-
. Münzfernsprecher Gegenstand des Hauptpatents 693 774 ist ein Münzfernsprecher
mit einer Münzenabzählvorrichtung, durch die .aus dem Münzenvorratskanal unter dem
Einfluß von Zählstromstößen die dem Werte der Verbindung entsprechende Anzahl Münzen
in den Kassierbehälter geleitet wird, während der Rest der Münzen nach Beendigung
,des Gespräches zurückgegeben wird.
-
Bei dieser Anordnung i.st der Aufbau einer Fernsprechverbindung nur
nach Einwurf einer dein Höchstbetrag der möglicherweise zu berechnenden Gebühr entsprechenden
Anzahl Münzen möglich.
-
Diese Betriebsweise hat gegenüber den bekannten Münzfernsprechern
mit Münzenabzählvorrichtung den Vorteil, daß die Zählstromstoßgabe nach Gesprächsschluß
gegeben werden kann, da sichergestellt ist, daß sich die im Höchstfall zu kassierende
Anzahl von Münzen im Vorratskanal befindet.
-
In einer der bekannten Anordnungen wird unter dem Einfluß der bei
Beginn des Gespräches gegebenen Zählstromstöße geprüft, ob die Zahl der im Vorratskanal
befindlichen Münzen dem Werte der hergestellten Verbindung entspricht. Bei Vorhandensein
der richtigen Zahl von Münzen erfolgt die Kassierung, im anderen Fall die Rückgabe
der Münzen unter Sperrung der Verbindung. In den Fällen, in denen die Zählstromstöße
vom Amt erst am Ende des Gespräches ausgesendetwerden, ist daher die bekannte-Einrichtung
nicht brauchbar.
Die Amtsschleife, über die die Wahlstromstöße gegeben
werden, wird bei der Anordnung nach dem Hauptpatent erst nach Einwurf der der Höchstgebühr
entsprechenden Anzahl Münzen geschlossen. Das bedeutet, daß auch bei einem ankommenden
gebührenfreien Gespräch und bei einem Ortsgespräch niedrigster Gebühr die Höchstgebühr
eingeworfen werden muß. Durch die Erfindung soll dieser Nachteil beseitigt «erden.
Erreicht wird dies dadurch, daß in der Ruhelage des durch Geldeinwurf zu verstellenden
Schalters der Wahlstromstoßsendekontakt kurzgeschlossen ist. Bei einem gebührenfrei
artkommenden Gespräch ist auf diese Weise der Münzfernsprecher nach Abheben des
Hörers sofort gesprächsbereit, da keine Wahlstromstöße zur Aussendung gebracht werden
müssen. Um auch bei einem Ortsgespräch die Betriebsbereitschaft des Apparates bereits
nach Einwurf der niedrigsten Ortsgebühr zu erreichen, ist ferner über den Wahlstromstoßsendekontakt
ein zweiter Kurzschlußstromkreis aus dem durch Geldeinwurf zu verstellenden Schalter
und einem Hilfskontakt des Nummernschalters gebildet. Dieser Hilfskontakt am Nummernschalter
soll in bekannter Weise nur bei Wahl der Kennziffer einer Verbindung umgelegt werden,
die einer Mehrfachzählung unterworfen ist. Da bei einer Ortsverbindung der Hilfskontakt
am Nummernschalter nicht schließt, ist eine Verstellung des durch Geldeinwurf zu
bewegenden Kontaktarmes nur um einen Schritt erforderlich und nicht um so viele
Schritte, wie es der Höchstgefahr entspricht.
-
Eine weitere Verbesserung der Anordnung nach dem Hauptpatent besteht
in Einrichtungen, die die Verwendung von Münzen verschiedenen Wertes zulassen. Nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung wird nämlich der durch Geldeinwurf zu verstellende
Kontaktarm je nach dem Wert der eingeworfenen llfünzen um verschieden große Schritte
fortgeschaltet. Die Verwendung von Münzen verschiedenen Wertes setzt jedoch voraus,
daß unter dem Einfluß der am Schluß des Gespräches gegebenen Zählimpules-erst die
mehrwertigen und dann die einwertigen Münzen in den Kassierbehälter geleitet werden.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist daher in dem Kanal. der mehrwertigen
Münzen ein Fühlkontakt angeordnet, durch den bei Vorhandensein einer mehrwertigen
Münze im Kanal die ankommenden Zählstromstöße nur auf das Abzählwerk der mehrwertigen
Münze einwirken. Der Fühlkontakt arbeitet dabei mit einem Zählwerk in der Weise
zusammen, daß erst nach Aufnahme der dem Mehrwert der hochwertigen Münze entsprechenden
Anzahl von Zählstromstößen ein Kassierimpuls auf den Abzählrnagneten der hochwertigen
Münze gegeben wird.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
-
Fig. i zeigt die grundsätzliche Schaltung einer Münzfernsprechstelle,
die für den Einwurf von Münzen ein und desselben Wertes ausgerüstet ist; Fig. z
und 3 zeigen Einzelheiten der Kassiervorrichtung dieser Münzfernsprechstelle; Fig.
