CH102432A - Fernsprechanlage für wahlweisen Anruf. - Google Patents

Fernsprechanlage für wahlweisen Anruf.

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CH102432A
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contact wheel
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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Description


  Fernsprechanlage für wahlweisen Anruf.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Fern  sprechanlage, bei welcher Fernsprechstationen,  die parallel an eine gemeinsame Doppellei  tung angeschlossen sind, sich gegenseitig an  rufen können. Die Entfernung der einzelnen  Fernsprechstationen von einander kann hierbei  mehrere Kilometer betragen, wie es zum Bei  spiel bei den Streckenfernsprechern an Bahn  linien der Fall ist.  



  Die Erfindung stellt eine besonders ein  fache und praktische Ausführungsform der  artiger Anlagen dar. Die parallel an einer  gemeinsamen Leitung liegenden Schaltwerke  werden in bekannter Weise über Relais ge  steuert. Die Zentralbatterie liegt zweckmässig  etwa in der Mitte der gemeinsamen Leitung.  Um sicherzustellen, dass die Einstellung der  Empfänger richtig erfolgt, werden die Emp  fänger beim Beginn der Impulsgabe vor  ihrer eigentlichen Einstellung in die Nullage  gesteuert. Diese Einstellung in eine Nullage  ist erforderlich, weil die Schaltwerke unter  Umständen durch irgendwelche lokale Strom  flüsse oder Stromstösse auf den Leitungen    verstellt werden können, obgleich sie nach  Schluss des letzten Gespräches durch Auf  legen des Sprechapparates in die Nullage ge  bracht wurden.  



  Nach der Erfindung ist in jeder Empfänger  einrichtung ein träge arbeitender Magnet und  ein schnell arbeitender Magnet angeordnet.  Der schnell arbeitende Magnet bewegt der  Impulsgabe am Geber entsprechend über ein       Klinkwerk    das Schaltrad des Empfängers,  das innerhalb vom träge arbeitenden Magneten  abhängigen Grenzen drehbar ist.  



  Zweckmässig ist es, das Kontaktrad des  Gebers nach erfolgter Wahl und nach dem  Anruf der gewünschten Station durch einen  Anschlag am Hakenumschalter still zu setzen,  so dass nach Beendigung des Gespräches und  Einhängen des Hörers das G     eberkontaktrad     ausgelöst wird und in seine Ruhestellung  weiterläuft. Hierdurch werden auch alle Emp  fänger am Schluss des Gespräches wieder  auf Null gesteuert.  



  Um am Geber den vollen Kreisumfang  für die     Ableseskala    nutzbar zu machen, kann      die Einrichtung     getroffen    werden, dass das  als Fingerscheibe oder Hebel ausgeführte  Einstellorgan über ein     Vorgelege    arbeitet,  das     zweckmässig    aus einem Exzenter und  darauf gleitendem Hebel besteht. Das Ein  stellorgan bewegt dadurch einen     Sektor,    der  eine Anzahl der Einstellzähne des     Geberkon-          taktrades    verdeckt.  



  Ein weiterer Vorteil kann dadurch er  reicht werden, dass die am     Rasselwecker     der angerufenen Station erfolgenden Strom  unterbrechungen über einen Kondensator auf  eine zusätzliche Wicklung des Linienrelais  einwirken, von hier in die Leitung gelangen  und dadurch dem anrufenden Teilnehmer  eine Anrufkontrolle geben.  



  Es ist ferner vorteilhaft, ein Besetztzeichen  vorzusehen, das von der Achse des     Emp-          fängerschattwerkes    mechanisch angetrieben  wird, also keinen zusätzlichen Strom ver  braucht.  



  Es ist ferner zweckmässig, in den Linien  stromkreis zwischen die     a-    und     b-Leitung    ein  zweites Relais mit starker     Verzögerung    einzu  schalten, so dass die Arbeitsmagneten parallel  geschaltet werden können und die ganze  Anlage mit Stromunterbrechungen gesteuert  werden kann. Dies ermöglicht die Einfügung  besonderer Kontakte, die den Vorteil bieten,  dass im Telephon des anrufenden     Teilnehmers     das störende     Knacken    während des Wählen  beseitigt ist und am Apparat des angerufenen  Teilnehmers der Wecker solange tönt, bis  der     angerufens    Teilnehmer seinen Hörer ab  nimmt.  



