AT70162B - Verfahren zur Herstellung gerbender Stoffe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gerbender Stoffe.

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 man auch entsprechende Mengen von Formaldehyd abspaltenden Stoffen, z. B. Trioxymethylen oder   Methylal,   verwenden. In derselben Weise wie aus der   2-0xynaphtalin-6-monosulfos & ure   lässt sich auch aus der 2. 7-Säure mit Fornialdehyd ein bisher unbekanntes Kondensationsprodukt erhalten, das schwerer löslich ist als der   Ausgangsstoff   und durch Salzsäure aus seiner konzentrierten Lösung als silberglänzender kristallisierter Niederschlag ausgefällt wird.

   Das Produkt kuppelt mit Diazoverbindungen und gibt mit konzentrierter   Schwefelsäure   ebenfalls eine fluoreszierende Verbindung, deren Fluoreszenz aber an Schönheit und   Intensität,   hinter der des aus der isomeren Säure erhaltenen   Produktes zurücksteht. Mit Eisenchlorid   in stark verdünnter Lösung gibt die neue Verbindung eine schwach   blaugrüne Färbung.   



   Nach demselben Verfahren lassen sich auch die 1-Oxynaphtalinmonosulfosäuren mit Formaldehyd kondensieren. 



   Beispiel 2. 



   5 Gewichtsteile 1-Oxynaphtalin-4 monosulfosäure werden in 20 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Der kalten Lösung setzt man   0#33   Gewichtsteile einer Lösung von Trioxymethylen in Wasser zu, lässt   längere Zeit   rühren, dann fällt man durch konzentrierte Salzsäure die neue Verbindung als grauen kristallinischen Niederschlag aus, filtriert und   wäscht mit etwas ('hlornatrium-     lösung nach. Infolge ihrer Neigung zur Oxydation   ist sie in frei m Zustande wenig beständig. dagegen geht sie beim Zusammenbringen ihrer konzentrierten Lösung mit konzentrierter Bisulfitlösung in eine beständige Bisulfitverbindung über, welche sich als weisser kristallisierter Niederschlag aus der konzentrierten Lösung ausscheidet.

   Mit Eisenchlorid versetzt, förbt sich die wässerige Lösung des Kondensationsproduktes blau. 
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 von den vorliegenden unterscheiden und zu ganz anderen Produkten führen. So hat man z. B.   vorgeschlagen. 2-Aminonaphtalin   3. 6-disulfosäure, Formaldehyd und Schwefelsäure gleichzeitig aufeinander wirken zu lassen, und zwar derart, dass nicht nur das Formaldehyd, sondern auch die   Schwefelsäure   mit. der Self'säure in Reaktion tritt. wobei weitgehende Umwandlungen stattfinden. Man hat ferner vorgeschlagen, das   Natriumsalz der l-Aminonaphtalin-2-mono-   
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   Die 1-aminonaphtalin-5-monosulfosäure lässt sich im Vergleich zu den anderen isomeren Säuren etwas langsamer mit Formaldehyd kondensieren. Man ändert bei ihr das Verfahren zweckmässig dahin ab, dass man zu der wie oben angegeben bereiteten Lösung des Natriumsalzes die ganze erforderliche Menge Formaldehyd zugibt und hieraus in längeren Abständen langsam die Essigsäure nachfliessen lässt. Die Reaktion ist beendet, wenn eine verdünnte, mit Salzsäure versetzte Probe keine Fällung von unveränderter 1-Aminonaphtalin-5-sulfosäure mehr zeigt. 



  Das Kondensationsprodukt fällt bei Zugabe von starker Salzsäure zur konzentrierten Lösung als fast weisser amorpher, in Wasser leicht   löslicher Niederschlag   aus. Mit Eisenchlorid gibt seine Lösung eine bräunlichviolette, nicht besonders charakteristische Färbung. 



   Es wurde weiter gefunden, dass die nach vorstehendem Verfahren aus heteronuklearen Aminonaphtalinmonosulfosäuren (NH2 : SO3H - 1 : 5, 1 : 6, 1 : 7, 1 : 8,2 : 5,2 : 6,2 : 7,2 : 8) oder deren Salzen hergestellten   Kondenaationaprodukte   in eine neue Klasse von Verbindungen umgewandelt werden können, wenn man dieselben unter sonst gleichen Bedingungen mit einem weiteren Molekül Formaldehyd behandelt, so dass also im ganzen auf 1 Molekül Sulfosäure 1 Molekül Aldehyd kommt. Auch die so   erhaltenen Körper besitzen die wertvolle Eigenschaft,   bei Gegenwart von Säuren Leim aus seinen Lösungen zu fällen. 



