AT120852B - Verfahren zur Darstellung von C,C-disubstituierten Barbitursäuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von C,C-disubstituierten Barbitursäuren.

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AT120852B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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 ganz hervorragende hypnotische Wirkung haben und in dieser Hinsicht den bisher bekannten Barbitursäurederivaten überlegen sind. Das zweite   Methylenwasserstoffatom   kann ebenfalls substituiert sein, 
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 aromatischen bzw. alizyklischen Rest. 



   Die neuen Verbindungen entsprechen also der Formel : 
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 In dieser Formel bedeuten   R' ss-Chlor- oder ss-Bromallyl bzw. ss-&gamma;-Dichlor- oder ss-&gamma;-Dibromallyl und   R"einen ebensolehen oder einen der obgenannten Reste. 



   Die Darstellung der neuen Verbindungen erfolgt in der Weise, dass man in die aus Barbitursäuren durch Umsetzung mit Allyl-oder sonstigen   Alkyl-bzw. Arylhalogeniden erhaltenen, durch   den Rest R' bzw.   R"monosubstituierten Barbitursäuren   den fehlenden Rest R"bzw. R'in üblicher Weise einführt. 



   Es wurde festgestellt, dass es bei Durchführung dieser Reaktion nicht notwendig ist. die schwerer   zugänglichen   2.   3-Dihalogenpropene- (1)   zu verwenden, um den   ss-HalogenaIIyIrest   in die Barbitursäure einzuführen. Man kann vielmehr die Substitution in der Weise durchführen, dass man   L2. 3-TrihalogeJl-   propan unmittelbar auf die Barbitursäure in Gegenwart von Alkali einwirken lässt. Die Abspaltung von Halogenwasserstoff erfolgt hiebei derart leicht, dass die Reaktion schon   bei gewöhnlicher   Temperatur durchgeführt werden kann. Man kann natürlich auch die Halogenwasserstoffabspaltung   zuerst fÜr sich   und alsdann erst die Kondensation vornehmen. 



   Durch Anwendung von   1. 2. 3-Trihalogenpropen- (l)   gelangt man zu den entsprechenden   ss.     Y-Dihalogenallyl-Substitutionsprodukten   der Barbitursäure. 



   Es sind bereits Barbitursäure bekannt, welche halogenierte Alkylreste enthalten (s. z. B. schweizerische Patentschriften Nr. 93435 und Nr. 93749) ; diese kommen jedoch wegen mangelnder Wirkung 
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 (s. z. B. deutsche Patentschrift Nr.   268158) :   die nach dem vorliegenden Verfahren darstellbaren Verbindungen sind jedoch für den Körper viel leichter   angreifbar,   so dass unerwünschte Nachwirkungen oder toxische Nebenerscheinungen wie auch die Gefahr der Kumulation hier vollkommen ausgeschlossen sind. 



   Beispiel 1 : Zu einer aus 23 Gewiehtsteilen Natrium bereiteten   Natriumäthylatlösung   gibt man allmählich in der Wärme und unter lebhaftem Rühren 170   Gewiehtsteile Isopropylbarbitursäure   und lässt schliesslich 240 Gewichtsteile 2.   3-Dibrompropen- (1)   langsam zufliessen. Nach mehrstündigem Erwärmen auf   90-100  ist   die Reaktion beendet. Nach Abdestillieren des Alkohols erhält man die entstandene C, C-ss-Bromallylisopropylbarbitursäure in farblosen Kristallen in nahezu quantitativer Ausbeute. Aus verdünnter Essigsäure umkristallisiert zeigt die Säure einen Schmelzpunkt von   181 .   



   Beispiel 2 : Zu der klaren Auflösung von 170 Gewichtsteilen   Isopropylbarbitursäure   in einer 40 Gewichtsteile Natriumhydroxyd enthaltenden verdünnten Natronlauge werden 250 Gewichtsteile 

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 2. 3-Dibrompropen-(1) in der Kälte hinzugegeben und das Gemisch lebhaft   geschüttelt.   Nach kurzer Zeit beginnt die Ausscheidung von farblosen Kristallen, die im Verlauf des weiteren Sehüttelns   ständig,   
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 und kristallisiert sie aus Wasser oder verdünnter Essigsäure um. Allenfalls nicht umgesetzte Isopropylbarbitursäure erhält man aus dem Filtrat. nach Abtrennen von unverändertem 2. 3-Dibrompropen-(1), durch Ausfällen mit starker Salzsäure. 



   Beispiel 3 : 128 Gewichtsteile Barbitursäure werden in 200   Volumteilen Natronlauge,   die 80 Gewichtsteile Ätznatron enthalten, gelöst und mit 440 Gewichtsteilen 2. 3-Dibrompropen-(1) bei erhöhter Temperatur innig verrührt. Sobald das 2. 3-Dibrompropen-(1) verbraucht ist, lässt man erkalten und saugt das kristallinisch abgeschiedene Reaktionsprodukt ab. Durch Umkristallisieren aus Alkohol unter Zusatz von Tierkohle wird die C, C-Di-ss-bromallylbarbitursäure rein in Form farbloser Kristalle vom   F-232-233 erhalten. Sie   ist in Wasser und Benzol schwer, dagegen in Alkohol. Aceton und Alkalien leicht löslich, weniger leicht in Äther. 



