AT83277B - Verfahren zur Herstellung eines die Adhäsion von Riemen o. dgl. erhöhenden Mittels. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines die Adhäsion von Riemen o. dgl. erhöhenden Mittels.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines die Adhäsion von Riemen o. dgl. erhöhenden Mittels. Zur Erhöhung der Adhäsion von Treibriemen finden bekanntlich Streichmassen aus animalischen oder vegetabilischen Fetten Verwendung. Abgesehen davon, dass dieselben mit zunehmender Temperatur wirkungsschwächer werden und dann die Gleitverluste nicht mehr vermindern können, kommen bei Fettmangel diese Massen in der Herstellung zu teuer bzw. können nicht in genügender Menge hergestellt werden, Es wurden nun zum Ersatz der Fette Harze und Harzlösungen herangezogen. Mit diesen wird aber die grosse Adhäsionswirkung mit den wesentlichen Nachteilen erkauft, dass die Riemen in Kürze unbrauchbar werden. Denn die Harze bewirken ein Brüchigwerden des Riemens, brennen in diesen ein und bilden harte Krusten, welche die Elastizität des Riemens verringern und oft aufheben. Die Erfindung bezweckt nun ein Riemenadhäsionsmittel ohne besonderen Fettzusatz zu schaffen, welches weder den Riemen schädlich beeinflusst, noch die Lauffläche der Triebscheibe schädigt. Gemäss der Erfindung wird zur Herstellung der Streichmasse der bei der Destillation mit überhitztem Wasserdampf von vergorenen Flüssigkeiten oder Stoffen verbleibende Rückstand herangezogen. Obwohl an sich jeder Rückstand des erwähnten Arbeitsverfahrens bei geeigneter Anpassung an den Zweck verwendbar ist, empfiehlt es sich, solche Rückstände zu wählen, die ausser der Wasserlöslichkeit sich in eine sirupartige Konsistenz bringen lassen und neben salzartigen Stoffen, unter anderen verschiedene Zuckerarten, noch mehr Karamellisierungsprodukte, Dextrine, Schleimstoffe und geringe Mengen Glyzerin sowie noch andere hygroskopisch wirkende Bestandteile, wie Polyglyzerin, Verbindungen der Milchsäure usw., enthalten. Als insbesondere geeignet haben sich d (e unter den Bezeichnungen"Fermentolpech" oder"Protolpech"im Handel erhältlichen Destillationsrückstände erwiesen. Es ist bekannt, dass bei der alkoholischen Gärung durch Hefepilze nebenbei in der Menge von zirka g''/o Glyzerin entsteht. Die Ausbeute an Glyzerin bei der Vergärung von zuckerhaltigen Flüssigkeiten lässt sich nun durch Züchtung eigener Heferassen und ganz bestimmte Führung des Gärungsprozesses'erhöhen, wobei man zu Glyzerinausbeuten von zirka 15 bis 20% gelangen soll. Der bei diesen als Fermentol-bzw. Protolverfahren bezeichneten Prozessen verbleibende Destillationsrückstand wurde sinngemäss als"Fermentolpech"bzw."Protolpech" bezeichnet. Zur Herstellung der Masse genügt es, den Rückständen der erwähnten Art die erforderliche sirupähnliche Konsistenz zu geben und Natriumhydroxy. d, Natriumkarbonat, Kalkmilch usw. zuzusetzen, welche Zusätze der Rostbildung entgegenwirken sollen. Beispielsweise kann die Masse auf folgende Weise hergestellt werden : Der pechähnliche Rückstand wird in möglichst zerkleinerter Form in wenig kaltem, oder besser, wegen der rascheren Auflösung, in warmem oder heissem Wasser aufgelöst. Dieser Lösung wird eine geringe Menge einer Lösung des Rostschutzmittels, z. B. Natriumhydroxyd, zugesetzt. Sodann wird unter ständigem Umrühren die Lösung so lange eingedampft, bis sie die erforderliche sirupartige Konsistenz erhält. Um die zum Eindampfen erforderliche Brennstoffmenge zu verringern, kann durch Anwendung von Nassmühlen aus dem Ausgangsstoffe ein Brei gewonnen werden, welcher <Desc/Clms Page number 2> nach Zusatz des Rostschutzmittels zum Eindampfen einen wesentlich geringeren Zeitraum erfordert ; sohin ergibt sich hierbei ein geringerer Brennstoffbedarf. Es kann der Ausgangsstoff auch in geeigneten Vorrichtungen geschmolzen werden, und durch Einrühren einer genügenden Menge des Schmelzgutes in die erforderliche Menge heissen, bereits mit dem Rostschutzmittel versetzen Wassers-kann dann das Adhäsionsmitel bereits in der notwendigen Konsistenz erhalten werden. Werden die angeführten Rostschutzmittel der Lösung des Ausgangsstoffes bei Siedehitze zugesetzt, z. B. beim Eindampfen, so werden allfällig freiwerdende Säuren neutralisiert und das allfällig veresterte Glyzerin freigemacht. Die nach dem beschriebenen Verfahren gewonnene Streichmasse stellt eine zähflüssige, stark klebrige Masse dar. Diese besitzt den wesentlichen Vorteil, dass sie durch Zusatz von warmem Wasser mehr oder weniger viskos gemacht werden kann. Durch Erwärmung kann sie vorübergehend leichtflüssiger gemacht werden und in diesem Zustande leicht auf die Riemen und Triebscheiben aufgebracht werden. Die Wasserlöslichkeit ermöglicht die Anwendung der Masse bei Riementrieben, die dem Verschmutzen durch Flugstaub o. dgl. ausgesetzt sind, wie bei Dreschmaschinen, Mühlgängen, Kreissägen usw. Hier kann die sich bildende Schmutzkruste leicht mit Wasser entfernt werden. Die Masse eignet sich für alle Art Riemen, seien diese aus Leder, Balata, Manillahanf, Zellstoff usw. hergestellt, ebenso eignet sie sich für Metallriemen, Metallseile o. dgl. Das Anwendungsgebiet des Erfindungsgegenstandes ist nicht auf die Riemenschmierung begrenzt, sondern erstreckt sich auf alle Fälle, wo die Adhäsion von ortsfesten oder beweglichen Gegenständen erzielt oder vermehrt werden soll. PATENT-ANSPRÜCHE : I. Verfahren zur Herstellung eines die Adhäsion von Riemen o. dgl. erhöhenden Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Gewinnung von Glyzerin durch Gärung verbleibenden wasserlöslichen Rückstände (Fermentol-oder Protolpech) unter Zusatz von Alkalien oder Erdalkalien mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit in sirupähnliche Konsistenz gebracht werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkalien oder Erdalkalien der Lösung des Ausgangsstoffes bei Siedehitze zugesetzt werden.
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