Einrichtung zum Trennen elektrischer Stromstösse. In der Elektrotechnik ist. es manchmal er wünscht, dass elektrische Stromstösse, die durch voneinander unabhängige Organe ab gegeben werden, und die folglich zeitlich ganz oder teilweise miteinander zusammen fallen können, in einem gemeinsamen Organ ähnliche Funktionen der einen oder andern Art ausführen sollen, zum Beispiel eine Registrierung oder Summierung einer An zahl von Werten, die der Gesamtzahl der ab gegebenen Stromstösse entspricht. Es handelt sich also darum, die ganz oder teilweise zu sammenfallenden Stromstösse zu trennen, so class dieselben hintereinander in das gemein same Organ eintreten und dort ihre Funktion ausführen, ohne störend aufeinander einzu wirken.
Als Beispiel hierauf sei der Fall er wähnt, in welchem eine Anzahl von Elektri zitätszählern mit Kontaktvorrichtungen aus: gerüstet sind, wobei ein Stromstoss beispiels weise für jede gemessene Kilowattstunde ab gegeben wird, und es ,gilt nun, ein gemein <B>t,</B> Zählwerk zu veranlassen, die Summe der innerhalb eines gewissen Zeitzwischen raumes abgegebenen Stromstösse oder mit an dern Worten die Anzahl der von sämtlichen Zählern gemessenen Kilowattstunden anzu zeigen.
Bei bisher bekannten Einrichtungen für den oben genannten Zweck sind Planeten getriebe oder rotierende Kontaktsender oder andere mehr oder weniger komplizierte Or gane verwendet worden, durch welche einer seits die Registriervorrichtung kostspielig wird, und die anderseits zu falschen Regi strierungen Veranlassung geben können.
Vorliegende Erfindung hat den Zweck, eine einfache und zugleich zuverlässige Ein richtung dieser Art zu schaffen, und besteht im wesentlichen in der Kombination einer Anzahl von Relais, die so miteinander und mit den stromstosssendenden Organen, sowie mit dem gemeinsamen Aufnahmeorgan elek trisch verbunden sind, dass bei gleichzeitiger Stromstossgabe mehrere Stromstosssender 0r- gane und daher gleichzeitiger Betätigung der .denselben zugeordneten Primärrelais nur ein Primärrelais seinen Stromstoss zum Auf- nabmeorgan hindurchsenden kann,
während die übrigen in Bereits.chaftstellung verbleiben und so ihren Stromstossspeichern, um nach Registrierung des ersten Stromstosses am Aufnahmeorgan ihrerseits ihre Stromstösse nach dem Aufnahmeorgan nacheinander in derjenigen Reihenfolge weiter zu befördern, die ihrer Lage in der Gruppe der stromstoss- aufnehmenden Primärrelais entspricht.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 3 Ausführungsformen der Einrichtung nach der Erfindung schematisch dargestellt.
In Fig. 1 stellen Ai, <I>A2,</I> As<B>....</B> eine Reihe von elektrischen Zählern dar, die je einen Kontakt, beispielsweise für jede Kilo wattstunde, schliessen. Durch den geschlosse nen Kontakt wird Strom je einem zugeord neten primären Relais Bi, B2, B3 <B>....</B> zu geführt. Dieses schliesst dann einen Schalter Ci bezw. C2, C3...., wodurch Strom einem sekundären Relais Bi bezw. <I>D2,</I> D3 <B>....</B><I>zu-</I> geführt wird.
Dieses schliesst seinerseits einen Schalter Ei bezw. E2,<B>E3.</B> . . ., wodurch Strom der Steuerspule F des gemeinsamen Zählwerkes zugeführt wird, welches um eine Einheit für jeden Kontaktschluss in einem Zähler weitergeschaltet wird. Es ist aber klar, dass das Zählwerk mit einer solchen Anordnung nur um einen einzigen Schritt fdrtgeschaltet wird, wenn mehrere Zähler gleichzeitig ihre Kontakte schliessen.
Damit das Zählwerk bei gleichzeitigen Stromstössen von mehreren Zählern um eine Anzahl von Schritten fortgeschaltet wird, die der Anzahl dieser Stromstösse entspricht, sind verschie dene ergänzende Vorrichtungen, die aus Fig. 2 hervorgehen, erforderlich.
Die genannten Schalter Ci, C2, C3 <B>....</B> sind als Umschalter ausgebildet, die unter einander so verbunden sind, dass wenn meh rere derselben gleichzeitig an die Sekundär relais Di, D2, Ds . . ..@umgestelltwerden, nur das am weitesten nach links liegende ange schlossene Relais D Strom erhält.
Die Um- schalter Ci, Ca, C3 <B>....</B> sind ferner so aus geführt, dass sie, wenn sie durch ihre zu gehörigen Relais mit dem zugehörigen Sekundärrelais in Verbindung gestellt wer den, in dieser Lage bleiben, bis dieselben durch die Relais<B>81,</B> S'2, 8s <B>....</B> ausgelöst werden, welche letzteren über Kontakte 1I1, <I>H2,</I> H3 <B>....</B> an den Sekundärrelais Di, D2, D3 <B>....</B> und über den Kontakt L- am Zwi schenrelais M Strom erhalten,
wenn der am Zählwerk mit dem Magneten F angebrachte Kontakt I geschlossen wird und dadurch dem genannten Zwischenrelais Strom zuführt.
