AT114434B - Verfahren zur Erzeugung von echten Färbungen und Drucken mit Küpenfarbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von echten Färbungen und Drucken mit Küpenfarbstoffen.

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AT114434B
AT114434B AT114434DA AT114434B AT 114434 B AT114434 B AT 114434B AT 114434D A AT114434D A AT 114434DA AT 114434 B AT114434 B AT 114434B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Erzeugung   von echten   Färbungen   und Drucken mit   Kiipenfarbstoffen.   



   Zusatzpatent zum Patente   Xr.   101301. 



   Gemäss dem Verfahren des Stammpatentes Nr. 101301 zur Erzeugung von echten Färbungen und Drucken mit Küpenfarbstoffen wird die Faser mit einem Estersalz eines Leukoküpenfarbstoffes, wie es beispielsweise nach dem Verfahren des österr. Patentes Nr. 98670 erhalten wird, imprägniert und es wird hernach die Färbung durch saure Oxydationswirkung entwickelt. 



   Nach dem deutschen Patent Nr. 433146 ist dieses Verfahren dahin ausgebildet, dass ein Estersalz eines Leukoküpenfarbstoffes in neutraler oder schwach saurer Lösung gleichzeitig mit einem geeigneten Oxydationsmittel gegebenenfalls mit einem Oxydationskatalysator auf die Faser gebracht und hernach die zur Entwicklung der Färbung notwendige Oxydationswirkung durch Dämpfen ausgelöst wird. 



   Bei der praktischen Ausführung dieses Verfahrens werden Ammonsalze verwendet, die beim Dämpfen dissozieren und dadurch die nötige Menge Säure liefern. Da die Estersalze von Leukoküpenfarbstoffen des Handels wechselnde Mengen Alkali enthalten, die zuerst neutralisiert werden müssen, bevor Oxydation überhaupt   möglich   ist, bilden diese Ammonsalze, die in der Kälte unwirksam sind und erst beim Dämpfen ihre Wirksamkeit entfalten, in genügender Menge angewendet ein gutes Mittel, um das Verfahren bequem und sicher zu gestalten. Eine genaue Dosierung dieser Ammonsalze ist nicht nötig. Als besonders geeignete Salze für den vorliegenden Zweck haben sieh Rhodanammonium, milchsaures Ammonium und schwefelsaures Ammonium erwiesen. 



   Es gibt nun Fälle, wo das verwendete Estersalz eines   Küpenfarbstoffes durch   doppelte Umsetzung ein schwer   lösliches   Ammonsalz bildet. Es ist dies ein Übelstand, der für dieses Dampfentwicklungsverfahren sehr hinderlich ist, der in vielen Fällen sogar das Verfahren praktisch unbrauchbar machen kann. 



   Es wurde nun gefunden, dass man diesen Übelstand beheben kann, wenn man an Stelle der genannten Ammonsalze gewisse andere Stoffe verwendet, die in der Wärme (beim Dämpfen) Säure entstehen lassen, die jedoch in Druckpasten und Klotzlösungen keine Ausscheidungen bewirken. Solche Stoffe sind   beispielsweise : Monochlorhydrin, Dichlorhydrin,   Chloräthylalkohol, methyl-oder äthyl-   schwefelsaures   Kalium, Diäthyltartrat, Glyzerinphosphorsäureester usw. 
 EMI1.1 
 Auslösung der Oxydation erforderlich ist. 



   Die vorliegende Abänderung des Verfahrens wird erläutert durch folgende Beispiele : 
1. Klotzbad : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Estersalz <SEP> von <SEP> Leukoulbenzpyrenchmon..................................... <SEP> b <SEP> leile
<tb> Glyzerin <SEP> 10"
<tb> Wasser <SEP> 154"
<tb> Traganth <SEP> 10"
<tb> Natriumchloratlösung <SEP> 10%............................ <SEP> 0......,.......,... <SEP> 4 <SEP> "
<tb> Monochlorhydrin......................................................... <SEP> 6 <SEP> "
<tb> Ammoniumvanadatlosung <SEP> 1%............................................. <SEP> 10"
<tb> 200 <SEP> Teile
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Baumwolle wird in diesen Lösungen geklotzt, getrocknet und zehn Minuten   gedämpft   Es wird gewaschen, kochend geseift und erneut gewaschen. Es werden auf diese Weise echte Färbungen erhalten. 



