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Sprechmaschine mit selbsttätiger RÜckstellung der Schalldose nach Abspielen des letzten Teiles der Schallaufzeichnungen.
Die Erfindung betrifft eine Sprechmaschine mit selbsttätiger Rückstellung der Schalldose nach Abspielen des letzten Teiles der Schallaufzeichnungen ; erfindungsgemäss geschieht dies in der Weise, dass der Sehalldosenträger am Ende seiner Vorschubbewegung einen Rückstell- hebel in die Bahn eines rotierenden Mitnehmers rückt. der dem Rückstellhebel eine Schwenkbewegung erteilt, wodurch der Schalldosenträger in die Anfangsstellung zurückgeführt wird.
Die Erfindung ist insbesondere für die Anwendung bei sprechenden Verkaufsautomaten, für den Stationsausruf auf Bahnen und für alle Reklamezwecke geeignet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel'der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf die Einrichtung. Fig. 2 eine Seitenansicht im Sinne des Pfeiles 11 der Fig. 1, Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der Rückstellvorrichtung für die Schalldose und Fig. 4 eine Vorderansicht der Anordnung zum elektrischen Aus-und Einschalten.
Auf der Grundplatte ist im Lager 2 der walzpnfijrmige Schallinienträger, 4 drehbar gelagert und erhält seinen Antrieb von einem Motor 5 durch eine Riemenscheibe 8. Über Zahnräder 9 und 10 wird die mit Feingewinde versehene Spindel J ! J ! angetrieben, die zum Vorschub der Schalldose 14 dient. Mit Hilfe des Treibzapfens 20 wird das sternförmig ausgestaltete Sellaltrad 25 angetrieben. indem es der Zapfen 20 bei jeder Umdrehung durch Anschlag um einen Zahn weiterdreht. Das Schaltrad 25 trägt eine Nocke 35, die bei jeder Umdrehung einmal gegen den Fühlhebel 36 stösst und ihn etwas nach rechts verdreht.
Der Fühlhebel 36 sitzt an einem Hebel 37. welcher an der Stange 38 drehbar gelagert ist und an seinem unteren Ende eine Querstange 39 trägt, die an ihrem anderen Ende an einem symmetrisch angeordneten Hebel 37'befestigt ist. Auf der Stange 39 liegt anderseits der Hebel 40 auf, der an der Stange 41 drehbar gelagert ist und an einem Arm 44 die Schalldose 14 trägt. Wie hieraus ersichtlich, bewirkt das Anlaufen der Nocke 35 an den Hebel 36 ein Verschwenken der Stange 39 nach rechts im Sinne der Fig. 2. Hiedurch wird der Hebel 40 ebenfalls nach rechts verschwenkt und die Segmentmutter 43 ausser Eingriff mit der Spindel 11 gebracht, womit die Vorschubbewegung der Schalldose unterbrochen wird.
Das Schaltrad 25 trägt an seinem ganzen Umfange Zähne, so dass also, solange der Motor im Betrieb ist, eine dauernde Fortschaltung erfolgt. Das Aus-und Einschalten erfolgt hier dadurch, dass durch eine im folgenden näher beschriebene Einrichtung der Motor 5 bei je einer Umdrehung des Schaltrades entsprechend einem jeden Abheben der Schalldose durch die Nocke 35 in und ausser Betrieb gesetzt wird.
Ist die Schalldose bereits am Ende der Schallaufzeichnungen des Schallinienträgers 4 angelangt, so erfolgt eine selbsttätige Rückstellung derselben auf den Anfangspunkt der Schalllinien, u. zw. durch folgende Vorrichtung : Der Hebel 40 besitzt an seinem unteren Ende eine Abschrägung 75, mit welcher er in seiner dem Ende der Schallinien entsprechenden Stellung gegen einen Winkelhebel 76, Fig. 3. anschlägt und denselben auswärts drückt. Der Winkelhebel 76 ist bei 77 drehbar gelagert und drückt mit seinem unteren Ende auf einen korrespondierenden Hebel 76'. welcher bei 77' gelagert ist und mit dem ersteren Hebel durch eine Zugfeder 78 in Verbindung steht.