q. zeigt die grundsätzliche Schaltung einer Münzfernsprechstelle, die für den Einwurf
verschiedenwertiger Münzen ausgebildet ist; Fig. 5 zeigt die Kassiervorrichtung
dieser hZünzfernsprechstelle.
-
Die Münzfernsprechstelle besitzt einen Speicherkanal K, in welchen
die Münzen eingeworfen werden. In den Kanal K ragt das eine Ende eines drehbar gelagerten
Fortschaltehebels SH, welches durch jede eingeworfene Münze verschwenkt wird. Der
Fortschaltehebel SH schaltet hierbei das Schaltrad S um einen Schritt weiter; mit
dem Schaltrad S ist über eine Welle ein Schalt-arm s verbunden, der bei jedem
Schritt des Schaltrades S auf den nächsten Kontakt seiner Kontaktbank fortgeschaltet
wird. In der Ruhestellung der Anordnung ist der Stromstoßsendekontakt nsi der Wählscheibe
über den Schaltarm s kurzgeschlossen. Auf Grund eines Anrufes seitens des Amtes,
der in bekannter Weise den Wecker TV zum Ertönen bringt, kann der Teilnehmer nach
Abheben seines Hörers und Umlegen des Hakenum-Schalters H ein ankommendes Gespräch
entgegennehmen.
-
Will der Teilnehmer eine Ortsverbindung herstellen, dann muß er zunächst
eine Münze in den Speicherkanal K einwerfen und hierdurch die Fortschaitung des
Schaltarmes s auf den ersten Schritt bewirken, auf dem der Kurzschluß des Wählscheibenkontaktes
nsi aufgehoben ist.
-
Es sei angenommen, daß der Teilnehmer zur Herstellung von Verbindungen,
die nach anderen Ämtern verlaufen und die daher einer Mehrfachzählung unterworfen
sind, zunächst eine besondere Kennziffer, z. B. o, wählen muß. Die Wählscheibe des
Münzfernsprechapparates ist mit einer an sich bekannten Einrichtung versehen, welche
bei Wahl der Zahl dieser besonderen Kennziffer an erster Stelle im Zuge des Wählvorganges
einen Kontakt yask bleibend schließt. Hat daher der Teilnehmer nur eine einzige
Münze eingeworfen und wählt er nunmehr die besondere Kennziffer, dann wird über
den Schaltarm s auf Kontakt i und den Kontakt nsk erneut der Wählscheibenkontakt
asi kurzgeschlossen, so daß weitere Stromstöße
zum Aufbau der Verbindung
nicht ausgesandt werden können. , Es sei ferner angenommen, daß bei solchen , Fernverbindungen
die zu berechnenden Gebühren nur einen bestimmten Höchstbetrag annehmen können,
der im dargestellten Beispiel den sechsfachen Betrag der für eine Ortsverbindung
zu.entrichtenden Gebühr ausmacht. Diese Beschränkung der Gebühren auf einen Höchstbetrag
kann dadurch veranlaßt sein, daß die Fernverbindungen nur entsprechend ihrem Zonenwert
belastet werden. Werden die Fernverbindungen auch in Abhängigkeit von der Zeitdauer
der Gespräche belastet, dann sind in der Vermittlungsstelle Einrichtungen zur Begrenzung
der Zeitdauer auf ein bestimmtes Maß vorgesehen.
-
Der Teilnehmer kann nach Wahl der besonderen Kennziffer für die Fernverbindungen
nur dann weiterwählen, wenn er zuvor die dem Höchstbetrag entsprechende Anzahl Münzen
in den Speicherkanal K eingeworfen hat. Ist in dem dargestellten Beispiel der Schaltarm
s bis auf den sechsten Kontakt fortgeschaltet worden, dann ist der über den Kontakt
nsk der Wählscheibe vorbereitete Kurzschluß des Wählscheibenkontaktes nsi wieder
aufgehoben, und der Teilnehmer .vermag nunmehr die Stromstoßreihen auszusenden,
die für die Vollendung des Verbindungsaufbaues erforderlich sind.
