DE710871C - Muenzfernsprecher mit beschraenkter Verkehrsmoeglichkeit - Google Patents
Muenzfernsprecher mit beschraenkter VerkehrsmoeglichkeitInfo
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Description
Β». Ind. Eig
. 30 QCT. ,941
AUSGEGEBEN AM
23. SEPTEMBER 1941
23. SEPTEMBER 1941
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
' KLASSE 21a3 GRUPPE 80 io
T49075 VIIIaJ2ia3
ist als Erfinder genannt worden.
Teloferm S. A. in La Chaux-de-Fonds, Schweiz
Münzfernsprecher mit beschränkter Verkehrsmöglichkeit
Münzfernsprecher mit beschränkter Verkehrsmöglichkeit
Patentiert im Deutschen Reich vom 20. August 1937 an
Patenterteilung bekanntgemacht am 14. August 1941
Patenterteilung bekanntgemacht am 14. August 1941
Es sind bereits Münzfernsprecher mit beschränkter Verkehrsmöglichkeit bekannt, bei
welchen zwecks Kurzschließens des Impulskontakts des Nummernschalters eine oder mehrere, mit dem Nummernschalter gekuppelte
Kontakte des Sperrstromkreises betäti-. gende Nockenscheiben vorgesehen sind, um
bei unerlaubter Wahl die Übertragung der Impulse an die Vermittlungsstelle zu verhindern.
Bei den bekannten Münzfernsprechern dieser Art wird zwar die Herstellung der unerlaubten
Verbindung verhindert, aber der Sprechgast merkt davon zunächst nichts, weil die Rückgabe des Geldes erst nach dem Aufhängen
des Hörers erfolgt. Er merkt erst nach langem Warten und wiederholter unerlaubter
Wahl, daß er falsch gewählt hat, und während dieser Zeit wird der Münzfernsprecher
mit den zugehörigen Einrichtungen der ao Vermittlungsstelle unnötig dem Verkehr entzogen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Münzfernsprecher eingangs erwähnter Art,
bei welchem diese Nachteile dadurch behoben sind, daß ein im Sperrstromkreis liegendes
Relais bei unerlaubter Wahl und offenem Inpulskontakt durch die abgegebenen Impulse
zum Ansprechen gebracht wird, die Kassiervorrichtung zur Geldrückgabe und zur Ver-Weigerung
weiterer Geldannahme veranlaßt und gleichzeitig die Unterbrechung der Sprechleitung
bewirkt.
Jedesmal, wenn eine Falschwahl vorgenommen oder ungenügend eingezahlt wurde,
wird das eingeworfene Geld dem Sprechgast durch das Relais selbsttätig vor dem Aufhängen
des Hörers wieder zurückgegeben und zu-
gleich die Sprechleitung unterbrochen. Der Sprechgast wird durch diese selbsttätige, vor
dem Aufhängen des Hörers erfolgende Geldrückgabe sinnfällig auf seine .Falschwahl aufmerksam
gemacht. Er wird veranlaßt, den Hörer aufzulegen und von neuem mit der Wahl zu beginnen. Versucht er ohne Auflegen
des Hörers auf die Gabel neu einzuzahlen, so nimmt der Münzfernsprecher das
ίο Geld nicht an.
Sperrkontakte und Xockenscheiben können so angeordnet sein, daß bei Nichteinwürf
einer Münze und Einstellung bestimmter gebührenfreier Nummern das Relais die Sprechleitung
nicht unterbricht.
Damit das Relais nicht nur bei Nichteinwerfen einer Münze die Herstellung einer
Verbindung verhindert, sondern auch dann, wenn der Sprechgast nach Münzeinwurf eine
Nummer mit höherer Gebühr einzustellen versucht, als der eingeworfenen Gebühr entspricht,
ist ein Sperrstromkreis vorgesehen, der bei Einwurf einer Münze durch die Kassiervorrichtung
nicht' unterbrochen wird und beim Versuch, mit einem zu kleinen Geldbetrag
eine Nummer einzustellen, das Relais zum Ansprechen bringt.
Um zu verhindern, daß eine Nummer mit einer über die erlaubte Anzahl Ziffern hinausgehenden
weiteren Ziffer einstellbar ist, kann man in den Sperrstromkreisen einen Kontakt
anbringen, der das Relais bei Einstellung dieser weiteren Ziffer zum Ansprechen
bringt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Der Strom,
bei α einfließend, durchläuft nacheinander den Nummernschalter mit dem Impulskontakt K1,
dann über c. d, c den Transformator Tr, das
Mikrophon Mi, den Palettenkontakt A"2, den
Gabelkontakt Kg und verläßt den Münzfernsprecher bei b. Zwischen den Klemmen a, b
ist als Nebenschluß in bekannter Weise der Kondensator C und die Glocke G angeschlossen.
