AT67674B - Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester.

Info

Publication number
AT67674B
AT67674B AT67674DA AT67674B AT 67674 B AT67674 B AT 67674B AT 67674D A AT67674D A AT 67674DA AT 67674 B AT67674 B AT 67674B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
carboxylic acid
phenylglycine
core
acidic
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Riedel J D Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Riedel J D Ag filed Critical Riedel J D Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT67674B publication Critical patent/AT67674B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Kochsalz abgiessen und die   Phenylglyzin-o-karbonsäure   eintragen. Das so gewonnene, gelbe   Oblorhydrat   der   p-Nitrosophenylglyzin-o-karbonsäure   ist in Alkohol, Äther, Eisessig und rauchender Salzsäure fast unlöslich, löslicher mit roter Farbe in verdünnter Salzsäure. Es besitzt keinen Schmelzpunkt, zersetzt sich vielmehr oberhalb 1000. 



   Gibt man soviel eiskalte, verdünnte   Natriumkarbonat- oder Natrinmazetatlösung zu   dem Chlorhydrat, dass gerade sämtliche Salzsäure gebunden wird, so erhält man die freie   p-Nitro8ophenylglyzin-o-karbonsli. ure   in Gestalt eines grünen Pulvers. Die freie Säure ist nur in trockenem, nicht aber in feuchtem Zustande oder in Lösung haltbar.

   Sie ist   unlöslich   in Äther, nicht unbeträchtlich löslich in Alkohol und noch mehr mit schön grüner Farbe in Methylalkohol, besitzt ebenfalls keinen Schmelzpunkt, sondern bräunt sich beim Erhitzen allmählich, bis plötzlich starke Zersetzung zu einer kohligen Masse eintritt
Kondensiert man die   Nitrososänre   als solche oder besser in Form ihres Chlorhydrate mit   p-Nitrobenzylcyanid   in methylalkoholischer Lösung mit   Natriummethylatlösung,   so erhält man schon in der Kälte einen dunkelbraunen Brei, der, in eiskalte, verdünnte Salzsäure eingetragen, sich in prächtig rote Flocken des entsprechenden Azomethin verwandelt. 



  Das Azomethin kristallisiert aus Eisessig in glänzenden, roten Nädelchen, die beim Erhitzen im Schmelzröhrchen bei 256 bis 2580 zu einer dunkelroten Flüssigkeit schmelzen. 



   Mit Benzylcyanid entsteht ein gelbes Azomethin, das in heissem Alkohol und Methyl- alkohol sowie heissem Eisessig löslich,   in Äther unlöslich ist   und mit diesem aus seinen
Lösungen in gelben Flocken gefällt werden kann. 



   Malonitril liefert ein in Wasser leicht lösliches, blutrotes Azomethin. 



   Mit a-Naphtol in Eisessig erwärmt, liefert das Chlorhydrat einen prachtvoll blauen
Indophenolfarbstoft, mit naphtol einen violettroten Abkömmling des Medolablaus, mit
Gallussäure einen violetten   Gallocyaninfarbstoff,   mit m-Toluylendiamin einen dunkelblau- violetten   Pbenazinfarbstoff,   mit   1thylnaphtylamin   einen grünblauen Farbstoff. 
 EMI2.1 
 rauchender Salzsäure gelöst, mit Eis gekühlt und allmählich mit 1-5 Teilen   feiBzerriebenem   Natriumnitrit versetzt. Nachdem das Gemisch mehrere Stunden in   Eiskälte   gestanden bat, fällt man die rotgelbe Lösung mit etwa 100 Teilen Wasser und saugt den entstandenen grünen Niederschlag ab, nachdem man noch einige Zeit in Eis hat stehen lassen.

   Nach dem Umkristallisieren aus Methyl-oder Äthylalkohol zeigt der in guter Ausbeute erhaltene Ester den Schmelzpunkt 164 bis   1650.   



     Der p-Nitrosophenylglyzin-o-karbonsäurediäthylester   schmilzt hei   1310.   