-
Die in den Speicherkanal K eingeworfenen Münzen stoßen auf die Ansätze
KA des um eine Achse D schwenkbaren Ankers KG eines Kassiermagneten Klll (Fig. i
bis 3). Der Anker KG trägt zwei Gruppen von Ansätzen KA und KB, welche durch
entsprechende Aussparungen der Seitenwände in den Kanal K eintreten können. Für
gewöhnlich liegt der Anker KG unter dem Zuge der Feder KF in der in Fig. 3 dargestellten
Lage. Wird der Kassiermagnet KM erregt, dann wird der Anker KG verschwenkt. Die
.Ansätze KA geben die an ihn anliegende Münze frei, so- daß diese in Richtung des
Pfeiles in dem Münzspeicherkanal K weiterrollt und in den Ansätzen KB des Ankers
abgefangen wird. Wird sodann der Kassiermagnet Kill wieder aberregt, dann treten
die Ansätze KA
zwischen die vorderste und die nächste Münze ein, während die
Ansätze KB die vorderste Münze freigeben, die sodann in eine Kasisette KS
rollt. An der Stelle des Münzenspeicher; kanals, an der der Anker KG des
Kassiermagneten angeordnet ist, ist der Boden RS des Kanals beweglich ausgebildet
und an einer Achse C gelagert. Der bewegliche Laufboden RS ist mit dem Anker eines
Magneten R111 verbunden. Wird dieser Rückgabeinagnet Rill erregt, dann wird der
Boden RS weggezogen und die an den Ansätzen KA bzw. KB des Ankers KG aufgehaltenen
Münzen fallen in einen Rückgabekanal RK, aus* dem sie in bekannter Weise entnommen.
werden können. ' Die Anschlußleitung der Münzfernsprechstelle ist indem Amt beispielsweise
mit einem Vorwähler VW verbunden. Wird bei Abnahnme des Hörers in der Münzfernsprechstelle
ein Schleifen.schluß hergestellt, dann spricht im Amt .das Relais R über seine beiden
Wicklungen an. Er ver anlaßt durch Schließen des Kontaktes r die periodische Erregung
des Antriebsmagneten D des V orwählers ,VW. Sobald der Vorwähler eine freie Leitung
findet, wird das Trennrelais T' über seine beiden Wicklungen erregt, welches den
Fortschaltestromkrei's mit t1 unterbricht, mit den Kontakten t2 und t3 die Sprechleitung
fortschaltet und über Kontakt t4 vorbereitend ein Relais H erregt. Parallel zu der
Wicklung I des Relais T, welche nach Stillsetzung des Vorwählers VW allein in dem
über die Prüfader verlaufenden Stromkreis liegt, ist die Wicklung I eines Zählrelais
ZR eingeschaltet. Dieses Relais ZR i wird für gewöhnlich nicht erregt. Werden jedoch
für die Zwecke einer Zählung-von dem Amt Stromstöße mittels des Kontaktes zi übertragen,
dann tritt eine Stromverstärkung auf der Prüfader ein, das Relais ZR spricht über
seine Wicklung I an und schaltet mit dem_Kontakt zrl den Zähler Z ein., Gleichzeitig
wird für die Dauer der Erregung das Relais ZR mittels der Kontakte zrz und zr3'
Wechselstrom an die beiden-Adern der Anschlußleitung der Münzfernsprechstelle gelegt.
In der Münzfernsprechstelle- liegt zwischen diesen beiden Adern über einen Kondensator
der Kassiermagnet Kill, welcher durch den Wechselstromstoß vorübergehend erregt
wird und durch Anzug und Abfall seines Ankers KG
in der beschriebenen Weise
die Kassierung einer Münze bewirkt. Der Anker des Magneten Kill schließt bei seinem
Anzug noch einen Kontakt kin, über den der Rückgabemagnet R111 an die untere Ader
der Sprech= Leitung gelegt wird. Ist während der Aussendung des Wechselstromstoßes
das Relais -T in der Vermittlungsstelle erregt, dann findet der Rückgabemagnet R1111eeine
Spannung.
-
Werden nach Beendigung des Gespräches bzw.. nacherfolgloser Verbindung
beim Einhängen des Hörers in der Münzfernsprechstelle die Verbindungseinrichtungen
des Amtes in nicht näher dargestellter Weise ausgelöst, -dann wird auch- das .Relais
T stromlos. Der Kontakt t4 schließt nun einen Stromkreis über die Wicklung II des
Relais ZR, der durch den Kontakt h des Verzögerungsrelais H vorbereitet ist.