Das Mikrophon Mi wird seinerseits vorübergehend durch einen Gleitkontakt A"3 kurzgeschlossen. Ein dritter Parallelstromkreis
zum Impulskontakt K1 zweigt in </ ab, verteilt
5D sich auf die Sperrkontakte K4. /C5 und K6.
Die beiden letzten Kontakte sind parallel geschaltet. Die Abzweigung über K4 geht dann
durch das Relais R, über den Schloßkontakt Ks an die Zuleitung des Nummernschal-SS
ters. Die Abzweigung über A"5 und A"o geht
weiter zum Kontakt K7 der Münzwaage, nachher gemeinsam mit dem oben beschriebenen
Stromkreis über Relais R. Schloßkontakt Ks an die Zuleitung zum Nummernschalter.
Weitere Einrichtungen sind: das Schloß Sch, welches den Kontakt Ks öffnet und schließt.
Die Münzwaage, bestehend aus einem Waagebalken W in O1, drehbar mit Gegengewicht
Ge, Schale Gs und Kassierhebel Ii.
Ein Druckknopf D mit Stift, Rückführfeder und Steuerklotz Sk dient zum Kippen der
Münzwaage, wenn dieselbe mit Geld belastet ist, wobei sie aus der Lage I in die punktierte
Lage II ausschwingt.
Eine Kasse Ka dient zur Aufnahme des einkassierten Geldes.
Das eingeworfene Geld durchläuft zunächst einen magnetischen Münzprüfer Mü, bestehend
aus einem Einwurfkaliber E1 einem Prüfmagneten mit den Polen Λ', S sowie einem
knieförmigen Geldkanal. Der Alünzprüfer scheidet falsches Geld aus, so daß dasselbe
durch den Kanal A aus dem Münzfernsprecher herausrollt.
In bekannter Weise fällt Falschgeld aus Alessing, das vom Pol S nicht angezogen
wird, in Richtung des Pfeiles B. Falschgeld aus Eisen fällt in Richtung der PfeileF infolge
der Ablenkung durch die Magnetpole 6" und N. Eine echte NTickelmünze hingegen
fällt bei B auch nicht heraus und geht unten in Richtung des Pfeiles L in die Schale Gs.
In O2 gelagert ist ein Hebel He1 welcher links
von seinem Drehpunkt O2 durch den Anker des Relais R gehalten wird und am rechten
Arm eine Palette P trägt. Wenn das Relais den Anker anzieht, wird der Hebel frei, und
die Palette fällt in die Lage P'.
Diese Palette verhindert, daß das Geld, das sich in der Schale Cr aufrecht stehend befindet,
aus der Schale hinaus in den Kanal A rollen kann.
Wenn die Palette durch Anziehen des Relais nach P' fällt, rollt das Geld durch den
Kanals aus dem Münzfernsprecher heraus.
Der Gabelkontakt Kg ist als Quecksilberkontakt ausgebildet und wird durch die
Gabel GA betätigt. Das Einhängen des Hörers öffnet den Kontakt A^g". Bei Abnehmen
des Hörers wird der Kontakt durch die Feder Fe geschlossen.
Die Kontakte K4, K5 und A'o werden durch
Scheiben ScJi1, ScIi2 und ScJi3, welche mit
Nocken versehen sind, geschlossen oder offen gelassen. Diese Nockenscheiben sind in
mechanischer Verbindung mit der Nummernscheibe. Diese Verbindung ist in der Zeichnung
durch die Welle w angedeutet. Die jeweilige Stellung der Scheiben wird durch
die Nummernwahl bestimmt.
In vorliegendem Beispiel drehen sich die Scheiben ScJi1 und Seit, beim Einstellen der
ersten Ziffer einer zu wählenden Nummer um den gleichen Winkel wie die Nummernscheibe
und bleiben dann in dieser Lage bis zum Schluß des Gespräches stehen. Die Wahl der
weiteren Ziffern beeinflußt sie nicht mehr.