   Der p-Nitrosophenylglyzin-o-karbonsäureesomethylexoäthylester, ein grüner kristallisierter Körper. schmilzt bei 1250. 



   Der   p-Nitrosophenylglyzin-o-karbousäuremonoexoäthylester eine prachtig   hellgrüne   Substanz. zeigt den Schmelzpunkt 115 bis 1160. 



  Die erwähnten Nitrosoverbindungen sollen als Ausgangsstoffe zur Darstellung von     Phenazin-und Phenoxazinfarbstoffen   sowie   Indigoabkömmlingen   Verwendung finden. 



   Die Behandlung der Phenylglyzin-o-karbonsäureester mit nitrosierenden Mitteln ist bereits aus dem D. R. P. Nr. 134986 bekannt. Nach dem   Verfahren   dieser Patentschrift wird aber mit einer wässerigen Nitritlösung gearbeitet und der zu nitrosierende Ester 
 EMI2.2 
 Schwefelsäure suspendiert. Unter diesen Bedingungen ist die Bildung von   Kernnitroao-   derivaten ausgeschlossen. Es entstehen vielmehr   N-Nitrosoderivate,   das heisst Nitrosaminverbindungen, was auch bestätigt wird durch die in dieser Patentschrift angeführten Eigen- 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester, dadurch gekennzeichnet, dass man die genannten Verbindungen in Gegenwart von rauchender Salzsäure mit salpetriger Saure oder Nitrit behandelt.
AT67674D 1911-06-19 1912-06-17 Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester. AT67674B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE67674X 1911-06-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT67674B true AT67674B (de) 1915-01-25

Family

ID=5634016

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT67674D AT67674B (de) 1911-06-19 1912-06-17 Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT67674B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT67674B (de) Verfahren zur Darstellung von Kernnitrosoderivaten der Phenylglyzin-o-karbonsäure und ihrer sauren und neutralen Ester.
DE256461C (de)
DE658114C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des im Pyridonring phenylierten 1, 9-N-Methylanthrapyridons oder seiner 4-Brom- bzw. 4-Chlorverbindung
DE44002C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen aus der Gruppe des Metaam dophenol-Phtaleins
DE2512702C2 (de) Substituierte 1-Amino-3-phenyl-indole, deren Salze und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE101778C (de)
DE15117C (de) Darstellung von Farbstoffen aus Sulfosalicylsäure
AT152826B (de) Verfahren zur Darstellung basisch substituierter Aminoazoverbindungen.
AT230370B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden
DE551094C (de) Verfahren zur Darstellung von Chinolin-8-azoverbindungen der Chininreihe
DE2044251C3 (de) und
AT203000B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Salzen der 4,6-Dioxyisophthalsäure und 5-Halogen-(insbesondere 5-Jod-)-4,6-dioxyisophthalsäure
AT155073B (de) Verfahren zur Darstellung von Azoverbindungen.
DE629054C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen tertiaerer aliphatischer Aminosaeuren
AT148154B (de) Verfahren zur Darstellung von 3-Nitro-4.6-diamino- bzw. 3.4.6-Triaminochinaldin oder deren Derivaten.
AT60195B (de) Verfahren zur Darstellung von beizenziehenden Nitrofarbstoffen der Rhodolreihe.
AT153197B (de) Verfahren zur Herstellung von in Wasser leicht löslichen Salzen von 9-Aminoacridinderivaten.
AT134985B (de) Verfahren zur Darstellung basischer Nitroderivate des 9-Aminoacridins.
DE608669C (de) Verfahren zur Darstellung von 4-Nitrosodiphenylaminderivaten
DE719366C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der N-Acylderivate der p-Aminophenylstibinsaeure
AT159952B (de) Verfahren zur Darstellung von Aminobenzolsulfonsäureamidverbindungen.
AT226886B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 6-Acetyl-7, 8-dihydro-3-äthylmorphins
AT233010B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzo-dihydro-1, 2, 4-thiadiazin-1, 1-dioxyden
AT216496B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen α-substituierten Glycinderivaten
AT230383B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Chinazolonderivaten