DE186602C - - Google Patents

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DE186602C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/12Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which metering is on a time basis

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 186602 -KLASSE 43 b. GRUPPE
und geöffnet werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Dezember 1906 ab.
Die Erfindung betrifft ein nach Münzeneinwurf aufziehbares Federtriebwerk, durch welches bei seinem Ablaufen in bestimmten Zwischenräumen elektrische Stromkreise geschlossen und geöffnet werden. Diese Stromkreise können beispielsweise mit Hilfe von Elektromagneten die Verschlußblenden optischer \^orrichtungen in die Freigabe- und Abschlußstellung bringen.
ίο Die Erfindung besteht in der baulichen Ausführung.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
Es zeigt
15. Fig. ι eine Vorderansicht und
Fig. 2 eine Seitenansicht.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen Einzelheiten.
A bezeichnet einen Rahmen, in dem eine die Triebfeder 2 spannende Welle 1 gelagert ist. Auf dieser Welle 1 sitzt ein Zahnrad 3, mit dem die Welle 1 durch ein Sperrad und eine Klinke (nicht dargestellt) derart verbunden ist, daß das Zahnrad 3 nicht mitgenommen wird, wenn die Welle 1 zwecks Spannens der Feder 2 gedreht wird. Wenn dagegen die Welle 2 sich unter dem Einfluß der sich entspannenden Feder 2 dreht, so wird das Zahnrad 3 durch das Sperrad und die Klinke mitgenommen und setzt mittels eines Getriebes 4, 5,6 (Fig. 1) einen Windflügel 7 in rasche Umdrehung, der als Regler für die Triebfeder 2 wirkt.
Die Federwelle 1 trägt ferner ein Zahnrad 8 (Fig. 2 und 4), mit dem ein Zahnsektor 9 kämmt, der auf einer durch Münzeneinwurf beherrschten Welle 10, gelagert im Rahmen A, befestigt ist. Die Enden 11 und 12 des Sektors 9 sind bestimmt, an einem Arm 13 eines Winkelhebels anzugreifen, dessen anderer Arm 14 mittels Gelenkstücke 15, 16 die Welle 17 einer Zählvorrichtung 18 dreht (Fig. 2 und 5). Der Winkelhebel wird in einer Endlage durch eine Schraubenfeder 19 gehalten, die mit dem Arm 14 und dem Rahmen A verbunden ist.
Auf der Welle 10 sitzt fest eine Scheibe 20, die einen Vorsprung 21 (Fig. 1 und 3) trägt; an diesem ist eine Klinke 22 schwingbar angeordnet, die* nachgiebig gegen einen in den Vorsprung 21 eingesetzten Stift 23 mittels einer Feder 24 gehalten wird. Die Klinke 22 geht, wenn die Scheibe 20 in der später noch zu beschreibenden Weise umgedreht wird, über ein Paar in größerem Abstand voneinander befindliche, beweglich gelagerte Kontakthebel 25 und 26, die bestimmt sind, mit entsprechenden Kontaktfedern 27 und 28 Stromschluß zu bewirken und so den die Verschlußblende bewegenden Elektromagneten zu erregen. Die beweglichen Kontakte 25 und 26 werden in der Ruhelage von den Kontaktfedern . 27, 28 mittels Federn 29 und 30 abgezogen. Jeder Kontakthebel 25,26 hat eine geneigte Fläche 31 bezw. 32, auf welche
die Klinke 22 mit ihrem hakenförmigen Ende bei der Rückwärtsbewegung drückt, wodurch die Kontakthebel 25,26 in Einschaltestellung gedreht werden.
