CH334841A - Verfahren zur Herstellung neuer Hydrochinonverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Hydrochinonverbindungen

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CH334841A
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Adrian Dr Marxer
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/08Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/14Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom with carbocyclic rings directly attached to the ring nitrogen atom

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verfahren zur Herstellung neuer    Hydrochinonverbindungen   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung    von   sub-    stituierten      2,5-Bis-äthylenimino-hydrochinonen   der    Formel   
 EMI1.6 
 wobei    R1   und    R.2      Niederalkoxy-   oder Niederalkylmercaptogruppen bedeuten. 



  Die Erfindung betrifft. insbesondere die    Herstellung   des    3,6-Diäthoxy-2,5-bis-äthylen      iinino-hydroehinons   und des    3,6-Bis-methyl-      inercapto   - 2,5,- bis -    äthylenimino      -hydrochinons   und des    3,6-Bis-äthylmercapto-2,5-bis-äthylen-      imino-liydrochinons.   Die neuen    Verbindungen   besitzen eine tumorhemmende Wirkung; zudem weisen sie bakterizide    Eigenschaften   auf und sind wirksam gegenüber    Amoeben,   z. B. gegen    Ent-      amoeba      histolytica.   



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der genannten    Hydrochinone   besteht    clarin,   dass man    Chinone   der    Formel   
 EMI1.29 
 in der    R1   und    R2   die oben angegebenen Bedeutung haben, mit reduzierenden Mitteln behandelt. 



  In erster Linie reduziert man mit    Natrium-      ditliionit   in    alkalisehem   Medium, z. B. in Na-    tronlauge,   oder mit Wasserstoff in Gegenwart eines Nickelkatalysators. Zur    Abtrennung      @      om   Katalysator löst. man die erhaltenen    Hy-      drochinonderivate   in einem kleinen    überschuss   von kaltem    Alkalihydroxyd,      wie   Natronlauge, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 trennt vom Katalysator ab    irnd   gewinnt die erhaltenen    Hydrochinone   aus der Lösung in üblicher Weise, z. B. durch Zusatz der berechneten    Menge   kalter Säure, wie Essigsäure.

   Man kann die Reduktion auch mit andern, für die Überführung von    Chinonen   in    Hydro-      chinone   geeigneten Mitteln, wie mit einem    Dimetallhydrid,   wie    Lithiumaluiminiumhy      drid   oder    Natriumborhydrid,   z. B. in Anwesenheit. eines Lösungsmittels, wie Äther oder    Dioxan,      dur      ehführen.      Vorteilhafterweise   arbeitet man    ir.   Abwesenheit von Luftsauerstoff, z. B. in Stickstoff- oder Wasserstoffatmosphäre. 



  Die Ausgangsstoffe können auch in Gegenwart der Reaktionsteilnehmer erhalten werden. So kann man z. B.    Chinone   der obigen Formel, in denen    R1   und    R2   austauschfähige    Suibstituenten   bedeuten, mit. einem Überschuss an einem niederen    Alkylmercaptan   als Reduktionsmittel umsetzen, wobei    intermediär   das 3,6 -Bis    -niederalkylmercapto   -2,5    bis-äthylen-      iniino-p-benzolchinon   entsteht, welches durch den Überschuss an    Alkylinercaptan   in das entsprechende,    Hydroehinon   reduziert wird. Austauschfähige    Substituenten   sind insbesondere Halogen-, wie Chloratome.

   Die    Reaktion   wird vorzugsweise    unter   Zusatz eines Kondensationsmittels, wie    Alkalimetall,   beispielsweise Natrium, und in Ab- oder    vorzugsweise   Anwesenheit eines    Lösungsmittels,   wie Alkohol oder    Alkylmercaptan,   durchgeführt. 



  Von den verfahrensgemäss erhaltenen    Hi=      drochinonen   lassen sich Salze von Metallen gewinnen. So kann man sie in    Alkalihydro-      xYden   lösen. 



