CH158237A - Verfahren zur Darstellung von Diäthylallylacetonitril. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Diäthylallylacetonitril.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung von Diä,thylallylacetonitril. In dem Patent Nr. 122356 ist ein Ver fahren zur Darstellung von Diäthylallylaceto- nitril beschrieben, gemäss welchem man Diä- thylacetonitril,zum Beispiel mit Alkalimetallen oder Alkaliamiden,
in eine seiner Alkaliverbin- dungen überführt und Allyliernngsmittel auf die so erhaltene Alkaliverbindung des Diä- thylacetonitrils einwirken lässt.
Es wurde nun gefunden, dass die Alky- lierung von Diäthylacetonitril vorteilhaft vor sich geht, wenn man zur Überführung des Diäthylacetonitrils in seine Alkaliverbindung organische Alkaliverbindungen, wie Alkalial- kyl- oder Alkaliarylverbindungen, verwendet hat.
Man führt dieses Verfahren zum Beispiel in der Weise aus, dass man eine organische Alkaliverbindung in einem geeigneten Lö sungsmittel, zum Beispiel Äther, Benzol, Ligroin usw., löst oder suspendiert, und Diä- thylacetonitril zu den erhaltenen Lösungen hinzufügt. Man erhält so eine Lösung der Alkaliverbindung des Diäthylacetonitrils, die darauf vorteilhaft alkyliert werden kann.
Für die Ausführung des Verfahrens ist es nicht notwendig, die organischen Alkali- verbindungen vor dem Lösen oder Suspen dieren in dem Lösungsmittel zu isolieren. Das Verfahren lässt sich vorteilhaft auch so ausführen, dass man die organische Alkali verbindung in demselben Lösungsmittel dar stellt, zu dem das Diäthylacetonitril hinzu gefügt werden soll. Man kann zum Beispiel Natriumäthyl aus Natrium und Quecksilber diäthyl in Äther oder Natriumphenyl aus Natrium und Chlorbenzol in Benzol darstellen und zu den yo erhaltenen Lösungen kann man dann das Diäthylacetonitril hinzugeben.
Das Diäthylacetonitril kann nach der Darstellung der organischen Alkaliverbin- dungen zugegeben werden oder kann bei ihrer Bildung zugegen sein. Die so er haltenen Lösungen der Alkaliverbindun- gen des Diäthylacetonitril werden zweck- mässig sofort für die Alkylierung verwandt; das Alkylierungsmittel, zum Beispiel Halo genalkyl, wird zum Beispiel zu den Lösungen gegeben, wodurch die Alkylierung erfolgt.
Die tertiären Nitrile können nach dem vorliegenden Verfahren in besserer Ausbeute als nach \dem bekannten Verfahren erhalten werden. Man erhält zum Beispiel nach dem Verfahren des genannten Patentes durch Ein wirkung von Natrium auf Diäthylacetonitril und Allylierung des so erhaltenen Produktes nur ungefähr 35/o der theoretischen Aus beute an Allyldiäthylacetonitril. Nach dem neuen Verfahren erhält man dagegen Aus- beuten bis zu 90% an tertiärem
Nitril.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung von Diäthylallyl- acetonitril, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man Diäthylacetonitril mit einer organischen Alkaliverbindung in eine seiner Alkaliverbindungen überführt und auf die so entstandene Alkaliverbindung des Diäthyl- acetonitrils Allylierungsmittel einwirken lässt.
Beispiele: 1. 2,7 gr Natrium in Drahtform werden mit 150 cms trockenem Äther überschichtet und tropfenweise mit 15 gr Diäthylqueck- silber versetzt. Dann werden 11,3 gr Diäthyl- acetonitril tropfenweise zugefügt, wobei eine sehr lebhafte Reaktion einsetzt. Man lässt 1 Stunde nachrühren und gibt dann tropfen weise 8.3 gr Allylchlorid zu, wobei man die sehr lebhafte Reaktion durch Kühlen mässigt.
Das Reaktionsprodukt wird in Eiswasser ge gossen und der ätherische Auszug zuerst vom abgeschiedenen Quecksilber, dann vom wässerigen Anteil abgetrennt und getrocknet. Der nach dem Abdestillieren des Äthers ver bleibende Rückstand wird im Vakuum frak tioniert, wobei man das Diäthylallylaceto- nitril vom Siedepunkt 71-740 bei 14 mm Druck erhält.
2. 11,5 gr Natrium (Drahtform) werden mit 100 cms Benzol überschichtet und dazu unter Stickstoffatmosphäre bei 0-5 0 C 23 gr Butylchlorid zutropfen gelassen. Nach 4-5 Stunden .ist fast alles Natrium aufgebraucht. Dann werden bei 0--10 C 24 gr Diäthyl- acetonitril eintropfen gelassen.
