Abgabeapparat für Wertzeichen aller Art. Beim Apparat gemäss dem im Haupt patent .dargestellten Ausführungsbeispiel ist es notwendig, die ablaufenden Marken durch einen Fühler 12 zu kontrollieren, welcher durch .die seitlichen Stifte 11 der Transport walze 8 in eine hin- und hergehende Bewe gung versetzt und nach .der Ausgabe der letzten Marke ein Sperrsegment 24 in die Sperrlage gelangen lässt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ver besserung des Abgabeapparates gegenüber jenem Ausführungsbeispiel insoferne, als die beschriebene, mechanische Kontroll- und Haltevorrichtung wegfällt, wodurch die Ge samtbauart des Apparates wesentlich verein facht und die Betriebssicherheit desselben er höht wird. Insbesondere wird ferner der Gang des. Apparates leichter und dadurch ein rascheres Arbeiten ermöglicht, sowie vor allem die Kontrolle über die ablaufenden Schlussmarken übersichtlicher und vollkom men zuverlässig.
Nach der Erfindung ist eine optische An zeigeeinrichtung für die ablaufenden Marken vorgesehen, welche Mittel aufweist, um einen Blindmarkenstreifen sichtbar werden zu las- sen, der am Ende einer jeden Markenrolle sich befindet und dessen Markenzahl über einstimmt mit der Anzahl von Druck-, das heisst Kupplungsstiften' .des jeweiligen Wähl- rades. Dabei können Vorkehrungen getrof fen sein,
welche nach jeder Schaltung ein mathematisch genaues Einstellen der Trans- poTtwalzen an ihren Abschneidevorrichtun- gen gewährleisten und ausserdem ein rasches und bequemes Auswechseln der nicht mehr benötigten Blingmarkenstreifen ermöglichen.
Auf .der- Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel einer solchen optischen Anzeigeein- richtung mit dem betreffenden- Teil des Ab gabeapparates schematisch dargestellt, und zwar in Fig. 1 in Seitenansicht mit teilweisen Schnitt, und in Fig. 2 in Oberansicht; Fig. 3 stellt einen Blindmarkenstreifen dar.
Teile, welche schon im Hauptpatent dar gestellt sind, sind hier mit den gleichen Be zugszeichen versehen. So ist mit 10 der Markenstreifen angedeutet, welcher durch die mit Stiften 9 versehene Transportwalze 8 gemäss der auf die Übersetzungsräder 5, 6 ausgeübten Teildrehung von der im Gehäuse 7 lose gelagerten Vorratsrolle abgezogen wird. Die Messervorrichtung 35, 36 ist, wie weiter unten beschrieben, abhebbar gelagert.
Am Schlusse eines jeden Markenstreifens ist ein Blindma.rkenstreifen angeordnet, des sen Markenzahl mit der Zahl der Druck knöpfe des jeweiligen Wählrades überein stimmt. Im vorliegenden Falle besitzt jedes Schaltwerk, wie beim Hauptpatentbeispiel, zehn Kupplungsstifte, so dass der Blindmar kenstreifen ebenfalls zehn Blindmarken ent hält. Diese sind fortlaufend numeriert, und zwar in der Weise, dass die letzte Blind marke mit "0" anfängt und die erste mit, "9" aufhört, wie aus Fig. 3 der Zeichnung am Markenstreifen 10 ersichtlich.
Dabei stimmt die Farbe der Blindmarken bezw. des Aufdruckes oder des Überdruckes der selben genau mit der Grundfarbe der regu lären Marken überein; sind letztere zum Beispiel violett, so sind die Nummern der Blindmarken ebenfalls violett gehalten usw. Dadurch ist eine zuverlässige Kontrolle ge geben, dass der jeweilige Blindmarkenstrei- fen von der je verrauchten Vorratsrolle stammt, so @dass der Beamte bei Ablieferung seiner Blindma.rkenstreifen genau kontrol liert werden kann.
Um dem Beamten die Zahl der noch im Apparat befindlichen Schlussmarken anzu zeigen, wird der Markenstreifen und infolge dessen auch der Blindmarkenstreifen im Ap parat auf geeignete Weise geführt, was ver schieden erfolgen kann. Im vorliegenden Falle ist zu diesem Zweck auf dem Gehäuse ?7 ein Aufsatz a. mit einer vorgelagerten Führung a1 angeordnet, welch beide Teile zu einem. Ganzen vereinigt sein können.
Der 3Ta.rkenstreifen wird von der Vorratsrolle 97 über den Aufsatz a und unter die Führung n1 desselben zur Transportwalze 8 gezogen. und schliesst dann die erste reguläre Marke <B>t</B> ain Messer 35 ab. Vom letzteren bis zum Fenster f, welches sich im Deckel 1,7 befin det, beträgt die Gesamtlänge des Streifens in diesem Beispiel zehn Markenlängen, über- einstimmend mit der Höchstzahl der Kupp lungsstifte des Wählrades 1 und mit, der An zahl der Blindmarken.
Solange sich noch mehr als zehn Marken in der Vorrichtung befinden, sieht der Beamte nur die hinter dem Fenster j' vorbeilaufenden Marken. So bald von den letzten zehn Wertmarken sol che abgegeben werden, erscheinen im Fenster f die Blindmarken. Infolge des Umstandes, dass die zwischen dem Fenster f und der Ab schneidevorrichtung 35 befindliche Streifen länge mit :der Länge des Blindmarkenstrei- fens übereinstimmt, zeigt die Nummer der jeweilig sichtbaren Blindmarke die Zahl der im Apparat noch vorrätigen Marken an.
