AT227715B - Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffen

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benzenesulfonyl
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Hoechst Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffen 
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl- - alkoxy-harnstoffen der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen oder ein Chlor- oder Bromatom und   R,   eine Cycloalkylgruppe mit 3-8 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylalkylgruppe mit 6-8 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylalkylgruppe, deren Alkylengruppe 1-3 Kohlenstoffatome enthält, bedeutet, und von deren Salzen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein 0-Alkyl-hydroxylamin der allgemeinen Formel   R-O-NH   mit Benzolsulfonylisocyanaten der allgemeinen Formel 
 EMI1.2 
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt,

   oder einem Derivat eines solchen   Benzolsulfonylisocyanates   zur Umsetzung bringt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen durch Behandlung mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze   überführt.   



   Die neuen Verfahrenserzeugnisse besitzen bei bemerkenswert guter Verträglichkeit eine starke blutzuckersenkende Wirkung. 



   Als Ausgangsstoffe kommen z. B. folgende 0-Alkyl-hydroxylamine der Formel 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Als Umsetzungskomponenten der vorstehend genannten Verbindungen kommen entweder Benzolsulfonylisocyanate, die einen der Bedeutung des Restes R entsprechenden Substituenten im Phenylkern enthalten oder solche Verbindungen, die als Abkömmlinge derartiger Benzolsulfonylisocyanate aufgefasst werden können, in Frage.

   Beispielsweise seien genannt : Benzolsulfonylisocyanate der allgemeinen Formel 
 EMI2.1 
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, wie Benzolsulfonylisocyanat, 4-Methyl-benzolsulfonylisocyanat,   3 - Methyl-benzolsulfonylisocyanat, 2- Methyl- benzolsulfonylisocyanat, 4- Äthyl- benzolsulfonyliso-   cyanat,   4- Methoxy- benzolsulfonylisocyana t.

   4-Chlorbenzolsulfonylisocyana t,   Benzolsulfonylcarbaminsäurechloride der allgemeinen Formel 
 EMI2.2 
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, beispielsweise 4-Methyl-benzolsulfonylcarbaminsäurechlorid oder   4-Chlor-benzolsulfony1carbamins urechlorid,   Benzolsulfonylcarbaminsäureester der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, R einen vorzugsweise niedrigmolekularen Alkylrest, beispielsweise für Methyl, Äthyl, Propyl   usw.,   oder einen Phenylrest und X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom bedeutet, wie   4-Methyl-benzolsulfonylcarbaminsäuremethylester, 4-Äthyl-benzolsulfonylcarb-   aminsäuremethylester,   4-Methoxy-benzolsulfonylcarbaminsäuremethylester,

   4-n-Propoxy-benzolsul-   fonylcarbaminsäuremethylester sowie die entsprechenden   Äthyl- oder   Propylester, Benzolsulfonylhamstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI2.4 
 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, wie   4-Methyl-benzolsulfonylharnstoff,   4-Methoxy-benzolsulfonylharnstoff,   Benzolsulfonyl-acylharnstoffe   der allgemeinen Formel : 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 



   Weiterhin kommen an Stelle von Benzolsulfonylisocyanaten z. B. Benzolsulfonylharnstoffe der allgemeinen Formel 
 EMI3.2 
 die an dem der Sulfonylgruppe abgewendeten   N'-Atom   zweifach substituiert sind, in Betracht, wie sie ge- 
 EMI3.3 
 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
 (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N', N'-diphenyl-harnstoffmel Verwendung finden. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung kann hinsichtlich der Reaktionsbedingungen in weiten Grenzen variiert und den jeweiligen Verhältnissen angepasst werden. Die Umsetzung kann mit oder ohne Lösungs- mittel durchgeführt werden. Als Lösungsmittel sind z. B. indifferente aromatische Kohlenwasserstoffe, wie
Toluol, Xylol, Chlorbenzol, Dichlorbenzol, ferner gewisse polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid,
Dimethylsulfoxyd, Dioxan, ferner Glykolmonomethyläther u. ähnl. geeignet. Die Umsetzung kann bei
Zimmertemperatur, für den Fall, dass Abkömmlinge der Benzolsulfonylisocyanate Verwendung finden,   1 bei   Temperaturen zwischen 100-150 C durchgeführt werden. 



   Um die nach den Verfahren gemäss der Erfindung hergestellten Verbindungen in möglichst reiner Form zu erhalten, nimmt man zweckmässig eine Umfällung aus Ammoniak/Salzsäure vor, indem man die Ver- fahrensprodukte in verdünntem Ammoniak auflöst, von eventuell im Verlauf der Reaktion entstandenen
Benzolsulfonamiden abfiltriert und das Filtrat ansäuert. Die Verfahrenserzeugnisse können aus geeigneten Lösungsmitteln, wie verdünnten Alkoholen, umkristallisiert werden. 