  In der Zeichnung sind verschiedene Aus  führungsbeispiele der Erfindung dargestellt.       Fig.    1 zeigt eine Fernsprechanlage in Auf  sicht,     Fig.    2, 3 und 4 zeigen schematisch  die mechanischen Teile des Gebers.     Fig.    5  und 6 zeigen schematisch Teile der Emp  fängervorrichtung;     Fig.    7 gibt das Schalt  schema, und     Fig.    8 zeigt das Besetztzeichen.

         Fig.    9, 10 und 11 veranschaulichen das       Schaltschema    eines andern Ausführungs  beispiels, und zwar stellt     Fig.    9 die rufende  Station während des     Wählens    und     Fig.    10    und 11 die angerufene Station während des  Weckens dar.  



  Auf dem Grundbrett 1 der     Fig.    1 ist  ein Gehäuse 3 montiert, das alle zur Wahl,  zum Anruf und zur Durchführung des Ge  spräches erforderlichen Apparate enthält.  Unter dem Gehäuse ist der     Anrufwecker    4  und der Batteriekasten 2     a    angebaut. Der  Hebel 5 dient zur Einstellung der gewünsch  ten     Apparatnummer.    Er ist zur Erleichterung  der Einstellung mit einer     Ausbuchtung    8  versehen. Statt des Hebels 5 könnte auch  eine Fingerscheibe bekannter Bauart Ver  wendung finden.

   Auf einer zur Welle des  Hebels 5     konachsialen    Welle sitzt die Kur  bel 6, die zur Herstellung einer Verbindung  bis zu einem in der     Fig.    1 nicht sichtbaren  Anschlag gedreht wird. Bei ihrem Loslassen  erfolgt selbsttätig die Einstellung aller Emp  fänger auf Null, die Auswahl und der An  ruf der gewünschten Station. Durch die am  obern Teil des Gehäuses 3 angebrachte An  zeigevorrichtung 7 wird die Besetzung der  Leitung, und zwar die angerufene Station  angezeigt. Wird kein Gespräch auf der ge  meinsamen Leitung geführt, so liegt der  schwarze Zeiger der Anzeigevorrichtung 7 im  schwarzen Felde     (Fig.    8). Bei der Wahl  stellt er sieh auf die angerufene Nummer ein.  



  Die Einrichtung des mechanischen Teils  der     Gebevorrichtung    soll nun zunächst an der       Fig.    2 gezeigt werden. Die Kurbel 6     (Fig.    2)  sitzt auf der Welle 20, die im     Apparatge-          häuse    gelagert ist. Die Welle 20 trägt eine  Seilscheibe 45, auf der sich das Seil 14 beim  Drehen der Kurbel aufwickelt. Hierdurch  wird das Gewicht 10 gehoben und damit die  ganze Einrichtung gespannt. Fest auf der  Welle 20 neben der Seilscheibe 45 sitzt die  Scheibe 47, die ein Anschlagstück 46 trägt.  Kurz vor Vollendung einer vollen     Umdrehung     legt sich das Anschlagstück 46 gegen den       Nocken    9.

   Dieser sitzt fest auf der im       Apparatgehäuse    drehbar gelagerten Welle 42.  Die Drehung der Welle 42 wird jedoch  durch den fest mit ihr verbundenen zweiten  Nocken 48, der gegen die im     Apparatgehäuse     angebrachten Anschlagstifte 50 und 51 stösst,      auf ein bestimmtes     DIass    begrenzt. Das An  schlagstück 46 findet daher einen festen An  schlag, sobald es den Nocken 9 soweit ge  dreht hat, dass der Nocken 48 der Welle 42  gegen den Anschlagstift 50 stösst. Frei dreh  bar auf der Welle 42 sitzt ferner eine Sperr  klinke 39, die bei der Drehung der Welle  42 durch den auf dem Nocken 48 sitzenden  Stift 43 angehoben werden kann.