In dem auf der Zeichnung dargestellten Bei spiel befinden sieh noch vier Marken im Ap parat, und der Blindmarkenstreifen ist bereits über den Aufsatz a und unter die Führung (!1 gezogen. Im Fenster f erscheint infolgedes sen die Blindmarke mit Nr. 4 und der Be amte weiss daher. dass er nur mehr vier Mar ken abgeben kann. Jedes Schaltwerk besitzt: die auf der Zeichnung angedeutete Einrich tung, und zwar auch die zur Abgabe von breiten Markenbändern dienenden Schalt werke.
Bei den letzteren ist es jedoch nicht notwendig, dass sich das Fenster f über die ganze Breite des Bandes erstreckt, sondern es genügt, dass im Fenster zwei nebenein- anderliegende Blindmarken erscheinen, wel che die noch vorrätigen Marken durch einen zweistelligen Zahlenaufdruck anzeigen, also zum Beispiel 90, 80, 70, usw. bis 00.
Um im Fenster f das Erscheinen der jeweils richtigen Blindmarke zu sichern, ist es erforderlich, dass der Blindma.rkenstreifen, wie überhaupt der Wertmarkenstreifen, von der Absehneidevorrichtung an bis zur Vor ratsrolle straff gehalten wird. Zu diesem Zweck ist ein kraftschlüssig wirkendes Ge- sperre vorgesehen, welches eine doppelte Aufgabe zu erfüllen hat.
Zunächst muss das selbe die bei der Drehung des Übersetzungs getriebes 5, 6 auftretende, lebendige Kraft vernichten, um nach vollzogener Drehbewe gung den sofortigen Stillstand der sieb dre henden Teile, besonders der Transportwalze 8, herbeizuführen. Beim Apparat des Haupt patentbeispiels kam es vor, dass das Marken band infolge der ruckweisen Bewegung der Transportwalze 8 etwas voreilte, so dass zwi schen der Transport- und Vorratswalze eine lose Schleife sich bildete.
Ausserdem ist es erforderlich, dass die in den Getriebeteilen unvermeidlichen, schädlichen Spielräume nach jeder Schaltung au der Transportwalze 8 ausgeglichen werden, um das Durchtrennen des Markenbandes vermittelst des Messers 35 genau an der Perforatianslinie sicherzu stellen. .
Das zur Erfüllung dieser Bedingungen vorgesehene Gesperre kann verschiedenartig ausgebildet sein und besitzt in diesem Bei spiel ein mit der Transportwalze 8 fest ver bundenes Sternrad b, dessen Teilung mit den Stiften 9 der Transportwalze 8 überein stimmt. In die Mulden des Sternrades b greift mit. ihrem kopfartigen Ende die Klinke welche an der Achse d schwingbar gelagert und durch die Einrichtung e federnd beein- flusst ist.
Während ,der Schaltung, das. heisst während der Drehung der Transportwalze 8, gleitet das Sternrad b unter der Klinke hinweg, und bei Stillstand bewirkt die letz tere eine genaue Justierung der Transport- -,valze 8 bezw. den Ausgleich eines etwaigen toten Ganges im Getriebe. Jede Transport walze ist mit einem solchen Gesperre ver sehen., welches weitere Arretüervorricht#.in- gen, wie sie bisher beim Hauptpatentbeispiel vorgesehen waren, überflüssig macht.
An Stelle des Klinkenmechanismus könnte auch zum Beispiel eine Banclbremse oder eine sonst geeignete Einrichtung vorgesehen sein. Nach Ausgabe der letzten Wertmarke wird der Blindanarkenstreifen herausgenommen und der Beamte setzt eine neue Rolle ein. Der letztere sammelt die Blindmarkenstreifen und erhält dafür wieder die nach Zahl und Wert mit den ersteren übereinstimmender Vorratsrollen.
Die Anordnung solcher Blind streifen ermöglicht also eine genaue Führung und Kontrolle, wie- auch ein Halten des Markenstreifens oberhalb der Schneidvor- richtung bis zur letzten Marke. Befindet sich nur noch der Blindmarken streifen im Apparat, so ist es wichtig, dass der erstere vom Beamten rasch und bequem herausgenommen werden kann. Um dies zu erzielen, ist 'die Abschneidevorrichtung 35, 36 beweglich gelagert, das heisst sie kann zur Freilegung des Blindrnarkenstreifens entfernt werden.
Erreicht wird dies im vor liegenden Falle dadurch, dass die Abschneide vorrichtung 35, 36 an einem Halter g ange- ordnet ist, welcher die um greift und an der Achse d aasgelenkt ist. In der Gebrauchsstellung ruht die Abschnei- devorrichtung mit ihrem Halter g auf einem Ansatz des Abhebere 28 (siehe Fig. 1), während zur Herausnahme des Blindmarken streifens der Bogen g in der Pfeilrichtung nach oben ausgeschwenkt wird, wie in Fig. I punktiert angedeutet.
Nach dem Hoch schwenken -des Führungsbogens 25 ist der Blindmarkenstreifen freigelegt und kann be quem erfasst werden. Das Hochschwenken der Arme g und 25 verlangt, dass vorher der Gehäusedeckel 47, sowie die Vorderwand vom Apparatgehäuse 33 aufgeklappt werden.