Da die Erregung des Relais H durch den Kontakt t4 unterbrochen wird, wird
das
Relais ZR nunmehr für die Dauer der Abfallverzögerung des Ankers des Relais H erregt.
über die Kontakte zr2 und zrg wird wieder ein Wechselstromstoß zu der Münzfernsprechstelle
gesandt, der den Kassiermagneten KIVI erregt. Nunmehr liegt über dem Kontakt t5
aber auch Spannung an der unteren Ader der Sprechleitung, so daß während der Erregung
des Kassiermagneten KILL auch der Rückgabemagnet Rill erregt wird. Der Rückgabemagnet
Rill zieht seinen Anker an, welcher den beweglichen Laufboden RS des Münzspeicherkanals
K verschwenkt. Die in dem Münzspeicherkanal liegenden, noch nicht kassierten Münzen
fallen infolgedessen in den Rückgabeschacht RK und können von dem Sprechgast wieder
entnommen werden. Sobald in der Vermittlungsstelle das Relais ZR wieder abfällt,
wird der Ruhezustand der Anordnung erneut hergestellt. Obwohl also der Sprechgast
vor Aufbau einer Fernverbindung zunächst eine Anzahl von Münzen, z. B. sechs, die
dem Höchstbetrag der möglicherweise zu berechnenden Gebühren entspricht, in den
Münzspeicherkanal einwirft, «-erden nur so viele Münzen kassiert, als Zählstromstöße
in dem Amt zur Beeinflussung des Zählers Z erzeugt werden. Die restlichen, nicht
verbrauchten Münzen werden sodann zurückgegeben.
-
Bei der in den Fig. q. und 5 dargestellten Anordnung ist der Münzfernsprechapparat
mit zwei Münzspeicherkanälen ausgerüstet. Der Kanal H dient zur Speicherung hochwertiger
Münzen, während der Kanal N zur Speicherung der geringwertigen Münzen dient. In
beide Speicherkanäle ragen Ansätze der Fortschaltehebel SH' und SH2. Der Fortschaltehebel
SH' wirkt auf das Schaltrad S' ein, welches den Schaltarm in großen Schritten fortschaltet,
die ein Mehrfaches der Einzelschritte betragen. Der Fortschaltehebel HS2 schaltet
hingegen das Schaltrad S2 und damit den Schaltarm s in Einzelschritten fort. Ist
beispielsweise der Kanal N für den Einwurf von io-A/,-Stücken und der Kanal H für
den Einwurf von 5o-Ji', ,#@-Stücken bestimmt, dann wird bei Einwurf eines io-A,/-Stückes
der Schaltarms um einen Kontakt, bei Einwurf eines 5o-AW-Stückes hingegen um fünf
Kontakte fortgeschaltet.
-
Für jeden Münzspeicherkanal ist ein besonderer Kassiermagnet KH
bzw. Kill vorgesehen, deren Anker entsprechend der in Fig. 3 gezeigten Anordnung
ausgebildet sind.
-
An der Stelle der Anordnung der Kassiermagnete sind -die Laufböden
RS der beiden Münzspeicherkanäle wieder beweglich ausgebildet, sie stehen gemeinsam
unter der Beeinflussung des Rückgabemagneten R41. In den Speicherkanal H für die
hochwertigen Münzen ragt ferner an der Stelle der Kassiervorrichtung ein Fühlhebel
F, der auf einen Kontakt feinwirkt. Solange vor dem Anker des Kassiermagneten KH,
eine hochwertige Münze in dem Kanal H liegt, befindet sich der Fühlhebel F in der
in Fig. 5 dargestellten Arbeitsstellung, in der der Kontaktsatz f umgelegt ist.
In Fig. q. ist der Kontaktsatz f in der Ruhelage dargestellt.
-
Zwischen die beiden Adern der Sprechleitung ist über einen Kondensator
ein besonderes Kassierrelais hR eingeschaltet, welches durch die vom Amt gesandten
Wechselstromstöße erregt wird.