   II. Druckfarbe : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Estersalz <SEP> der <SEP> Leukoverbindung <SEP> von <SEP> Indanthrenrotviolett <SEP> R <SEP> H <SEP> 40%.......... <SEP> 5 <SEP> Teile
<tb> Diäthyltartrat <SEP> .................................. <SEP> 8
<tb> Verdickung.............................................................. <SEP> 45
<tb> Natriumchloratlösung <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 3 <SEP> 2 <SEP> 7j
<tb> Ammoniumvanadatlösung <SEP> 1%............................................"
<tb> Boraxlösung <SEP> 10"
<tb> Wasser <SEP> 28"
<tb> 100 <SEP> Teile
<tb> 
 
Baumwolle wird mit dieser Druckpaste bedruckt. Es wird getrocknet, während zehn Minuten gedämpft, gewaschen kochend geseift und wieder gewaschen. Es werden so echte Drucke erhalten. 



   Es ist nun weiter gefunden worden, dass man bei diesen Verfahren gleichmässigere und intensivere Färbungen und Drucke erzielt, wenn man in den genannten Verfahren Glyeol,   Monoäthylglycol   oder ähnliche Stoffe mitverwendet. 



   Dieses verbesserte Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert : 
IIL Druckfarbe : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Indigosolrosa <SEP> J <SEP> R <SEP> extra <SEP> 38 <SEP> Teile
<tb> Solutionssalz <SEP> B <SEP> ............................... <SEP> 10"
<tb> Monoäthylglycol <SEP> ................................. <SEP> 50 <SEP> ,,
<tb> Diäthyltartrat <SEP> .................................. <SEP> 60 <SEP> ,,
<tb> Wasser <SEP> .......................................... <SEP> 192 <SEP> ,,
<tb> Traganth <SEP> ........................................ <SEP> 550 <SEP> ,,
<tb> Natriumchloratlösung <SEP> 1 <SEP> :

   <SEP> 3.................................... <SEP> 60 <SEP> ,,
<tb> Ammonium-Vanadatlösung <SEP> 1% <SEP> ........................ <SEP> 40 <SEP> ,,
<tb> 1000 <SEP> Teile
<tb> 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Indigosolorange <SEP> H <SEP> R <SEP> .............................. <SEP> 66 <SEP> Teile
<tb> Monoäthylglycol.................................... <SEP> 50"
<tb> Diäthyltartrat <SEP> .................................... <SEP> 40 <SEP> ,,
<tb> Wasser <SEP> ............................................ <SEP> 184 <SEP> ,,
<tb> Traganth <SEP> .......................................... <SEP> 560 <SEP> ,,
<tb> Natriumchloratlösung <SEP> 10% <SEP> .......................... <SEP> 80 <SEP> ,,
<tb> Ammonium-Vanadatlösung <SEP> 1% <SEP> ......................... <SEP> 20 <SEP> ,,
<tb> 1000 <SEP> Teile
<tb> 
 
 EMI2.5 
 erhalten werden. 



   An Stelle von Monoäthylglycol kann auch mit   ähnlichem   Resultat Glycol oder ein anderer ähnlicher Stoff verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von echten   Färbungen und Drucken   mit Küpenfarbstoffen gemäss Stammpatent Nr. 101301, darin bestehend, dass die Entwicklung der Färbung aus einem Estersalz eines   Leukoküpenfarbstoffes   mit einem Oxydationsmittel durch Dämpfen in Gegenwart von in der Wärme Säure gebenden, in Klotzlösungen und Druckpasten keine Ausscheidungen bewirkenden Stoffen, wie 
 EMI2.6 
 tartrat, Glyzerinphosphorsäureester usw. ausgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Weiterbildung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, darin bestehend, dass zum Zwecke der Erzielung von gleichmässigeren bzw. intensiveren Färbungen Glycol, Monoäthylglycol od. dgl. mitverwendet wird.
AT114434D 1922-09-08 1927-11-22 Verfahren zur Erzeugung von echten Färbungen und Drucken mit Küpenfarbstoffen. AT114434B (de)

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DE418487T 1922-09-08
DED43313D DE431250C (de) 1921-09-16 1923-03-09 Verfahren zur Erzeugung von Faerbungen und Drucken mit Kuepenfarbstoffen
DED43921D DE431501C (de) 1921-09-16 1923-07-02 Verfahren zur Erzeugung von echten Faerbungen und Drucken auf der tierischen Faser
DE114434X 1926-11-29
DE114434X 1927-10-01

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