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Selbstkassierende Auslöse-und Sperrvorrichtung für Rundfunkempfänger.
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbstkassierende Auslöse- und Sperrvorrichtung für Rundfunkempfangsapparate. Es sind Apparate bekannt, bei denen durch Einwurf einer oder einer Mehrzahl von Münzen ein Zeitwerk in Betrieb gebracht wird, das für einen gewissen, der Anzahl der eingeworfenen Münzen entsprechenden Zeitraum im Betrieb bleibt und das dann am Ende dieser Zeitperiode selbsttätig den Rundfunkapparat abschaltet. Es sind weiters bereits Einrichtungen vorgeschlagen worden, die es ermöglichen, bei solchen Vorrichtungen das Zeitwerk für beliebige Zeit auszuschalten und wieder einzuschalten.
Das Neue besteht nun in der besonderen Einrichtung, gemäss welcher die zum Antrieb des Zeitwerkes bestimmte Feder mittels eines Solenoids gespannt wird. Ein zum Spannen der Zeitwerkfeder dienender Hebel wird gemäss der Erfindung zum Umstellen eines Kippschalters verwendet, womit der Stromkreis, in dem der Rundfunkapparat eingeschaltet ist, geschlossen wird. Die Erfindung sieht dann noch besondere Mittel vor, damit der Kippschalter auch dann eingeschaltet bleibt, wenn mehrere Münzen nacheinander eingeworfen werden. Das Solenoid wird so oft erregt und das Zeitwerk so oft zum Ablauf angesetzt, so viele Münzen eingeworfen werden.
Fig. 1 zeigt den Apparat in wirkungslosem Zustand im Aufriss unter Weglassung einer Anzahl Teile zwecks besserer Übersichtlichkeit, Fig. 2 veranschaulicht eine Anzahl in Fig. 1 grösstenteils weggelassener Bewegungsteile in ihrer Stellung, wenn der Apparat ausser Wirkung ist, Fig. 3-5 dienen zur Erklärung der Wirkungsweise dieser und noch weiterer Bewegungsteile. Fig. 6 zeigt eine Einzelheit, Fig. 7 und 8 zeigen Bewegungsteile aus Fig. 1 in anderer Stellung zur Erläuterung ihrer Wirkungsweise, Fig. 9 und 10 dienen zur Erklärung der Wirkungsweise einer Einzelheit und Fig. 11 zeigt in einem Schema ein Beispiel der elektrischen Verbindung des Apparates mit einem Radioempfänger.
Der veranschaulichte Apparat, welcher beispielsweise innenseitig an einer verschliessbaren Türe eines Radioempfängers fest angeordnet sein kann, besitzt eine Tragplatte 1 (Fig. 1) mit daran befestigtem Münzkanal 2, welcher zu einem unten entleerbaren Münzbehälter 3 führt. An der Tragplatte 1 ist ein mechanisches Zeitwerk 4 befestigt, das gemäss Fig. 1 zwei einander überdeckende Platinen aufweist, zwischen welchen das Räderwerk angeordnet ist. Auf der Welle 5 des Triebrades 6 dieses Zeitwerkes 4 ist ein Antriebshebel 7 gelagert, an dem eine Zugfeder 8 angreift, die andernends in einen Arm 9 einer Platine des Zeitwerkes 4 eingehängt ist. Diese Zugfeder 8 ist bestrebt, den Antriebshebel 7 in der in Fig. 1 gezeichneten, durch einen Anschlag bestimmten Ruhestellung zu halten.
Auf der Triebradwelle 5 ist ein Schaltrad 10 befestigt, mit welchem eine am Antriebshebel 7 gelagerte federbelastete Klinke 11 im Eingriff steht, wodurch eine einseitig wirkende Mitnehmerkupplung zwischen Antriebshebel 7 und der Triebradwelle 5 gebildet ist. Der Antriebshebel 7 steht durch einen Lenker 12 mit dem Kern 13 eines auf der Tragplatte 1 isoliert angeordneten Solenoide 14 in Bewegungsverbindung. Durch vorübergehendes Erregen des Solenoides 14 infolge Münzeinwurfes, wie später noch näher erläutert wird, wird dessen Kern 13 weiter in das Solenoid hineingezogen. Durch den hiebei dementsprechend aus der Ruhestellung verschwenkten Antriebshebel 7 wird die Zugfeder 8 gespannt, welche in der Folge diesen Hebel 7 wieder zurückschwenkt.