Die Scheibe ScIi3 dreht sich erst bei Wahl der
zweiten Ziffer ebenfalls um denselben Winkel wie die Nummernscheibe und bleibt dann
ebenfalls stehen. Es können nach Bedarf weitere Scheiben eingesetzt werden, welche nacheinander
von der dritten, vierten usw. eingestellten Ziffer ihre Einstellung erhalten.
Je nach den durch die Nummernscheibe gewählten Ziffern werden also die entsprechen-
i" den Scheiben in entsprechende Winkellagen
gebracht. Da die Scheiben mit Nocken versehen sind, werden durch diese Einstellung
der Scheiben einer oder mehrere der Kontakte Ä*4 bis A'c geschlossen, so daß dadurch
1S der eine oder der andere der Sperrstromkreise
zur Wirkung kommen kann.
Dies wird jedesmal dann eintreten, wenn
die gewählte Nummer nicht gebührenfrei ist.
Ebenfalls in mechanischer Verbindung mit
an der Nummernscheibe, durch die Welle τν angedeutet,
befindet sich ein Klinkenrad KR. Dieses Rad hat die Aufgabe, nach der Wahl
jeder einzelnen Ziffer der für die Herstellung einer Verbindung notwendigen Rufnummer,
das auf der Welle ZC1 befestigte Sternrad StR um einen Zahn zu drehen. Für diesen Zweck
steht das Sternrad StR dem Klinkenrad KR gegenüber, und es steht im vorliegenden Beispiel
die Klinke Kl mit dem ersten Zahn des Sternrades StR bei der Ausgangsstellung der
Vorrichtung in Eingriff. Das auf der gleichen Achse zi'l befestigte Nockenrad XOR dreht
sich gleichzeitig und um den gleichen Winkel wie das Sternrad StR. Die Nocke des
Nockenrades AToR ist so eingestellt, daß sie
nach Drehung des Sternrades um eine bestimmte Anzahl Zähne den parallel zum Kontakt
K4 liegenden Kontakt Ks schließt. Die
Anzahl der Zähne auf dem Sternrad StR — und damit das Schließen des Kontakts /C8 —
hängt ab von der Anzahl der Stellen der Rufnummern, die zur Herstellung einer Verbindung
in den verschiedenen Vermittlungsstellen benötigt werden. Bei vierstelligen Rufnummern beträgt die Anzahl der Zähne
auf dem Sternrad StR fünf, bei sechsstelligen Rufnummern sieben usw.
Jede weitere Drehung der Nummernscheibe nach Wahl einer Rufnummer schaltet also das
Sternrad .SYi? um einen Zahn weiter und bewirkt die Schließung des Kontakts Ä'8 und damit
die Kurzschließung des Inipulskontakts, was jede weitere Impulsgabe verhindert.
Wird also die Verbindung mit der Vermittlungsstelle durch irgendwelche Ursachen nach Wahl einer Rufnummer, die durch die Scheibenkombination kontrolliert wurde, wieder freigegeben, so verhindert der kurzgeschlossene Impulskontakt die Wahl einer neuen Nummer so lange, als das Sternrad .SYi?, das Nockenrad λΌR und das Klinkenrad KR nicht in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt sind.
Wird also die Verbindung mit der Vermittlungsstelle durch irgendwelche Ursachen nach Wahl einer Rufnummer, die durch die Scheibenkombination kontrolliert wurde, wieder freigegeben, so verhindert der kurzgeschlossene Impulskontakt die Wahl einer neuen Nummer so lange, als das Sternrad .SYi?, das Nockenrad λΌR und das Klinkenrad KR nicht in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt sind.
Bei Wiedereinhängen des Hörers werden alle Scheiben mechanisch (in der Zeichnung
nicht angedeutet) wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgeführt. Es ist ferner zu bemerken,
daß jede Gebühreneinheit eine getrennte Scheiben- und Kontaktkombination erfordert, !ede. Scheibenkombination besteht
aus so vielen einzelnen Scheiben, als Ziffern der zu wählenden Nummern zu kontrollieren
sind. Diese Ziffern nennt man auch Kennziffern. Meistens sind die Verhältnisse so,
daß mir die erste öden die zwei bis drei ersten Ziffern einer Rufnummer Kennziffern sind,
obwohl die Nummern selbst vier- bis sechsstellige Zahlen sind. So liegen beispielsweise
alle Rufnummern einer Stadt mit höchstens 20 000 Anschlüssen innerhalb der Zahlen
20 000 bis 39 999. Alle Xummern, welche also eine 2 oder 3 als erste Ziffer aufweisen,
gehören zu Teilnehmern derselben Stadt und sollen mit der gleichen Gebühr erreicht werden.