-
Sind lediglich niederwertige Münzen in den Kanal N eingeworfen worden,
dann wird bei jeder Erregung des Kassierrelais KR unter dem Einfluß eines Wechselstromstoßes
der Kassiermagnet KN über den Kontakt kr2 .erregt und aberregt und bewirkt
in der bereits beschriebenen Weise die Kassierung einer Münze. Sind jedoch auch
in den Kanal H hochwertige Münzen eingeworfen worden, dann ist der Fühlhebel F und
damit der Kontakt f in die Arbeitsstellung umgelegt. Bei der ersten Erregung des
Kassierrelais KR wird daher über den Kontakt kr' nicht 'der Kassiermagnet KN, sondern
der Kassiermagnet KH erregt, welcher durch Anzug und Abfall seines Ankers in der
beschriebenen Weise eine hochwertige 1Zünze kassiert.
-
Bei dieser ersten Erregung des Kassierrelais KR wird über den Kontakt
kr2 zugleich mit dem Kassiermagneten KH auch der Antriebsmagnet St einer besonderen
Abzählvorrichtung erregt. Dieser Antriebsmagnet schaltet bei seiner Aberregung eine
Nockenscheibe fort, welche die Kontakte st' und st2 steuert. Bei dem ersten Schritt
dieser N ockenscheibe werden beide Kontakte umgelegt. Durch den Kontakt st' wird
der Stromkreis für die Kassiermagnete unterbrochen, so daß diese bei den folgenden
Erregungen des Kassierrelais KR nicht beeinflußt werden können. Durch den Kontakt
st= wird der Fortschaltemagnet St unmittelbar inAbhängigkeit von dem Kontakt kr-
gestellt, so daß bei den folgenden Erregungen des Kassierrelais auch der Fortschaltemagnet
St erregt wird und die Nockenscheibe um einen Schritt fortschaltet. In dem
angenommenen Beispiel, in dem die hochwertige Münze den fünffachen Wert der niederwertigen
Münze besitzt, ist die Nockenscheibe so ausgebildet, daß die nach insgesamt fünf
Fortschaltungen die Kontakte st' und st2 wieder in ihre Ruhelage umlegt. Werden
also fünf Wechselstromstöße auf das Relais KR übertragen, dann wird lediglich durch
den ersten Wechselstromstoß der Magnet KH erregt, solange eine hochwertige Münze
in dem Speicherkanal H liegt.
Darin wird lediglich durch den ersten
Zählstromstoß der Magnet H erregt, welcher ein 5o-e7-Stück kassiert. "Die vier folgenden
Stromstöße bleiben für dieKassierung unwirksam. Erst der sechste Stromstoß vermag
dann einen der Kassiermagnete zu erregen. Liegt in diesem Augenblick noch eine hochwertige
Münze in dem Speicherkanal H, dann ist auch -der Kontakt f noch in seiner Arbeitsstellung
umgelegt, und-der Kassiermagnet KH sowie der Fortschaltemagnet ,St werden wieder
erregt. Liegt jedoch keine hochwertige Münze mehr in dem Speicherkanal H, dann wird
der Kassiermagnet KN erregt, der bei jeder Erregung und A6erregung die Kassierung
einer niederwertigen Münze bewirkt.
-
In deni dargestellten Beispiel ist eine besondere elektromagnetisch
gesteuerte Abzählvorrichtung vorgesehen, welche wahlweise einen von zwei Kassiermagneten
einschaltet. Es ist ebenso möglich, eine mechanisch gesteuerte Abzählvorrichtung
vorzusehen und für beide Speicherkanäle einen gemeinsamen Kassiermagneten aAzuordnen.
Der Fühlhebel, der das Vorhandensein der hochwertigen Münzen feststellt, muß bei
seiner Betätigung dann den Anker des gemeinsamen Kassiermagneten, der für gewöhnlich
mit der Einnahmeeinrichtung des Speicherkanals N gekuppelt ist, mit derjenigen des
Speicherkanals H kuppeln und zugleich die Fortschalteeinrichtung des mechanischen
Abzählgliedes unter den Einfluß des Ankers stellen. Dieses mechanische Abzählglied
muß sodann bei seiner weiteren Fortschaltung eine Betätigung der Einnahmeeinrichtungen
des Speicherkanals H und des Speicherkanals N sperren, bis so viele Stromstöße
empfangen sind, wie sie dem Wertbetrag der hochwertigen Münze entsprechen. Sodann
wird die Vorrichtung wieder in die Ruhelage zurückgestellt. Eine solche mechanische
Umsteuervorrichtung läßt sich mit einfachen Hebeln ausbilden. Es ist in diesem Fall
nicht erforderlich, ein besonderes Kassierrelais vorzusehen, der Kassiermagnet kann
vielmehr unmittelbar in die Leitung entsprechend der in Fig. i dargestellten Anordnung
eingeschaltet werden.