AT36266B - Feuermeldeanlage mit einer für mehrere Schleifenleitungen gemeinsamen Empfangseinrichtung. - Google Patents

Feuermeldeanlage mit einer für mehrere Schleifenleitungen gemeinsamen Empfangseinrichtung.

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AT36266B
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    Feuermeldeanlage mit einer für mehrere Schleifenleitungen gemeinsamen Empfangseinrichtung.   



   Die Erfindung bezieht sich auf Feuermeldeanlagen mit mehreren selbstständigen   Melderschleifen,   die auf gemeinsame Empfangsapparate arbeiten, und hat zum Inhalt. dass 
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   Lcitungsschtoife in Tätigkeit   tritt, die Empfangsapparate mit dieser Leitungsschleife selbsttätig in Reihe geschaltet werden, so dass sie die ankommenden Meldungen unmittelbar aufnehmen. 



   In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Feuermeldeanlage mit Sicherhoitssehaltung, d. h. eine solche Anlage dargestellt, bei der gleichzeitig zwei   Melder ohne gegenseitige Störung ablaufen   können und bei der ferner durch einen Draht-   bruch   nicht die Betriebsfähigkeit der Anlage aufgehoben wird. 



   In der Zeichnung sind zwei Melderschleifen I und II angenommen und in jede Schleife ein Melder m1 bezw. m2 eingezeichnet. In den   Meldern ist   die Leitung über einen Kontakt   geführt, dessen beweglicher Teil   leitend auf einer   Typenscheibe aufliegt. Letztere   
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 Ablaufen den beweglichen Kontaktteil sowohl mit dem deststehenden Kontaktteil als auch mit Erde abwechselnd in und ausser Verbindung und zwar in einer für den Melder eigenartigen Folge. 



   In der Zentrale ist jeder Leitungsschleife ein Umschalter-Relais r1 bezw. r2 mit den 
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 apparate mit der Schleifenleitung erfolg. Die Empfangsapparate werden durch zwei Morseapparate   M,   und   1112   gebildet, zwischen die eine in der Mitte geerdete Batterie E eingeschaltet ist. 



   Zu jeder Schleifenleitung gehört noch ein Schalter   t1   bezw.   (2'welcher   bei eintretendem Leitungsbruch von Hand umgestellt wird. 



   Im normalen Zustande der Anlage befinden   s.   l die Schalter t1 und   t2   in der gezeichneten Lage. Hierbei wird in der Leitungsschleife 1 durch die ganze Batterie e1 ein 
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 Leitung A2, Schleife I, Leitung A5, A4, A6 zurück zur Batterie el verläuft. Infolgedessen ist das   Relais 1'1 erregt   und der Anker d liegt an dem oberen der beiden Kontaktstücke, zwischen denen   ei-beweglich   ist, an. Wird nun der Melder m, gezogen, so unterbricht die erste   Zahnlücke   des Typenrades die Leitung des   Ruhestromes   und der Relaisanker al fällt auf das untere   Kontaktstück.

   Hierdurch wird   der Stromkreis des Relais   81'der über   den linken Arm des Schalters tl die Batterie b und dem Wecker   TV fuhrt,   geschlossen. 



  Infolgedessen fällt, während gleichzeitig der Wecker zu läuten beginnt, der Hebel-kl nieder und legt den Schalter u1 nach links um. Hierdurch werden der Erfindung gemäss   die Morseapparate MI und J nebst der zwischen ihnen liegenden Batterie. E mit der Schleife I in Reihe geschaltet und zwar verläuft der neu gebildete Stromweg von der   

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 in der Mitte geerdet, sodass, wenn beim Anlaufen des Typenrades in dem   Mftlder M,   die Zahn des Rades die Leitung erden, zwischen dem Melder und der Mitte der   Batterie 1.'   ein Erdschluss hergestellt wird. Über diesen kommt jedoch, wenn die Widerstände der beiden Leitungszweigo zwischen dem Melder und der Zentrale nicht zu sehr verschieden sind, nur ein geringer oder gar kein Strom zustande. 