Bei dieser Rückbewegung des Antriebshebels 7 wird durch die Kupplung 11/10 das Triebrad 6 mitgedreht, das seine Bewegung weiterleitet, worauf das Zeitwerk 4 während einer vorausbestimmten Zeitdauer läuft, nämlich so lange, bis der Hebel 7 wieder seine Ruhestellung einnimmt.
Beim Verschwenken des Antriebshebels 7 aus der Ruhestellung bewirkt derselbe durch einen angelenkten Stossarm ein entsprechendes Verschwenken eines Steuerhebels 16 um seine auf dem Zeit-
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werk 4 befestigte Achse 17 in-die Stellung gemäss Fig. 7. Der Steuerhebel 16 veranlasst dabei die Verschwenkung eines Quecksilberkippschalters 18 aus der schrägen Ausschaltstellung in Fig. 1 in die waagerechte Einschaltstellung in Fig. 7.
Diese Schwenkbewegung des Kippschalters 18 erfolgt unter Mitdrehung seiner im Zeitwerk 4 gelagerten Achse 19 durch Vermittlung einer Zugfeder 20 unter Überwindung der Kraft einer Zugfeder 21, welche bestrebt ist, den Kippschalter 18 in der Aussehaltstellung zu halten.
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wird durch eine später erläuterte, selbsttätig wirkende Hebelstützvorriehtung in seiner Einschaltstellung gesichert, bis der Antriebshebel 7 in seine Ruhestellung zurückkommt. Die Stromleitungen dieses Kippschalters 18 und eines am Zeitwerk 4 auf einer Konsole fest angeordneten Quecksilberschalters 24 (Fig. 1) sind an einer Klemmleiste 85 festgelegt, ebenso die Stromleitungen für das Solenoid 14. Durch den
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Absicht, z.
B. durch Kipp-oder Stossbewegungen, mit dem Apparat versucht werden sollte.
Am Zeitwerk 4 ist zwischen dessen Platinen ein Tragstück befestigt, an welchem zwei im Stromkreis des Solenoides 14 angeordnete federnde Kontakt, zungen 27 und 28 (Fig. 2-5) einerends befestigt sind.
Fig. 2 zeigt diese Kontaktzungen 27, 28 in ihrer kontaktfreien Stellung, wenn das Zeitwerk 4 nicht in Betrieb gesetzt ist, d. L wenn der Empfänger gesperrt ist.
Angenommen, es werden unmittelbar aufeinanderfolgend sechs Münzen des für die einmalige Ingangsetzung des Zeitwerkes 4 erforderlichen Wertes in die von aussen frei zugängliche Mündung des Münzkanals 2 eingeworfen, dann spielen sich folgende Vorgänge ab : Die im Münzkanal. 8 abwärts rollende einzelne Münze bewirkt eine vorübergehende Verschwenkung eines in diesen Kanal hineinragenden Prüfhebels 29 (Fig. 5) aus der Ruhestellung um seine Achse 30 entgegen dem Einfluss einer Zufgeder 31. Dieser Prüfhebel 89 greift in einen gegabelten Hebel 32 ein, welcher auf einer Achse 33 sitzt und von einer Zugfeder 34 belastet ist.
Das gegenseitige Zusammenarbeiten dieser Hebel 29, 32, welche wechselweise an einer Schaltscheibe 35 zum Eingriff kommen, hat zur Folge, dass die mittels ihrer Achse 36 auf der Tragplatte 1 angeordnete Schaltscheibe 35 unter dem Einfluss einer Zugfeder 37 jeweils um eine Zahnteilung gedreht wird, wenn eine Münze den Prüfhebel 29 in der erforderlichen Weise verschwenkt. Nach dem Einwurf der sechs Münzen ist somit die Schaltscheibe 35 um sechs Scl1altschnitte (unter Linksdrehung) aus der Ruhestellung verstellt worden. Allfällig eingeworfene kleinere Münzen vermögen die Schaltung der Scheibe 35 nicht auszulösen. Beim ersten Schaltschritt der Schaltscheibe 35 aus der Ruhestellung gibt ein an ihr fixer Anschlagstift 38 einen isolierten Sperrhebel 39 frei.
Dieser Sperrhebel 39 wird nun durch eine Druckfeder 40 derart um seine fixe Achse 41 verschwenkt, dass er die bislang von ihm gesperrte untere Kontaktzunge 28 (Fig. 2) loslässt, welche 11Un mit der etwas kürzeren oberen Kontaktzunge 27 in Berührung tritt (Fig. 3). Dies hat zur Folge, dass der Stromkreis des Solenoides 14 geschlossen und dieses von der Netzleitung A (Fig. 11) aus erregt wird. Dadurch wird der Kern 13 in das Solenoid 14 hineingezogen, wobei der mit dem Kern 13 verbundene federbelastete Antriebshebel 7 dementsprechend aus der Ruhestellung verschwenkt wird. Beim Einwärtsziehen des Kernes 13 in das Solenoid 14 wird durch den hiedurch mittels des Antriebshebels 7 verschwenkten Kippschalter 18 die zum nicht dargestellten Radioempfänger führende Leitung B (Fig. 11) geschlossen.
