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Nachdem nach kurzer Zeit eine Probe in kaltem Wasser klar löslich geworden ist, destilliert man das Pyridin im Vakuum bei niedriger Temperatur ab. Man erhält nach dem Erkalten eine feste, fettige Masse, die in kaltem Wasser klar und schäumend löslich ist ; durch Erhitzen mit Säuren oder Alkalien lassen sich die wasserlöslichmachenden Gruppen wieder abspalten.
Das als Ausgangsstoff verwendete Triazinderivat kann wie folgt hergestellt werden : 17-5 Gew.-Teile des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid und 2 Mol Methylamin
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Teile Natriumcarbonat hinzu. Nachdem man das Gemisch noch während einer Stunde unter leichtem Sieden gerührt hat, filtriert man vom gebildeten Natriumehlorid ab und destilliert aus dem Filtrat das Chlorbenzol im Vakuum ab. Man erhält als Rückstand nach dem Erkalten eine feste, nahezu farblose, fettige Masse, die in kaltem Wasser nur wenig löslich ist.
Ähnlich verhalten sich andere Triamino-triazinderivate, z. B. solche, in welchen die Methylreste durch Äthylreste und der n-Octadecylrest durch den n-Pentadecyl-oder durch den n-Dodecylrest ersetzt sind.
Beispiel 2 : Zu 17-7 Gew.-Teilen eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurehlorid und 3 Mol Anilin gelöst in 100 Gew.-Teilen Pyridin setzt man 44 Gew.-Teile Benzoesäure-m-sulfochlorid zu, lässt die Temperatur bis 80 ansteigen und verrührt die Mischung bei dieser Temperatur, bis eine Probe in Wasser klar löslich ist, was nach ungefähr 30 Minuten der Fall ist.
Nach weitgehender Entfernung des Pyridins im Vakuum wird der helle, flüssige Rückstand mit 400 Teilen Wasser aufgenommen, mit verdünnter Sodalösung neutralisiert und das Reaktionsprodukt mit Natriumchlorid ausgesalzen. Dasselbe wird abgesaugt und getrocknet. Man erhält ein helles Pulver, das in Wasser löslich ist und mit Alkalien wieder gespalten werden kann.
Zu ähnlichen Produkten gelangt man, wenn man Kondensationsprodukte aus 1 Mol Cyanur-
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anthracen, Aminochrysene, Aminocarbazole, Aminonaphthocarbazole in gleicher Weise acyliert. Produkte mit ähnlichen Eigenschaften entstehen ferner, wenn man an Stelle des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid und 3 Mol Anilin, Kondensationsprodukte aus 1 Mol 2-Phenyl- 4. 6-dichlorpyrimidin oder 2. 4-Dichlorehinazolin und 2 Mol. eines primären Amins, z. B. ein Kondensationsprodukt aus je 1 Mol 2. 4-Dichlorchinazolin, Anilin und Cyclohexylamin, als Ausgangsstoff verwendet.
Schliesslich kann das Benzoesäure-m-sulfochlorid durch ein anderes Acylierungsmittel,
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werden.
Beispiel 3 : 7-5 Gew.-Teile eines Kondensationsproduktes aus 3 Mol 4-Amino-2. 3'-Dimethylazobenzol und 1 Mol Cyanurchlorid werden mit 70 Gew.-Teilen Pyridin verrührt. Dazu streut man 11-4 Teile Benzoesäuredisulfonsäure- (3. 5)-dichlorid, lässt die Temperatur auf 60 ansteigen und verrührt ungefähr eine Stunde bei dieser Temperatur. Hierauf destilliert man das Pyridin ab, nimmt den Rückstand mit Wasser auf, stumpft nötigenfalls die saure Flüssigkeit mit schwach alkalischen Mitteln, wie z. B. Natriumphosphat etwas ab, und scheidet das Kondensationsprodukt durch Aussalzen, z. B. mit Natriumchlorid, ab. Nach dem Filtrieren und Trocknen erhält man ein orangefarbiges Pulver, das nötigenfalls, durch Ausziehen mit Methylalkohol frei von anorganischen Salzen erhalten werden kann.
