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Münzkassierende Telephonsprechstelle mit Zeitbegrenzung.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung sowie Verbesserung der im Patente Nr. 131052 geschützten münzkassierenden Telephonsprechstelle mit Zeitbegrenzung, einerseits zum Zwecke der Verhinderung einer missbräuchlichen Beeinflussung des verschwenkbaren Münzkanalyverschlussorganes (Klappe, Gelenkhebel od. dgl. ) etwa durch ein Werkzeug, Taschenmesser oder durch die Münze selbst, ohne dass sie jedoch in den Schacht wirklich eingeworfen wird, sowie anderseits, um bei Apparaten mit Mehrfaehmünzeinwurf für die Herstellung der Sprechbereitsehaft die Gesprächsverlängerung durch Einzelmünzeinwurf zu ermöglichen.
In allen Fällen wird erfindungsgemäss bei der Verdrehung des verschwenkbaren Mü, nzkanalverschlussorganes (Klappe, Gelenkhebel od. dgl.) zuerst ein die Sprechbereitschaft der Station verhindernder Kontakt (Münzenwaagekontakt oder Mikrophonkurzschlusskontakt od. dgl.) gesteuert und dann erst der Uhraufzug bewirkt.
Weitere Kennzeichen der Erfindung liegen in der besonderen Ausbildung des Aufzugsgestänges sowie des Gestänges für die Beeinflussung der Münzenwaage, sowie schliesslich in besonderen Steuereinrichtungen, welche etwa auf der Münzenwaage verbliebene Münzen nach dem Verlassen der Zelle oder nach Gesprächsbeendigung von der Münzenwaage abwerfen, um dadurch eine Störung des folgenden Gespräches durch unrichtige Belastung der Münzen- waage zu verhindern.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine schematische Ansicht der Einrichtung mit Beeinflussung der Stellung der Münzenwaage in Abhängigkeit vom Kanalverschlussorgan, die Fig. 2 die gleiche Darstellung eines Ausführung- beispieles ohne Beeinflussung der Münzenwaage durch das verschwenkbare Kanalverschlussorgan ; die Fig. 3 zeigt den Aufzugshebel der Uhr in Vorderansicht und die Fig. 4 schliesslich eine Einzelheit, den Münzkanal betreffend.
Gemäss Fig. 1 ist seitlich vom Münzenschacht 1 um die Achse 2 ein dreiarmiger Hebel 3a, 3b, 3c gelagert. Der Hebel 3 a trägt an seinem freien Ende eine durch einen Schlitz in den Münzkanal ragende Klappe, Rolle od. dgl. 4, welche den Münzkanal seiner Höhe nach teilweise verschliesst und durch den Einwurf der Münze m im Sinne des Pfeiles Pl verschwenkt wird. Der Hebelarm b trägt an seinem Ende eine Klinke 5, welche um die Achse 6 bis zum Anschlagen des Teiles 5 a der Klinke am Hebel b verdrehbar ist und durch eine Feder 7 in die Strecklage gedrückt wird. Der Aufzugshebel 8 des Zeit-
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gezeichneten Normalstellung zu erhalten.
Der dritte Hebelarm 3e schliesslich ist mittels einer Stange 11 mit einem um die Achse 12 verdrehbaren Kniehebel 13 verbunden, dessen freies Ende auf den um die Achse 14 verschwenkbaren Arretiermagnet Ma der um die Achse 15 verschwenkbaren Münzenwaage 16 einwirkt. Die Münzenwaage 16 ist zweckmässigerweise an ihrem im Münzkanal 1 befindlichen Ende angesehrägt, wobei der Kanal an dieser Stelle einen Umleiteschacht 1 a für den Abfall der auf der Münzenwaage aufliegenden, den Betrieb der Einrichtungen störenden Münzen besitzt, wobei der Abfall dieser
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deren Kontakt durch einen Stift 16a in der Sehwenkstellung der Waage gesteuert wird) und dann erst der Aufzug des Zeitschalters Z bewirkt wird.