   Beispiel 4 : 170 Gewichtsteile Isopropylbarbitursäure werden in einer Lösung von 80 Gewichtsteilen Ätznatron in 600 Teilen Wasser aufgelöst. 280 Gewichtsteile 1.2. 3-Tribrompropan werden hinzugefügt und das Ganze durch Zusatz von 2000 Volumteilen gewöhnlichen Alkohols zu einer   homogenen     : Mischung aufgelöst.   Das Reaktionsgemisch wird einige Stunden im Dampfbad erwärmt und dann der Alkohol mit Wasserdampf abdestilliert. Gegen Ende der Destillation scheidet sich im Kolben die C, C-ss-Bromallylisopropylbarbitursäure kristallinisch ab ; die Ausbeute beträgt etwa 195 Teile. Durch Umkristallisieren aus Alkohol wird die Säure rein   er1 : alten : F = 1810.   



   Beispiel 5 : 280 Gewichtsteile 1.2. 3-Tribrompropan werden mit 40 Gewichtsteilen zu erbsen-   grossen Stücken zerkleinertem Ätznatron   am   Rüekflusskühler   eine Stunde auf   80  erwärmt. Nach dem   
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   7% iger Natronlauge hinzugegeben   und das Gemisch sodann mit 1800 Volumteilen Alkohol bis zur Homogenität versetzt. Nach   mehrstündigem     Erwärmen   bei Wasserbadtemperatur ist die Reaktion beendet. Der Alkohol wird unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei sieh im Kolben die C. C-ss-Brom-   allylphenylbarbitursäure   abscheidet ; Ausbeute 225 Teile. Aus verdünnter Essigsäure umkristallisiert, zeigt die Säure einen Schmelzpukt von 188-189  ; sie ist in Alkohol,   Eisessig.

   Alkalien und Sodaliisung   leicht löslich. 



   Die Abspaltung von Bromwasserstoff aus Tribrompropan kann selbstverständlich auch mittels alkoholischen Alkalis durchgeführt werden. 
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 schwer löslich sind. Die Säure wird von verdünnter Sodalösung und Natronlauge leicht aufgenommen und durch Säuren aus ihrer alkalischen Lösung unverändert abgeschieden. 



   Zum gleichen Produkt gelangt man, wenn man   2-Chlor-3-brompropen- (1)   unter denselben Reaktionsbedingungen auf das Natriumsalz der   Isopropylbarbitursäure   einwirken lässt. 



   Beispiel 7 : 170 Gewichtsteile Isopropylbarbitursäure werden in 570 Gewichtsteilen   7% figer   Natronlauge gelöst und nach Zufügung von etwas Jodnatrium und 290 Gewichtsteilen 1. 2.   3-Tribrom-   propen- (1) in der Wärme lebhaft gerührt. Nach längerer Einwirkungszeit wird das ausgeschiedene,   kristallinische Produkt abgesaugt   und gegebenenfalls zur Entfernung schmieriger Verunreinigungen mit wenig Petroläther ausgezogen. Aus Methylalkohol umkristallisiert, wird die C,   C-ss. Y-DibromaIIyI-   isopropylbarbitursäure in reinem Zustande erhalten ; F = 182-1830. Sie ist in   Äthylalkohol.   Chloroform. 



    Äther, Benzol sowie in Sodalösung und Alkalien leicht, in Petroläther, hydrierten Benzolkohlenwasserstoffen und Wasser nur schwer löslich.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von C. C-disubstituierten Barbitursäure durch   Einwirkung von   Allylhalogeniden auf unsubstituierte oder monosubstituierte Barbitursäuren bzw. deren Salze. dadurch gekennzeichnet, dass man 2.   3- Dibrompropen- (l)   auf die genannten Ausgangsstoffe einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass man an Stelle von 2. 3-Dibrompropen- (1), 1.2. 3-Tribrompropan in Gegenwart von Ätzalkalien verwendet.
    3. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet. dass man zwecks Einführung des ss-ChIoraIIyIrestes, an Stelle von 2. 3-Dibrompropen-(1) bzw. 1. 2. 3-Tri- EMI2.5
    4. Weitere Ausgestaltung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet. dass man zwecks Einführung des ss-&gamma;-Dichlor- bzw. ss-&gamma;-Dibromallylrestes, 1.2. 3-Trichlor- bzw 1.2. 3-Tribrompropen-(1) auf die obgenannten Barbitursäure bzw. deren Salze einwirken lässt.
AT120852D 1923-10-10 1924-09-09 Verfahren zur Darstellung von C,C-disubstituierten Barbitursäuren. AT120852B (de)

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