<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung für mehrere an eine gemeinsame Leitung angeschlossene Teilnehmerstellen, von denen jede beliebige unter Ausschluss der übrigen durch eine bestimmte Anzahl von Stromstössen bestimmter Richtung vermittels einer Schaltscheibe, deren Kontakte auf den einzelnen Nebenstellen versetzt angeordnet sind, angerufen werden kann.
Es sind bereits Schaltungen bekannt, durch welche die Verbindung zwischen einem Amte und einer beliebigen von mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen ermöglicht werden kann. Im vorliegenden Falle ist nun auf jeder Teilnehmer- stelle eine derartige Schaltvorrichtung vorgeschen, dass jeder Teilnehmer in der Lage ist.
EMI1.1
über dessen einen Anker und den inzwischen eingestellten Zeiger der Schaltscheibc der Wecker dieser Station und der deren jetzige Wiedereinschaltuug bewirkende L'mkipp-
EMI1.2
stelleUcn erregt werden.
Fig. 1 lässt dio Schaltungsweise der Einrichtung erkennen, welche bei jedem Teil- nehmer vorhanden ist. Fig. 2 zeigt die Schaltung von drei an einer gemeinsamen Leitung
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
anspricht. Die Beschaffenheit dieses Relais zeigt Fig. 3. Es setzt sich aus zwei Magnetpaaren 3, 4 derart zusammen, dass sich der Anker 5 zwischen beiden Magneten ausbalanciert befindet, so dass derselbe an je einem seiner beiden Enden von dem einen oder dem anderen dieser Magnete beeinflusst wird. Während beide Magnetpaare 3, 4 von einem durch die Linie L kommenden Strom durchssossen werden, wird das eine von diesen Magnetpaaren 4 ausserdem auch noch von einem Ortsstrom 0 umflossen.
Die Folge davon ist, dass erstens, solange kein Linionstrom vorhanden ist, der Anker ständig von dem einen Magnetpaar 4
EMI2.2
stromes gelangt, wenn der Linienstrom eine umgekehrte Richtung als der Ortsstrom hat. Diese Relais R, R1 (Fig. 1) sind je mit einem zweiteiligen Anker k, kl versehen, welcher aus je zwei voneinander isolierten Metallstreifen besteht.
Ein Elektromagnet J bewirkt die Drehung eines auf jeder Nebenstelle befindlichen Zeigers e und ein zweiter Elektromagnet S veranlasst das Zurückspringen des Zeigers bei allen Teilnehmern, nachdem das Glockenzeichen auf der anzurufenden Stelle ertönt ist.
Die Fortbewegung des Zeigers auf jeder Station bezweckt die Herstellung einer metallischen
EMI2.3
angerufen werden soll, während das Zurückspringen desselben Zeigers nach dem Anruf erstens die Möglichkeit eines abermaligen oder anderweitigen Anrofens gibt, zweitens die Verhinderung von darauffolgenden falschen Anschlüssen bezweckt und drittens die Vorbedingung für die Wiedereinschaltung der durch die Fortbewegung des Zeigers abgeschaltet gebliebenen Stellen in die Linie ist. Der Elektromagnet G bewirkt das Lauten der anzurufenden Stelle.
Der Zeiger z, welcher sich in der Ruhelage in Verbindung mit einem Stromschtussstuck m befindet, bestreicht bei seiner schrittweisen Drehung den Beleg e und berührt auf seinem Wege ein Kontaktstück v, welches bei jeder Station eine ganz bestimmte Stelle einnimmt, die in jeder Entfernung von m liegt, die der Nummer der Sprechstelle entspricht, so dass in Station 1 das Kontaktstück v gleich nach m, in Station 11 bei dem zweiten Schritt liegt usw. Der Anker eines weiteren auf jeder Station vorgebenen polarisierten
EMI2.4
mit einem Knopf & , je nachdem der eine oder der andere niedergedrückt wird, in Berührung gebracht worden.