Dadurch bleibt eine Beeinflussung des Verschlussorganes 4 ausser durch eingeworfene Münzen wirkungslos, da nur durch die Verdrehung des Verschlussorganes im Zusammenhang mit dem Abfall der Münzen in den Kassierschacht eine Gesprächsverlängerung hergestellt werden kann. Durch den Einwurf der Münzen wird das Verschlussorgan 4 von der Stellung. 4. 1 in die Stellung A2 verdrängt, in welch letzterer die Münze m unterhalb des Verschlussorganes in den Sehacht einfällt.
Durch diese Verschwenkung wird der dreiarmige Hebel 3a, 3b, 3c im Sinne des Pfeiles p1 verdreht ; dabei wird zunächst durch den Winkelhebel ; H der Magnet Ma von der Münzenwaage 16 abgerissen, welche in ihre gezeichnete Ruhestellung zurückkehrt, in welcher die Spreehbereitschaft der
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zurückgestellte Hebelsystem 3a, 36,-3c neuerlich, die Klinke 5 des Hebels 3b greift nun in den Zahn Z1, drückt diesen nach abwärts und vollendet auf diese Art den Aufzug der Uhr Z, der also stufenweise, entsprechend der Anzahl der eingeworfenen Münzen, vor sich geht.
Der Vorgang zur Benutzung der Einrichtung ist folgender :
Die Uhr Z ist normalerweise beim Betreten der Zelle durch das Trittgestänge zurückgestellt und
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aus in die Normalstellung verschwenkt und der Aufzugshebel 8 daher in der tiefsten Stellung, so dass die Klinke 5 beim Einwerfen der Münzen 1n gerade noch den Zahn z1 erreicht, ohne aber auf ihn einzu- wirken. Durch das Gewicht der beiden eingeworfenen Münzen wird die Waage 16 verschwenkt, die Station betriebsbereit und das Gespräch kann beginnen.
Ist nun die vorgegebene Zeit abgelaufen, wodurch sieh der Aufzugshebel 8 in die in Fig. 1 gezeichnete Lage bewegt hat, so wird durch den nicht gezeichneten UIirenkontakt die Station in an sich bekannter Weise abgeschaltet. Zum Zwecke der Verlängerung des Gespräches sind neuerlich zwei Münzen m einzudrücken.
Beim Eindrücken der ersten Münze während des ersten Viertels der Drehbewegung des dreiarmigen Hebels 3a, 3b, 3c (während der Zeit, in der die Klinke 5 an der Leitfläche 9 gleitet) wird der Arretiermagnet Ma abgezogen und die Waage 16 schwenkt sich dadurch in die gezeichnete Ruhestellung, wodurch zunächst die Sprechbereitschaft der Station durch den Münzenwaagekontakt aufgehoben wird.
Bei der Weiterbewegung des dreiarmigen Hebelsystems geht die erste Hälfte des Aufzuges vor sied.
Die Münze fällt auf die Waage 16 und bleibt auf dieser liegen, weil das Gewicht einer Münze allein nicht imstande ist, dieselbe zu verschwenken. Durch das Eindrücken der zweiten Münze wird der Aufzug der Uhr Z vollendet. Ist dies vorüber, so gleitet auch die zweite Münze auf die Waage 16. Das Gewicht beider Münzen ist hinreichend, diese zu verschwenken, wodurch der Apparat wieder sprcchbereit wird.
Dieser Vorgang zur Verlängerung der Sprechzeit kann selbstverständlich mehrmals wiederholt werden.
