<Desc/Clms Page number 1>
Münzfernspreeher mit Zeitbegrenzung.
Die Erfindung bezieht sich auf Münzfernsprecher, welche für einen Geldbetrag eine bestimmte Zeit die Möglichkeit geben, Telephongespräche zu führen. Es sind wohl derartige Apparate schon bekannt, doch ist der Aufbau und die Konstruktion derselben kompliziert und teuer, was der Erfindungsgegenstand beseitigen soll.
Es wurde bei Münzfernsprechern bereits vorgeschlagen, für die Nachzahlung zur Gespräch- verlängerung einen von Hand drehbaren Münzenbehälter vorzusehen, bei dessen Drehung durch die eingeworfenen Münzen ein Gestänge betätigt wurde, das den Uhraufzug bewirkte und den bei abgelaufener Uhr vorhandenen Kurzschluss über das Mikrophon aufhob.
Gemäss der Erfindung ist der Münzenbehälter als Münzkreuz mit mehreren Kammern ausgebildet, von denen für jeden Münzeinwurf eine andere Kammer dient, wobei die Münze bzw. die Münzen einer Kammer bei der Drehung des Münzkreuzes einen Kontakt eines Solenoides oder eines Elektromagneten für den Uhraufzug schliessen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines solchen Münzfernsprechers dargestellt, welcher zu jedem bestehenden Fernsprechapparat montiert und angeschaltet werden kann ; als Zeitbegrenzung wurde eine Uhr angenommen, jedoch kann dieser Münzfernsprecher auch mit andern bekannten Zeitbegrenzungseinrichtungen wie Pendelwerken, thermischen und pneumatischen Schaltwerken in Verbindung gebracht werden.
Fig. 1 zeigt einen Münzfernsprecher gemäss der Erfindung, welcher aus drei Hauptbestandteilen, dem Münzprüfer, dem Solenoid und einer normalen Telephonuhr, für ein bis sechs Minuten Sprechzeit, besteht. Fig. 2 zeigt die Seitenansicht des Münzprüfers sowie einen teilweisen Schnitt durch das Münzkreuz und die Münzkammern mit eingeworfenen Münzen. Fig. 3 zeigt die obere Ansicht des Münzprüfers. Fig. 4 zeigt die untere Ansicht des Münzprüfers. Fig. 5 zeigt die elektrische Verbindung der Kontakte 1 und II des Münzprüfers mit dem Solenoid und der Stromquelle sowie des Uhrkontaktes Y und des Schlüsselkontaktes Z mit dem Telephonapparat.
Durch den Münzkanal B gelangen die eingeworfenen Münzen in die Münzkammer des Miinzkreuzes T, wo sie durch einen Hebel H aufgehalten werden. Durch Hineindrücken des Knopfes K wird das Münzkreuz T samt den darin befindlichen Münzen von bestimmter Grösse um 900 verdreht. Auf einer drehbaren Welle W, welche durch den Knopf K abgeschlossen ist, befindet sieh nämlich ein Stift F, welcher in das vierteilige Flügelrad G eingreift. Mit dem Flügelrad G ist über eine Achse das Münzkreuz verbunden. Durch Hineindrücken des Knopfes K wird die Welle W mit dem Stift F nach einwärts bewegt und durch den Stift F wird das Flügelrad G sowie das Münzkreuz um 900 verdreht.
Bei Drehung des Münzkreuzes wird durch die beiden darin befindlichen Münzen, falls diese die richtige Grösse haben, die Kontaktplatte B mit dem Segment C gehoben, welche dadurch den Hebel D hebt, den Kontakt I schliesst und die Sperrklappe L, welche durch einen Haken am Ende des Hebels D gehalten wurde, auslöst. Durch die an der Drehachse der Sperrklappe L befestigte und auf diese wirkende Feder P wird die Sperrklappe etwas nach rechts bewegt und bleibt auf dem Haken oder der Nase des Hebels D. Dadurch kann der Hebel nicht in seine Ruhelage zurück und hält den Kontakt I geschlossen, bis die Welle W in ihrer innersten Stellung den Kontakt II durch den Stift J schliesst.