Wird der Hebel 76 durch Anschlag auswärts gedrückt, so bewegt sich zufolge der symmetrischen Anordnung beider Hebel auch das obere Ende des
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Hebels 76'auswärts und verdreht einen eigentümlich ausgestalteten Rückstellhebel 79 derart um seinen Drehpunkt 80, dass er mit seinem vertikal aufragenden Ende 81 in den Bereich des Treibzapfens 20 gerät. Der Treibzapfen 20 nimmt den Hebel 79 durch Anschlag mit und verdreht ihn gegen die Wirkung der Feder 82 im Sinne des Pfeiles p der Fig. 3. Bei dieser Verdrehung kommt der mit dem Hebel 40 fest verbundene, gebogene Arm 83 zur Anlage an den bogenförmigen Arm 79'des Rückstellhebels und gleitet zufolge der Schwenkung des Armes 79'an diesem in Richtung des Pfeiles q nach links, wobei er die Schalldose 14 mitnimmt und in die Anfangslage zurückführt.
Nachdem der Treibzapfen 20 wieder ausser Eingriff mit dem Ende 81 gekommen isL, zieht die Feder 82 den Hebel 79 wieder in die ursprüngliche Stellung zurück.
Zur automatischen elektrischen Inbetriebsetzung der Einrichtung ist ferner erfindungsgemäss ein Magnet 85, Fig. 4, vorgesehen, der durch eine beliebige äussere Beeinflussung, wie z. B. Geldeinwurf bei Verkaufsautomaten, durch eine Schaltuhr bei Reklameeinrichtungen oder für den Stationsausruf in Bahnen durch Kontaktgebung an der Speiseleitung od. dgl. unter Strom gesetzt werden kann und die Einrichtung dadurch wie folgt in Betrieb setzt. Bei Stromdurchgang durch den Magneten 85 wird der Anker 86 angezogen, welcher als Klinkenhebel ausgebildet und mit einer Federung 87 versehen ist. Durch seine Drehbewegung bei der Anziehung durch den Magneten 85 gibt er einen Schalthebel 58, welcher mit seinem Ende auf der Nase 86'des Klinkenhebels aufliegt, frei.
Dieser fällt nach unten und schliesst durch den Kontakt 89 den Stromkreis des Antriebsmotors 5, welcher durch die Zuleitungen 90' angedeutet ist. Durch die Inbetriebsetzung des Motors 5 erfolgt die Schallwiedergabe so lange, bis die Schalldose durch Anlaufen der Nocke 35 an den Hebel 36 abgehoben wird. Um gleichzeitig damit eine Ausschaltung des Motors zu bewirken, trägt das Schaltrad 25 eine Steuerscheibe 92, mit der ein Steuerhebel 93 in Eingriff steht, dessen oberes Ende 931 durch die Zugfeder 95 an den Umfang der Scheibe 92 gedrückt wird. Am Umfang der Scheibe 92 ist eine Vertiefung vorgesehen, in welche das Hebelende 93'unter Wirkung der Feder 94 in dem Augenblicke einfällt, in dem die Schalldose abgehoben wird.
Hiebei bewegt sich das untere Ende 93" des Hebels 93 ruckartig aufwärts und öffnet durch Anschlag an den Zapfen 96 des Schalthebels 58 wieder den Stromkreis 90', wobei das Ende des Schalthebels an der abgeschrägten Nase 86'vorbeigleitet und in die in Fig. 4 gezeichnete Ausschaltstellung zurückkehrt. Hiemit ist der Motor abgeschaltet und verbleibt in diesem Zustand, bis durch äussere Einwirkung der Magnet 85 wieder unter Strom gesetzt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Sprechmaschine mit selbsttätiger Rückstellung der Schalldose nach Abspielen des letzten Teiles der Schallaufzeichnungen, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalldosenträger (40) am Ende seiner Vorschubbewegung einen R ckstellhebel (79) in die Bahn eines rotierenden Mitnehmers (20) rückt, der dem Rückstellhebel eine Schwenkbewegung (p) erteilt. wodurel der Schalldosenträger in die Anfangsstellung zurückgeführt wird.