Bei diesem Einwärtsziehen des Kernes 13 in das Solenoid 14 werden mit Hilfe eines durch einen Stift 42 (Fig. 1) mit dem Antriebshebel 7 gekuppelten Hilfshebels 43 die Kontaktzungen 27, 28 in gegenseitiger Berührung gehalten. Zu diesem Zwecke wird durch einen am Hilfshebel 43 gelagerten, von einer Zugfeder 44 (Fig. 2) belasteten dreiarmigen Klinkenhebel 45 eine Schubstange 46 mitgenommen, welche die obere Kontaktzunge 27 mittels eines Isolierteile übergreift und an die untere Kontaktzunge 28 hält. Die Schubstange 46, welcher am Hilfshebel 43 in einer Schlaufe Führung und ferner an einem ortsfest gelagerten schwenkbaren Arm 47 Halt gegeben ist, wird hiebei entgegen dem Einfluss einer Zugfeder 48 aus ihrer Ruhelage verschoben.
Bei der erwähnten Verschiebung der Schubstange 46, d. h. bei ihrer Abwärtsbewegung, stösst ihr Klinkenhebel 45 auf einen ortsfesten Anschlagstift 49, was zur Folge hat, dass der Klinkenhebel 45 aus der Schubstange 46 ausgeklinkt und diese nun durch ihre Feder 48 in die Ruhelage zurückgezogen wird, in weicher sie an einen festen Stift 50 ansteht. Bei dem mit dem Einwärtsziehen des Solenoidkernes 13 erfolgenden Verschwenken des damit verbundenen Antriebshebels 7 gibt derselbe einen auf dem Zeitwerk 4 gelagerten Einstellhebel 51 frei, der sodann durch eine Feder 52 an einen festen Anschlagstift 53 gezogen wird (Fig. 7).
Dadurch wird ein an diesen Einstellhebel 51 und an den Sperrhebel 39 angeschlossenes, zwischen den beiden Platinen des Zeitwerkes 4 angeordnetes Gestänge 54, 55 so verstellt, dass der Sperrhebel 39 wieder in seine Ruhestellung zurückgeschwenkt wird.
Infolgedessen wird bei der Rückbewegung der Schubstange 46 die untere Kontaktzunge 28 vom Sperrhebel 39 neuerdings aufgehalten bzw. gefangen und dadurch der Stromkreis des Solenoids 14 wieder unterbrochen ; auf die Stange 55 ist eine Feder 40 aufgeschoben. Wenn sich in der Folge der Antriebshebel 7 seiner Ruhestellung nähert, dann schlägt er mittels einer Stellschraube 56 (Fig. 8) auf den Ein-
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55 und der Feder 40 die Verschwenkung des'Sperrhebels 39 in die wirkungslose Stellung und folglich die Freigabe der unteren Kontaktzunge 28 durch den letzteren veranlasst wird.
Es tritt somit wieder Kontaktschluss der Zungen 27, 28 sowie Erregung des Solenoides 14 ein, und es wiederholt sich der be-
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schriebene Vorgang, d. h. das Zeitwerk 4 wird ohne Unterbrechung für eine weitere vorausbestimmte Zeitperiode in Gang gehalten.
Jedesmal bei der Rückbewegung der Schubstange 46 bewirkt eine an ihr vorgesehene federbelastete Klinke 57 die Rückschaltung der Schaltscheibe 35 um eine Zahnteilung entgegen der Wirkung der an der Schaltscheibe 35 angreifenden Zugfeder 37. Am Ende des Rücklaufes der Schubstange 46 trifft deren Sehaltklinke 57 gegen einen festen Ansehlagstift 58, wodurch diese Klinke 57 aus dem Schaltrad 35 ausgeklinkt wird. Es folgt somit jedem Aufzug des Zeitwerkes 4 (durch den Antriebshebel 7 und die Feder 8) eine Rückschaltbewegung der Schaltscheibe 35.