In diesem Falle genügt es, die erste Ziffer zu kontrollieren, wozu nur eine Scheibe
benötigt wird. Bei einer kleineren Ortschaft von höchstens 2 000 Anschlüssen lägen die
Nummern beispielsweise im Bereich 41 000 bis 42 999. In diesem Falle müßten die Zahlen
41 und 42 kontrolliert werden, also zweistellige Zahlen, wozu zwei Scheiben notwendig
sind. Auf der ersten Scheibe würde die Nocke 4 fehlen, auf der zweiten Scheibe die
Nocken 1 und 2.
Alle Kontakte einer Scheibenkombination sind parallel geschaltet und bilden zusammen
einen Sperrstromkreis.
Die Anzahl der Sperrstromkreise ist durch die Zahl der verschiedenen Gebühren be- mo
stimmt. Jeder Sperrstromkreis wird dann wirksam, wenn die für ihn vorgesehene Summe
eingeworfen wird, welche zugleich einer bestimmten Gebühr entsprechen muß. Der Sperrstromkreis sperrt dann alle Nummern, »or,
welche außerhalb dieser Zone liegen.
Der Einfachheit halber sind in der Zeichnung nur zwei Sperrstromkreise eingezeichnet,
einer für gebührenpflichtige Nummern mit nur einer Kennziffer, betätigt durch Scheibe ScIi1 und Kontakt /C4, und ein zweiter
für gebührenpflichtige Nummern mit zwei Kennziffern, betätigt durch zwei Scheiben
.SWz2 und ScIi3 sowie die Kontakte /C5 und /C0.
Die Zeichnung stellt also einen Münzfern-Sprecher
mit nur einer Gebührenzone dar, beispielsweise einen Münzfernsprecher für Ortsverkehr
mit 20 Jlpf. Ortsgebühr und der Möglichkeit
des Anrufes gewisser gebührenfreier Nummern.
Die Nummern der Ortszone liegen im angeführten Beispiel zwischen 20 000 und
39 999· Die gebührenfreien Nummern sind
12, 14 und 15. Der Münzfernsprecher arbeitet
nun folgendermaßen:
Durch Abheben des Hörers wird die Verbindung mit der Vermittlungsstelle hergestellt.
Nun wird eine 20-^/-Münze bei E eingeworfen. Dieselbe durchläuft den Münzprüfer
Mil, fällt in die Schale Gs und drückt den Waagebalken W aus der Stellung I in die
Zwischenstellung II (punktiert). In dieser Stellung· schließt der Balken W den Kontakt ^3
und öffnet den Kontakt K7. Dadurch wird durch K3 das Mikrophon Mi kurzgeschlossen
und durch K7 der Sperrstromkreis über die "5 Kontakte Ä'5 und K9 geöffnet, also unwirksam
gemacht. Nun wird die gewünschte Nummer, welche, wie angenommen, innerhalb 20 000 und 39 999 liegen muß, mit der Nummernscheibe
gewählt. Es sei eine Nummer, welche mit 3 anfängt, also beispielsweise 31 000. Es wird also zunächst die Ziffer 3
mit der Nummernscheibe gewählt. Dadurch kommen die Zahlen 3 der Scheiben 6"CZi1 und
ScIi2 über die Tasten der Kontakte K4 und K5
s5 zu stehen. Die Scheibe ScJi1 hat bei 3 keine
Nocke, so daß der Kontakt 4 offen bleibt. Der durch ihn gesteuerte Sperrstromkreis
Cl-K4-R-K5 bleibt offen, also unwirksam.
Die Scheibe ScJi2 hat bei 3 eine Nocke, so
daß K5 geschlossen wird, was aber ohne Wirkung bleibt, da if» bereits durch das eingeworfene
Geldstück geöffnet wurde. Die Ziffer 3 wird somit durch dreimaliges öffnen
des Impulskontakts Jf1, hervorgerufen durch
den Rücklauf der Nummernscheibe, an die Vermittlungsstelle übermittelt, ebenso die
weiteren Ziffern 1,0,0, o. Zwar wird bei der Wahl der zweiten Zahl 1 die Scheibe 3 mit
der Nocke 1 den Kontakt Ka ebenfalls schließen,
was auch ohne Wirkung bleibt, weil K7 offen ist. Die Verbindung mit der Nummer
31 000 entsteht somit ohne Hindernis, und der Teilnehmer meldet sich. Nun hat aber das
Geld in der Schale Gs den Kontakt K3 geschlossen,
wodurch das Mikrophon wirkungslos gemacht wurde, d. h. der Angerufene kann den Rufenden nicht hören. Nun muß der Anrufende
auf den Knopf D drücken, wodurch das Geld einkassiert wird. Da der Waagebalken
W sich jetzt in der Lage II befindet, ist auch der vertikale Arm H von der Ausgangslage
I in die Lage II gelangt, so daß beim Niederdrücken des Keilstückes Sk durch
den Druckknopf D das Keilstück hinter den Arm H greift und ihn in die Lage III drückt.