   Beispiel 5. 



   5 Gewichtsteile 1-Aminonaphtalin-6-monosulfosäure mit   1'2   Gewichtsteilen wasserfreiem Natriumkarbonat werden in 20 Gewichtsteilen Wasser gelöst. In die   kalte Lösung lässt man   langsam eine Mischung von   0'84   Gewichtsteilen   Formaldehyd (40%ig) und 13#6 Gewichtsteilen   Essigsäure   (10% ig)   einlaufen. 



   Nach Beendigung der Kondensation, erkennbar daran, dass aus einer   verdünnten, mit   schwacher Salzsäure angesäuerten Probe keine freie Aminonaphtalinmonosulfosäure mehr ausfällt, gibt man der Lösung nochmals   0'84   Gewichtsteile Formaldehyd (40% ig) zu und lässt einige Stunden rühren. Hiebei findet eine zweite Kondensation statt, die sich ebenso, wie die erste bei gewöhnlicher Temperatur vollzieht ; dabei geht die rötliche Farbe der Lösung des ersten Konden- 
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 Färbung. Aus der mit Salzsäure   angesäuerten   Lösung   fällt     bei Zugabe von Chlornatrium das   Kondensationsprodukt als gelblich gefärbter amorpher Niederschlag aus. In heissem Wasser ist er leicht löslich, noch leichter bei Zugabe von essigsaurem Natrium.

   Selbstverständlich braucht man die Reaktion nicht nach der Bildung des   ersten Kondensationsproduktes zu unterbrechen.   



  Man kann vielmehr die Formaldehydmischung kontinuierlich bis zur vollendeten Bildung des zweiten Kondensationsproduktes zutropfen lassen. Nur hat das Zugeben des Formaldehyds bei den verschiedenen Säuren rascher oder langsamer zu geschehen. 
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 Kondensation (Konzentration 1 : 20) durch Zugabe des zweiten Moleküls Formaldehyd eine braungelbe Färbung an. Salzsäure scheidet das Kondensationsprodukt als einen gelblich gefärbten, in heissem Wasser leicht löslichen Niederschlag ah. Die   Lösung   gibt mit Eisenchlorid eine grüne Fällung, mit   Eisena1aun     eine grüne Färbung.   



   Das erste Kondensationsprodukt aus der   1-Aminonaphtalin-8-sulfosäure   lässt sich mit   Essigsäure   aus einer Lösung (Konzentration 1 : 60) als grauweisser, in kaltem Wasser schwer löslicher Niederschlag   ausfällen, während   das zweite Kondensationsprodukt durch Essigsäure nicht, wohl aber durch Salzsäure als braunroter amorpher Niederschlag zur Ausscheidung gebracht werden kann. Mit Eisenchlorid färbt sich die Lösung des ersten Kondensationsproduktes violett, die des zweiten gibt eine schmutziggrüne Trübung. 



   Die hellgelbe Lösung des ersten Kondensationsproduktes aus der 1-Aminonaphtalin-5-sulfosäure (Konzentration 1 : 30)   nimmt   durch die Zugabe des zweiten   Moleküls   Formaldehyd eine tiefgelbe Färbung   an. Salzsäure fällt   einen hellgelben, in Wasser löslichen Niederschlag, in dessen Lösung durch Eisenchlorid keine Veränderung der Farbe bewirkt wird. 



   Das Kondensationsprodukt aus der 2-Aminonaphtalin-5-sulfosäure (Konzentration 1 : 50) fällt nach der zweiten Kondensation als   weisser,   in Wasser schwer löslicher amorpher Niederschlag aus. Die wässerige Lösung des neuen Produktes gibt mit Eisenchlorid eine starke gelbe Fällung, während sie beim Zusatz von Eisenalaun unverändert bleibt. 



   Das zweite Kondensationsprodukt aus der   2-Aminonaphtalin-6-sulfosäure (Konzen-   tration 1 : 60) wird durch konzentrierte   Salzsäure   als hellgrüner amorpher, in Wasser   löslicher   Niederschlag ausgeschieden. Seine wässerige Lösung gibt mit Eisenchlorid eine   @otbraune   Fällung. 



   Die   2-Aminonaphtalin-7-sfosäure   ändert von der ersten zur zweiten Kondensation die Farbe der Lösung (Konzentration 1 : 60) von grün nach gelb. Das mit Salzsäure ausgefällte 

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