Alles dies wiederholt sieh entsprechend der eingeworfenen Münzenzahl, jedoch schlägt bei der letzten Rückschaltbewegung der Schaltscheibe 35, d. h. wenn dieselbe wieder in die Ruhestellung kommt, ihr Anschlagstift 38 gegen den Sperrhebel 39, wodurch, dieser in Wirkungsstellung gesperrt wird und somit die untere Kontaktzunge 28 am Stromschluss mit der oberen Kontaktzunge 27 hindert. Dabei kann nun d urch Verschwenkung des mit dem Gestänge 54, 55 verbundenen Einstellhebels 51 mittels des Antriebshebels 7 der Sperrhebel 39 nicht aus der Wirkungsstellung verschwenkt werden, sondern es wird jetzt die am Sperrhebel 39 und an der Stange 55 sich abstützende Feder 40 gespannt.
Bei seiner letzten Rückbewegung drückt der Antriebshebel 7 nach geringer Zurückschwenkung des Einstellhebels 51 mittels einer Stellschraube 59 (Fig. 8) auf einen Stützhebel 60 und verschwenkt ihn entgegen dem Einfluss einer Zugfeder 61. Dies hat zur Folge, dass der Stützhebel 60 eine Anschlagnase 62 aus der Bahn einer am Steuerhebel16 des Kippschalters 18 vorgesehenen Gegennase herausbewegt, wodurch der Steuerhebel-M freigegeben wird und unter dem Einfluss seiner Kupplung mit den Kippschalter 18 in seine Ruhestellung zurückfällt und damit auch den Kippschalter 18 in die Ausschaltstellung zurückgehen lässt, wozu die am Kippschalter 18 wirksame Zugfeder 21 dient. Feste Anschlagstifte 64 und 65 (Fig. 7) begrenzen die Sehwenkbewegung des Stützhebels 60.
Die Wirkungsweise des Apparates, wenn nur eine einzige Münze eingeworfen wird, lässt sich ohne weiteres aus vorstehenden Darlegungen folgern. Die Schaltscheibe 35 wird dann nur um eine Zahnteilung aus der Ruhestellung verschwenkt und als dann von der Schubstange 46 aus bei deren Rückbewegung wieder in die Ruhestellung zurückgedreht, wobei der Sperrhebel 39 wieder in Wirkungsstellung kommt und der unter Ablauf des Zeitwerkes 4 zurückschwenkende Antriebshebel 7 den Einstellhebel 51 und ferner den Stützhebel 60 entgegen dem Einfluss der Feder 52 bzw. 61 ! zurückschwenkt. Wenn mehrere Münzen unmittelbar aufeinanderfolgend eingeworfen werden, dann wird deren Anzahl durch eine an der Schaltscheibe 35 vorgesehene Zahlenreihe an einer Schauöffnung 67 (Fig. 6) aussen am Apparat sichtbar zur Anzeige gebracht.
Bei jeder Rückschaltbewegung der Schaltscheibe 35 wird diese Zahlangabe demgemäss geändert, so dass man stets ablesen kann, für wie viele Zeitperioden der Empfänger noch im Zustand der Empfangsbereitschaft bleibt. Die durch Münzeinwurf herbeigeführte Empfangsbereitschaft des Empfängers wird ihrer Anzahl nach durch ein Zählwerk 68 (Fig. 1) registriert. Dieses Zählwerk 68 erfährt jeweils eine Schaltung, wenn der Antriebshebel 7 aus seiner Ruhestellung verschwenkt worden ist, so dass die Anzahl der Aufzugs-bzw. der Antriebsbewegungen des Antriebshebels 7 registriert wird.
Zu diesem Zwecke ist mit dem Antriebshebel 7 durch einen Stift 69 (Fig. 1) ein Schalthebel 70 gekuppelt, welcher auf einer am Zeitwerk4befestigtenAchse 71 gelagertist undeinen Schaltarm 72trägt, der bei jeder Rückbewegung des Antriebshebels 7 das Einerrad des Zählwerkes 68 um eine Einheit schaltet ; das Einerrad des Zählwerkes 68 leitet seine Schaltbewegung in bekannterweise nach Erfordernis auf andere Zählräder weiter.
Damit der Apparat bzw. der Empfänger während der infolge Münzeinwurfes freigegebenen Benutzungszeit nach Belieben ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden kann, ist derselbe mit einer von aussen frei zugänglichen mechanischen Handeinstellvorrichtung versehen. Dieselbe besitzt eine mittels (nicht gezeichneter) Stellvorrichtung in ihrer Längsrichtung verschiebbare und in den Stell-Lagen festgehaltene Stange 73. Beim Abwärtsverschieben dieser Stange 73 drückt dieselbe auf einen auf der Achse 19 des Kippschalters 18 festsitzenden Arm 74 (Fig. 9,10), welcher sodann demgemäss unter Drehung dieser Achse 19 und damit des Kippschalters 18 verschwenkt wird.