   Diese  Sperrklinke 39 wird durch die Feder 65 gegen  eine Scheibe 38 gedrückt, deren Bewegung  gehemmt wird, sobald die Sperrklinke mit  ihrer Nase 40 in eine entsprechende     Ausneh-          mung    der Scheibe 38 fällt. Die Scheibe 38  sitzt gemeinsam mit .der     Kontaktscheibe    12  auf einer Hohlwelle 60, die frei auf der  Achse 20 drehbar ist. Mit der Welle 20 kann  die Scheibe 38 durch die Kupplung der  Sperrklinke 36 verbunden werden, die unter  dem Druck der Feder 37 die Sperrklinke in  die     Ausnehmung    53 der auf der Welle 20  befestigten Scheibe<B>35</B> drückt.  



  Diese mechanische Vorrichtung wirkt wie  folgt: Beim Drehen der Kurbel 6 im Sinne  der in der     Fig.    2 gezeichneten Pfeile dreht  sich die Welle 20 mit den auf ihr festen  Scheiben 35, 47 und 45. Die Schnur 14  rollt sich dabei auf der Scheibe 45 auf und  hebt das Gewicht 10. Die Welle 60 mit ihren  Scheiben 38 und 12 bewegt sich nicht mit,  da die Scheibe 38 durch die Nase 40 der  Sperrklinke 39 festgehalten wird und die  Sperrklinke 36 frei auf dem Umfang der  Scheibe 35 gleiten kann.  



  Macht die Kurbel 6 eine volle Umdrehung,  so stösst das Anschlagstück 46 gegen den  Nocken     9'    der Welle 42 und dreht ihn zu  nächst mit. Kurz bevor der Nocken 48 der  Welle 42 am Anschlagstift 50 seinen An  schlag und damit auch das Anschlagstück 46  festen Widerstand findet, fällt die Sperrklinke  36 wieder in die     Ausnehmung    53 der Scheibe  35, und der Stift 43 hebt die Nase 40 der  Sperrklinke 39 aus der     Ausnehmung    der  Scheibe 38 heraus. Wird nun nach diesem       Anschlagfinden    die Kurbel 6 losgelassen, so  sucht das gehobene Gewicht 10 die Welle 20  wieder zurückzudrehen.

   Hierbei dreht sich    jetzt die Welle 60 mit, da die Scheibe 38  bei der der eingezeichneten Pfeilrichtung ent  gegengesetzten Drehung durch die Sperr  klinke 36 mit der Scheibe 35 gekuppelt und  die bisher     sperrende    Nase 40 der Sperrklinke 39  aus ihrer     Ausnehmung    gehoben ist. Das Ge  wicht 10 versucht nun die ganze Einrichtung  mit der Kontaktscheibe 12 um eine volle  Umdrehung zurückzudrehen. Die Ablaufge  schwindigkeit wird durch einen Windfang  bekannter Bauart geregelt.  



  Die elektrischen Impulse der Geberein  richtung werden durch das in der     Fig.    3 ver  anschaulichte Kontaktrad 12 gegeben. Die  an die Klemmen 24, 25 angeschlossene Lei  tung ist an einem     Kontaktfederpaar    15 wie  später beschrieben unterbrochen und wird bei  der Drehung des Kontaktrades. 12 durch jeden       vorbeigleitenden    Zahn der Zahnzahl ent  sprechend geschlossen. Das Kontaktrad 12  hat ausser den Zähnen 30' und 30 einen langen  Zahn 21, bei dessen     Vorbeigleiten    an den  Federn 15 zu später erläuterten Zwecken  ein Stromkreis von längerer Dauer durch die  Leitung geht.  



  Der in     Fig.    3 gezeigte Sektor 19 wird  durch den in der     Fig.    1 gezeichneten Hebel  5 (oder die Fingerscheibe) bei der Wahl eines  bestimmten Teilnehmers verstellt und beim  Loslassen des Hebels 5 in bekannter Weise  mit dem Kontaktrad 12 so gekuppelt, dass  es die Umdrehung des Kontaktrades mit  macht. Der Sektor 19 trägt ein Anschlag  stück 31, mit dem er nach einem bestimm  ten, je nach der Einstellung des Hebels 5  verschiedenen Winkel bei abgenommenem  Hörer gegen den Anschlag 60 des Hakenum  schalters 32 stösst. In dieser Stellung wird  also während des Gespräches das vom Ge  wicht 10 gedrehte Kontaktrad 12 festgehal  ten. Der Federsatz 15 ist in diesem Augen  blick von dem Sektor herunter in die erste       Ausnehmung    58 hinter den Sektor geglitten.

