DE212205C - - Google Patents

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DE212205C
DE212205C DE1908212205D DE212205DA DE212205C DE 212205 C DE212205 C DE 212205C DE 1908212205 D DE1908212205 D DE 1908212205D DE 212205D A DE212205D A DE 212205DA DE 212205 C DE212205 C DE 212205C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/66Arsenic compounds
    • C07F9/70Organo-arsenic compounds
    • C07F9/74Aromatic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JVI 212205 -KLASSE Mq. GRUPPE
Zusatz zum Patente 206057 vom 9. April 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1908 ab. Längste Dauer: 8. April 1922.
Im Hauptpatent 206057 ist gezeigt, daß man aus der ρ - Aminophenylarsinsäure und ihren Derivaten, welche sich von dieser durch Ersatz eines Wasserstoffatoms der Aminogruppe durch Radikale, wie Acyle, Alkyle und C H21C O O H ableiten, durch Reduktion pharmakologisch wertvolle Verbindungen erhält. Es sind dies Verbindungen, in denen Derivate des Phenylarsenoxyds C6H6-As: O und Arsenobenzols C6H6-As: As-C6H5 vorliegen. Die letzteren sind die Produkte einer weitergehenden Reduktion; energischere Reduktionsbedingungen führen daher unmittelbar von den Aminoarsinsäuren zu ihnen.
Es wurde nun weiter gefunden, daß auch aus den Homologen der p-Aminophenylarsinsäure und den diesen entsprechenden Carbonsäuren sowie den N-Derivaten dieser Verbindungen bei der Einwirkung von Reduktionsmitteln Derivate des Phenylarsenoxyds und Arsenobenzols gewonnen werden, die, verglichen mit den Ausgangsprodukten, eine stärkere Wirkung gegenüber Trypanosomen und zugleich eine geringere Giftigkeit zeigen.
Bekannt ist schon das Dimethylamino-ptolylarsenoxyd und dessen Reduktion zu Tetramethyldiaminoarsenotoluol (vgl. Ann. 320 [1902], S. 319/20), diese Dialkylaminoderivate des Tolylarsenoxyds und Arsenotoluols sind indes therapeutisch ohne Interesse.
Was die Ausgangsprodukte anbetrifft, welche in dem Reduktionsverfahren Anwendung finden, so gewinnt man die Homologen der p-Aminophenylarsinsäure durch Erhitzen von o- und m-Toluidin sowie von p-Xylidin mit Arsensäure; aus ihnen kann man durch Einführung von Radikalen, wie Acyl, Alkyl, CH2COOH in üblicherweise N-Derivate herstellen, und die Acylaminoderivate können durch Oxydation in Acylaminocarbonarsinsäuren übergeführt werden. Solche Verbindungen sind schon (Ber. 41 [1908], S. 931 und S. 1672) beschrieben worden.
Beispiel I.
156 g Natriumsalz der 1-Methyl-2-aminobenzol-5-arsinsäure (o-Toluidinarsinsäure) (Ber. 41 [1908], S. 1675) werden in 2500 ecm Wasser gelöst und mit 500 ecm sechsfach normaler Schwefelsäure und einer Auflösung von 30 g Jodkalium in wenig Wasser versetzt. Hierauf wird unter Kühlung mit Wasser so lange ein langsamer Strom von schwefliger Säure eingeleitet, bis ein Niederschlag sich abzuscheiden beginnt. Ohne Rücksicht auf diesen wird nun das Reaktionsgemisch unter Eiskühlung deutlich ammoniakalisch gemacht, wobei Aminotolylarsenoxyd (C H^: N H2: AsO — 1:2:5/ als weißer kristallinischer Niederschlag allmählich zur Abscheidung gelangt. Durch FiI-
tration und Waschen mit Wasser wird die Verbindung isoliert. Sie erweicht unter ioo° und ist bei etwa i6o° zu einer klaren Flüssigkeit geschmolzen. Sie ist wenig löslich in heißem Wasser, dagegen ziemlich löslich in Alkohol und Aceton sowie in verdünnter Salzsäure und Natronlauge.
Beispiel II.
