AT112635B - Verfahren zur Herstellung pilierter, haltbarer und nicht auswitternder Seifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung pilierter, haltbarer und nicht auswitternder Seifen.

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AT112635B
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    Verfahren zur Herstellung pilierter, haltbarer und nicht auswitteruder Seifen.   



   Im Patente   Nr.   97687 ist ein Verfahren zur   Herstellung nicht auswitternder, haltbarer Seifen   in Pulver-oder fester Form aus Fettsäuren und kalzinierter Soda mit oder ohne Zusatz von Fett-   lösungsmitteln   beschrieben, wonach man die Fettsäuren mit ungefähr der doppelten Menge der zur Verseifung erforderlichen Soda bei einer die innige   Mischung   noch zulassenden niedrigen Temperatur 
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 einem feinen Pulver mahlt und dieses in Stücke formt, oder die noch nicht vollständig erstarrte Masse in einem Arbeitsgang, bevor sie spröde geworden ist, durch mechanische oder hydraulische Pressen in Stränge formt und alsdann erkalten lässt. 



   Die so hergestellte Seife-in der Technik Sprühseife   genannt-lässt sich   zwar vor dem Erkalten beliebig formen, ist aber zu spröde, um in der Praxis piliert werden zu können. Ein Pilieren dieser Seife wäre nur möglich, wenn sie sofort, in noch unvollständig verseiftem Zustand und noch warm verarbeitet werden wurde. Die nicht zu vermeidenden Abfälle bei dieser Arbeit und der während des Verarbeitens kalt werdende Teil der Seife sind jedoch zum Pilieren überhaupt zu spröde. Zwar kann jenes Erzeugnis, wie bemerkt, in Strängen erhalten werden, aber solche Stränge sind immerhin noch eine harte Seife, die etwa einer eingetrockneten Kernseife entspricht ; sie kommen demgemäss der Feinseife nicht gleich und besitzen insbesondere auch keinen hohen Glanz. 



   Der Erfinder hat nun ermittelt, dass es möglich ist, auch ein Erzeugnis nach Patent Nr. 97687 zu pilieren und ihm damit die vorteilhaften Eigenschaften pilierter Seife zu verleihen, wenn man diese   "Sprühseife"mit   Kernseife in fester oder vorteilhafter in flüssiger Form versetzt. Erst hiedurch erhält man eine Masse, die so geschmeidig ist, um piliert werden zu können. Selbstverständlich wird man 
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 zuzusetzen, dass der Wassergehalt so hoch ist, dass wieder ein Nachtrocknen erfolgen muss.

   In den meisten Fällen wird man so arbeiten, dass man zunächst aus einem Molekül Fettsäure und annähernd einem Molekül Soda eine spröde, harte, bikarbonathaltige Seife   herstellt, diese pulvert   und erst dem Pulver die flüssige Kernseife zusetzt.   Als"flüssige Kern-und Leimseife"wird   hier eine noch im Kessel befindliehe, fertig gesottene Seife verstanden, die meist noch warm, also noch in flüssigem Zustande dem Pulver zugesetzt wird, sieh also noch nicht in einem geformten oder erkalteten Zustande befindet. Der Zusatz der flüssigen Kern-oder Leimseife erfolgt in dem Augenblick, in dem die Masse noch so plastisch ist, dass sie sich mit Rührwerken homogen mit der zugesetzten Seife mischen lässt.

   Für den Fall, dass man nicht mit Pulver und flüssiger Kernseife arbeiten will, wird zunächst die Fettsäure mit der Soda angerührt und zwar beginnend bei Temperaturen, bei denen noch keine Verseifung einsetzt, bis ein vollständig homogenes, sich nicht mehr entmischendes Erzeugnis gebildet ist. Die in der Fettsäure vorhandene Feuchtigkeit, oder bei vollständig wasserfreien Reaktionsmassen das Zufügen von ganz kleinen Mengen Wasser genügt dann, die Umsetzung einzuleiten, worauf die Verseifung sclmell unter Selbsterhitzung auf etwa   30-50  C   zu Ende geführt wird. 



