AT111564B - Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen.

Info

Publication number
AT111564B
AT111564B AT111564DA AT111564B AT 111564 B AT111564 B AT 111564B AT 111564D A AT111564D A AT 111564DA AT 111564 B AT111564 B AT 111564B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
arsenic
compounds
preparation
acid
arsenobenzene
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Application granted granted Critical
Publication of AT111564B publication Critical patent/AT111564B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen. 



   Im Stammpatente Nr. 106996 ist ein Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus gemischt aliphtisch-aromatischen Arsenverbindungen, welche Carbonylgruppen in nicht cyclischer Bindung enthalten, mit Amidoverbindungen der verschiedensten Art, ausgenommen Hydrazin und Hydrazinverbindungen, geschützt. In den nach diesem Verfahren erhaltenen Verbindungen befindet sich das Arsen in derselben Bindungsform, sowie derselben Oxydationsstufe usw., wie in der als Aus- 
 EMI1.1 
 ist das Kondensationsprodukt mit der Amidoverbindung ebenfalls eine Arsinsäure ; ist die Arsenverbindung z. B. eine Arsenoxydverbindung oder ein Arsenobenzol, so ergeben sich durch Kondensation mit Amidoverbindungen im allgemeinen die entsprechenden Substitutionsprodukte des betreffenden Arsenoxyds oder Arsenobenzols. 



   Nach vorliegender Erfindung gelangt man zu Arsenverbindungen der vorstehend beschriebenen Art, welche das Arsen in einer niedrigeren Oxydationsstufe enthalten als der Ausgangskörper, dadurch, dass man die Kondensationsprodukte von Arsinsäuren, welche eine oder mehrere Carbonylgruppen in nicht cyclischer Bindung enthalten, mit Amidoverbindungen unter Ausschluss von Hydrazin und dessen Derivaten mit geeigneten Mitteln zu den betreffenden Arsenoxyden oder Arsenobenzolen reduziert. 



   Ebenso lassen sich die Kondensationsprodukte von Arsenoxyden der beschriebenen Art zu den betreffenden Arsenobenzolen reduzieren. Die durch Reduktion erhaltenen Arsenoxyde oder Arsenobenzole enthalten dann einen oder mehrere Reste der angewendeten Amidokörper an nicht   eyelisch   gebundenem Kohlenstoff haftend. 



   Die nach der Erfindung erhältlichen   Arsenobenzole können z.   B. durch folgende allgemeine Formel veranschaulicht werden : 
 EMI1.2 
 In dieser Formel bedeutet R ein beliebiges substituiertes oder unsubstituiertes, fettes und   R1   
 EMI1.3 
 Wassersoffatome ärmeren Rest einer beliebigen Amidoverbindung. ausgenommen   Hydrazin und Hydrazin-   derivate. z. B. den Rest einer Hydroxylaminverbindung oder einer   Amidosulfon-oder Amidocarbon-   säure oder eines Amidoaldehyds oder Amidoketons oder eines Säureamids, eines Harnstoffes usw. 



   Die Reduktion erfolgt im allgemeinen unter Einhaltung von Bedingungen, welche auch sonst für die Herstellung von Arsenoxyden bzw. Arsenobenzolen aus Arsinsäure bzw. Arsenoxyden üblich sind. Überraschenderweise werden hiebei die C = N Doppelbindungen auch dann nicht angegriffen. wenn verhältnismässig starke Reduktionsmittel zur Anwendung gelangen. 



    Beispiel 1. 1#8 g des Kondensationsproduktes von p-Acetophenonarsinsäure und p-Amide-   acetophenon werden in 25   cm3.   Wasser und etwa 4   cm3   n-Natronlauge unter Erwärmen   gelust hud L et   
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   abgeschiedene Arsenobenol abgesaugt   und im Vakuum getrocknet. Es bleibt im Kapillarrohr, auf   270    erhitzt, unverändert. 



    Beispiel 2. 1#8 g des Kondensationsproduktes von p-Acetophenonarsinsäure und Anthranilsäure   werden in 25 cm3 heissem Wasser unter Zugabe von 10 em3 n-Natriumacetatlösung gelöst und ohne   Rücksicht   auf   noch- ungelöste   Teile mit 14 g Hydrosulfit bei 60-70  unter gutem Rühren versetzt. Nach einer halben Stunde wird das gelbe abgeschiedene Arsenobenzol abgesaugt, gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es bleibt bis 2700 erhitzt, unverändert. 



   Beispiel 3.   1#45 g des Kondensationsroduktes von p-Amidoacetophenonarsinsäure   und Harnstoff werden in 10   e   Wasser unter Zugabe von möglichst wenig n-Natronlauge gelöst und bei etwa   650 unter   Rühren 10 g Natriumhydrosulfit zugesetzt. Es scheidet sich nach einiger Zeit das gelb gefärbte Arsenobenzol aus ; nach einstündigem Rühren bei   60-700 wird abgesaugt,   hierauf gewaschen und getrocknet. Es bleibt bis   2800 unverändert.   



   Beispiel 4.   0'82   g des Kondensationsproduktes von   p-BenzaIdehydarsinsäure und Amido-   antipyrin werden in 24 em3Wasser von etwa 60-70  verteilt und 5-6 y Natriumhydrosulfit unter gutem
Rohren zugegeben. Man reduziert bei der angegebenen Temperatur etwa eine halbe Stunde lang und saugt das hellgelbe Arsenobenzol ab. Nach dem Trocknen im Vakuum schmilzt es unter Zersetzung gegen   200 .   