Wenn alles zugetropft ist, lässt man noch 1 Stunde bei Zimmertemperatur rühren und lässt darin unter starker Kühlung 19 gr Allylchlorid zutropfen. Zum Schluss wird noch '/2 Stunde unter Rückfluss gekocht. Das Reaktionspro dukt wird dann in Wasser gegossen, getrennt und der wässerige Anteil nochmals mit Äther ausgezogen. Der ätherische Auszug wird mit dem benzolischen Auszug vereinigt, getrock net, Äther und Benzol abdestilliert und der Rückstand im Vakuum destilliert. Man er hält Diäthylallylacetonitril vom Siedepunkt 79-810 bei 20 mm.
3. 11,5 gr Natrium (Drahtform) werden mit 125 cmu Benzol überschichtet und 28 gr, Chlorbenzol zugegeben. Nach etwa '/2 Stunde beginnt die Reaktion, man lässt die Tempe ratur zweckmässig nicht über 30 0 steigen. Sobald die Reaktion beendet ist, lässt man 24 gr Diäthylacetonitril eintropfen, wobei die Temperatur zweckmässig nicht über 20 bis 30 0 steigen soll. Wenn alles eingelaufen ist, lässt man noch 1 Stunde bei Zimmertempe ratur nachrühren und gibt dann unter star ker Kühlung 18 gr Allylchlorid zu.
Nach Aufarbeitung wie in Beispiel 2 erhält man 31 gr Diäthylallylacetonitril.
4. 46 gr Natrium, 400 cm,' trockenes Benzol und 120 gr Chlorbenzol werden zu sammengegeben und unter Abschluss von Luftfeuchtigkeit und Luftkohlensäure gerührt. Sobald die Reaktion einsetzt, lässt man 75 gr- Diäthylacetonitril zutropfen und die Tempe ratur auf höchstens 25 0 ansteigen. Wenn die Reaktion beendet ist, rührt man 4 bis 6 'Stunden bei Zimmertemperatur nach und lässt dann unter Kühlung 59 gr Allylchlorid eintropfen. Zum Schluss wird noch '/2 Stunde auf 60 0 angewärmt.
Dann wird in Wasser gegossen, getrennt, der wässerige Anteil noch mals mit Benzol ausgeschüttelt, die benzoli- sche Lösung mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, das Benzol abdestil- liert und der Rückstand im Vakuum destil liert. Das Diäthylallylacetonitril destilliert. bei 14 mm Druck bei 76-78 0.
Ausbeute-<B>-,90</B> gr. 5. 46 gr Natrium werden mit 400 cm3 Benzol überschichtet und dazu wird ein Ge misch von 120 gr Chlorbenzol und 75 gr Diäthylacetonitril so eintropfen gelassen, dass bei Kühlung die Reaktionstemperatur 20-251 nicht übersteigt. Nach Beendigung der Reaktion wird noch 4-5 Stunden nach gerührt und dann 59 grAllylchlorid unter Küh lung eintropfen gelassen.
Die Aufarbeitung wie in Beispiel 4 ergibt 90 gr Diäthylallylaceto- nitril.
6. 11,5 gr Natrium, 120 cm' Benzol, 29 gr Chlorbenzol und 18 gr Diäthylaceto- nitril werden zusammengegeben und gerührt. Die nach kurzer Zeit einsetzende sehr hef tige Reaktion wird durch starke Kühlung gemässigt. Nach 2-3 Stunden lässt man 14,5 gr Allylchlorid zutropfen und arbeitet, wie in Beispiel 4, auf. Es werden 16 gr Diäthylallylacetonitril erhalten.
7. 11,5 gr Natrium, 120 cm3 Benzol und 18 gr Diäthylacetonitril werden zusammen gegeben und bei<B>20-300</B> 29 gr Chlorbenzol eintropfen gelassen. Nach Beendigung der Reaktion lässt man unter Kühlung 14,5 gr Allylchlorid zutropfen. Aufarbeitung, wie in Beispiel 4, ergibt 20 gr Diäthylallylaceto- nitril.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Diäthyl- allylacetonitril, dadurch gekennzeichnet, dass man Diäthylacetonitril mit einer organischen Alkaliverbindung in eine seiner Alkaliverbin- dungen überführt und auf die so entstandene Alkaliverbindung des Diäthylacetonitrils Al- lylierungsmittel einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Überführung des Diäthylacetonitril in eine seiner Al kaliverbindungen eine Alkalialkylverbin- dung verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Überführung des Diäthylacetonitrils in eine seiner Al kaliverbindungen eine Alkaliarylverbindung verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Überführung des Diätby- acetonitrils in eine seiner Alkaliverbin- dungen Phenylnatrium verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Allylierungs- mittel Allylchlorid verwendet.
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