   In derselben Weise wie die Schleife I wird auch die Schleife 11 beim Ziehen eines ihrer Melder mit den Empfangsapparaten hintereinandergeschaltet. 



   Bei der vorliegenden Schaltung soll nun, wie angegeben, verhindert werden, dass die 
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 Erdverbindung mit der   Mitte der Detriebsbattorie E   immer dann in Wirksamkeit tritt, wenn bei dem einen Melder durch eine Zahnlücke des Typenrades des anderen Melders die   metallische   Leitung unterbrochen wird. Der eine Melder arbeitet dann selbständig und 
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   Empfänger 372,     Die   weiter angegebene Bedingung, dass   bei einem Drahtbruch   die Betriebsfähigkeit der Anlage aufrecht erhalten bleibt, wird auf folgende Weise erfüllt :
Tritt in einer Schleife/. B. 1 ein Druhtbruch ein, so wird das Relais r1 stromlos 
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 Schalter u1 um, aber die zu erwartende Meldung der   Empfangsapparate   bleibt aus.

   Hier durch wird   der Eintritt des Drahthruches   dem Beamten der Zentrale kenntlich, und dieser hat jetzt den Schalter j in die Mittelstellung zu verbringen und den Fallhebel kl wieder aufzurichten. Das letztere ist   möglich,   obwohl der Anker al auf seinem unteren Kontakt auflegt, denn der Stromweg des Relaishebels   01 führt   nach dem Umlegen des   Schalters'1   über den oberen Ankerkontakt. Wird jetzt in der Schleife   1   ein Melder gezogen, so wird nach erfolgter selbstständiger Erdung desselben ein   Stromfluss   hergestellt, welcher von der   Hattorie     e,   Über v1, V1, u1, A2, Erde Y, A8 zur Mitte der Batterie el verläuft.

   Infolgedessen wird jetzt durch Anziehen des Ankers al der Stromkreis des Relaishebels k1 geschlossen, der Schalter   it,   umgelegt und ein Stromkreis von der Batterie E über   Bol, 311,   
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 schleife zwischen dem Melder und dem rechten Arm des Schalters ut gebrochen ist, wird dabur der   Morseapparat betätigt.   Ist dagegen die Leitungsschleife zwischen dem Melder   fit,   und dem linken Arm des Schalters u1 gebrochen, so wird der   Morseapparat 372   durch 
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   Hatterin   E fliessenden Strom betätigt.

   Im ersteren Falle kann dann auch noch ein Melder der Schleife II oder ein in der Schleife 1 jenseits der Bruchstelle gelegener   Melder   gezogen werden, ohne dass die beiden Meldungen sich gegenseitig stören, da dann ein zweiter selbst-   ständigcr Melderstromkreis (iber   dem Morseapparat M2 und Erde gebildet wird. 



   Veraussetzung für diese Wirkungsweise der Schaltung ist, dass der Drahtbruch keinen Erdschluss der Leitung zur Folge hatte   Die Verhältnisse   ändern sich aber, wenn ein solcher Erdschluss vorliegt. In diesem Falle, der an einem in der Zeichnung nicht mit dargestellten Erdschlussanzeiger erkennbar ist, darf der Beamte den Schalter t1 nicht in die Mittelstellung, sondern muss ihn zunächst in die rechte Endstellung verbringen und   den Falibebe /n aufrichten.   Ist nun nur der eine Zweig der gebrochenen Leitung au Erde geraten, so erhält eine Wicklung des Relais rl nach dem Umlegen des Schalters t1 über den rechten Arm desselben Strom, ebenso wie in dem Falle des einfachen Draht-   bruches   bei der Benutzung eines Meiders, und der Stromweg des Relais s1,

   der jetzt wieder   Ubrr   den unteren Kontakt des Ankers al führt, ist aber geöffnet, sodass der Fallhebel nach dem Aufrichten in seiner Lage verbleibt. Jetzt wird beim Ziehen eines Melders, wenn dieser in dem an Erde geratenen Teile der gebrochenen Schleife liegt, durch die   erste Zahnlücke   der Stromweg der vom Ruhestrom durchflossenen Spule v1 unterbrochen und so der Anker al zum Abfallen gebracht, oder es wird, wenn der Melder in dem isoliert verbliebenen Teil der Leitungsschleife liegt und z. B. Leitung      bei V gebrochen und   bei/ geerdet   ist, sodass ein Stromweg von ei über    < l, A7, A4, A5, Eo, Y, A8 zur   Mitte der Batterie e1 geschaffen ist, durch die selbsttätige Erdung des Melders noch ein 
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 Strom.

