AT263016B - Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen

Info

Publication number
AT263016B
AT263016B AT477266A AT477266A AT263016B AT 263016 B AT263016 B AT 263016B AT 477266 A AT477266 A AT 477266A AT 477266 A AT477266 A AT 477266A AT 263016 B AT263016 B AT 263016B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
compound
acid addition
formula
general formula
addition salts
Prior art date
Application number
AT477266A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Hoffmann La Roche
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoffmann La Roche filed Critical Hoffmann La Roche
Application granted granted Critical
Publication of AT263016B publication Critical patent/AT263016B/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Sulfonamid-Derivaten der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 in der R Methyl, Allyl oder 2-Propinyl bedeutet, sowie von Säureadditionssalzen solcher Sulfonamid- - Derivate. 



   Im Rahmen der Erfindung ist überraschend gefunden worden, dass Verbindungen der Formel I und ihre Säureadditionssalze, insbesondere solche mit starken Säuren, z. B. Mineralsäuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure usw., eine starke antibakterielle Wirkung sowie ein breites Wirkungsspektrum entfalten. 



  Von den erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen ist die N-Methylverbindung mit ihren Säureadditionssalzen bevorzugt. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalisalz einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 mit einer Verbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.3 
 in einem inerten organischen Lösungsmittel zu einer Verbindung der allgemeinen Formel 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 wobei in den Formeln II, m und IV Hal Chlor, Brom oder Jod bedeutet und R die oben angegebene Be- deutung hat, umsetzt und die entstandene Verbindung der Formel IV mit einem Alkalimetallmethoxyd in Methanol behandelt, und erwünschtenfalls die entstandene Verbindung der Formel I in ein Säureaddi- tionssalz überführt. 



   Erfindungsgemäss setzt man ein Alkalisalz, bevorzugt das Natriumsalz einer Verbindung der Formel II mit 4,6-Dihalogenpyrimidin, bevorzugt in ungefähr äquimolaren Mengen, zu einer Verbindung der Formel IV um. Diese Verbindung wird mit Hilfe eines Alkalimetallmethoxyds, bevorzugt Natriummethoxyd, in Methanol zu einer Verbindung der Formel I übergeführt. Als 4,6-Dihalogenpyrimidin verwendet man z. B. entweder das 4,   6-Dichlor-,   4, 6-Dibrom-   oder 4,   6-Dijod-derivat.   Das 4,   6-Dichlor-derivat ist bevorzugt. Die Umsetzung des Alkalisalzes der Verbindung der Formel II mit 4,6-Dihalogenpyrimidin wird in einem organischen Lösungsmittel, das sich im wesentlichen zu den Reaktionsteilnehmern inert verhält,   z. B.   in einem Keton, Äther, Amid, aromatischen Kohlenwasserstoff u. a. durchgeführt.

   Als Beispiele können Dimethylformamid, Acetamid, Aceton, Dioxan, Benzol u. a., bevorzugt Dimethylformamid, genannt werden. Lösungsmittel, die eine erhebliche Menge Wasser oder einen. Alkohol enthalten, sollten zweckmässig nicht verwendet werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass eine Reaktion mit dem Alkalisalz der Verbindung der Formel   n   eintritt. 



   Die Verbindungen der Formel I sowie deren Säureadditionssalze können in der für Sulfonamide gebräuchlichen Weise zur Anwendung gelangen. Sie können als Heilmittel z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z. B. Wasser, Gelatine, Gummi-arabicum, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Polyalkylenglykole, Vaseline usw. enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z. B. als Tabletten, Dragées, Suppositorien, Pillen, Kapseln oder in flüssiger Form,   z. B.   als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen.

   Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



     Beis pieli : 69 g N1-MethylsulfanÙamid   werden unter Rühren in eine   eisgekühlte Lösung von   14,5 g Natriumhydroxyd in 100 ml Wasser eingetragen. Die Lösung wird nach 15 min filtriert und unter vermindertem Druck zur Trockne verdampft. Das erhaltene Natriumsalz wird unter vermindertem Druck bei 1300C bis zum konstanten Gewicht getrocknet. 



   60 g 4, 6-Dichlorpyrimidin werden in 400 ml Dimethylformamid gelöst. Die Lösung wird mit 70, 5 g   N1-Methylsulfanilamid-natrium   versetzt, 4 h bei 70 - 800C erhitzt und anschliessend 18 h bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird langsam in 3000 ml Wasser eingegossen und 2 h ge- 
 EMI2.2 
   Das kristalline Produkt wird abfiltriert und unter vermindertem Druck118-120 C.   



   87,5 g   N1¯ (6-Chlor-4-pyrimidinyl) -NCmethylsulfanilamid   werden in 650 ml Methanol gelöst und mit einer Lösung von 7 g Natrium in 300 ml Methanol versetzt. Das Gemisch wird bei Raumtemperatur 18 h gerührt. Die Kristalle werden abfiltriert, mit wenig kaltem Methanol gewaschen und unter vermindertem Druck bei   500C   getrocknet. Durch Konzentrieren des Filtrates erhält man eine zweite Kri- 
 EMI2.3 
 (6-MethoxY-4-pyrimidinyl) -N1-methylsulfanilamid152-1530C. 



   Beispiel 2 : Eine Lösung von 74 g Nl-Allylsulfanilamid in 800 ml Äthanol wird mit 8, 1 g Natrium in 500 ml Äthanol versetzt. Das Gemisch wird auf das halbe Volumen konzentriert und mit einem Überschuss an Äther verdünnt. Das Natriumsalz wird abfiltriert und unter vermindertem Druck getrocknet. 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

    6-Dichlorpyrimidinsulfanilamid-natrium versetzt.   Das entstandene Gemisch wird 2 h auf 850 C erhitzt und anschliessend bei Zimmertemperatur 18 h gerührt. Das Reaktionsgemisch wird in 2000 ml Wasser eingegossen. Das ausfallende, halbfeste Produkt wird in Chloroform gelöst und über Natriumsulfat getrocknet.