Dadurch kommt ein Stromfluss wie folgt zustande : (Fig. 5) : + Stromquelle, über Solenoid S, über Kontakt I, welcher durch den Hebel D gehalten wird, über Kontakt II, welcher durch Endstellung der Welle W und Stift J geschlossen ist, zu-Stromquelle. Das Solenoid zieht seinen Kern ein und dieser stösst die Sperrklappe L zurück, dadurch wird der Hebel D wieder freigegeben, fällt in seine Ruhestellung zurück und Kontakt 1
<Desc/Clms Page number 2>
wird geöffnet. Durch das Anziehen des Solenoids S w ; rd Übcr eine Hebelübertragung die Telephonuhr U aufgezogen und das Laufwerk für eine bis sechs Minuten frei gegeben. Dadurch wird der Telephon- Kurzschlusskontakt Y in der Uhr geöffnet und der Apparat ist gesprächsbereit.
Nach Ablauf dieser sechs
EMI2.1
welcher zwangsläufig beispielsweise durch einen Schlüssel getrennt werden kann, so dass für den Besitzer des Schlüssels die Möglichkeit besteht, Telephongespräche ohne Einwurf von Münzen zu führen. Auch soll dieser von Hand aus zu öffnende Kontakt die Möglichkeit geben, bei ankommenden Rufen, ohne Münzen einzuwerfen, das Gespräch abzufragen. Bei abermaligem Einwurf von Münzen und Drücken an dem Knopf K wird nach dem vorher beschriebenen Vorgang der Telephonapparat wieder frei gegeben und die vorher verwendeten Münzen fallen nach einer Drehung von 180 in einen abhebbaren Behälter, welcher sich unter dem Münzkreuz befindet. Durch den verstellbaren Hebel H ist es möglich, die Apparatur auf verschiedene Münzgrössen einzustellen.
Um nun ein fortwährendes Münzensuchen und Einwerfen zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, zwei, vier oder sechs Münzen sofort einzuwerfen, wovon nach jedesmaligem Drücken des Knopfes K zwei Münzen für das verbrauchte Gespräch kassiert werden. Angenommen, der Apparat wäre auf fünf Minuten Gesprächsdauer eingestellt, so ist es nun möglich, bei einmaligem Einwurf von sechs Münzen dreimal den Knopf K zu drücken, ohne auf weiteren Münzeinwurf bedacht sein zu müssen.
Sollte das Telephongespräch jedoch nach zweimal fünf Minuten beendet sein, so werden durch Drücken des Hebels H nach rückwärts die restlichen Münzen zurückgegeben, d. h. sie fallen geradeaus durch in einen Kanal, welcher an der Seite des Apparates eine Öffnung für die Rückgabe nicht verbrauchter Münzen hat.
In der dargestellten Ausführungsform wurde beispielsweise zur Auslösung der Sperrklappe L sowie zum Aufziehen der Uhr ein Solenoid angenommen, doch ist es für den Erfindungsgegenstand gleichgültig, wenn dieses durch einen Elektromagnet ersetzt wird.
Die Welle, auf der sich das Münzkreuz T dreht, hat in ihrem unteren Teil einen Vierkant V, welcher zwischen zwei Federn R gelagert ist, wodurch ein selbsttätiges Vorschnellen und eine genaue Ruhestellung des Münzkreuzes erreicht wird.
Für den Erfindungsgegenstand ist es belanglos, ob das Solenoid oder der Elektromagnet durch ein oder mehrere Kontakte eingeschaltet werden.
Es ist für den Erfindungsgegenstand gleichgültig, ob das Gespräch durch einen Schliesskontakt kurzgeschlossen oder durch einen Trennkontakt unterbrochen wird, somit kann der Kontakt in der Uhr auch als Trennkontakt ausgebildet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Münzfernsprecher mit Zeitbegrenzung, bei dem ein von Hand drehbarer Münzenbehälter vorgesehen ist, gekennzeichnet durch ein Münzkreuz mit mehreren Kammern, von denen für jeden Münzeinwurf eine andere Kammer dient, wobei die Münze bzw. die Münzen einer Kammer bei der Drehung des Münzkreuzes einen Kontakt eines Solenoids bzw. eines Elektromagneten für den Uhraufzug schliessen.