  Die oben beschriebenen    Hydrochinone,   ihre Salze oder entsprechende Gemische können als Bakterizide sowie als Heilmittel, besonders bei Krebserkrankungen oder durch    Amoeben   verursachten    Erkrankungen,   z. B. in Form    pharmazeutischer   Präparate Verwendung finden. Diese enthalten die genannten Verbindungen in Mischung mit. einem für die    enterale,      parenterale   oder lokale Applikation geeigneten pharmazeutischen    organi-      sehen   oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagie-    ren,   wie z.

   B.    Gelatine,      Milehzueker,      Stärke,      Magnesiumstearat,   Talk, pflanzliche öle,    Ben-      zylalkohole,   Gummi,    Polyalkylenglykole,   Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragees, Pulver, Salben, Cremen, Suppositorien oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie    Konservierungs-,      Stabilisie-      rungs-,   Netz- oder    Emulgiermittel.   Sie können auch    noeh   andere therapeutisch    wertvolle   Stoffe enthalten. 



  In den    naehfolgenden   Beispielen sind die    Temperaturen   in Celsiusgraden angegeben.    Beispiel   1 5,56 g    3,6-Diätlio.xy-2,5-his-äthylenimino-p-      benzoehinon   werden in 300    cms   absolutem Alkohol    suispendiert   und in Gegenwart von 3 g    Raney-Nickel   mit Wasserstoff bei    Atmo-      spliärendruek      gesehüttelt.   In 10 Minuten ist die Wasserstoffaufnahme beendet und es wird eine klare Lösung erhalten. Man saugt    vom   Katalysator ab und verdampft den Alkohol in einer    St.iekstoffatmosphäre   zur Trockne.

   Der    Rüekstand   besteht aus    weissliehen   bis    grünliehen   Kristallen des    3,6-Diätlioxy-\?,5-bis-      äthylenimino-hydrochinons,   Es besitzt die Formel 
 EMI2.78 
 und schmilzt nach    Umkristallisieren   aus Benzol bei 188--189"    (Zersetzung;).   Beispiel Eine Lösung von 5,06 g    Natriummetall   in 300 e    ni3   absolutem Alkohol wird mit 40 g    Methylmercaptan      vermiseht.   In diese Lösung trägt man    \?5,90   g 3,6-Dielilor-\?,5-bis-ätliylen- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

    iniino-p-benzochinoll   unter Wasserkühlung ein.

   Dabei bildet sich intermediär das entspreehende    3,6-Bis-methylmercapto-p-benzoellinon.   Die violette Farbe der    Suspension   schlägt rasch nach hellgelb um. Man rührt 9 Stunden bei Zimmertemperatur weiter. Die    weisslich-      @-elbe      Suspension   wird    abgesaugt.   Sie    wird   an der Luft rasch grün. Ein Teil der    Sub-      stallz   ist, in Natronlauge bereits löslich und stellt das    3,6-Bis-methylmereapto-2,5-bis-äthy-      leniniino-hvdroehinon   dar.

   Zur völligen Reduktion zum    Hydrochinon   wird der    Nutschen-      inhalt   sofort in 100    en-t-   Wasser suspendiert,    iiiit   150    em33   1n Natronlauge versetzt und unter Rühren 10 g    Natriumdithionit   zugegeben. Der grösste Teil der Substanz geht rasch in Lösung. Die Lösung wird durch Absaugen geklärt und sofort mit 75 ein?, 2n Essigsäure -ersetzt, der erhaltene Niederschlag abgesaugt    und   mit    _'4   assen und Alkohol gewaschen. 



  Man erhält so das    gelblichweisse      3,6-Bis-      niet.livluiercapto      ..   2,5 - bis    -ät.hylenimixio-hydro-      ellinon   der Formel 
 EMI3.28 
    i      oni   F. 163-164  (unter Zersetzung). Beispiel 3 5,06 g    Natriummetall   werden in 300    ems   absolutem Alkohol gelöst und mit 40 g    Me-      tliyimereaptan   vermischt.