   Nach Entfernen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck erhält man 32 g eines dickflüssigen Öls, das in 75 ml Methanol gelöst und nach Zugabe einer Lösung von 2,3 g Natrium in 25 ml Methanol 18 h bei Raumtemperatur gerührt wird. Nun wird filtriert und das Filtrat unter vermindertem Druck eingedampft. Der Rückstand wird mit Hilfe von Aktivkohle aus verdünntem Methanol umkristallisiert. Das   Nl¯ (6-Meth-     oxy-4-pyrimidinyl) -Nl-allyl-sulfanilamid   schmilzt bei   128-130 C.   



   Beispiel 3 : 37,5 g   N1- (2-Propinyl) -sulfanilamid   werden in eine Lösung von 4, 1 g Natrium in 250 ml Äthanol eingetragen. Das Gemisch wird auf das halbe Volumen konzentriert und mit einem Überschuss an Äther verdünnt. Das Natriumsalz wird abfiltriert und unter vermindertem Druck getrocknet. 



   31 g   Nl- (2-Propinyl) -sulfanilamid-natrium   werden in eine Lösung von 20 g 4,6-Dichlorpyrimidin in 200 ml Dimethylformamid eingetragen. Das entstandene Gemisch wird 2 h auf 800C erhitzt, dann bei Raumtemperatur 18 h gerührt, filtriert und zur Trockne abgedampft. Der Rückstand wird in Methylenchlorid aufgelöst, mitWasser gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Das nach dem Entfernen des Lösungsmittels unter vermindertem Druck zurückbleibende dickflüssige Öl (39, 4 g) wird in 250 ml Methanol gelöst. Die Lösung wird mit einer Lösung von 3 g Natrium in 100 ml Methanol versetzt und bei Raumtemperatur 18 h gerührt. Das entstandene   Nl¯ (6-Methoxy-4-pyrimidinyl) -Nl¯ (2-propinyl) -   - sulfanilamid wird abfiltriert und mit Hilfe von Aktivkohle aus Aceton/Wasser umkristallisiert.

   Die Verbindung schmilzt bei   171-172 C.   

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten der allgemeinen Formel : EMI3.1 in der R Methyl, Allyl oder 2-Propinyl bedeutet, sowie von Säureadditionssalzen solcher Sulfonamid- - Derivate, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Alkalisalz einer Verbindung der allgemeinen Formel : EMI3.2 mit einer Verbindung der allgemeinen Formel : EMI3.3 in einem inerten organischen Lösungsmittel zu einer Verbindung der allgemeinen Formel :
    EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> wobei in den Formeln II, in und IV R obengenannte Bedeutung hat und Hal Chlor, Brom oder Jod bedeutet, umsetzt und die entstandene Verbindung der Formel IV mit einem Alkalimetallmethoxyd in Methanol behandelt, und erwünschtenfalls die entstandene Verbindung der Formel I in ein Säureadditionssalz überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als inertes organisches Lösungsmittel Dimethylformamid verwendet.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Alkalisalz des Ausgangsmaterials das Natriumsalz verwendet.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verbindung der Formel III 4, 6-Dichlorpyrimidin einsetzt. EMI4.1
AT477266A 1965-06-01 1966-05-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen AT263016B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US263016XA 1965-06-01 1965-06-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT263016B true AT263016B (de) 1968-07-10

Family

ID=21831031

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT477266A AT263016B (de) 1965-06-01 1966-05-20 Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT263016B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1147947B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 1, 2-Benzisothiazolone
DE1695131A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Imidazolderivaten
AT263016B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamid-Derivaten sowie von deren Säureadditionssalzen
DE1670552A1 (de) Verfahren zur Herstellung von in 5,5-Stellung zweifach substituierten 1-Sulfonylhydantoinen
DE2157708B2 (de) ^,ff-Dihalogenbenzaldehyd-lalkyl-3-sulfonylsemicarbazone und Verfahren zu ihrer Herstellung
AT246162B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzoxazepin-Derivaten
AT250368B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzodiazepin-Derivaten
AT256829B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Nitro-imidazolderivaten und deren Säureadditionssalzen
DE2532124C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-morpholin
AT203015B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-(p-Butoxyphenyl)-3-(p-pyridylphenyl)-2-thioharnstoffen
AT254182B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen substituierten Benzamiden und deren Säureadditionssalzen
AT201602B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide
AT234698B (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Sulfanilamido-2,6-di-nieder-alkoxy-pyrimidinen
AT262507B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Antibiotika
AT275535B (de) Verfahren zur Herstellung von 4,1,5-Benzoxadiazocinen
AT208355B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten Thiophen-3,5-disulfonamiden
AT226732B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Guanidinverbindungen
AT236980B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, beispielsweise zur Schädlingsbekämpfung verwendbaren Carbaminsäureestern
AT219028B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Trichlormethansulfensäurederivaten
AT266075B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonaniliden und deren Säureadditions- und Metallsalzen
CH451961A (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroxamsäureestern
AT276393B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Dibenzocycloheptenderivaten, deren Ketalen und/oder Säureadditionssalzen
AT338813B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 2-amino-5-sulfamoylbenzoesaureamide und ihren salzen und optischen isomeren
AT338811B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 2-amino-5-sulfamoylbenzoesaureamiden und ihren salzen sowie optischen isomeren
AT262273B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Benzofuranderivaten und ihren Salzen