DE351370C - Verfahren zur Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Staerke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Staerke

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DE351370C
DE351370C DE1919351370D DE351370DD DE351370C DE 351370 C DE351370 C DE 351370C DE 1919351370 D DE1919351370 D DE 1919351370D DE 351370D D DE351370D D DE 351370DD DE 351370 C DE351370 C DE 351370C
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alkali
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/12Degraded, destructured or non-chemically modified starch, e.g. mechanically, enzymatically or by irradiation; Bleaching of starch

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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Stärke. Die Erfindung befaßt sich mit der Herstellung von Duellstärke, die bekanntlich mit kaltem Wasser verkleistert, während gewöhnliche Stärke nur mit heißem Wasser Kleister bildet. Die Umwandlung der Stärkekörner in Duellstärke erfolgt nach der Erfindung mit, Hilfe von Ätzalkalilauge unter Anwendung besonderer Kunstgriffe, auf welche der Patentanspruch gerichtet ist.
  • Vermischt man Stärke mit Ätzalkalilauge sehr schwacher Konzentration (bis etwa "/,normal), so schwellen die einzelnen Stärkekörner nur an, ohne miteinander zu verkleistern, steigert man die Konzentration der Lauge, so tritt Verkleisterung ein. Die einzelnen Stärkekörner quellen außerordentlich stark auf, zersprengen die Hüllen und fließen endlich auseinander, eine zusammenhängende schleimige Masse bildend. Auf dieser Behandlungsweise beruht z. B. die Herstellung der sogenannten Pflanzenleime.
  • Was nun die Herstellung kalt quellender Stärke anbelangt, so genügen Laugen ganz schwacher Konzentration nicht, um das Stärkekorn so weit zu sprengen, daß es in die kalt quellende Modifikation übergeführt wird. Laugen höherer Konzentration, die dieses vermöchten, bilden aber, wie erwähnt, Kleister mit der Stärke. Das Problem beruht also darin, Laugen höherer Konzentration derart auf Stärke wirken zu lassen, daß zwar die Sprengung des Stärkekornes erfolgt, die Verkleisterung aber vermieden wird. Frühere Erfindungen haben dieses dadurch zu erreichen versucht, daß sie die Stärke vor der Behandlung mit Ätzalkali in wasserabstoßenden organischen Flüssigkeiten, wie Benzin, Tetrachlorkohlenstoff usw., suspendierten, oder daß sie die verkleisternde Wirkung der Qtzalkalilauge auf Stärke durch Zusatz von Alkohol oder anderen organischen Flüssigkeiten, wie Azeton usw., abschwächten.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese Zusätze vermieden werden können, wenn man mit gekühlter Ätzalkalilauge (etwa o° und darunter) arbeitet. Mit Hilfe dieses Kunstgriffes läßt sich Stärke z. B. in Ätzalkalilauge von 36 Be (- 3o Gewichtsprozent Na OH) suspendieren, ohne daß Quellstärkebildung oder gar Verkleisterung eintritt. Erst wenn die Temperatur um einige Grad über o steigt, tritt die zur Duellstärke führende Reaktion der Alkalilauge auf die Stärke ein. Damit aber diese Reaktion nicht auch sofort zur Bildung von Kleister führt, bedarf es wiederum der Anwendung eines Kunstgriffes. Dieser besteht darin, daß man die Menge der angewandten Lauge so regelt, daß die Stärkekörner nur gerade so viel Flüssigkeit darin vorfinden, als sie bei eintretender Reaktion in sich selbst aufzuschlucken vermögen, mit anderen Worten, daß das in der Lauge vorhandene Wasser zu einer Verkleisterung der Stärkekörner untereinander nicht ausreicht. Dieses Verhältnis zwischen Lauge und Stärke ist gegeben, wenn man etwa von beiden gleiche Gewichtsteile anwendet. Die Stärke wird mit der gekühlten Lauge angerührt. Sie suspendiert sich darin ohne Verkleisterung und Ouellüng wie in kaltem Wasser. Läßt man die Temperatur steigen (auf 5 bis 6° C), tritt Reaktion ein; die Stärkekörner verschlucken sämtliche Lauge und zerfallen dann zu einem trockenen, schwammigen Pulver, in dem die einzelnen Stärkekörner noch individuell vorhanden sind. Die so behandelte Stärke hat die technisch wertvolle Eigenschaft, auch nach dem Entfernen des Alkalis sofort zeit kaltem Wasser einen dicken Kleister zu bilden. Zum Auswaschen des Alkalis kann jede Flüssigkeit dienen, die Alkali löst, ohne gleichzeitig die Stärke zu verkleistern, wie z. B. Methyl-oder Äthylalkohol usw. Aus der Waschwasserflüssigkeit lassen sich durch Destillation Lösungsmittel und Alkali trennen und wieder in den Kreislauf des Prozesses zurückführen, so daß, abgesehen von den durch technische Unvollkommenheiten bedingten kleinen Materialverlusten, alle zur Umwandlung der Stärke benutzten Stoffe wiedergewonnen werden können. Die kalt quellende Stärke läßt sich mit Vorteil verwenden in der Textilindustrie zu Appreturzwecken, als Verdickungsmittel beim Zeugdruck, als Malerleim und Tapeziererkleister sowie für zahlreiche andere Zwecke der Klebstoff- und Bindemittelindustrie.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCIH: Verfahren zur --Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Stärke, dadurch gekennzeichnet, daß man Stärke mit konzentrierter Ätzalkalilauge von so tiefer Temperatur (o° und darunter) behandelt, daß beim Vermischen beider keine Verkleisterung eintritt, wobei man die Menge der angewandten Lauge so regelt, daß bei .der mit steigernder Temperatur einsetzenden Reaktion zwar die Sprengung des Stärkekornes erreicht, eine Verkleisterung der Stärkekörner untereinander aber vermieden wird.
DE1919351370D 1919-10-24 1919-10-24 Verfahren zur Herstellung einer mit kaltem Wasser verkleisternden Staerke Expired DE351370C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945988C (de) * 1931-08-27 1956-07-19 Henkel & Cie Gmbh Verhinderung der Klumpenbildung bei der Herstellung waesseriger Zubereitungen wasserquellbarer, feinpulveriger, organischer Stoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945988C (de) * 1931-08-27 1956-07-19 Henkel & Cie Gmbh Verhinderung der Klumpenbildung bei der Herstellung waesseriger Zubereitungen wasserquellbarer, feinpulveriger, organischer Stoffe

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