ίο 151,5 g i-Methyl-2 · 5-acetarsanilsäure (Ber. 41 [1908], S. 1677) werden in 5 1 Methylalkohol unter Erwärmen gelöst und mit 150 ecm Phenylhydrazin versetzt. Es setzt eine kräftige Reaktion ein, nach deren Beendigung das
Gemisch noch zwei Stunden im leichten Sieden erhalten wird. Hierauf werden etwa 4 1 Methylalkohol abdestilliert und der Rückstand in 2 1 Wasser gegossen. Diese Lösung wird durch Ausäthern vom überschüssigen Phenyl-
hydrazin befreit und hierauf durch Vakuumdestillation bei 30 bis 400 stark konzentriert. Der Rückstand wird mit Kochsalz gesättigt und unter Eiskühlung mit verdünnter Schwefelsäure angesäuert, wobei das Acetanthranilsäurearsenoxyd (Acetaminoarsenoxydbenzoesäure NH· CO C H3: As O: COOH = 1:4: 2) in Form eines weißen Niederschlags ausfällt; durch Filtration und Auswaschen mit Wasser wird die Verbindung rein gewonnen. Sie zersetzt sich beim Erhitzen auf ungefähr 3000, erweicht aber schon vorher. Sie löst sich leicht in freien Alkalien und deren Carbonaten, wie in heißer verdünnter Salzsäure, in heißem Wasser und in Eisessig ist sie wenig
löslich und unlöslich in Alkohol oder Äther.
Beispiel III.
39 g o-Tolylglycin-p-arsinsäure
(C H3: AsO3H2: N H C H2C OO H =1:5:2;, erhältlich durch Umsetzung der beim Erhitzen von o-Toluidin und Arsensäure entstehenden Aminotolylarsinsäure mit Chloressigsäure, werden in 800 ecm Wasser und 150 ecm normaler Natronlauge gelöst und zu einer mit Magnesiumhydroxyd neutralisierten Lösung von 400 g Natriumhydrosulfit in 2 1 Wasser gegeben. Es
wird nun bei 500 so lange digeriert, bis eine nitrierte Probe beim Aufkochen klar bleibt und hierauf der gebildete Niederschlag abgesaugt und mit Wasser vollkommen ausgewaschen. Die so erhaltene neue Verbindung p-Arseno-o-tolylglycin ist ein gelbbraunes, in Wasser nicht lösliches Pulver, das sich in kohlensauren sowie freien Alkalien leicht löst. Es schwärzt sich beim Erhitzen über 2000, ist schwer löslich in den üblichen organischen Lösungsmitteln außer Anilin und Pyridin.
• Beispiel IV.
100 g Acetanthranilärsinsäure (1 - Methyl-2 · 5-acetarsanilsäure) (Ber. 41 [1908], S. 1677) werden mit 150 g kristallisiertem Natriumacetat in 1,25 1 Wasser heiß gelöst und die Lösung auf 500 abgekühlt. Diese Lösung wird zu einer kalten Lösung von 1 kg Natriumhydrosulfit in 41 Wasser gegeben und das Ganze hierauf bei einer Temperatur von 30 bis 400 auf dem Wasserbad so lange digeriert, bis die Menge der sich abscheidenden Arsenoacetanthranilsäure sich nicht mehr vermehrt. Hierauf wird diese von der Lösung getrennt und mit Wasser ausgewaschen. Sie bildet ein hellgelbes, in Wasser unlösliches, dagegen in Alkalien lösliches Pulver, frisch gefällt ist sie auch in Alkohol löslich.
Die in Beispiel III erwähnte o-Tolylglycinarsinsäure kristallisiert aus heißem Wasser, sie ist löslich in Alkohol, löslich in Alkalien, dagegen unlöslich in Salzsäure und schmilzt unter Zersetzung bei etwa 2200.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Weitere Ausbildung des durch Patent 206057 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Derivaten des Phenylarsenoxyds und Arsenobenzols, darin bestehend, daß man an Stelle der ρ - Aminophenylarsinsäure und von deren N-Derivaten hier die Homologen und Carbonsäuren jener Verbindungen, mit Ausnahme der N-Dialkylderivate, mit Reduktionsmitteln behandelt.
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AT48333D AT48333B (de) 1908-02-04 1909-03-10 Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Phenylarsenoxyds und Arsenobenzols.

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