Sollte jemand nur eine Münze oder überhaupt eine ungerade Anzahl von Münzen einwerfen, so dass immer eine Münze auf der Waage liegen bleibt, so würde dadurch eine Störung solange eintreten, solange nicht neuerlich durch Einwurf wieder einer ungeraden Anzahl von Münzen der Apparat wieder funktionsfähig wird. Um dies zu verhindern, ist ein Sperrstift 17 vorgesehen, der beim Verlassen der Zelle oder bei Beendigung des Gespräches bzw. beim Hochgehen des Trittes eine seitliche Ausbuchtung 1 a im Münzsehacht. ! freigibt, so dass eine eventuell stehengebliebene Münze oder ein Falsifikat von der schief abgeschnittenen Waage16 abrollen kann und diese dadurch wieder für zwei Einwürfe funktionsfähig wird.
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klappe 1b das Geldstück durch diese auswirft.
Ein weiteres Anwendungsgebiet dieser Erfindung besteht darin, dass diese Einrichtung auch so umgebaut werden kann, dass sie eine Gesprächsverlängerung auch um eine Münze allein erlaubt. Zu diesem Zwecke wird gemäss Fig. 2 der Hebel 3c entfernt, so dass durch das Eindrücken der Münzen die
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unzugänglich, ein Zahn 20 eines Hebelsystems M, 22, das um die Achse 23 drehbar ist. Wird nun eine Münze m eingedrückt, so wird das Verschlussorgan 4 beim ersten Viertel seiner Bewegung in den Zahn 20 einschnappen.
Bei der Weiterbewegung des Verschlussorganes 4 wird einerseits durch den Druck der Klinke 5 auf den Zahn Z2 (der Zahn gi kann in diesem Falle entfallen) die Uhr Z rückgestellt. Der Hebel 21 bleibt aber während der ersten Bewegung angehoben und schliesst in dieser Stellung ein Federpaket 24. Dieses Federpaket 24 schaltet in an sich bekannter, beliebiger Weise die Spreehbereitschaft der Station ab.
Hat die Münze m nun das Verschlussorgan 4 passiert, so kann letzteres jedoch nicht mehr in seine Ruhestellung zurück, da es durch den Zahn 20 so lange daran gehindert wird, bis die Münze den Münzprüfer 1 verlassen hat und durch Aufschlagen auf den Teller 22a den Zahn 20 vorübergehend abhebt, so dass das Verschlussorgan wieder in seine Ruhestellung zurück kann. Dadurch kann auch der Hebel 21 nach Abgleiten der Münze vom Teller 22a in seine Normalstellung zurück und dadurch jetzt erst den Kurzschluss über das Federpaket 24 aufheben. Die Station ist somit wieder sprechbereit.
Durch diese Ausführungsform der Einrichtung müssen daher bei Gesprächsbeginn zwei Münzen eingeworfen werden, um die Waage 16 überhaupt in die kontaktgebende Stellung zu verschwenken, wogegen zur Verlängerung des Gespräches auch eine Münze genügt, wobei die damit hergestellte Zeit von den Hebelübersetzungen und der Lage der Zahnstange 8 gegenüber der Klinke 5 abhängt und daher je nach den geforderten Bedingungen voreingestellt werden kann. (Für die Grundgebühr sei z. B. sechs Minuten Gespräehszeit vorgegeben, wogegen für die halbe Verlängerungsgebühr z.
B. zwei Minuten, drei Minuten oder vier Minuten Gesprächszeit durch die beschriebene Einrichtung durch Teilaufzug des Zeitschalters Z herstellbar sind. ) Die Verriegelung des Kanalverschlussorganes 4 bzw. die Verhinderung der Sprechbereitschaft der Station bis zur Kassierung der Münze kann naturgemäss auch auf andere beliebige Art erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Münzkassierende Telephonsprechstelle mit ZeitbegTenzung nach Patent Nr. 131052, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Verdrehung des verschwenkbaren Münzkanalverschlussorganes (4) (Klappe, Gelenkhebel od. dgl.) zuerst ein die Sprechbereitschaft der Station verhindernder Kontakt (Münzen- waagekontakt oder Mikrophonkurzschlusskontakt od. dgl. ) gesteuert und dann erst der Uhraufzug bewirkt wird.