Die von Hand zu bedienende Aufziehvorrichtung besteht aus einer Handkurbel 33, die lose auf der durch Münzeneinwurf beherrschten Welle 10 sitzt und durch eine Hülse 34, die auf der Welle 10 angeordnet ist, mit einem zweiarmigen Glied 35,37 (Fig. 1) verbunden ist. Mit einem Arm 35 dieses Gliedes ist ein Ende einer Schraubenfeder 36 verbunden, deren anderes Ende am Rahmen A befestigt ist. Der andere Arm 37 des zweiarmigen Gliedes trägt eine Klinke 38, die am Umfang der Scheibe 20 aufliegt und durch eine Feder 39 dagegen gedrückt wird. Die Scheibe 20 ist mit einer Einkerbung 40 ausgestattet (Fig. 3), in welche die Klinke 38 einzugreifen ao bestimmt ist, um eine Verbindung zwischen der lose auf der Welle 10 sitzenden Kurbel 33 und der Scheibe 20 herzustellen, dadurch den Sektor 9 in Umdrehung zu setzen und die Feder 2 zu spannen.. Um die Klinke. 38 am Eintreten in die Kerbe 40 der Scheibe 20 für gewöhnlich zu verhindern, ist die Scheibe 41 lose auf der durch Münzeneinwurf beherrschten Welle 10 gelagert. Die Klinke 38 ist so breit, daß sie· beiderseits etwas über die Scheiben 20 und 41 hinaussteht. Die Scheibe 41 ist ebenfalls mit einer Einkerbung 42 (Fig. 1) versehen, welche, und wenn in gleicher Linie mit Einkerbung 40 befindlich, der Klinke 38 gestattet, in die Einkerbung 40 einzutreten. Letztere (41) verhindert den Eintritt der Klinke 38 in die Einkerbung 40, wenn sie in irgendeiner anderen Lage ist. Die Scheibe 41 befindet sich gewöhnlich in der in Fig. 1 gezeigten Lage und wird in ihrer Bewegung durch einen Stift 43 begrenzt, der von der Scheibe 20 aus in einen bogenförmigen Schlitz 44 in der Scheibe 41 hineinragt. Eine Schneckenfeder 45 (Fig. 2) ist zwischen den beiden Scheiben angeordnet und mit einem Ende mit der Welle 10 und mit ihrem anderen Ende mit der Scheibe 41 verbunden. Diese Feder 45 ist bestrebt, die Scheibe 41 so zu drehen, daß die Einkerbung 42 mit der Einkerbung 40 in gleicher Linie zu stehen kommt. Die Scheibe 41 wird indessen von einer Drehung in dieser Lage mittels eines Anschlages 46 abgehalten, der an die eine Seite der Münzrinne 47 angelenkt ist und unter einen Zapfen 48 an der Scheibe 41 greift. Eine Fläche des Zapfens 48 und eine Fläche des Anschlages 46 sind bei 49 und 50 (Fig. 2) abgerundet, um dem Anschlag 46 zu gestatten, aus dem Bereich des Zapfens 48 gedrängt zu werden, wenn die Scheibe zwecks Spannung der Feder 45 bewegt wird. Der Anschlag 46 wird für gewöhnlich durch eine Feder 51 (Fig. 2) in der Sperrlage gehalten und ist mit einem geneigten Finger 52 versehen, der in die Münzrinne 47 durch deren Schlitz 53 hineinragt.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende.
Angenommen, die Teile befänden sich in der in Fig. ι gezeigten Lage und eine Münze· wäre in die Münzrinne 47 hineingesteckt worden. Es wird dann der Finger 52 beeinflußt und der Anschlag 46 entgegen der Wirkung seiner Feder 51 aus dem Bereich des Zapfens oder Stiftes 48 an der Scheibe.41 bewegt. Die jetzt freigegebene Scheibe 41 dreht sich unter der Wirkung der gespannten Feder 45 entgegen dem Sinne des Uhrzeigers, um ihre Einkerbung 42 mit der Einkerbung 40 der Scheibe 20 in die gleiche Linie zu bringen. Wenn die Handkurbel 33 nun gedreht wird, wird ihre Klinke in die Einkerbungen 40 und 42 eintreten und so eine Verbindung zwischen dem Handgriff und den beiden Scheiben herstellen, die jetzt mit ' dem Handgriff im Uhrzeigersinne bewegt werden. Die Scheibe 41 wird so durch die Handkurbel nach ihrer ursprünglichen Lage zurückgebracht. Die geneigte Fläche ihres Stiftes 48 beeinflußt dabei die geneigte Fläche des Anschlages 46 und bewegt den letzteren aus dem Bereich des ersteren, so daß der Anschlag wieder hinter den Stift fassen und die Scheibe 41 gegen Zurückdrehung halten kann. Die ebenfalls gedrehte Scheibe 20 bewegt die Klinke 22 an den beweglichen Kontakthebeln 25 und 26 vorbei, wobei die Klinke 22 beim Vorbeigehen an den Kontakten ausweicht. Sie bringt also die Kontakte bei der Bewegung im Uhrzeigersinne nicht in Stromschlußstellung. Wenn die Scheibe 20 mit dem Handgriff 33 gedreht wird, wird auch der Sektor 9 bewegt, der auf diese Weise die Federwelle 1 umdreht und Kraft in der Feder 2 aufspeichert. Sobald der Sektor das Ende seiner Bewegung in dieser Richtung erreicht, schlägt sein Ende 12 am Arm 13. des Winkelhebels 13, 14 an und schaltet so die Zählvorrichtung 18 weiter.