    Beispiel 5. 0#8 g des Kondensationsproduktes von 1-Oxy-2-acetophenon-4-arsinsäure und p-Phenetidin werden mit 2 em3 n-Natronlauge übergossen und das entstandene Natriumsalz mit 24 cm3   Wasser in'Lösung gebracht. Die auf   60-70'erwärmte Lösung   wird mit 8 g Hydrosulfit unter Rühren etwa dreiviertel Stunden reduziert, das hellgelbe Arsenobenzol abgesaugt, mit Wasser gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es schwindet im Kapillarrohr erhitzt etwa bei   2200 unter Dunkelfärbung.   



   Beispiel 6. 1'7 g des Kondensationsproduktes von p-Acetophenonarsinsäure und o-Amidobenzaldehyd werden in 25   cm.   warmem Wasser unter Zugabe von 5 em3 n-Natronlauge gelöst, mit 7 g Hydrosulfit versetzt und bei etwa 60-700 unter Rühren reduziert ; nach einiger Zeit kann man noch etwa 3 g Hydrosulfit zusetzen. Nach einer Stunde wird das hellgelbe Arsenobenzol abgesaugt, gewaschen und getrocknet. Es zersetzt sich gegen 225  zu einer glasigen hellbraunen Masse. 



   Beispiel 7.   1-5 g   des Kondensationsproduktes vonp-Acetophenonarsinsäure undGlykokoll werden in 20   cms   Wasser unter Zusatz von etwa 5 em3   n-Natriumacetatlösung   unter gelindem Erwärmen gelöst und 10   g   Hydrosulfit unter Rühren zugesetzt. Das hellgelbe Arsenobenzol wird noch etwa eine halbe Stunde lang bei 60-700 reduziert, abgesaugt, ausgewaschen und im Vakuum getrocknet. Es verfärbt sich ab 250  dunkel, ohne zu schmelzen. 



   Beispiel 8.   0'8   g des Kondensationsproduktes von 3-Nitro-1-benzaldehyd-4-arsinsäure und 
 EMI2.1 
 bei   60-70  unter Riihren   versetzt. Das ölig sich ausscheidende gelbe Arsenobenzol wird nach etwa einer halben Stunde von der Mutterlauge durch Dekantieren getrennt, mit Wasser gewaschen, wobei es völlig erstarrt, und abgesaugt. Es zersetzt sich schon beim Erhitzen auf Temperaturen über   120 .   



   Beispiel 9.   0'3   g des Kondensationsproduktes von   p-Benzaldehydarsinoxyd   und Hydroxylaminehlorhydrat werden fein gepulvert, in 10 cm3 Wasser verteilt und die   möglichst   feine Suspension bei gewöhnlicher Temperatur mit etwa 1 g Natriumhydrosulfit versetzt. Es tritt sofort die Umsetzung zum Arsenobenzol ein. Unter häufigem   tüchtigen   Durchschütteln bei gewöhnlicher Temperatur überlässt man das Reaktionsgemisch einige Zeit sich selbst, saugt dann ab, wäscht und trocknet. Das Arsenobenzol schmilzt noch nicht bei   280 .  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen nach Patent Nr. 106996, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kondensationsprodukte von Arsinsäuren oder Arsenoxyden mit reaktionsfähigen Amidoverbindungen, die nach dem Verfahren des Patentes Nr. 106996 erhalten werden, mit Hilfe an sich bekannter Methoden zu den entsprechenden Arsenoxyden bzw. Arsenobenzolen reduziert, wobei Arsenoxydverbindungen bzw. Arsenobenzole erhalten werden, welche im Molekül einen oder auch mehrere Reste der Amidoverbindung, haftend an nicht cyelisch gebundenem Kohlenstoff, enthalten.
AT111564D 1923-12-04 1923-12-04 Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen. AT111564B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT106996T 1923-12-04
AT111564T 1923-12-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT111564B true AT111564B (de) 1928-12-10

Family

ID=29402311

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT111564D AT111564B (de) 1923-12-04 1923-12-04 Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT111564B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT111564B (de) Verfahren zur Darstellung von organischen Arsenverbindungen.
DE1795344B2 (de) Verfahren zur herstellung von 3-aminoisothiazolen
DE488605C (de) Verfahren zur Darstellung von Tetranitrodianthron
DE958024C (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Derivats des 2-Acetylanthrachinons
DE415318C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Arylamino-1-arylimino-2-naphthochinonen
DE463577C (de) Verfahren zur Darstellung von Arsenoverbindungen
AT116726B (de) Verfahren zur Darstellung von neuen organischen Quecksilberverbindungen.
DE695646C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Verbindungen und Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE544667C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-3-aminopyridin-5-arsinsaeure
AT216671B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen verschiedener Penicilline mit Sulfonamiden
DE831693C (de) Verfahren zur Herstellung von organischen Phosphoniumverbindungen
AT292021B (de) Verfahren zur Herstellung von O,O-Dialkyl-S-phthaliminomethyl-dithiophosphat
AT124141B (de) Verfahren zur Darstellung aromatischer Arsen- und Antimonverbindungen.
CH257944A (de) Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.
DE1593809C (de) Verfahren zur Herstellung von chelatbildenden organischen Verbindungen und deren Schwermetallchelaten
AT96690B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Arsenoxyden oder Arsenobenzolen.
AT96688B (de) Verfahren zur Darstellung von neuen aromatischen Carbonylverbindungen mit dreiwertigem Arsen.
AT223194B (de) Verfahren zur Herstellung einer neuen Sulfonylamidverbindung
DE600412C (de) Verfahren zur Herstellung eines blauvioletten Farbstoffs
AT163629B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Imidazoline
DE537896C (de) Verfahren zur Darstellung von Arsinsaeuren der Pyridinreihe
AT159302B (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon-Küpenfarbstoffen.
DE859008C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxychinonen
DE212205C (de)
AT319960B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyridazinverbindungen