AT87890B - Verfahren zur Herstellung einer einen streichfähigen dicken Kleister liefernden Stärke. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer einen streichfähigen dicken Kleister liefernden Stärke.

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  Verfahren zur Herstellung einer einen streichfähigen dicken Kleister liefernden Stärke. 



   Manche Stärkearten, z. B. Kartoffelstärke und Cassavastärke, geben mit wenig Wasser gekocht oder gebrüht keinen streichfähigen Kleister, sondern eine zerrige, klumpige Masse, die sich nicht verstreichen   lässt.   Für viele Klebarten ist es aber von entscheidender
Wichtigkeit, dass der Kleister nur wenig Wasser enthält, sehr dick und doch gut streich- fähig ist. Ferner ist es notwendig, dass für Klebzwecke der Kleister nicht in die zu verklebenden Stoffe eindringt (durchschlägt). Das ist zu erreichen, wenn vor oder während der Verkleistelung in Wasser lösliche oder mit Wasser emulgierbare Salze der Fett-, Harz-oder
Wachssäuren, z. B.

   Stearinsäure, Palmitinsäure,   Ölsäure,   Leinölsäure, Holzölsäure, Ricinus- ölsäure, Erucasäure, Brassidinsäure, Tranfettsäuren, Kolofoniumsäuren (Harzseife), Cerotin- säure, Melissinsäure u. dgl. einzeln oder in Mischungen zugemischt werden. Vorteilhaft verwendet man die durch Verseifungen der Öle, Fette, Wachse   (Bienen-und Pflanzenwachs),   Walrat, Wollfett erhaltenen Seifen. Man kann auch die Anilide (oder deren Homologe) anwenden. Die Seifen können auch die unverseifbaren Bestandteile der Fette, Öle, Wachse,
Wollfette enthalten. Man kann auch die gehärteten Fette und Öle sowie Fettsäuren verwenden. Man kann Kali, Natron, Ammoniak,   Ka1cium- und Metallseifen   (lösliche und unlösliche) verwenden. Den Seifen können Öle und Fette im Überschuss beigemischt werden. 



     Beispiel : 51   Wasser mit i kg Kartoffelmehl gebrüht oder gekocht ergeben einen zerrigen Klumpen. Mischt man aber das i kg Stärke mit 50 g gemahlener Seife und kocht diese Mischung mit 5   1   Wasser, so erhält man einen gut streichbaren Kleister. 



   Noch geringere Seifenmengen genügen, wenn man die damit gemischte Stärke mit Wasser über Walzentrockenapparate gehen lässt, sie dabei verkleistert, trocknet und die so gewonnenen   Stärkeflocken   mahlt. In diesem Falle erhält man eine kaltwasserlösliche Stärke, die mit wenig Wasser einen gut streichbaren Kleister gibt, schon mit 10 g Seife auf 1 kg Stärke. Eine Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass man die Verseifung in Gegenwart der Stärke vornimmt. Man kann beispielsweise die Fette, Öle oder Wachse kalt (z. B. mit alkoholischen Basen) verseifen. Man kann die freien Säuren mit der Stärke mischen und dann durch Basen oder kohlensaure Salze die Verseifung bewirken. 



   Man hat zwar bereits Stärke mit sulfurierten Fettsäuren behandelt, damit die Masse leicht in Gewebe (Wäsche) eindringt. Der nach dem vorliegenden Verfahren erhältliche Kleister dringt aber nicht in Stoffe ein. Ferner ist es bekannt,   Stärke   mit Alkalien oder alkalisch wirkenden Salzen anzurühren und alsdann auf heissen Zylindern oder Platten zu verkleistern und zu trocknen. Hierdurch entstehen in kaltem Wasser lösliche Stärkeprodukte, man erhält jedoch nicht die Wirkung des vorliegenden Verfahrens, d. h. eine Stärke, die streichfähigen Kleister gibt, der nicht in die Unterlagen eindringt, da eben der Zusatz von Seife fehlt. 



   PATENT ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Herstellung einer einen   streichfähigen,   dicken Kleister liefernden Stärke, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Salzen der Fett-,   Ha : z-oder   Wachssäuren oder deren Derivaten (mit Ausnahme der Sulfoverbindungen) vor der Verkleisterung oder während derselben gemischt wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit Salzen der Fett-, Harz-oder Wachssäuren oder deren Derivaten (mit Ausnahme der Sulfoverbindungen) gemischte Stärke in dünner Schicht gleichzeitig verkleistert und getrocknet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT87890D 1916-04-14 1917-04-18 Verfahren zur Herstellung einer einen streichfähigen dicken Kleister liefernden Stärke. AT87890B (de)

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