   Die neuen Benzolsulfonylharnstoffe zeichnen sich durch eine starke blutzuckersenkende Wirkung aus.
Eingehende pharmakologische Untersuchungen am Kaninchenherzen, am isolierten Dünndarm und an der Samenblase der Ratte zeigten keinerlei Beeinflussung der entsprechenden Organe. 



   Im Gegensatz zu dem bekannten   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff wird   die Oxy- tocinwirkung am Uterus durch die neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffe nicht aufgehoben. Die Verfah- renserzeugnisse sollen vorzugsweise zur Darstellung von oral verabreichbaren Präparaten mit blutzucker- senkender Wirkung zur Behandlung des Diabetes mellitus dienen und können sowohl als solche als auch in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, die zu einer Salzbildung führen, appliziert werden. 



   Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden : alkalische Mittel, wie Alkali- oder Erdal- kali-hydroxyde, carbonate oder-bicarbonate, Ammoniak usw., ferner physiologisch verträgliche orga- nische Basen,   z. B. Diäthylamino-äthanol.   Als medizinische Präparate kommen vorzugsweise Tabletten in Betracht, die neben den Verfahrenserzeugnissen die üblichen   Hilfs-und Trägerstoffe. wie   Talkum, ver- schiedene Stärkearten, Milchzucker, Traganth, Magnesiumstearat usw., enthalten. 



   Zur Herstellung einer Tablette für die orale Behandlung des Diabetes mellitus wählt man zweckmässig folgende Zusammensetzung :   0, 5   g eines neuen Benzolsulfonyl-alkoxyharnstoffes,
0,139 g Weizenstärke,
0,007 g Talkum und
0, 003 g Magnesiumstearat. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Beim Diabetiker genügen 1-4 Tabletten der angegebenen Zusammensetzung, um die Glukosurie zu beseitigen bzw. zu verringern und den Stoffwechsel zu normalisieren. 



    Beispiel 1 : N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-cyclohexyloxy-harnstoff.    



     2, 3   g   O-Cyclohexyl-hydroxylamin   werden in 20 ml absolutem Äther aufgelöst. Dazu tropft man eine Lösung von 4 g   p-Toluolsulfonyl-isocyanat   in etwas absolutem Äther, dampft nach kurzem Stehen den Äther ab, nimmt den Rückstand in   ligem   Ammoniak auf, filtriert etwas gebildetes p-Toluolsulfonamid ab und säuert das Filtrat an. Der abgeschiedene   N-     (4- Methyl-benzolsulfonyl) -N'-cyclohexyloxy-harnstoff   wird abgesaugt und aus   Äthanol/Wasser umkristallisiert.   Der Schmelzpunkt liegt bei   164-166oC.   



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von neuen   Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffen   der allgemeinen Formel 
 EMI4.1 
 worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe mit 1-4Kohlenstoffatomen oder ein Chlor- oder Bromatom und R eine Cycloalkylgruppe mit 3-8 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylalkylgruppe mit 6-8 Kohlenstoffatomen oder eine Phenylalkylgruppe, deren Alkylengruppe 1-3 Kohlenstoffatome enthält, bedeutet und von deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 0- Alkyl-hydroxylamin der allgemeinen Formel   R-O-NH   mit Benzolsulfonylisocyanaten der allgemeinen Formel 
 EMI4.2 
 worin R und   R,   die angegebene Bedeutung besitzen, oder einem Derivat eines solchen Benzolsulfonylisocyanates,

   zur Umsetzung bringt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in die entsprechenden Salze überführt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten Benzolsulfonylcarbaminsäurechloride der Formel EMI4.3 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten Benzolsulfonylcarbaminsäureester der Formel EMI4.4 <Desc/Clms Page number 5> worin R die angegebene Bedeutung besitzt, R einen Phenylrest oder einen vorzugsweise niedrigmolekularen Alkylrest und X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom bedeuten, verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten Benzolsulfonylharnstoffe der Formel EMI5.1 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten Benzolsulfonylacyl-harnstoffe der Formel EMI5.2 worin R die angegebene Bedeutung besitzt und R, einen vorzugsweise niedrigmolekularen Alkylrest bedeutet, verwendet.
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten am N'-Atom zweifach substituierte Benzolsulfonylharnstoffe der Formel EMI5.3 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, verwendet.
    7. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man als Derivate von Benzolsulfonylisocyanaten Bis-benzolsulfonylharnstoffe der Formel EMI5.4 worin R die angegebene Bedeutung besitzt, verwendet.
AT332061A 1960-04-29 1961-04-27 Verfahren zur Herstellung von neuen Benzolsulfonyl-alkoxy-harnstoffen AT227715B (de)

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