    Der Impulsstromkreis ist damit unterbrochen.  Erst nach Anhängen des Hörers, der den  Anschlag 60 frei vom Anschlagstück 31 des  Sektors 19 hebt, vollendet das Gewicht 10      den Ablauf der     Vorrichtung    in die Ruhe  stellung.  



  Die Abbildung 4 zeigt die Einstellvor  richtung des Sektors 19. An Stelle des Ein  stellzeigers 5 der     Fig.    1 ist eine Finger  scheibe     a    dargestellt. Der Sektor 19 ist fest  mit dem Zahnrad d verbunden, das in ein  im     Apparatgehäuse    gelagertes Zahnrad e ein  greift. Fest an diesem Zahnrad e ist der  Hebel<I>f,</I> dessen Rolle<I>Ir</I> durch die Feder       ,g    auf den Exzenter b gedrückt wird. Dieser  Exzenter<I>b</I> ist mit der Fingerscheibe<I>a</I> fest  verbunden. Durch Drehen der Fingerscheibe  wird also der Sektor 19 über die Zähne des  Kontaktrades 12     (Fig.    3) bewegt.

   Nach dieser  Einstellung werden Sektor 19 und Kontakt  rad 12 durch eine der bekannten, daher in  der Figur nicht gezeigten Kupplungsarten,  zum Beispiel eine     Rastenkupplung    verbunden.  



  In der     Fig.    5 ist der als Empfängervor  richtung dienende Relaissatz dargestellt. Der  mit verzögertem     Ankeranzug    arbeitende Mag  net 62 ist mit dem schnell arbeitenden     Mag-          rieten    63 in Reihe     gesubaltet.    Die von den  kurzen Zähnen 30' und 30 des Kontaktrades  12 am Federpaar 15 gegebenen kurzen Strom  impulse betätigen nur den Anker 78 des  schnell arbeitenden Magnetes 63. Dieser  Anker schaltet bei seinen     Bewegungen    durch  den Hebel 66 und das     Klinkwerh    77 das  um die Achse 64 drehbare Schaltrad 65 um  je einen Zahn weiter.

   Die Drehung des       Schaltrades    65 wird trotz weiterer Bewegung  des Ankers 78 begrenzt, wenn sich der  Stift 76     (Fig.    5 und 6) gegen das Plättchen  71 legt. Dieser Stift 76 sitzt auf der Scheibe  70, die auf der Welle des Schaltrades 65  befestigt ist. Das Plättchen 71 ist fest mit  dem Hebel 79 des Ankers 69     verbunden.     



       Wenn    sich der Stift 76 gegen das Plätt  chen 71 gelegt hat, tritt, solange der Magnet  62 seinen Anker noch nicht angezogen hat,       keine    Weiterschaltung des Schaltrades mehr  ein. Erst beim     Anziehen    des Ankers 69 tritt  das Plättchen 71 weg von dem Stift 76 und  das Schaltrad 65 wird den neuen kurzen  Stromimpulsen entsprechend weitergedreht.

    Während. einer Umdrehung des Kontaktrades    12 zieht der     lllagnet    62 zweimal seinen Anker  an.     !lud    zwar das erste Mal während des  langem durch den 'Lahn 21 des     Kontaktrades     12 gegebenen Impulses, das zweite Mal, wenn  der die Zahnlücken     überdeckende    Sektor 19  die     Kontaktfeder    15 schliesst. Während dieses  zweiten     Ansprechens    des     Magnetes    62 wird  der gewählte Teilnehmer in folgender Weise  angerufen.  



  Die auf der Welle 64 des Schaltrades  sitzende Scheibe 70 ist an ihrem Umfang  mit     Ausnehmungen    (in der Figur mit 82 und  72 bezeichnet) versehen.  