Beide Knöpfe sind an denselben Draht angeschlossen, welcher über 17, ein Kontaktstück r und die Achse d des Ankers des Umkippciektromagneten F bei 9 in die Linie L einmündet. Von 7 aus bzw. von dem Yerbindungsdraht der beiden
EMI2.5
Elektromagnet G und kommt mit dem nach dem Elektromaget tri führenden Draht bei q zusammen. Von dem Beleg c führt ein Draht um den Elektromagneten S nach 3 des Ankers k,.
Die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung ist folgende : Will eine beliebige Station,
EMI2.6
entsprechend der Nummer der anzurufenden Station und hierauf die Taste b nur einmal. Durch das Niederdrücken von a ist der Strom aus Batterie L B der Station IV nach rechts und links über L entsendet worden und es spricht bei jeder Station, sowohl an der Anrufstelle als an allen übrigen Nebenstellen das Relais R an. Dieses Ansprechen hat das Vorwärtsbewegen des Zeigers z an jeder Station zur Folge (punktierte Stellung in
EMI2.7
wie folgt, fliesst : 5, us, 1. J, 8, 7. Ausserdem hat sich schon beim ersten Stromstoss aus Batterie L B der Station IV bei jeder Station ein Stromkreis gebildet, welcher das dauernde Umkippen des Kippankers von d zur Folge hat.
Dieser Strom hat folgenden Verlauf : 7, o, m, 16, t'l 15, 2, to, 5. Dadurch sind nun sämtliche Teilnehmer bei r aus-
<Desc/Clms Page number 3>
geschaltet. Die anrufende Stelle kann die Bildung dieser Ausschaltung. in ihrer eigenen Station z. B. dadurch verhindern, dass durch Drehung eines an dem kurzen Ende des Ankers angeordneten, Hakens der Anker in seiner Lage festgehalten wird, so dass er infolge des Stromes um U. nicht umkippen kann.
Durch die Entsendung der entsprechenden Anzahl Stromstösse aus L B ist der Zeiger z auf der anzurufenden Station in Berührung mit seinem p gelangt. Das Nieder-
EMI3.1
Das Aufhören dieses Ansprechens auf allen Stationen beim Hochgehen des Knopfes b an der Rufstelle hat in bekannter Weise das Zurückspringen des Zeigers z in die Ruhelage zur Folge, nämlich dadurch, dass der Ankerhebel von S, welcher durch das Ansprechen von S, von der einen Seite eines Kupplungsorganes zur anderen unter Vermittlung eines
Gelenkstückes gelangt war, durch das Stromloswerden des Elektromagneten S die Ent- kupplung des Zeigers bewirkt, so dass derselbe nun einer freigewordenen Federkraft folgen und in die Ruhelage zurückspringen kann.
Hieraus ist ersichtlich, dass der Zeiger z an jeder Station so lunge in der Arbeitslage bleibt, als das Tönen bei der Glocke der an- gerufenen Station währt bzw. solange der Knopf b niedergedrückt bleibt, da bei diesem Niederdrücken und dem darauffolgenden Ansprechen von R, die Entkupplung von z nur vorbereitet wird und sich erst dann vollzieht, wenn b freigegeben wird bzw. R1 und somit auch S aufhören anzusprechen.
Die angerufene Station ist nun wegen des Anliegens des Ankers des Elektromagneten U an dem Kontakt f aussch ! icss) ich in der Leitung und es kann nunmehr ohne weiteres sowohl telegraphisch als telephonisch verkehrt werden. Wie das Telephonieren
EMI3.2
gleichfalls auch das Telegraphieren von einem Relais abhängig gemacht werden, welches bei einem Strom anspricht, der die Relais R, RI nicht zu erregen vermag. Sollte auch dieses Relais ein gewöhnliches Schwachstromrelais sein, so dass es auch bei stärkerem Strom und folglich auch gleichzeitig mit 7 ? ansprechen könnte, so kann doch auch bei
EMI3.3
Zum Schluss sei noch hervorgehoben, weshalb die Anker k, k1 zweiteilig sein müssen.
Wäre os nicht der Fall, so würden sich Stromkreise bilden, ausser den beabsichtigten, die den ganzen Vorgang illusorisch machen wUrdon. Bildet sich beispielsweise jener Stromkreis, in welchem G, S eingeschaltet ist (wie dargestellt), so würde sich ausser dem Stromkreis 6,
EMI3.4
EMI3.5