AT220625B - Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer N-heterocyclischer Verbindungen und deren Salze mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften. 



   Es wurde gefunden, dass basisch substituierte Iminodibenzyle   (1O, 1l-Dihydro-5 H-dibenzo[b, f]azepine)   der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 worin Z Wasserstoff oder ein Halogenatom, eines der Symbole R1   und R2   die Methylgruppe und das andere Wasserstoff und R3 und   R4   niedere Alkenylreste oder niedere Alkylreste, welche auch unter sich direkt   (1)   zu einem 5- oder 6-Ring oder über ein Sauerstoffatom (2) oder eine niedere Alkanoyloxyalkylimino (3) oder Hydroxyalkyliminogruppe (4) verbunden sein können, wobei R2 und ein Alkylrest   R3   zusammen mindestens zwei Kohlenstoffatome besitzen müssen, bedeuten, sowie deren Salze mit anorganischen oder organischen Säuren, wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere spasmolytische, antiallergische, sedative,

   anticonvulsive und antiemetische Wirksamkeit besitzen. 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 worin Z,   R"R"R,   und   R4   die oben angegebene Bedeutung haben, bis zur Abspaltung von einem Mol Kohlendioxyd erhitzt. Die Verbindungen der allgemeinen Formel (II) sind ihrerseits z. B. durch Einwirkenlassen von Phosgen auf Verbindungen der allgemeinen Formel (III) 
 EMI2.1 
 worin Z die oben angegebene Bedeutung hat, und Umsetzung der entstandenen, gegebenenfalls substituierten   5-Chlorcarbonyl-iminodibenzyle   mit basischen Alkoholen der allgemeinen Formel (IV) 
 EMI2.2 
 worin   Rl > R2, R3   und   R4   die oben angegebene Bedeutung haben, erhältlich. 



   Geeignete Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel (III) sind neben dem Grundkörper Iminodibenzyl 
 EMI2.3 
 nach Schmitt, gefolgt von partieller Hydrolyse der Acetaminoverbindung zum 3-Amino-5-acetyl-iminodibenzyl, Diazotierung desselben, Umsetzung der Diazoniumhalogenide mit Cuprihalogeniden nach Sandmeyer und Hydrolyse zu 3-Halogen-iminodibenzylen erfolgen. 



   Als basische Alkohole der allgemeinen Formel (IV) seien das y-Dimethylamino-n-butanol, y-Diäthylamino-n-butanol, y-Di-n-butylamino-n-butanol, y-Pyrrolidino-n-butanol, y-Piperidino-n-butanol, y-Morpholino-n-butanol,   &gamma;-Dimethylamino-ss-methyl-propanol, &gamma;-Diäthylamino-ss-methyl-propanol, &gamma;-Pyrroli-     dino-ss-methyl-propanol,   y-Piperidino-ss-methyl-propanol und das   y-Morpholino-ss-methyl-propanol   genannt. 



   Mit anorganischen oder organischen Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Äthandisulfonsäure, Essigsäure, Citronensäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Weinsäure, Benzoesäure und Phthalsäure,   8-Chlorotheophyllin   bilden die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) Salze, welche zum Teil wasserlöslich sind. 



   Das nachfolgende Beispiel soll die   erfindungsgemässe   Herstellung der neuen Verbindungen näher erläutern. Teile bedeuten darin, sofern nichts anderes vermerkt ist, Gewichtsteile ; diese verhalten sich zu Volumteilen wie g zu cm3. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. 



   Beispiel :   26, 5   Teile 5-Chlorcarbonyl-iminodibenzyl (hergestellt aus Iminodibenzyl und Phosgen) in 200 Vol.Teilen abs. Toluol werden innerhalb ungefähr einer Stunde zu 35 Teilen y-Dimethylamino-n-butanol getropft. Nach der Zugabe wird das Reaktionsgemisch während zirka 16 Stunden unter Rückfluss gekocht, worauf es abgekühlt und mit Wasser zersetzt wird. Die organische Schicht wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen, und die basischen Anteile werden mit 2-n. Salzsäure ausgezogen. Die saure Lösung wird mit   K2C03-Lösung   alkalisch gestellt und ausgeäthert. Der Rückstand stellt den rohen Iminodibenzyl-5- 
 EMI2.4 
 (y-dimethylamino-n-butyl)-estererhitzt, bis die   CO2-Entwicklung   beendet ist.

   Hierauf wird der Rückstand im Hochvakuum destilliert, wobei das   5- (y-Dimethylamino-n-butyl)-iminodibenzyl   bei   165 /0, 02   Torr übergeht. 



   Das mit äthanolischer Salzsäure bereitete Hydrochlorid schmilzt bei 146-148  (aus Aceton). 



   In analoger Weise erhält man : 
 EMI2.5 
 



    (y-Diäthylamino-n-butyl)-iminodibenzyl Kpo, 204-205 ,     5-     (&gamma;-Pyrrolidino-ss-methyl-propyl)-iminodibenzyl Kp 0301 202 ; Hydrochlorid   Smp. 198-200  (Aceton).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen der allgemeinen Formel EMI3.1 worin Z Wasserstoff oder ein Halogenatom, eines der Symbole Ri und Ru die Methylgruppe und das andere Wasserstoff und R3 und R4 niedere Alkenylreste oder niedere Alkylreste, welche auch unter sich direkt zu einem 5- oder 6-Ring oder über ein Sauerstoffatom oder eine niedere Alkanoyloxyalkylimino- oder Hydroxyalkyliminogruppe verbunden sein können, wobei R2 und ein Alkylrest R3 zusammen mindestens zwei Kohlenstoffatome besitzen müssen, bedeuten, sowie deren Salzen mit anorganischen und organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel EMI3.2 worin Z, Ri, R Rs und R4 die oben angegebene Bedeutung haben, bis zur Abspaltung von einem Mol Kohlendioxyd erhitzt,
    gewünschtenfalls die erhaltenen Basen in Salze überführt.
AT332361A 1959-08-28 1960-08-26 Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen AT220625B (de)

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