  Diese     Ausnehmungen    der Scheibe 70  stehen für jeden Teilnehmer in verschiedenem  Abstand zu dem Stift 76; zum Beispiel beim  Teilnehmer Nr. 1 nach dem ersten Schalt  schritt der Scheibe 65, beim Teilnehmer 2  nach dem zweiten und so fort. Zieht der  Magnet 62 beim     Vorbeigleiten    des Sektors 19  auf der     Kontaktscheibe    12 an den Kontakt  federn 15 zum zweiten Male an, so tritt die  Schneide 83 des Magnetankers 69 bei dem  Teilnehmer, der gewählt ist, in die ent  sprechende     Ausnehmung    82 oder 72. Der  Hub des Ankers 69, der bei den andern  Teilnehmern dadurch begrenzt wird, dass die  Schneide 83     (Fig.    5 und 6) gegen den Um  fang der Scheibe 70 legt, wird daher, bei dem  angerufenen Teilnehmer grösser.

   Hierbei wird  der am Hebel<B>19</B>     (Fig.    6) befestigte Stift 75  gegen die Kontaktfedern 80 gedrückt, die  den     Weckerstromkreis    des angerufenen Teil  nehmers schliessen. Die Scheibe 70 aller Emp  fängerwerke besitzt ausser den     genannten     Einschnitten (72, 82) noch weitere Einschnitte,  die bei allen Werken in gleicher Entfernung  von dem Stift 76 liegen und zur Auslösung  eines Generalanrufes dienen.  



  Die Schaltung der Anlage soll nun an  der Figur beschrieben werden. Die Sprech  adern a und b, von denen die     a-Leitung     über die Zentralbatterie     7B    an Erde liegt,  sind durch die einzelnen parallelgeschalteten  Rufrelais R.     Ri,        R@    jeder Teilnehmerstation  verbunden. Parallel zu jedem Rufrelais liegt  der     Telephonstromkreis,    der bei aufgelegtem  Hörer am     Hakenumschalterkontakt   <I>la</I> unter-           brochen    ist.

   Der die Ortsbatterie     B        er)thal-          tende    Mikrophonstromkreis ist über eine In  duktionsspule 1, 11 mit dem     Telephonstrom-          kreis    in bekannter Weise verbunden. Bei auf  gelegtem Hörer ist der Mikrophonstromkreis  am     Hakenumschalterkontakt        hl    unterbrochen.  An der gleichen Lokalbatterie B liegen die  Magnete 63 und 62 in Reihenschaltung. Ihr  Stromkreis wird durch den Kontakt     ri    des  Ankers des     Rufreläis    R unterbrochen. Paral  lel zum langsam ansprechenden Magneten 62  liegt eine besondere über den Ruhekontakt  r2 des Rufrelais führende Leitung.  



  Da der Ruhekontakt r2 des     R-Relais     später öffnet, als der Arbeitskontakt     ri     schliesst, wird die Verzögerung des Magnetes  62 dadurch erhöht. Ferner liegt an der Orts  batterie B der Stromkreis des Weckers 4,  der durch die Kontaktfeder 80 unterbrochen  ist, die vom Anker des Magnetes 62 wie be  schrieben, zusammengedrückt werden kann.  Vom     Weckerstromkreis        zweigt    parallel über  einen Kondensator eine     Summerleitung    ab,  deren     Summerwicklung    auf dem Linienrelais  R liegt. Diese Wicklung soll dem anrufen  den Teilnehmer in seinem Hörer das Signal  geben, dass der Wecker der angerufenen  Station ertönt.

   An jeder der das     R-Relais     enthaltenden Teilnehmerleitungen kann über  das Federpaar 15 der     Gebeeinrichtung    die  an der Zentralbatterie liegende Anlage ge  erdet werden.         Fig.    8 zeigt eine besondere Darstellung  des Besetztzeichens. Der Zeiger des Besetzt  zeichens kann direkt oder über ein Zwischen  getriebe mit der Welle des     Empfängerschalt-          werkes    verbunden sein.

   Die Wirkungsweise  der Anlage ist wie folgt:  Der Teilnehmer nimmt den Sprechapparat       t        (Fig.        1)-vom    Hakenumschalter, nachdem er  sich durch Beobachtung des Besetztzeichens  davon überzeugt hat, dass die Leitung frei  ist und stellt den Zeiger 5 auf die Nummer  der gewünschten Station, zum Beispiel B.  Dann dreht er die Kurbel 6 im Sinne des       'Uhrzeigers    bis zum Anschlag und lässt die  Kurbel los. Die Auswahl und der Anruf des    gewünschten Teilnehmers 8 geschieht nun  selbsttätig vom Wähler aus.  