Die an den Sekundärrelais Di, <I>D2,</I> D3 an gebrachten Schalter Ei, E2, Es<B>....</B> sind auch als Umschalter ausgebildet, die so mit den Relais verbunden sind, dass jeder derselben, wenn er zur Verbindung mit dem Zählwerk umgestellt wird, die Strombahn für alle Sekundärrelais unterbricht, die weiter nach links liegen.
Wenn beispielsweise die Zähler A2 und As gleichzeitig Stromstösse an ihre Relais B2 und B3 abgeben, so ergibt sich folgender Verlauf. Die Umschalter C2 und C3 werden in Verbindung mit den Sekundärrelais D2 bezw. D3 gesetzt, aber nur das erstere erhält Strom, weil der Umschalter C2 den Strom kreis über den Umschalter C3 nach dem Re lais D3 unterbrochen hat.
Das Relais D2 schaltet den Umschalter E2 um, so dass die Spule F des Zählwerkes Strom erhält, während die Strombahn für das Sekundärrelais Di unterbrochen wird, so dass dieses Relais nicht funktioniert, wenn der Zähler Ai in diesem Augenblick das Relais Bi betätigen und den Umschalter Ci in Ver bindung mit dem Relais D1 setzen würde. Die Umschaltung des Umschalters Ci würde je doch zur Folge haben, dass die Stromzufuhr über den Umschalter C2 nach dem Relais D2 zu früh aufhören würde.
Damit die Funk tionen der Sekundärrelais nicht in dieser Weise gestört werden können, sind die Re lais Di, <I>D2,</I> D3 <B>....</B> mit noch einem Kontakt Ki bezw. K2, K3 <B>....</B> versehen, der geschlos sen wird, sobald das Relais Di bezw. D2, D3.... über den Umschalter Ci bezw. C2,
C3 <B>....</B> Strom erhalten hat und darauf über einen am Trennrelais N angebrachten Kon takt 0 dem zugehörigen Sekundärrelais Strom zuführt, auch wenn die Strombahn über Umschalter Ci bezw. C2, C3 <B>....</B> unter brochen, worden ist. Sobald der Zählwerksmagnet F über das Relais D2 Strom erhalten hat und um einen Schritt fortgeschaltet worden ist, wird der Kontakt I am Zählwerk geschlossen, wo durch das Zwischenrelais 111 erregt wird.
Dieses ist ausser mit dem schon vorher er wähnten Schliesskontakt L noch mit einem Unterbrechungskontakt P und einem Schliess kontakt B versehen. Ersterer liegt in Reihe mit den Umschaltern Ci, C2, Ca <B>....</B> Sobald der Kontakt L geschlossen worden ist, wird das Auslöserelais 82 erregt, so dass der Um schalter C2 ausgelöst wird und in die gezeich nete Lage zurückfällt.
Sobald der andere Schliesskontakt R des Zwischenrelais M gleichzeitig mit Kontakt L geschlossen wird, wird das Trennrelais N eingeschaltet, dessen Kontakt 0 die Strombahn nach den Sekun därrelais über die Kontakte Ki, K2, K3 <B>....</B> unterbricht. Die Folge hiervon ist, dass so wohl der Zählwerksmagnet F, sowie dadurch das Zwischenrelais M und das Trennrelais N Stromlos werden und in ihre Ausgangslagen zurückgehen. Dadurch wird der in Reihe mit den Umschaltern C liegende Kontakt P wie der geschlossen.
Folglich erhält das Sekun därrelais D3 Strom über .die Umschalter Ci, C2, C3. Der oben beschriebene Vorgang wird wiederholt, so dass der Zählwerksmagnet F erregt und das Zählwerk um einen zweiten Schritt weitergeschaltet wird.
In der Anordnung nach Fig. 3 sind die Relais Si, S2, S3 <B>....</B> durch in Reihe mit den Primärrelais Bi bezw. B2, B3 <B>....</B> geschaltete Vorschaltwiderstände S'i, S'2, S's <B>....</B> er setzt. Die Widerstände sind so bemessen, dass der Strom, der normalerweise durch die Primärrelais fliesst, nicht im Stande ist, diese in Tätigkeit zu versetzen.
Wenn jedoch ein Zähler seinen Kontakt A für einen Augenblick schliesst, so wird dadurch der parallel geschaltete Widerstand S' kurzge schlossen und das Primärrelais B schaltet seinen Umschalter C um. Die Vorschalt- widerstände sind so bemessen, dass der nach Aufhören des Kurzschlusses wieder eintre tende Normalstrom. eine solche Stärke auf weist, dass das Primärrelais in der eingeschal teten Lage bleibt. Die Auslösung erfolgt. erst dann, wenn die Primärrelais ihrerseits kurz geschlossen werden, und zwar dadurch, dass die Kontakte H des Sekundärrelais und der Kontakt L des Zwischenrelais in vorher be schriebener Weise geschlossen werden.
Wie aus der Beschreibung hervorgeht, liegt das charakteristische Merkmal der Ein richtung darin, dass die verschiedenen Relais so miteinander und mit den Zählerkontakten bezw. mit dem Zählwerk verbunden sind, dass, wenn mehrere Zähler gleichzeitig Kon takt machen, die dann entstehenden elektri schen Stromstösse gezwungen werden, in einer gewissen vorbestimmten Reihenfolge, zum Beispiel von links nach rechts, an das Zählwerk zu gelangen, welch letzteres folg lich um einen Schritt für jeden Stromstoss weitergeschaltet wird.