Es löst sich in Wasser mit gelber Farbe auf ; aus der wässerigen Lösung lässt sich mittels Alkalien das Ausgangsprodukt abscheiden.
Ähnliche Produkte entstehen bei Verwendung von Kondensationsprodukten, in denen 1 Mol 4'-Amino-2. 3'-Dimethyl-azobenzol durch Ammoniak oder ein primäres bzw. sekundäres Amin, wie Methyl-, Allyl-oder Amylamin, Cyclohexylamin, 1-Aminotetrazol oder Morpholin, Anilin, Methylanilin, a-oder ss-Naphthylamin, a-Aminoanthracen, 3-Aminocarbazol, Bzl-Aminobenzanthron, 3-Aminopyren usw. Ähnliche Produkte entstehen ferner, wenn im Ausgangsmaterial das Cyanurchlorid durch eine andere heterocyclische Verbindung, wie z. B. 2.4. 6-Tribrompyrimidin, 2. 4-DichlorchinazoJin, 3. 5-Dichlor-l-phenyltriazin, ersetzt wird.
Im letztgenannten Falle können natürlich nur 2 Mol der Aminoazoverbindung oder 1 Mol der Aminoazoverbindung und 1 Mol Ammoniak bzw. 1 Mol eines primären oder sekundären Amins kondensiert werden. Das Chlorid der Sulfobenzoesäure kann auch
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säure und Chlorsulfonsäuren) ersetzt werden.
Beispiel 4 : 30 Gew.-Teile eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid, 2 Mol 2-Aminoanthrachinon und 1 Mol Anilin werden mit 300 Gew.-Teilen Pyridin verrührt und nach Zusatz von 55 Gew.-Teilen Benzoesäuresulfonsäure-3-chlorid auf 100-1100 erhitzt. Sobald eine Probe sich in Wasser klar löst, wird das Pyridin im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in warmem Wasser aufgelöst und das Kondensationsprodukt mit aussalzenden Mitteln, z. B. Natriumchlorid, abgeschieden.
Nach dem Filtrieren, nötigenfalls nach dem Waschen mit Salzwasser, wird das Produkt getrocknet ;
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es kann durch Ausziehen mit Alkoholen, z. B. trockenem Methylalkohol, frei von anorganischen Salzen erhalten werden.
Das so erhältliche gelblich gefärbte Pulver löst sich in Wasser mit schwach gelblicher Farbe.
Nach Zugabe von Alkalien, z. B. Ammoniak, oder von verdünnten Säuren wird es in das wasserunlösliche Ausgangsprodukt gespalten.
Das so erhaltene Produkt soll zum Färben und Drucken von Textilien verwendet werden.
Zu wasserlöslichen Produkten mit ähnlichen Eigenschaften gelangt man auch, wenn man z. B. das Kondensationsprodukt aus 1 Mol Cyanurchlorid, 2 Mol l-Amino-4-methoxyanthraehinon und 1 Mol Ammoniak mit Benzoesäure-sulfonsäure-3-chlorid acyliert.
Des weiteren entstehen wasserlösliche Produkte, die zum Färben und Drucken von Textilien verwendet werden können, wenn man im Ausgangsprodukt Anilin durch Ammoniak oder ein primäres bzw. sekundäres Amin, wie Äthyl-oder Propylamin, Cyelohexylamin, wie 1-Aminotetrazol oder Mor-
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2-Aminoehrysen, 3-Aminopyren, Aminoazobenzol usw. ersetzt.
Bei gleicher Arbeitsweise erhält man ähnliche Produkte, wenn man an Stelle von 2-Amino- anthrachinon z. B. Aminopyranthron, oder Aminodibenzanthron (die beiden letztgenannten Produkte werden erhalten durch Nitrieren und Reduzieren des Pyranthrons und des Dibenzanthrons) verwendet.