  Durch die erste Serie von kurzen Strom  impulsen, die in die Leitung gelangen, wenn .  die     Zähne    30     (Fig.    3) den Federsatz 15 zu  sammendrücken, werden sämtliche Scheiben  70     (Fig.    5) der Empfänger in die Nullage,  d. h. bis zum Anschlag des Stiftes 76 gegen  das Plättchen 71, gebracht, falls die Nullage  durch äussere Einflüsse gestört war.  



  Durch den hierauf folgenden langen  Stromimpuls durch Zahn 21     (Fig.    3) wird  der Elektromagnet 62     (Fig.    5) zum An  sprechen gebracht. Der Anker 69 zieht an,  Hebel 79 mit dem Plättchen 71 gibt den  Stift 76 und damit 65, 70 frei und sämt  liche Wählwerke werden durch die weiteren  kurzen Stromstösse (Zähne 30,     Fig.    3) um  die durch den Sektor 19 eingestellten, als ,  Beispiel angenommenen 8 Schritte vorwärts  gedreht.

   Die gewünschte Station 8 hat, wie  beschrieben, einen Einschnitt 82 in der  Scheibe 70 derart, dass nach 8 Schritten aus  der Nullage bei dem zweiten Anzug des  Ankers 69, während der Sektor 19 am Feder  satz 15     vorbeigleitet,    die Schneide 83 gerade  in den Einschnitt 82 kommt und durch die  sen vergrösserten Hub der Stift 75 die Fe  dern 80 zusammendrückt     (Fig.    5, 6 und 7),  wodurch der Anruf erfolgt. Der Anrufwecker  4 ertönt so lange, wie der Federsatz auf dem  Kreisumfang des Sektors 19 schleift. Gleitet  der Federsatz 15 vom Sektor 19 ab und ge  langt in die Lücke 58     (Fig.    3), so stösst  auch der Hebel 31 gegen den Ansatz 33 des  Hakenumschalters und der     Gebeapparat    bleibt  stehen.

   Das Anhängen des Hörers gibt dann  den Hebel 31 frei, so dass das Schaltwerk  des Gebers in die Ruhelage zurückläuft.  



  Bei dem in     Fig.    9 bis 11 dargestellten  Ausführungsbeispiel ist von den beiden  Sprechleitungen a und b die     a-Leitung    über  die Zentralbatterie     gaerdet.    In allen     Stationen     sind die     a-    und     b-Leitungen    durch je eine  ein gewöhnliches Rufrelais     (R,        Ri,   <I>R2 . . .)</I>  und ein Verzögerungsrelais     (V,        Vi,        V2   <I>. . .)</I>  enthaltende Leitung verbunden.

   Parallel zu  diesen Leitungen liegen die Telephonstrom-      kreise, die bei aufgelegtem Hörer durch den       Hakenumschalterkontakt        h2    von der     a-Leitung     abgetrennt sind. Die Leitung des     Telephon-          stromkreises    geht darin über die Wicklung<I>TI</I>  der Sprechrolle, einen Kondensator     oi    und  wahlweise über einen der Kontakte     1i    oder       t2    zur     b-Leitung.    Der Kontakt     ti    wird von  der oben beschriebenen Sperrklinke 39 ge  steuert,

   die das     Impulskontaktrad    12 mit  der Ablaufvorrichtung der Wählereinrichtung  kuppelt. Und zwar ist der     ti-Kontakt    in der  Ruhelage der Wählervorrichtung geschlossen,  wenn also die Sperrklinke 39 in die Aus  nehmung der mit dem Kontaktrad fest ver  bundenen Scheibe 38 eingerastet ist. Wäh  rend des Wahlvorganges selbst ist der Kon  takt     ti    geöffnet (d. h., wenn die Sperrklinke  39 ausgerastet ist und der Wähler seine  Stromstösse gibt) und damit das Telephon  der rufenden Station für die Dauer der       Stromstossreihe    abgeschaltet zu dem Zweck,  das Knacken der Stromstösse im Hörer zu  vermeiden.