Dadurch gelangt die Schale auch in die Lage III, und das Geld rollt in die Kasse Ka,
da die Palette sich noch in der Ausgangslage befindet. Wird nun der Druckknopf D losöo
gelassen, so schwingt die Waage unter dem Einfluß des Gegengewichtes Ge in die ursprüngliche
Lage I zurück, wodurch der Kontakt ΚΆ wieder geöffnet wird. Das Mikrophon
ist frei, und das Gespräch kann sich abwickeln.
Antwortet der Angerufene nicht, so hängt der Anrufende den Hörer wieder ein. Nun
besteht außerdem eine mechanische Verbindung zwischen der Gabel Ga und der Palette
P, so daß durch das Einhängen des Hörers die Gabel in die punktierte Lage, die
Palette in die Lage P" hochgehoben wird. Dies hat zur Folge, daß das Geld, das sich
noch in der Schale Gs in Lage II befand, durch den Kanal A aus dem Münzfernspreeher
herausrollen kann. Diese mechanische Verbindung ist durch die punktiert gezeichnete
Zugstange Z dargestellt.
Der Anrufende erhält also sein Geld zurück, wenn das Gespräch nicht hat stattfinden
können.
Wenn der Anrufende kein Geld einwirft und versucht, die gleiche Nummer 31 000 zu
wählen, so spielt sich folgender Vorgang ab:
Der Kontakt K7 bleibt geschlossen, denn
er wird nur durch das Geld geöffnet. Die Nocke 3 der Scheibe Sch« schließt den Kontakt
K5 in dem Augenblick, in dem die Nummernscheibe für die Zahl 3 aufgezogen
wird. Dadurch ist der Sperrstromkreis 9" c-d-K5-K7-R-Ks parallel zu K1 geschlossen.
Sobald die Nummernscheibe freigegeben wird, zurückläuft und sich K1 kurz öffnet, geht der
Strom statt über K1 über den Sperrstromkreis, also auch durch das Relais R. Die drei
Unterbrechungen von K1 werden dadurch wirkungslos für die Vermittlungsstelle, da
der Strom über den Sperrstromkreis gehen kann und damit nicht unterbrochen wird. Das
Relais R zieht aber gleich bei der ersten Unterbrechung von K1 seinen Anker kurz an.
Die Palette P, welche mit ihrem linken Hebelarm für gewöhnlich vom Anker gehalten wird,
wird nun einen Augenblick frei und fällt in die Lage P'. Dadurch wird der Kontakt K2
geöffnet, und die Verbindung mit der Vermittlungsstelle ist unterbrochen.
Wenn der Anrufende aber eine der gebührenfreien Nummern 12, 14, 15 wählt, so bleiben
die Kontakte K4, K5 und Ka alle offen, no
und die Verbindung kommt zustande; denn die Scheiben ScIi1 und ScJi2 haben keine Nokken
über i, und die Scheibe ScJi3 hat keine
Nocken über 2, 4 und 5.
Ein dritter Fall ist möglich. Es wird Geld n5
(20 ffl/tß) eingeworfen, j edoch eine Nummer
gewählt, welche außerhalb 20 000 bis 39 999 liegt, z. B. eine Nummer, welche mit 5 anfängt.
Das Einstellen der 5 auf der Nummernscheibe bringt die Nocke 5 der Scheibe ScIi1 auf den Taster des Kontakts/C1 und
schließt denselben. Nun ist der Sperrstrom-
kreis c-d-Ki-R-Ks parallel zu K1 geschlossen.
Die fünf Unterbrechungen von K1 zwingen den Strom, wieder über das Relais R
impulsweise zu fließen. ' Das Relais läßt die Palette/3 fallen, der KontaktK2 öffnet sich,
die Leitung ist unterbrochen, und das Geld, durch den Fall von P' freigegeben, rollt aus
der Schale Gs durch den Kanal A aus dem Münzfernsprecher heraus. Der Anrufende
ίο kann also keine unerlaubte Verbindung herstellen.
