AT214442B - Verfahren zur Herstellung von neuen p-Benzochinon-bis-hydrazonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen p-Benzochinon-bis-hydrazonen

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AT214442B
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benzoquinone
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Karl-Wolfgang Dr Schellhammer
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H C Gerhard Dr Dr Domagk
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Bayer Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen   p-Benzochinon-bis-hydrazonen   
Es ist bekannt, dass p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-monothiosemicarbazone, die gegebenenfalls an der Aminogruppe des Guanylrestes durch Alkylgruppen substituiert sein können, hervorragende bacteriostatische und bactericide Eigenschaften haben. Die Anwendung derartiger Verbindungen wird nur durch die relativ schlechte Verträglichkeit der Präparate beeinträchtigt.

   Es ist daher das Ziel weiterer Entwicklungen, Verbindungen aufzufinden, die bei gleicher Wirkung besser verträglich sind. 
Es wurde nun gefunden, dass man besser verträgliche und annähernd gleich wirksame Derivate der p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-monothiosemicarbazone erhält, wenn man diese mit   K-Halogenfettsäuren,   die   substituiert sein können,   bzw. deren Salzen oder Estern kondensiert. 



  Dabei verläuft die Kondensation entsprechend dem folgenden Formelschema : 
 EMI1.1 
 
In den obigen Formeln bedeuten R und R'je ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1-4 C-Atomen und   Rff ein Wasserstoff atom,   eine Alkylgruppe mit 1-3 C-Atomen, eine Carboxyl-oder eine Carbalkoxy-Gruppe   R"' kans   für ein Wasserstoffatom, ein Kation, eine Methyloder Äthylgruppe und X   für-Cl oder-Br   stehen. 



   Es bilden sich dabei Derivate des 4-Hydroxythiazols, die, wie oben angegeben, substituiert sein können. 



   Als Reaktionsmedium können z. B. Alkohole, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxyd, Wasser oder Gemische dieser Lösungsmittel dienen. Man führt die Reaktion zweckmässig bei Temperaturen aus, die im Bereich der normalen Raumtemperatur und des Siedepunktes des verwendeten Lösungsmittels liegen. 



   Man erhält die Kondensationsprodukte in Form von mineralsauren Salzen, aus denen die freien Verbindungen durch Zusatz äquivalenter Mengen Ammoniak in braunen bis bläulichen Kristallchen erhalten werden. 
Die Umsetzung von p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-monothiosemicarbazon mit oc-Chloracetessigester wurde zwar beschrieben (H. Beyer, W. Liebenow u. T. Pyl, B. 90 1744 [1957]) ; dabei wird aber ein p-Benzochinon-monoguanylhydra-   zon-mono- [4-methyl-5-carbäthoxy-thiazolyl- (2)]-    hydrazon erhalten.

   Im Gegensatz zu der erfindungsgemässen Kondensation reagiert also bei der 
 EMI1.2 
 ;Benzochinon-monoguanylhydrazon-mono- [4-me-   thyl-5-carbäthoxy-thiazolyl- (2)]-hydrazon,   das auch direkt durch Kondensation von p-Benzochinon- 
 EMI1.3 
 kann, wirkt ebenfalls bactericid ; es ist aber im Gegensatz zu den erfindungsgemäss herstellbaren neuen Verbindungen giftiger als das Ausgangsmaterial. 



   Die bessere Verträglichkeit des neuen Verbindungstyps gegenüber den bekannten Verbin- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 dungen sei durch quantitative Angaben der akuten Giftigkeiten nachgewiesen. 



  A = p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-mono- thiosemicarbazon, B = p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-mono-   [4-methyl-5-carbäthoxy-thiazolyl- (2)]-hy-    drazon, 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> (2)]-hydrazon.A <SEP> A <SEP> I <SEP> B <SEP> I <SEP> c <SEP> 
<tb> Ratte <SEP> p. <SEP> o. <SEP> ................ <SEP> 0,75 <SEP> 0,05-0,01 <SEP> 1,0-2,5
<tb> Ratte <SEP> i. <SEP> p. <SEP> ................. <SEP> 0,2 <SEP> 0,5 <SEP> 1,0-2,5
<tb> Kaninchen <SEP> p. <SEP> o. <SEP> .............. <SEP> 0,1-0,3 <SEP> 0,25-0,5 <SEP> 1,0-2,5
<tb> Katze <SEP> p. <SEP> o................ <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> erbrochen <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> erbrochen <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> ohne <SEP> Erbrechen <SEP> vertragen
<tb> 
 
Die Zahlen bedeuten Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. 



   Die neuen Verbindungen oder ihre Salze können als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die orale oder parenterale Applikation geeigneten organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial, unter Umständen unter Beimischung noch anderer Pharmazeutika, enthalten. 



   Beispiel :
13 g p-Benzochinon-monoguanylhydrazon-mono-thiosemicarbazon werden in 150 cm3 Alkohol mit 7 g Chloressigsäureäthylester 8 Stunden zum Rückfluss erhitzt. Nach dem Abkühlen setzt sich bräunlichgelbes Material ab, das abgesaugt, in 200 cm3 Wasser suspendiert und mit überschüssigem Ammoniak versetzt wird. Die Brühe wird dunkler, es wird abgesaugt und aus Dimethylformamid-Wasser (3 : 1) umkristallisiert. Man erhält 8 g eines dunklen Kristallpulvers, das ein Mol Kristallwasser enthält. Wenn die Substanz bei Temperaturen über   1000 C   getrocknet wird, ist es möglich, sie kristallwasserfrei zu erhalten. Der Schmelzpunkt des   p-Benzochinonmonoguanyl-   hydrazon-mono- [4-hydroxy-thiazolyl- (2)]-hydrazons liegt zwischen 230 und 240   C (Zersetzung) und ist stark von der Erhitzungsgeschwindigkeit abhängig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen pBenzochinon-bis-hydrazonen der allgemeinen Formel : EMI2.3 worin R und R'je ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1-4 C-Atomen und R"ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1-3 CAtomen, eine Carboxyl- oder eine Carbalkoxy- gruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass p-Benzochinon-monoguanyl-hydrazon-monothio- semicarbazone der allgemeinen Formel : EMI2.4 worin R und R'obige Bedeutung besitzen, mit oc-Halogenfettsäuren, welche bis zu 5 C-Atomen enthalten bzw. deren Salzen oder Estern umgesetzt werden.
AT879659A 1958-12-11 1959-12-04 Verfahren zur Herstellung von neuen p-Benzochinon-bis-hydrazonen AT214442B (de)

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