Dabei bewirkt eine am Arm 74 befestigte Blattfeder 75 eine Verschwenkung der Ankergabel 76 in die Sperrstellung nach Fig. 10, wodurch das Räderwerk des Zeitwerkes 4 an der Drehung und demgemäss der Antriebshebel 7 an seiner Rückbewegung verhindert ist. Der Kippschalter befindet sich alsdann in der Aussehaltstellung (Fig. 8), und das Zeitwerk 4 ist am Laufe verhindert, so dass der Empfänger selbst gesperrt ist. Durch Zurückbewegen der Stange 73 in ihre normale Lage wird der Arm 74 wieder freigegeben und der Kippschalter 18 durch die Zugfeder 20 wieder in die Einschaltstellung verschwenkt, worauf das Zeitwerk 4 weiterläuft und der Empfänger neuerdings in Empfangsbereitschaft gesetzt ist.
Beim Sperren der Ankergabel 76 (Fig. 10) wird dieselbe unter Spannung der Spiralfeder der Unruhe verschwenkt, so dass bei der nachfolgenden Freigabe der Ankergabel 76 ein Antriebsimpuls erfolgt. Wie ohne weiteres klar ist, entsteht bei auf diese Weise herbeigeführtem Unterbrechen der Empfangsbereitschaft des Empfängers keine Einbusse an einbezahlter Benutzungsgebühr.
Die Münzeinwurfsvorrichtung kann einen auswechselbaren Teil besitzen, um auf Münzen andern Wertes verändert werden zu können, falls dies erwünscht sein sollte. Gleichzeitig oder auch nur für sich können Mittel vorgesehen sein, welche eine Veränderung der vorausbestimmten Laufzeit des Zeitwerkes ermöglichen.
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Es ist olme weiteres klar, dass mannigfache Ausführungen in Einzelheiten und. im Ganzen im Sinne der Erfindung möglich sind. Es könnte an Stelle eines mechanischen ein elektrisches Zeitwerk verwendet werden, dessen jeweilige Betriebsdauer z. B. vom Stromdurchgang abhängig sein kann. Es liesse sich im Sinne der Erfindung z. B. auch ein Empfänger ausgestalten, dessen Sender ein Grammophon od. dgl. ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Selbstkassierende Auslöse-und Sperrvorrichtung für Rundfunkempfänger, mit einem durch Münzeinwurf auslösbaren und während einer vorausbestimmten Zeitdauer in Gang gehaltenem Zeitwerk, das zum Schliessen des Stromkreises am Ende der genannten Zeitdauer dient, wobei das Zeitwerk von Hand ein-und ausgeschaltet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass eine unter der Wirkung einer Feder (37) stehende, mittels eines Schaltwerkes (29-34) entsprechend der Zahl der eingeworfenen Münzen vorgeschaltete Schaltscheibe (35) bei Beginn ihrer Drehung aus der Ruhestellung einen Sperrstift (38) aus dem Weg eines federbeeinilussten Sperrhebels (39) verstellt, welch letzterer dabei das Schliessen des Stromkreises durch ein Solenoid (14) über den Schalter (27, 28) zulässt, worauf das Solenoid (14) unter gleichzeitigem Spannen einer Feder (8) einen Hebel J ausschwenkt,
der bei Beginn seiner Bewegung einerseits mittels einer Klinke (11) mit dem Triebwerk des Zeitwerkes (4) und anderseits mittels eines Hebelwerkes (1, 15, 16, 63) mit dem Kippschalter (18, 19) gekuppelt ist, und der ferner mittels eines Klinkenhebels (45) und Schalthebels (46) einen Schalterkontakt (28) in den Bereich des Sperrhebels (39) einstellt und der Hebel (7) bei seiner Rückkehr in die Ruhelage unter dem Einfluss der sich entspannenden Feder (8) mit Hilfe einer Feder (52) und eines Gestänges (51, 54, 55) den Sperrhebel (39) in seine Sperrlage über eine Kontaktzunge (27) stellt, damit der Stromkreis durch das Solenoid (14) geschlossen wird, ferner der Hebel (7) Sperrorgane (60), 66 für den Kippschalter (18) auslöst, so dass letzterer unter dem Einfluss einer Feder in seine Ausschaltstellung zurückgeführt und damit der Empfangsapparat ausgeschaltet wird.