   In diese Lösung trägt    nian   25,90 g    3,6-Dichlor-2,5-bis-äthylen-      imino-p-benzochinon   unter Wasserkühlung ein.    Dabei   bildet sieh intermediär das    3,6-Bis-me-      t      1i      v      lmereaptö   - 2,5    -bis-äthy      lenimino-p-benzoehi-      lion.   Die nach kurzem Rühren erhaltene weissgelbliche Suspension wird noch 9 Stunden bei Zimmertemperatur nachgerührt. Man    ,;au < gt   den Niederschlag ab,    wäscht.   mit Alkohol und kocht den erhaltenen Rückstand mit 200    ein-      Benzol   aus.

   Die    benzolisclie   Suspen-    sion   wird filtriert, das Benzol unter vermindertem Druck auf die Hälfte eingedampft und wenig    Petroläther   bis zur beginnenden Kristallisation zugesetzt. Man erhält so das in Beispiel 2 beschriebene    3,6-Bis-methylmer-      capto-2,5-bis-äthylenimino-hydrochinon   vom F. 163-164  (Zersetzung).

   Beispiel 4 In 200 g    Äthylmereaptan   und 100    em3   absolutem Äthanol werden 4,6g Natrium gelöst und in die erhaltene Lösung unter leichtem Kühlen bei einer Innentemperatur von    20    25,90 g    3,6-Dichlor-2,5-bis-äthylenimino-p-      benzochinon   eingetragen, wobei sich intermediär das    3,6-Bis-äthylmereapto-2,5-bis-äthy-      lenimino-p-benzochinon   bildet. Es entsteht ein weisses, kristallines Pulver. Dieses wird nach mehrstündigem Rühren bei Zimmertemperatur durch Absaugen isoliert und mit 200    em3   Benzol zur Befreiung von    Natrium-      ehlorid   kurz ausgekocht und filtriert.

   Aus dem Filtrat scheiden sich weisse, derbe Kristalle vom F. 153-156     (Zersetzung)   aus. Sie bestehen aus    3,6-Bis-äthylmercapto-2,5-bis-      ätliylenimino-hydroehinon   der Formel 
 EMI3.69 
 Beispiel 5 3,815 g    3,6-Diäthoxy-2,5-bis-äthylenimino-p-      ben7oehinon   werden mit 12g    Natriumdithio-      nit   vermischt und mit 100    em3      1n   Natronlauge übergossen. Nach kurzem Rühren bei Zimmertemperatur entsteht eine helle Lösung. Diese wird filtriert und durch Zusatz von 25-30    ema   2n Essigsäure auf ein    px   - von 7 eingestellt. Der entstandene Niederschlag wird isoliert, mit Wasser gewaschen, getrocknet und in 80 eins Benzol suspendiert.

   Nach 15minutigem Kochen wird die    benzolische   Lösung heiss filtriert und das aus der Lösung 

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 erhaltene    Kristallisat   isoliert. Es ist    identiseh   mit dem in Beispiel 1 beschriebenen    3,6-Di-      äthoxy-2,5-bis-äthy      lenimino-hy      drochinon.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPKGCH Verfahren zur Herstellung von neuen Ily- drochinonverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Chinone der Formel EMI4.11 in der 1i,1 und R., Niederalkoxy- oder Nieder- alkylmercaptogruppen bedeuten, mit reduzie- renden Mitteln behandelt. L NTERANSPRÜ'CHE l.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierendes Mittel Wasserstoff in Gegenwart eines Nickelkatalysators verwendet.
    Verfahren nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass man als reduzierendes Mittel Natriumdithionit in alkalischem Medium verwendet.
CH334841D 1955-05-13 1955-05-13 Verfahren zur Herstellung neuer Hydrochinonverbindungen CH334841A (de)

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