   Das hier beschriebene Verfahren zeichnet sich durch ganz besondere Wirtschaftlichkeit und Einfachheit aus. Es gestattet, selbst mit kleiner Apparatur eine grosse Erzeugung zu erzielen. Ferner ermöglicht es, aus den fertigen Fettsäuren in ein bis zwei Stunden eine verkaufsfähige, sehr ansehnliche 
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 bei der besten Einrichtung viele Tage erfordern. Auch gestattet es, einen Teil der Soda durch   Pottasche   zu ersetzen, ferner Harz zu verwenden und ausserdem durch Zusatz von Fettlösungsmitteln zu der zu-   zufügenden   Kern-oder Leimseife pilierte Seifen mit einem Gehalt   an Fettlösungsmitteln   herzustellen. 



     Beispiell. 1000 leg Pahnkernölfettsäure   oder Kokosfettsäure, über 99% gespalten, werden mit 360 kg kalzinierter Soda versetzt, worauf man eine gleichmässige Masse erhält, die sich nach einiger Zeit durch Selbsterwärmen verseift. Bevor   dieser Verseifungsprozess   vollständig zu Ende geführt und bevor die Masse vollständig fest geworden ist, pumpt man 700 bis   800 leg flÜssige,   aus Talg oder Knochenfett bereitete Kernseife hinzu und erhält so bei geeignetem Rühren oder Mischen schon nach kurzer Zeit eine fast homogene Seife, die sich zwischen Walzenmühlen schon nach einer Stunde bändern lässt. Diese Bänder lassen sich entweder unmittelbar oder nach   kurzem Lagern durch Strangpressen zu Strängen   formen und alsdann auf gepresste Stücke weiter aufarbeiten. 



   Beispiel 2.1000 kg eines über 99% gespaltenen Gemisches, bestehend aus   30%   Palmkernölfettsäure, 30%   Palmölfettsäure   und 40% Talgfettsäure werden mit   350 leg   kalzinierter Soda bei 30 bis   350 angerÜhrt.   Die Masse ist zuerst ganz dünnflüssig und vollständig gleichmässig zusammengesetzt, erwärmt sich nach kurzer Zeit und wird alsdann fest, worauf die Temperatur auf   60 bis 650 steigt. Nach   einigen Stunden ist die Verseifung vollendet und die Masse bei 40 bis   450 C   in destilliertem Wasser klar löslich ; sie wird hierauf in geeigneten Mühlen möglichst fein gemahlen und alsdann mit flüssiger oder fester Kernseife vermischt.

   Zu diesem Zwecke trägt man in eine Mischmaschine 400 kg flüssiger Kernseife ein und fügt allmählich   600 leg   des vorerwähnten gemahlenen Pulvers ein. Nach 5, höchstens 10 Minuten hat man bereits ein ganz gleichmässiges Erzeugnis. Dies wird durch einmaliges Durchlaufen zwischen Walzen gebändert und ergibt beim Pilieren vollständig gleichmässige Stränge, die in ihrem 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung puierter, haltbarer und nicht auswitternder Seifen, wobei man hochgespaltene oder destillierte Fettsäuren mit oder ohne Zusatz von Fettlösungsmitteln mit der einfachen bis höchstens der doppelten der zur Verseifung theoretisch notwendigen Menge an pulverförmiger, kalzinierter, bis höchstens 30% ihres Gewichtes Feuchtigkeit enthaltender Soda innig mischt, bis eine vollständig gleichförmige Seifenmasse entstanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass man entweder kurz vor der Vollendung der Verseifung oder nach vollendeter Verseifung und Vermahlung der Seifenmasse Kernoder Leimseife in fester oder flüssiger Form zusetzt und alsdann piliert.
AT112635D 1925-07-03 1926-11-13 Verfahren zur Herstellung pilierter, haltbarer und nicht auswitternder Seifen. AT112635B (de)

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