Die Handkurbel 33 wird nun losgelassen und kehrt in ihre ursprüngliche Lage unter der Wirkung der Feder 36 zurück. Hierbei wird die Klinke 38 aus den Kerben 40, 42 herausgezogen. Die Triebfeder 2 wirkt mittels des Zahnrades 8. auf den Sektor 9, um die Welle 10 und die auf dieser sitzende Scheibe 20 in ihre ursprüngliche Lage zurückzudrehen. Die Entspannung der Feder 2 wird dabei durch das Flügelrad 7 geregelt. Bei der Rückwärtsbewegung der Scheibe 20 drücken die hakenförmigen Enden der Klinke 22 nacheinander auf die schrägen Flächen 31, 32 der Kontakthebel 25, 26 und bringen diese in Verbindung mit ihren Kontaktfedern 27 und 28.
So wird zuerst der Erregerstromkreis des Magneten, der das Öffnen der Verschlußblende bewirkt, geschlossen und dann der Erregerstromkreis des Magneten, der das Schließen der Blende veranlaßt. Die von der Klinke 22 bei ihrer Bewegung von Kontakt 25 nach Kontakt 26 gebrauchte Zeit beträgt ungefähr drei Minuten. Wenn der Sektor 9 seine ursprüngliche Lage erreicht hat, beeinflußt sein Ende 11 den Arm 13 des Winkelhebels 13, 14 und bringt ihn ebenfalls in seine ursprüngliche Lage zurück, wenn er noch nicht durch die Feder 19 zurückgebracht sein sollte. Der Arm 13 hemmt alsdann die weitere Bewegung des Sektors 9.
Bei dieser Zurückdrehung der Scheibe 20 wurde auch die Schneckenfeder 45 wieder gespannt, da die Scheibe 41 gegen Drehung durch den Stift 48 gesichert ist.
Das Federtriebwerk steht nun wieder für einen neuen Münzeneinwurf bereit.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Nach Münzeneinwurf aufziehbares Federtriebwerk, durch welches bei seinem Ablaufen elektrische Stromkreise in bestimmten Zwischenräumen geschlossen und geöffnet werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Kurbelwelle (10) lose sitzende, in an sich bekannter Weise durch Münzeneinwurf freigegebene Handkurbel (33), mittels einer Klinke (38) in die Einkerbung (40) einer auf der Kurbelwelle (10) festsitzenden, zur Einwirkung auf die Stromschlußvorrichtungen (25, 26) bestimmten Schaltscheibe (20) greift, nachdem eine zweite, lose auf der Kurbelwelle (10) sitzende Schaltscheibe (41) in an sich bekannter Weise durch eine zwisehen die Schaltscheiben (20,41) angeordnete Schneckenfeder (45) gedreht und ihre Kerbe (42) in eine Linie mit der Kerbe (40) der anderen Schaltscheibe (20) gekommen ist, so daß durch Umdrehung der Kurbel (33) ein Aufziehen der Triebwerksfeder (2) erfolgt, wobei die zur Einwirkung auf die Stromschlußvorrichtungen (25, 26) bestimmte Scheibe (20) wirkungslos an diesen (25,26) vorbeigeht, während bei der nach Freigabe ■ der Handkurbel (33) durch das Federtriebwerk erfolgenden Rückdrehung dieser Schaltscheibe (20) in die Anfangslage nacheinander die Stromschlußvorrichtungen (25, 26) in Tätigkeit treten.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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