallisieren aus Benzol erhält man farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 104-105 .
<I>Beispiel 2</I> <I>1</I> Nicotinoyl-2-[butyl-(2')]-hydrazin Eine Lösung von 12,3g Nicotinsäure und 8,8 g Butyl-(2) hydrazin in 150 cm3 Acetonitril wird mit 20,63g Dicycldhexyl-carbodiimid versetzt und wäh rend 4 Stunden gerührt. Am Anfang wird das Reak tionsgefäss gekühlt, damit die Temperatur unter 30 bleibt. Man filtriert von ausgeschiedenem N,N' Di- cyclo-hexylharnstoff ab und dampft das Filtrat ein.
Der Rückstand wird mit 200 cm3 Wasser von 40 behandelt, die wässrige Lösung eingedampft und der Rückstand destilliert, Siedepunkt 116 /0,03 mm. Das Destillat erstarrt zu einer Kristallmasse. <I>Beispiel 3</I> 1-Nicotinoyl-2-isopropyl-hydrazin 20 g Nicotinsäuremethylester werden mit 20 g Isopropylhydrazin unter Luftaussohluss während 10 Stunden auf 100 erwärmt.
Anschliessend destilliert man das überschüssige Isopropylhydrazin und das ge bildete Methanol ab und isoliert das 1-Nicotinoyl-2-iso- propyl-hydrazin als Sesqui-oxolat auf folgende Weise:
Die eingeengte Lösung wird in 500 cm3 Äthanol auf genommen, mit 32 g Oxalsäure versetzt und nach dem Kühlen im Eisschrank durch Filtrieren geklärt. Aus dem Filtrat fallen nach neuerlichem Aufbewah ren in der Kälte 17 g rohes Oxalat aus, die mehrmals aus Äthanol unter Zusatz von Tierkohle umkristalli siert werden. Man erhält so 1-Nicotinoyl-2-isopropyl- hydrazin in Form des Sesqui-oxalates vom Schmelz punkt 139-141 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotin- säurehydrazid-Derivaten der Formel 1 EMI0002.0075 worin Ri Wasserstoff oder die Methylgruppe und R2 einen nichtaromatischen Kohlenwasserstoffrest mit 2-7 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekenn zeichnet,dass man eine Säure der Formel 1I EMI0002.0083 oder ein reaktionsfähiges Derivat derselben mit einem 7s substituierten Hydrazin der Formel III H2N-NH-R2 III umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die gebildete Hydrazinverbin- dung in ein Salz überführt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als reaktionsfähiges Derivat einen Ester, ein Halogenid oder das Amid der im Pyridinkern gegebenenfalls methylierten Nicotinsäure verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als substituiertes Hydrazin Isopropylhydrazin ver wendet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH355144T | 1957-04-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH355144A true CH355144A (de) | 1961-06-30 |
Family
ID=4510748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH355144D CH355144A (de) | 1957-04-09 | 1957-04-09 | Verfahren zur Herstellung von neuen Nicotinsäurehydrazid-Derivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH355144A (de) |
-
1957
- 1957-04-09 CH CH355144D patent/CH355144A/de unknown
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