   Der     i2-Kontakt    wird von dein  auf dem Kontaktrad 12 sitzenden, bei der  Einstellung der Nummern des gewünschten  Teilnehmers verstellten Segment 19 gesteuert,  dessen Wirkungsweise gleichfalls oben näher  erörtert ist. Und     zwar    schliesst dieses Seg  ment 19, das zweckmässig über die Zähne  des Kontaktrades 12     hervorreicht,    diesen  Kontakt gleichzeitig mit seiner Wirkung auf  die     Stromstossfedern    15.  



  Der die Ortsbatterie B enthaltende Mikro  phonstromkreis ist durch die Wicklung I der  Sprechrolle mit dem     Teleplronstronilueis    in  bekannter Weise verbunden. Er ist bei auf  gelegtem Hörer am     Hakenumschalterkontakt          hi    unterbrochen.

   In Parallelschaltung zum  Mikrophonstromkreis an der Lokalbatterie  liegen ferner: Der Stromkreis des schnell  arbeitenden Magnetes 63 mit einem Arbeits  kontakt     2-    des Rufrelais R, zweitens der  Stromkreis des gleichfalls oben) beschriebenen  langsam arbeitenden     Magnetes    62 mit einem  Arbeitskontakt<I>v</I> des Verzögerungsrelais     Y     und drittens der Stromkreis des Weckers 4  mit dem     Hakenumschalterkontakt        lt    s und  dem oben erwähnten Kontakt 80, der beim    Anläuten des gerufenen Teilnehmers durch  des     Anker    des langsam arbeitenden Magne  ten 62 mechanisch geschlossen wird.

   Parallel  zum Wecker 4 ist wieder eine durch den  Kondensator e2 getrennte Leitung vorgesehen,  die     finit    je einer     Summerwicklung    auf dem  Rufrelais     R    und dem Verzögerungsrelais V  liegt.  



  Die Leitung von der     b-Ader    zur Erde,  die den Stromkreis der an der     a-Leitung     liegenden Zentralbatterie ZB schliesst, führt  über die vom Kontaktrad 12 gesteuerten       Impulskontaktfedern    15 und einer) wieder  vom     Sperrhehel    39 gesteuerten Kontakt e  zur Erde. Die Anlage wirkt wie folgt:       Ninrnrt    ein     anrufender    Teilnehmer seinen  Hörer vom Haken, so schliesst der Haken  umschalter die Kontakte<I>h</I>     i    und<I>h 2 im</I>  Sprechstromkreis und öffnet     l)3    im eigenen  Weckstromkreis.

   Wird nun beim Aufziehen  des Schaltwerkes die Sperrklinke 39 ausge  rastet, so wird bei t     i    das Telephon des an  rufenden Teilnehmers wieder von der Lei  tung abgeschaltet und gleichzeitig am Kon  takt e der Stromkreis der Zentralbatterie  über alle Teilnehmerstationen geschlossen  über Erde,<I>ZB,</I> alle Relais     Y    und<I>R,</I> Ruhe  kontakt 15 des Anrufenden. Arbeitskontakt  e, Erde. Die Relais     V    und R sprechen an  und schliefen an ihren Kontakten v und t  die Stromkreise der beiden Magnete 62 und  63 in aller) Teilnehmerstationen.

   Beim     nun-          rnehr    folgenden Ablauf des Schaltwerkes  werden statt durch Stromschliessungen wie  bei der in     Fig.    1 bis 8 dargestellten Aus  führungsform, nunmehr durch Stromunter  brechung beim     Vorbeitritt    jedes Zahnes des  Schaltrades 12 am     Kontaktfederpaar    15 alle       Schaltwerke    auf Null gesteuert.

   Der ange  zogene Anker des langsam arbeitenden Mag  netes 62 verriegelt nun irr seiner Arbeits  stellung das Weiterlaufen der Schaltwerke,  bis der oben     erwähnte    grosse Zahn des Kon  taktrades eine lange     Stromunterbrechung    des       Kontaktfederpaares    15 erzeugt; worauf das  Verzögerungsrelais     Y    abfällt und damit der  Stromkreis des Magnetes 62 am Kontakt v       geöffnet    wird.

   Der Magnet 62 lässt seinen      Anker fallen und gibt dadurch die     mecba-          niselie    Sperrung des Schaltwerkes frei; die  nun durch die folgenden Stromunterbrechun  gen des     Kontaktrades    12 auf die     gewünsehte     Station weiter gesteuert werden, bis das Kon  taktsegment 19 die     Stromstossfedern    15  unterbricht und damit alle     T%-    und     R-Relais     abfallen.