Hat man Ausgangsstoffe mit sehr hohem Molekulargewicht gewählt, so wird es sich empfehlen, als Aeylierungsmittel ein Produkt mit mehr als einer Sulfogruppe, z. B. ein Benzoesäuredisulfoehlorid, zu verwenden. Schliesslich kann man auch Kondensationsprodukte verwenden, zu deren Herstellung anstatt des Cyanurchlorid andere halogenierte Di-oder Triazine verwendet wurden.
Beispiel 5 : 7-3 3 Gew. -Teile eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurehlorid, 1 Mol 2-Aminoanthrachinon, 1 Mol 4-Aminoanthrachinon-2. 1-acridon und 1 Mol Anilin werden mit etwa 70 Gew.-Teilen Pyridin verrtihrt. Nach Zusatz von 12-8 Gew.-Teilen Benzoesäuredisulfonsäure- (3. 5)- dichlorid steigert man die Temperatur auf 114 und rührt bei Siedetemperatur, bis eine Probe des
Umsetzungsgemisches in Wasser mit brauner Farbe löslich ist.
Sobald dieser Zustand erreicht ist, destilliert man das Pyridin bei möglichst tiefer Temperatur ab und verfährt nach Beispiel 4 weiter.
Man erhält ein dunkel gefärbtes Pulver, das sich in Wasser mit brauner Farbe löst ; bei Zusatz von Alkalien scheidet sich das Ausgangsprodukt in grünen Flocken wieder aus.
Beispiel 6 : 6 Gew.-Teile eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Cyanurchlorid mit 2 Mol 2-Aminoanthrachinon und 1 Mol Anilin werden mit 9. 6 Gew. -Teilen 4-Chlormethyl-benzoylehlorid in 60 Gew.-Teilen Pyridin während drei Stunden auf 100-1100 erhitzt, wonach eine Probe des Reaktionsproduktes in Wasser löslich geworden ist. Hierauf wird das Pyridin im Vakuum abdestilliert und das Reaktionsprodukt, wie im Beispiel 4 beschrieben, abgeschieden. Es löst sieh in Wasser mit gelber Farbe und spaltet durch Zusatz von verdünnten Alkalien das unlösliche Ausgangsprodukt wieder ab.
Beispiel 7 : 5'7 Gew.-Teile eines Kondensationsproduktes aus 2. 4-Dichlorchinazolin und 2 Mol 2-Aminoanthrachinon werden mit 40 Gew.-Teilen Pyridin verrührt und mit 9-6 Gew.-Teilen Benzoe- säuredisulfonsäure- (3. 5)-dichlorid versetzt ; hierauf lässt man die Temperatur auf ungefähr 80 ansteigen. Sobald eine Probe sich in Wasser klar löst, wird das Pyridin im Vakuum abdestilliert, der Rückstand in warmem Wasser aufgelöst und das Kondensationsprodukt durch Aussalzen gewonnen.
Das braungefärbte Kondensationsprodukt löst sich in Wasser mit gelbbrauner Farbe auf. Nach Zugabe von Alkalien, z. B. Ammoniak, wird es in das wasserunlösliche Ausgangsprodukt gespalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung neuer wasserlöslicher Aeylierungsprodukte, die die wasserlöslich- machende Gruppe im Acylrest enthalten und die nur in beschränktem Masse beständig sind, so dass sie auf der Faser wieder'verseift werden können, dadurch gekennzeichnet, dass man auf hydroxylgruppenfreie Kondensationsprodukte, die durch Einwirkung halogenierter Di-und Triazine mit beweglichen Halogenatomen, welche die Atomgruppierung-N==C-Hal. enthalten, auf primäre Amine erhalten werden, in Gegenwart tertiärer Basen, vorzugsweise Pyridin, solche Aeylierungsmittel einwirken lässt, die neben der die Acylierung bewirkenden Gruppe mindestens einen Substituenten enthalten, der nach erfolgter Acylierung die Löslichkeit der Aeylierungsprodukte bedingt oder erhöht.