   Die Spulen v1 und w1 sind nun, wie in der Zeichnung dargestellt ist, entgegengesetzt gewickelt, ihre Wirkungen heben also, wenn sie, wie es hier dor Fall ist. in 

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 gleicher Richtung'vom Strom durchflossen werden, einander auf und das Relais rl wird daher auch auf diesem Wege entmagnetisiert und lässt seinen Anker fallen. Es wird also, gleichgültig, in welchem Teile der Leitung der Melder liegt, der Schalter   "1   umgelegt und jetzt über Erde ein Melderstromkreis gebildet, der je nach der Lage der Drahtbruchstelle den Morseapparat   Jt   oder   Afg     enthält.   



   Wenn beide Teile der gebrochenen Leitung an Erde geraten sind, so tritt der Fall, dass sowohl die Wicklung      als auch die Wicklung wl Strom in gleicher Richtung empfangen, nach dem Verbringen des Schalters   tl   in die rechte Endlage von vornherein ein und das Aufrichten des   Fallbebels ks   gelingt daher nicht. Der Schaltzr tl ist dann wieder in die linke Endlage zurückzubringen, wodurch der Zustand der Anlage wieder dem normalen Zustande gleichartig wird, nur dass nach erfolgter Umlegung des Schalters u1 zwischen der   Drahtbruchstelle   und der Mitte der Batterie E bei einer Meldung ein Nebensch) uss über Erde gebildet wird, der den einen der beiden Morseapparate dauernd in Ruhezustand orhält bezw. leer laufen lässt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1) Feuermeldeanlage mit einer für mehrere Schleifenleitungen gemeinsamen Empfangseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe bei Abgabe einer Meldung selbsttätig mit der Leitungsschleife in Reihe geschaltet wird.

Claims (1)

  1. 2) Ausführungsform nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangseinrichtung aus zwei Morseapparaten und einer zwischen diesen befindlichen Batterie besteht, die in der Mitte geerdet ist, und dass die Schleifenleitung in jedem Melder bei der Benutzung desselben selbsttätig an Erde gelegt und gleichzeitig mit den zur Signalgabe dienenden Unterbrechungen auch von Erde getrennt wird, zu dem Zwecke, vermöge der so gebildeten Erdleitung beim gleichzeitigen Ablaufen zweier Melder eine gegenseitige Störung auszuschliessen und bei einem Leitungsbruch die Betriebsfähigkeit der Anlage aufrecht zu erhalten.
    3) Ausführungsform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hintereinanderschaltung der Empfangseinrichtung mit der Leitungsschleife durch ein Relais mit zwei entgegengesetzt gewickelten Spulen bewirkt wird, welches von Hand so geschaltet wird, dass a) im normalen Zustande der Anlage oder bei einem Leitungsbruch mit beiderseitigem Erdschlnss eine Teilwicklung von Ruhestrom durchflossen wird und durch die Unter- brechung desselben bei der Benutzung des Melders die Umschaltung bewirkt wird, b) bei einem Leitungsbruch ohne Erdschluss keine der beiden Teilwicklungen von Strom durchtlossen wird und bei der Benutzung eines Melders die Umschaltung dadurch bewirkt, dass eine Wicklung Strom erhält, c)
    bei t'inom Leitungshruch mit einseitigem Erdschtuss die eine Teilwirkung von Ruhe- strom durchflosson'wird und bei der Benutzung eines Melders die Umschaltung da- durch bewirkt wird, dass auch die andere Wicklung Strom erhalt, die die Wirkung der ersten praktisch aufhebt.
AT36266D 1907-06-14 1907-06-14 Feuermeldeanlage mit einer für mehrere Schleifenleitungen gemeinsamen Empfangseinrichtung. AT36266B (de)

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