AT56861B - Verfahren zur Herstellung kaltwasserlöslicher Klebstoffe direkt aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl. unter Umgehung der Stärkeherstellung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kaltwasserlöslicher Klebstoffe direkt aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl. unter Umgehung der Stärkeherstellung.

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    Verfahren zur Herstellung kaltwasserlöslicher Klebstoffe direkt aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl. unter Umgehung der Stärkeherstellung.   



   Die Herstellung   kaltwasserlöslicher   Klebstoffe direkt aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl. mit Umgehung der Stärkeherstellung wird dadurch erreicht, dass stärkehaltige Früchte, Wurzeln oder Knollen gut zerkleinert und mit soviel Wasser vermischt werden, dass auf 1 Teil Trockenmasse etwa 2 bis 5 Teile Wasser kommen, worauf so viel Ätznatronlauge, Kalilauge, Sodalösung oder Ammoniak oder sonst eine stark alkalisch wirkende Substanz oder andererseits eine   Säure   zugesetzt wird1 dass die Masse mit Lackmuspapier deutlich alkalisch bzw. sauer reagiert. Diese schwach alkalische oder saure Masse lässt man auf stark erhitzte Zylinder oder Platten in dünner Schicht auflaufen, so dass die darin enthaltene Stärke gleichzeitig verkleistert und getrocknet wird und mahlt die trockene Masse zu einem groben Pulver.

   Wenn nötig, wird dann mit einer gasförmigen Säure bzw. Ammoniak oder durch Zumischen einer trockenen Säure bzw. eines Alkalis in Pulverform neutralisiert. Man kann die   stärkehaltigen   Knollen usw. auch erst verkleistern und den Kleister auf die heissen Zylinder laufen lassen. 



   Die praktische Ausführung des Verfahrens gestaltet sich z. B. wie folgt : 100 kg Kartoffeln werden gewaschen und vorteilhaft geschält. Dies kann z. B. durch Hindurchpressen der gedämpften Kartoffeln durch ein Sieb, in dem die Schalen zurückbleiben, 
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 einem der bekannten Kartoffelschnitzelapparate, ebenso wie sonst rohe   Kartoffelmasse,   auf den   heissen   Zylindern getrocknet. Die von den Zylindern durch die Messer des Apparates abgenommene Masse wird grob gemahlen. Es resultiert ein in kaltem Wasser löslicher Klebstoff, der durch Vermeidung der vorherigen Absonderung der Stärke aus den Kartoffeln ganz bedeutend billiger zu stehen kommt, wie wenn man Stärke als Ausgangsmaterial 
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 knollen einen Klebstoff zu erhalten, der für technische Zwecke, z.

   B. zum Ankleben von Tapeten, genügend rein und dabei so billig hergestellt werden   kann ; dass er   als Ersatz anderer Klebstoffe vorteilhaft   Verwendung finden   kann. Setzt man anstatt des Alkalis eine Säure zu, soviel, dass die Masse blaues Lackmuspapier deutlich rot färbt, so erhält man eine   dextrinähnliche   Substanz, die zwar nicht so rein ist wie das   Handelsdextrin,   die aber für die meisten technischen Zwecke vollkommen genügt. 



   Ohne Zusatz von alkalischen oder sauren Substanzen getrocknete Kartoffeln, also die bekannten Kartoffelschnitzel, geben durch Vermischen mit kaltem Wasser im Gegensatz zu den nach vorliegendem Verfahren hergestellten Massen keinen Klebstoff. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Klebstoffen aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl., dadurch gekennzeichnet, dass diese Früchte usw. zerkleinert, wenn nötig geschält, mit Wasser zu einem Brei gerührt, gedämpft, mit alkalisch wirkenden Substanzen schwach alkalisch gemacht, oder mit Säuren schwach angesäuert, auf heissen Walzen oder Platten gleichzeitig verkleistert und getrocknet und schliesslich gemahlen worden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT56861D 1909-02-13 1910-01-27 Verfahren zur Herstellung kaltwasserlöslicher Klebstoffe direkt aus stärkehaltigen Früchten, Wurzeln, Knollen und dgl. unter Umgehung der Stärkeherstellung. AT56861B (de)

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