Der Münzfernsprecher schaltet sich stets ab, wenn die gewählte Nummer nicht erlaubt ist oder das eingezahlte Geld der vorschriftmäßigen
Gebühr nicht entspricht.
Es ist ohne weiteres klar, daß durch den Einsatz weiterer Sperrstromkreise die Möglichkeit
besteht, verschiedene Kombinationen von Nummern zu kontrollieren. Jeder Sperrstromkreis
wird dann mit getrennten GeIdwaagen in Verbindung gebracht, so daß z. B.
mit jedem zusätzlichen Geldeinwurf eine weitere 'entsprechende Gebührenzone freigegeben
wird. Durch das Schloß Sch kann der Kontakt Ks geöffnet werden, wodurch alle Sperr-Stromkreise
unwirksam werden. Der Münzfernsprecher verhält sich dann wie ein gewöhnlicher Fernsprecher ohne Geldeinwurf.
Es hat hauptsächlich den Zweck, auch solche Verbindungen herstellen zu können, welche
außerhalb des gewöhnlichen Betätigungsfeldes des Münzfernsprechers liegen, wie z. B. Fernverbindungen.
Der Einbau des Quecksilber-Schalters Kg hat den Zweck, das Öffnen und Schließen der Schleife mechanisch etwas zu
verzögern, was durch die Trägheit des Quecksilbers erreicht wird.
Diese Verzögerung verhindert, daß kurze Unterbrechungen, wie sie durch den Impulskontakte
K1 erzeugt werden, durch rasche Schwingungen der Gabel erzeugt werden
können. Wäre dies möglich, so könnten Nummern mit der Gabel gewählt werden statt
mit der Nummerscheibe, wodurch die Nummernkontrolle umgangen würde.
Es ist noch zu bemerken, daß sowohl der Anzug des Ankers des Relais als auch die Bewegung
der Palette dazu benutzt werden können, um außerhalb des Münzfernsprechers oder am Münzfernsprecher selbst, jedoch von
außen wahrnehmbar, eine Signalscheibe oder ähnliches zu betätigen, mit dem Zweck, den
Anrufenden auf das Fehlschlagen der erstrebten Verbindung aufmerksam zu machen. Weiter
kann eine mechanische Verbindung zwisehen der Gabel Ga und dem Einlaufkanal des
Münzprüfers hergestellt werden, mit dem Zweck, beim Einhängen des Hörers die Einwurföffnung
abzuschließen und die Münzkanäle zu öffnen, um etwa steckengebliebene Münzen herausfallen zu lassen sowie den
Einwurf von Münzen vor dem Abheben des Hörers zu verhindern.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Münzfernsprecher mit beschränkter Verkehrsmöglichkeit, bei welchem zwecks Kurzschließens des Impulskontakts des. Nummernschalters eine oder mehrere mit dem Nummernschalter gekuppelte Kontakte des Sperrstromkreises betätigende Nockenscheiben vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein im Sperrstromkreis liegendes Relais (R) bei unerlaubter Wahl und offenem Impulskontakt durch die abgegebenen Impulse zum Ansprechen gebracht wird, die Kassiervorrichtung zur Geldrückgabe und zur Verweigerung weiterer Geldannahme veranlaßt und gleichzeitig die Unterbrechung der Sprechleitung bewirkt.
- 2. Münzfernsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen des Relais (R) dessen Anker einen Münzhaltehebel (He) losläßt, der den Münzaustrittskanal freigibt und gleichzeitig einen Kontakt (K2) der Sprechleitung öffnet.
- 3. Münzfernsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den Sperrstromkreisen bei Einwurf einer Münze mindestens einer durch die Kassiervorrichtung nicht unterbrochen wird und bei Wahl einer der eingeworfenen Münze nicht entsprechender Nummer das Relais (R) zum Ansprechen bringt.
- 4. Münzfernsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrkontakte und Nockenscheiben so angeordnet sind, daß bei Nichteinwurf einer Münze ■und Einstellung bestimmter gebührenfreier Nummern das Relais (R) die Sprechleitung nicht unterbricht.
- 5. Münzfernsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Sperr-Stromkreisen ein weiterer Kontakt (K8) angebracht ist, der bei Wahl einer über die Ziffernzahl der erlaubten Nummern hinausgehenden weiteren Ziffer das Relais (R) zum Ansprechen bringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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