   Das dann gegen einen Anschlag des       Hakenumschalters    stossende     Segment    19 hat  beim anrufenden Teilnehmer dann den Kon  takt 12 geschlossen, so dass dessen Telephon  nun eingeschaltet ist; und gleichzeitig ist  beim angerufenen Teilnehmer der Kontakt  80 durch den Anker des     Magnetes    62 me  chanisch geschlossen worden, so dass dessen  Wecker ertönt, was über die     Summerwick-          lung    und Relais     V    und R des Angerufenen  im Telephon des Anrufenden hörbar ist. Der  Weckruf ertönt solange, bis der Angerufene  seinen Hörer abnimmt und damit am Kon  takt hä seinen     Weckerstromkreis    unterbricht.

    Beim Auflegen des Anrufenden gibt alsdann  der Hakenumschalter das Segment 19 wieder  frei, worauf alle Schaltwerke auf Null ge  steuert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernsprechanlage mit parallel an eine gemeinsame Doppelleitung angeschlossenen Fernsprechstationen für wahlweisen Anruf, in der sämtliche Empfangsschaltwerke vor ihrer eigentlichen Einstellung auf Null gestellt werden, gekennzeichnet durch einen träge arbeitenden Magneten in jeder Empfänger einrichtung und einen schnell arbeitenden Magneten, der über ein Klinkwerk ein inner halb vom träge arbeitenden Magneten ab hängender Grenzen bewegliches Schaltrad dreht. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Einstellorgan, das über ein Vorgelege mit einem ver stellbaren Sektor gekuppelt ist, der eine Anzahl der Einstellzähne des impulsaus lösenden Kontaktrades verdeckt. 2. Fernsprechanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorgelege ,aus einem Exzenter (b) und einem Hebelarm (f) besteht, das die Drehung der Einstellorgane auf einen kleineren Winkelbetrag übersetzt. 3.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Rufrelais mit einer zusätzlichen Wicklung versehen ist, auf die die am Rasselwecker der an gerufenen Station erfolgenden Stromunter brechungen über einen Kondensator der artig zur Einwirkung gebracht werden, dass von diesem Relais über die Leitung dem anrufenden Teilnehmer eine Anruf kontrolle gegeben wird. 4. Fernsprechanlage nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Schauzeichen, das von der Achse des Empfängerwählwer- kes angetrieben wird und zur Besetztan- zeige dient. 5.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch; gekennzeichnet durch eine solche Anord nung des Kontaktrades, dass dieses Kon taktrad nach erfolgtem Anruf der ge wünschten Station durch einen Ansatz am Hakenumschalter angehalten, sowie nach dem Anhängen des Hörers wieder freige geben wird und in seine Ruhelage zurück kehrt, wobei die weiteren nach dem Auf hängen des Hörers gegebenen Impulse sämtliche Empfangsschaltwerke in die Ruhelage zurückbringen. 6.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch zwei parallel ge schaltete Arbeitsmagneten, von denen der eine (63) den kurzen Stromunterbrechungen des Gebers entsprechend in den einzelnen Stationen über Klinkwerke Schalträder dreht, die beim Erreichen der Nullage mechanisch gesperrt werden, während der zweite Arbeitsmagnet (62) den langen Stromunterbrechungen" des Gebers ent sprechend die mechanische Sperrung der Schalträder aufhebt. 7.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch einen besonderen Kontakt (t2), der wäh rend des Wahlvorganges das Telephon des Anrufenden abschaltet und beim Ab lauf des Kontaktrades dureh das mitab- laufende, bei der Einstellung des ge wünschten Teilnehmers auf das Kontakt rad verstellte, über die Kontaktzähne her vorragende Kontaktsegment (19) geschlos sen wird. B.
    Fernsprechanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch G, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Schalteinrich tungen, dass der SVeckerstromkreis der einzelnen Stationen ausser von der Stel lung des Kontaktes (80), der von dem Anker des auf die langen Stromunter brechungen ansprechenden Magnetes ge steuert wird, auch noch von der Stellung des Hakenumschalters (Kontakt h) ab hängig ist.
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